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1. Welche Folgen hat die Volumenschwindung beim Abkühlen von Metallen?
- Lunker, Schwindungshohlräume, Heißrisse, Kaltrisse, Schrumpfmaß muss bei
- Konstruktion berücksichtigt werden
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2. Worauf ist die Volumenschwindung zurückzuführen?
- Kühlt man eine Schmelze ab, so beginnt bei erreichen der
- Liquidustemperatur die Kristallitsation der Metalla. Dann erfolgt die
- Volumenabnahme delta(V) (Schwindung).
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3. Wodurch wird das Schrumpfen metallischer Werkstoffe im festen Zustand
verursacht?
- Im festen Zustand verringert sich das Volumen weiter, auf Grund der
- Abnehmenden Schwingung der Atome.
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4. Was versteht man unter einem Lunker?
- Lunker sind Stellen an denem im Gussteil Material fehlt. Sie treten in
- verschiedenen Formen auf.
Innenlunker: "Blasen" im inneren das Bauteils
Außenlunker: Einfallstellen an der Außenseite des Bauteils
- Kopflunker: typischer Außenlunker, entsteht durch Absacken des
- Flüssigkeitsspiegels
- Fadenlunker: Zieht sich vom Kopflunker durch das ganze Bauteil, schwer
- zu entdecken.
Fußlunker: Findet man häufig am unteren Ende von Fadenlunkern
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5. Wie kann man gießtechnisch das Auftreten von Makrolunkern vermeiden?
- Makrolunker lassen sich durch gießtechnische Maßnahmen, z.B. durch das
- Anbringen eines Steigers vermeiden.
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6. Was versteht man unter konstitutioneller Unterkühlung?
- Die Einlagerung von Fremdatomen im Kristallkeim ist mit Schwierigkeiten
- verbunden. Sind die ersten entstandenen Keime reiner, so kommt es an der
- Erstarrungsfront zwangsläufig zu Entmischungen. Die Schmelze hat hier einen
- Überhang an Fremdatomen. Die darüber liegende Schmelzschicht hat eine
- niedrigere Liquidustemperatur als der Rest der Schmelze. Es entsteht ein
- unterkühlter Schmelzbereich.
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7. Was ist die Vorraussetzung für eine dendritische Erstarrung?
- Das Verhältnis des Temperaturgradienten G zur Wachstumsgeschwindigkeit R
- muss klein ntrum sein!
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8. Was versteht man unter Dendritenarmabstand?
- Die einzelnen Dendriten werden auch als Arme bezeichnet. Der
- Dendritenarmabstand ist also der Abstand der einzelnen Dendriten. Er ist von
- der örtlichen Abkühlgeschwindigkeit V(x) abhängig.
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9. Wovon hängt die Ausprägung der Kristallseigerung ab?
- Größe der Erstarrungsintervalle, Höhe der Abkühlgeschwindigkeit, von
- Diffusionskoeffizienten und Legierungselementen
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10. Was versteht man unter Mittellinienseigerung?
- Zwischen einzelnen Dendriten befindet sich eine mit Stoff angereicherte
- Restschmelze. Diese wird durch Konvektion nach innen zum kühlenden Block
- getragen. Dies führt zu einem Anstieg der Konzentration von Aussen nach Innen
- und im Zentrum zu einer Mittellinienseigerung an der sich auch noch
- Verunreinigungen anhäufen.
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11. Wie und warum unterscheiden sich Blockfuß und Blockkopf analytisch
voneinander?
- Von Unten nach Oben steigt die Konzentration von Legierungselementen und
- Verunreinigungen an. Man spricht von vertikaler Makroseigerung. Sie kommt
- daher, dass die am Rand gebildeten Dendritenarme durch Konvektion abgelöst
- werden und nach unten sinken. Die Dendritenarme sind reiner als die
- Restschmelze, was zu einer Anhäufung des reinen Materials am Fuß führt.
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12. Wie beeinflusst die Gesamtkühldauer von Gussblöcken die mechanischen
Eigenschaften?
Größere Abkühlgeschwindigkeit führt zu:
- Dendritenarmabstand --> Kerbschlagarbeit, Einschlussgröße -->
- Schwingungsfestigkeit, Karbidgröße --> Abrasionswiderstand,
- Makroseigerungsgrad --> Korrossionswiderstand
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13. Warum weisen pulvermetallurgisch hergestellte Bauteile bessere
mechanische Eigenschaften auf?
- Beim Gießen, vor allem von großen Bauteilen, treten Seigerungen auf, die
- die mechanischen Eigenschaften erheblich verschlechtern. Pulvermetallurgische
- Verfahren sind Seigerungsarm, da die Materialien nicht von Aussen nach Innen
- abkühlen.
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14. Beschreiben Sie die Herstellung pulvermetallurgischer Bauteile!
- Metalle werden in einem Gießstrahl verdüst, hierbei entsteht
- Metallpulver, es wird mit Sinterhilfen und Gleitmitteln vermischt, es wird
- gesintert, beim Vorsintern wird das Gleitmittel ausgebrannt, was sehr langsam
- geschehen muss, da der entstehende Gasdruck ansonsten den "Grünling"
- sprengen könnte,das Sintern selbst geschieht anschließend- nahe der
- Solidustemperatur, zum Schluss werden die Teile noch kalibriert, d.h.
- nachgepresst.
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15. Welcher Mechanismus ist für das Schließen der "Poren" in
der PM-Technik verantwortlich?
- Während des Sinterns kommt es zu intensiven Diffusionsvorgängen, die man
- auch Diffusionsschweißen nennt. Die diffundierten Metallatome füllen
- anschließend die Leerstellen zwischen den einzelnen Pulverkügelchen auf. Dieser
- Vorgang funktioniert besonders gut, wenn die Kugeln unterschiedliche Größe
- haben. Die niedrigste Restporösität lässt sich im Vakuumofen erzielen.
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19. In welchem Temperaturbereich spricht man von Warm-, Halbwarm- und
Kaltumformung?
- Warmumformung: T größer/gleich 0,7T(s); Halbwarmumf: T zwischen 0,3T(s)
- und 0,7T(s); Kaltumformung: T kleiner 0,3T(s)
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21. Wozu benötigt man Fließkurven?
- Fließkurven dienen der Beurteilung des Verformungsgrades von Metallen.
- Aus ihnen kann man die benötigten Umformkräfte und die erwartete Verfestigung
- ablesen.
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22. Welche Größe ist für ein feinkörniges Gefüge beim Warmumformen
maßgeblich?
- Den größten Einfluss auf das Gefüge hat die Verformungsendtemperatur.
- Beim Warmumformen wird das Material während den einzelnen Umformschritten immer
- weniger erhitzt, da beim Abkühlen die Körner jeweils wieder wachsen. Ist die
- Temperatur der letzten Stufe möglichst gering, so ist die Abkühlungsdauer kurz
- und die Körner werden nicht wieder viel gößer.
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23. Wie und warum wirkt sich eine Warmumformung auf das
Formänderungsvermögen aus?
- Da sich Metalle bei einer Warmumformung nicht verfestigen, ist eine
- Erhöhung des Formänderungsvermögens zu erwarten.
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24. Wie verhalten sich nichtmetallische Einschlüsse beim Warmumformen?
- Desoxidationsprodukte (Schlacke) zerbröckeln, da sie härter als die sie
- umgebende Stahlmatrix sind. Ausscheidungsprodukte (Sulfide) sind weicher und
- strecken sich Bandwurm-artig aus.
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25. Wie wirkt sich eine Warmumformung auf die Isotropie der Zähigkeitswerte
aus?
- Beim Warmumformen erkennt man eine Steigerung der Zähigkeitswerte in
- Längs- bzw. Walzrichtung. In Querrichtung jedoch eine ausgesprochene
- Verminderung. Die liegt an der Ausstreckung der nichtmetallischen Einschlüsse
- in Querrichtung.
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26. Mit welchen Fehlern an der Oberfläche müssen Sie nach dem
Warmumformen rechnen?
- Bildung einer Zunderschicht (Fe-O-Verbindung) auf Grund der großen
- Hitze. Entkohlung, da der Kohlenstoff in den Randzonen auch mit dem Sauerstoff
- reagiert. Überwalzungen, Überschneidungen und randnahe Risse können auftreten.
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27. Geben Sie an, warum trotz erschwerter Bedingungen Kaltumformvorgänge
sinvoll sind!
- Keine Selbstdiffusion auf Grund der niedrigen Temperatur;
- Festigkeitserhöhung durch Kaltverfestigung; Höhere Maßtoleranzen möglich;
- Höhere Oberflächengüte; Keine Oxidation
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