Kommunikation Klausuraufgabe

  1. Aufgabe 6:
    Sie sind Bilanzbuchhalter bei der Bau AC und als Ausbilder sind Sie nicht nur Ansprech­partner der Auszubildenden Sie unterstützen auch die Ausbildungsbeauftragten in den einzelnen Abteilungen.
    Der Leiter des Rechnungswesens benötigt Unterstützung bei den unten stehenden Problem­stellungen a) bis d). Um die Fragen des Leiters zu beantworten. ziehen Sie auch das Berufs­bildungsgesetz als Argumentationsgrundlage heran.

    a) 
    Die Berufsschule hat ein neues Buch im Rechnungswesen eingeführt Der Auszubildende will vom Leiter des Rechnungswesens mit Begründung wissen, ob die Kosten für das Buch vom Betrieb übernommen werden
    Erläutern Sie dem Leiter die rechtliche Situation.
    • a)
    • Entscheidend ist die Einführung eines Buches durch die Berufsschule (§14 (1) Nr.3 BBiG). Führt die Berufsschule das eingeführte Buch in einer Bucherliste auf, müssen die Kosten für dieses Buch übernommen werden.
  2. Aufgabe 6:
    Sie sind Bilanzbuchhalter bei der Bau AC und als Ausbilder sind Sie nicht nur Ansprech­partner der Auszubildenden Sie unterstützen auch die Ausbildungsbeauftragten in den einzelnen Abteilungen.
    Der Leiter des Rechnungswesens benötigt Unterstützung bei den unten stehenden Problem­stellungen a) bis d). Um die Fragen des Leiters zu beantworten. ziehen Sie auch das Berufs­bildungsgesetz als Argumentationsgrundlage heran.

    b) 
    Ein Auszubildender im dritten Ausbildungsjahr möchte einen Vorbereitungskurs für die bevorstehende Abschlussprüfung besuchen, der im Rahmen einer überbetrieblichen Ausbildung durchgeführt wird.
    Begründen Sie, ob der Leiter des Rechnungswesens seinen Azubi hierfür freistellen muss.
    b) Der Auszubildende muss freigestellt werden, weil §15 BBiG in Satz 2 auch Ausbildungsmaßnahmen erfasst, die außerhalb der Ausbildungsstätte im Rahmen der Berufsausbildung durchgeführt werden.
  3. Aufgabe 6:
    Sie sind Bilanzbuchhalter bei der Bau AC und als Ausbilder sind Sie nicht nur Ansprech­partner der Auszubildenden Sie unterstützen auch die Ausbildungsbeauftragten in den einzelnen Abteilungen.
    Der Leiter des Rechnungswesens benötigt Unterstützung bei den unten stehenden Problem­stellungen a) bis d). Um die Fragen des Leiters zu beantworten. ziehen Sie auch das Berufs­bildungsgesetz als Argumentationsgrundlage heran.

    c) 
    Der Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr erhält nach Ablauf der Probezeit eine Kündigung mit dem Hinweis. er komme irnrner zu spat. Der Auszub1ldencle wurde daher mehrfach schnft11ch abgemahnt
    Erläutern Sie, ob diese Kündigung wirksam ist.
    c) Der Auszubildende kann nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes gekündigt werden. Mehrfaches Zu-spät- Erscheinen gilt als wichtiger Grund, d.h. eine Weiterbeschäftigung ist für den Arbeitgeber nicht zumutbar (§22(2) Nr.1 BBiG)
  4. Aufgabe 6:
    Sie sind Bilanzbuchhalter bei der Bau AC und als Ausbilder sind Sie nicht nur Ansprech­partner der Auszubildenden Sie unterstützen auch die Ausbildungsbeauftragten in den einzelnen Abteilungen.
    Der Leiter des Rechnungswesens benötigt Unterstützung bei den unten stehenden Problem­stellungen a) bis d). Um die Fragen des Leiters zu beantworten. ziehen Sie auch das Berufs­bildungsgesetz als Argumentationsgrundlage heran.

    d) Der Auszubildende des Rechnungswesens (17 Jahre alt) geht nicht zur Berufsschule weil er lieber alleine lernt
    Erläutern Sie, ob der Auszubildende zur Berufsschule gehen muss.
    • d) 
    • Der 17-jährige Azubi unterliegt der Berufsschulpflicht nach §13 S.2 Nr.2 BBiG. Er muss also zur Berufsschule gehen.
  5. Aufgabe 6:
    Sie sind Bilanzbuchhalter bei der Bau AC und als Ausbilder sind Sie nicht nur Ansprech­partner der Auszubildenden Sie unterstützen auch die Ausbildungsbeauftragten in den einzelnen Abteilungen.
    Der Leiter des Rechnungswesens benötigt Unterstützung bei den unten stehenden Problem­stellungen a) bis d). Um die Fragen des Leiters zu beantworten. ziehen Sie auch das Berufs­bildungsgesetz als Argumentationsgrundlage heran.

    e) Das Ergebnis ihrer Prüfung aus 6 d) teilen Sie dem 17-jährige Auszubildenden in einem Gespräch mit. Beschreiben Sie ausführlich diese Kommunikationsform und Ihre Vorbereitung auf dieses Gespräch. (4 Punkte)
    • Kommunikationsform:
    • - nach dem Sender-Empfanger-Model!
    • Der Leiter des Rechnungswesens ist überwiegend der Sender und der 17-jährige Auszubildende ist überwiegend der Empfänger Der Informationskanal besteht aus Worten, die im Gespräch genutzt werden.

    • -nach der Art der Kommunikation
    • Es ist eine direkte und zweiseitige Kommunikation, da der Auszubildende die Möglichkeit hat, direkt auf Fragen und Informationen zu reagieren

    • - nach der Transaktionsanalyse: 
    • Die Kommunikation findet aus Sicht des Leiters des Rechnungswesens auf der Erwachsenenebene statt. Der Auszubnildende kann sie je nach Reife entweder auf der Erwachsenenebene oder auf der Kinderebene wahrnehmen. 

    Hinweis: nur eine der oben genannten Formen ist zu beschreiben. 

    • Vorbereitung auf das Gespräch: 
    • Da der Inhalt durch gesetzliche Regelung festgelegt ist, handelt es sich hier um ein Kritikgespräch. Die Vorbereitung auf das Gespräch konnte die Kopie eines entsprechenden Auszugs aus dem BBIG sein, die dem Auszubildenden ausgehändigt wird. Die Bereitschaft, Fragen zu beantworten, sollte beim Leiter des Rechnungswesens vorhanden sein. Mit den Fragen des Auszubildenden muss repektvoll umgegangen werden. Daher kann solche ein Gespräch auch nicht unter Zeitdruck erfolgen. Auch die entsprechende Räumlichkeit ist zu wählen. 
    • Vorbereitung auf das Gespräch:
  6. Aufgabe 7
    Die Bau AG plant, im Rahmen einer Neustrukturierung die IT-Abteilung zu stärken.
    Daher soll ein zusätzlicher Netzwerkadministrator gesucht werden. Ein Bilanzbuchhalter zeigt starkes Interesse an dieser Stelle. Denn das Rechnungswesen soll verkleinert werden und er ist örtlich nicht flexibel.
    Mögliche Punktzahl: 4
    a) 
    Erläutern Sie zwei Maßnahmen, die notwendig sind, um eine interne Stellenbesetzung durchführen zu können.
    • • interne Stellenausschreibung (ggf. vorherige Einschaltung des Betriebsrates)
    • • Schulung und Einarbeitung des Mitarbeiters (Personalentwicklung)
    • • Stellenbeschreibung für die neue Stelle erstellen
    • • gegebenenfalls Vl/iederbesetzung der bisherigen Stelle vorbereiten
  7. Aufgabe 7
    Die Bau AG plant, im Rahmen einer Neustrukturierung die IT-Abteilung zu stärken.
    Daher soll ein zusätzlicher Netzwerkadministrator gesucht werden. Ein Bilanzbuchhalter zeigt starkes Interesse an dieser Stelle. Denn das Rechnungswesen soll verkleinert werden und er ist örtlich nicht flexibel.

    b) Erläutern Sie für den konkreten Fall der internen Stellenbesetzung durch den Bilanzbuchhalter jeweils zwei Vor- und zwei Nachteile.
    • • Vorteile:
    • • Der Mitarbeiter kennt die örtlichen Gegebenheiten. dadurch kürzere Einarbeitungs­zeit.
    • • Das Unternehmen kennt den Mitarbeiter, dadurch geringeres Risiko einer Fehl­entscheidung.
    • • Die Motivation des Mitarbeiters ist gegeben.

    • • Nachteile:
    • • Die bisherige Stelle muss eventuell wiederbesetzt werden.
    • • Der Mitarbeiter ist kein IT-Exp􀂚rte, muss also intensiv geschult werden.
    • • Der Mitarbeiter wird vielleicht in der Firma als Bilanzbuchhalter gesehen. als Netzwerkadministrator jedoch nicht akzeptiert.
  8. Aufgabe 7
    Die Bau AG plant, im Rahmen einer Neustrukturierung die IT-Abteilung zu stärken.
    Daher soll ein zusätzlicher Netzwerkadministrator gesucht werden. Ein Bilanzbuchhalter zeigt starkes Interesse an dieser Stelle. Denn das Rechnungswesen soll verkleinert werden und er ist örtlich nicht flexibel.

    c) Schlagen Sie für diesen Fall drei geeignete externe Beschaffungswege vor.
    • • Stellenanzeigen in Fachzeitschriften
    • • Beauftragung eines externen Personalberaters
    • • Nachfragen bei branchenähnlichen Unternehmen
    • • Nachfragen bei branchenähnlichen Unternehmen
  9. Aufgabe 6: 
    Mögliche Punktzahl: 12

    Die Geschäftsleitung der Winter GmbH &Co. KG beobachtet, dass immer mehr Kunden online bestellen und dadurch wenige Beratung in den Verkaufsstellen notwendig ist. Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertreter beschließen einvernehmlich, langfristig die Anzahl der Mitarbeiter in der Verkaufsstellen zu senken. 

    Beraten Sie die Geschäftsleitung, in dem Sie vier Maßnahmen erläutern, die diesem Ziel dienen.
    • - Keine Neueinstellungen: 
    • Arbeitsplatzkapazitäten werden gebündelt, um für bisher geplante Arbeitsplätze keine Neueinstellungen vornehmen zu müssen. 

    • - Auszubildende: 
    • Die Anzahl der Auszubildenden wird reduziert. Das kann z.B. durch einen befristeten Einstellungsstopp geschehen, um die Anzahl der Auszubildenden an den zukünftigen Bedarf an neuen Mitarbeitern anzupassen. 

    • - Arbeitszeit: 
    • Die Arbeitszeit wird reduziert. Dies geschieht durch weitere Teilzeitangebote an die bisher Vollbeschäftigten. Auf Teilzeit zurückgestufte Mitarbeiter erhalten die Option, bei betrieblichen Bedarf wieder voll zu arbeiten. 

    • - Job- Sharing: 
    • Zwei Arbeitsplätze werden zu einem zusammengelegt, den sich dann zwei Teilzeitkräfte teilen. 

    • - Vertragliche Beendigung von Arbeitsverhältnissen. 
    • Um die Anzahl der Mitarbeiter zu reduzieren, aknn die Geschäftsleitung einzelnen Mitarbeitern Aufhebungsverträge mit individuellen Abfindensregeln vorschlagen. Bei älteren Mitarbeitern bieten sich Voruhestands- und Altersteilzeitregelungen an. 

    • - Personalentwicklung: 
    • Um den betroffenen Mitarbeitern andere, in Zukunft vielleicht höherwertige Arbeitsplätze anzubieten, können gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen dazu dienen, qualifizierte Mitarbeiter für die Zukunft zu erhalten. 

    • - Änderungskündigung:
    • Angebot an die betroffenen Mitarbeiter, andere Arbeitsplätze mit veränderten Bedingungen im Rahmen einer Änderungskündigung anzubieten. Die betroffenen Mitarbeiter haben die Wahl zwischen einem Arbeitsplatz mit neuen Arbeitsbedingungen oder einer ordentlichen Kündigung.
  10. Aufgabe 7
    Die Werbeagentur von Dr. Jürgen Winter  expandiert durch ständig steigende Auftragszahlen im Werbe- und
    Kommunikationsbereich Dr. Jürgen Winter möchte daher neue MA einstellen
    a) Mögliche Punktzahl: 4
    Schlagen Sie Herrn Dr. Winter zwei Methoden der Personalbedarfsermittlung vor und erklären Sie diese stichpunktartig.

    b) zur Personalbeschaffung stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Zeigen Sie zwei Methoden der Personalbeschaffung für Dr. Jürgen Winter auf.
    • a) 4 P
    • - Schätzverfahren: beruht auf Erfahrungskenntnissen 
    • - globale Bedarfsprognose: Abteilung aus Größen der Vergangenheit
    • - arbeitswissenschaftliche Verfahren: Ermittlung des Zeitbedarfs pro Arbeitseinheit

    b) 2P

    • - Personalanzeige
    • - Persoanlausleihe
    • - Personalberater
    • - Stellengesuche
    • - Bewerbekartei
  11. Aufgabe 8
    Die Winter Edelstahl GmbH bilden auch in verschiedenen Bereichen aus Regelmäßig werden die Auszubilden­den nach ihrer Zufriedenheit mit der Ausbildung befragt. 
    Die Auswertung der letzten Evaluationsbögen hat ergeben. dass der vorherige Ausbildungsjahrgang  mit der
    Berulsausbildung nicht zufrieden war. Demnach soll es zwischen Auszubildenden und Ausbildern Probleme
    geben. Zudem würden die Arbeitsprozesse nicht handlungsorientiert vermittelt. Die Auszubildenden wünschen sich mehr Eigenaktivierung, insbesondere durch den Einsatz von Kreativitätstechniken. Sie als Assistent der Geschäftsführung sollen diese Defizite durch geeignete Maßnahmen abbauen. 

    a) 4 Punkte 
    Beschreiben Sie zwei Anforderungen, die Sie bezüglich der Eignung der Ausbilder überprüfen müssen. 

    b) 4 P
    Erläutern Sie anhand von zwei Beispielgen, wie die Ausbilder selbständiges, handlungsorientiertes Lernen in berufsspezifischen Situationen fördern können.
    a) 4P 

    - Der Ausbilder muss persönlich geeignet sein. Das heißt, er muss Kinder und Jugendliche beschäftigenn dürfen. Er darf nicht wiederholt oder schwer gegen das Berufsbildungsgesetz oder die aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften und Bestimmungen verstoßen haben oder sich im Sinne des Jugendarbeitsschutzgesetzes strafbar gemacht haben. 

    • - Der Ausbilder muss fachlich geeignet sein. D.h., dass er die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeit in einer Abschlussprüfung in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung nachgewiesen hat oder eine Abschlussprüfung an einer deutsche Hochschule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat und eine angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch tätig gewesen. 
    • - Der Ausbilder muss die berufs- und arbeitspädagogische Eignung besitzen. 

    • b)•Projekte übertragen, die in eigener Verantwortung umgesetzt werden
    • - AUfgaben in wechselnden Gruppen übertragen 
    • - lernfördernde Bedingungen und eine motivierende Lernkultur schaffen
    • - betriebliche Lern- und Arbeitsaufgaben entwickeln und gestalten. 
    • - Ausbildungsmethoden und - medien zielgruppengerecht auswählen und situationsspezifisch einsetzen
    • - Auszubildende bei Lernschwierigkeiten durch individuelle Gestaltung der Ausbildung unterstüzten. 
    • - Leistungen feststellen, bewerten und Beurteilungsgespräche führen.
  12. Übungsaufgaben 1: 

    In der Mühlheim AG soll die Plankostenrechnung eingeführt werden. Sie sind beauftragt, die Veränderungsprozesse umzusetzen, erwarten hierbei allerdings von 4 Mitarbeitern Ihrer Abteilung Widerstand. Um die Mitarbeiter einzubinden, möchten Sie mit allen Mitarbeitern Gespräche in Form einer Moderation führen.

    a) Beschreiben Sie drei organisatorische Maßnahmen, die Sie im Vorfeld erfreigen. 

    b) Bei 3 Mitarbeitern erwarten Sie folgende Rollentypologie: agressiver Meinungsführere, schüchterner aber kompetenter Mitarbeiter, notorische Verweigerer. 

    Erläutern Sie Ihre Vorgehensweise als Moderator im Umgang mit den Teilnehmern, um mögliche Widerstände aufzulösen. 

    c) Schildern Sie den Einsatz von 3 geeigneten Instrumenten zur Visualisierung der Moderation.
    Lösungshinweise Aufgabe 1:

    • a.)
    • organisatorische Maßnahmen
    • • erforderliche Unterlagen beschaffen und bereitstellen
    • • rechtzeitig Termin festlegen und über diesen informieren
    • • angenehme Gesprächsatmosphäre schaffen
    • • Sich als Moderator Gedanken zu der Rollentypologie machen
    • • eventuelle Widerstände den beteiligten Personen zuordnen …


    • b.)
    • aggressiver Meinungsführer
    • • bremsen, indem man ihn einerseits am Ehrgeiz packt, andererseits
    • Defensivtaktiken anwendet
    • • Einhalten klarer Regeln fordern
    • • Einwände von ihm selbst beantworten lassen
    • Schüchterner, aber fachlich kompetenter Mitarbeiter
    • • mit konkreten, fachlich bedingten Fragen aktivieren
    • • entwickelte Statements vortragen lassen
    • • konstruktive Rollen übertragen (z.B. Co
    • Moderator)
    • Notorischer Verweigerer:
    • • Einwände zurückgeben und begründen lassen
    • • Nach persönlichen Erfahrungen fragen
    • • Einbindung in Lösungen
    • c.) z.B.
    • Beamer zur Visualisierung vorbereiteter Unterlagen,
    • Flipchart zur Visualisierung spontaner Ideen, Metaplanwand zur
    • Visualisierung der Ideensammlung (evtl. Kartenabfrage), Overheadprojektor
    • zur Visualisierung spontaner und vorbereiteter Ideen
  13. Übungsaufgabe 3: 

    Die Personalabteilung Ihres Unternehmens möchte einen Bilanzbuchhalter einstellen. Dieser soll künftig auch Bankgespräche mit den Kreditinstituten führen. Im Arbeitsvertrag soll eine Probezeit vereinbart werden. 

    a) welche 2 Möglichkeiten könnten Sie hinsichtlich der Probezeit im Arbeitsvertrag aufnehmen? 

    b) Entscheiden Sie, welche der von Ihnen beschriebenen Möglichkeiten im vorliegenden Fall sinnvoll ist. Begründen Sie Ihre Entscheidung.
    • a.) 1. Festlegung eines zeitlich befristeten Probearbeitsverhältnisses,
    • § 14 TzBfG: Ist die Probezeit zu Ende bedarf es keiner Kündigung. Die
    • Befristung muss dem Erprobungszweck angemessen sein. Auch wenn
    • der Arbeitnehmer sich in der Probezeit bewährt hat, leitet sich hier keine Rechtsgrundlage zur unbefristeten Übernahme ab.

    • 2. Unbefristetes Arbeitsverhältnis mit vorgeschobener Probezeit: Die Probezeit kann hier 6 Monate nicht übersteigen; das Arbeitsverhältnis
    • kann mit einer Frist von 2 Wochen gekündigt werden ( § 622 Abs. 2 BGB). Erfolgt keine Kündigung, ist ein unbefristetes Arbeitsverhältnis
    • entstanden.

    • b.) Für die angestrebte Tätigkeit des einzustellenden Bilanzbuchhalters
    • kann das unbefristete Arbeitsverhältnis mit vorgeschobener Probezeit
    • empfohlen werden, weil in der gesetzten Probezeit das Unternehmen erkennen kann, ob der Bilanzbuchhalter der Anforderung genügt.
  14. Aufgabe 4: 
    Ihr ehemaliger Auszubildender hat die Abschlussprüfung zum Industriekaufmann mit sehr gut bestanden. Die Geschäftsführung teilt Ihnen mit, dass der ehemalige Azubi langfristig als Führungskraft aufgebaut werden soll. 

    a) Beschreiben Sie 3 Training- on- the job- Maßnahmen in einer sinnvollen Reihenfolge, die Sie einsetzen. 

    b) Eine weitere Maßnahme zur Förderung ist ein Coaching- Prozess. Skizzieren Sie 6 Stufen des Coaching-Prozesses zur Förderung des Führungsnachwuchses.
    • a.) 1. Job Enlargement (Ausweitung der Tätigkeit bei gleicher Verantwortung und Kompetenz)
    • 2. Job Enrichment (mehr Verantwortung und höherwertige Aufgaben)
    • 3. Job Rotation (systematischer, zeitlich begrenzter Arbeitsplatzwechsel
    • innerhalb der Gruppe)

    • b.) 1. Erstgespräch (Vertrauen aufbauen und eventuelle Ziele klären
    • 2. Analyse der Ist-Persönlichkeitsstruktur (eigene Motive und Ziele entwickeln)
    • 3. Festlegung der Soll-Persönlichkeitsstruktur (vorhandene Potenziale erarbeiten und daraus Verhaltensbereiche ändern)
    • 4. Gemeinsame Erarbeitung eines Coaching
    • Konzeptes
    • 5. Durchführung von 4.
    • 6. Kontrolle der angestrebten Ziel
  15. Aufgabe 5: 

    Der Leiter Rechnungswesen möchte mit einem seiner Bilanzbuchhalter ein Gespräch führen. Folgende Themenbereiche sollen angesprochen werden: 
    Überziehung der Pausenzeiten 
    rüder Umgangston gegenüber Kollegen 
    erhöhte Krankheitsquote 

    a) Beschreiben Sie 3 organisatorische Vorbereitung für das Gespräch. 
    b) Strukturieren Sie den Gesprächsverlauf in 5 Schritten und verdeutlichen Sie diese mit je 2 inhaltlichen Beispielen. P
    • a.) z.B.
    • •Informationsgewinnung über den Mitarbeiter durch Rückfragen an
    • die Personalabteilung
    • •Termin mit dem Mitarbeiter vereinbaren (2
    • 3 Tage Vorlauf)
    • •Festlegung des Besprechungsraumes
    • •während der Besprechung sämtliche Störquellen ausschalten
    • •Genügend Zeit für das Gespräch einplanen

    • b.)
    • • Begrüßung und angemessene Auflockerungsphase (allgemeine Fragen
    • und Bemerkungen, Nennung positiver Leistungen, Entwicklung des Mitarbeiters beschreiben)
    • • Kritik (z.B. den Mitarbeiter mit den Vorwürfen konfrontieren, fehlendes Vorbildverhalten kennzeichnen, evtl. vertragliche Regelungen nennen)
    • • Stellungnahme des Mitarbeiters anhören
    • (z.B. Sichtweise des Mitarbeiters
    • erfragen, Gründe für sein Verhalten besprechen, Beziehung zu seiner Arbeit erfragen)

    • • Erarbeitung eines gemeinsamen Vorgehens
    • (z.B. Besprechung von Maßnahmen zur Anpassung zukünftigen Verhaltens, Unterstützungsmöglichkeiten anbieten, Ziele festlegen)
    • • Positiver Abschluss und Verabschiedung
    • (z.B. Zusammenfassung der
    • getroffenen Vereinbarungen, Motivation zum besseren zukünftigen Verhalten, neuen Gesprächstermin an angemessener Zeit
    • vereinbaren)
  16. Aufgabe 6: 


    Die Geschäftsleitung ist mit dem herrschenden Betriebsklima unzufrieden. In einer Besprechung mit allen Führungskräften soll der praktizierte Führungsstil in Frage gestellen werden. Als Ergebnis der Besprechung wird der kooperative Führrungsstil favorisiert. 

    a) Grenzen Sie den kooperativen Führungsstil anhand von 4 Merkmalen gegenüber dem autoritären Führungsstil ab. 

    b) Empfehlen Sie 4 Maßnahmen zur Einführung des kooperativen Führungsstils.
    a.) Merkmal

    • Entscheidungsfindung
    • autoritär: Vorgesetzter allein, schneller
    • kooperativ: kollegiale Zusammenarbeit, langsamer

    • Qualität der Entscheidung
    • autoritär: hängt nur von Vorgesetztem ab
    • kooperativ: abhängig von Kenntnissen/Erfahrungen mehrerer Personen

    • Entscheidungsdurchsetzung
    • autoritär: direkt, Befehlsform
    • kooperativ: Zielvorgabe der Führungskraft, dann Delegation in einem Entscheidungsprozess

    • Kontrolle
    • autoritär: Vorgesetzter kontrolliert alleine
    • kooperativ: Selbstkontrolle der Mitarbeiter, Ergebniskontrolle durch Vorgesetzten

    • Auswirkungen auf Mitarbeiter autoritär: Demotivation, Unselbstständigkeit
    • kooperativ: Arbeitsfreude, Weiterentwicklung der Eigeninitiative

    • b.) Maßnahmen zur Einführung des kooperativen FS:
    • • klare und nachvollziehbare Führungsgrundsätze formulieren (gegenseitiger Respekt, offene Kommunikation)
    • • Organisation von Schulungsmaßnahmen der Führungskräfte, um die Führungskompetenz weiterzuentwickeln, z.B. Erlernen der Führungstechnik Management by objectives
    • • Teamsitzungen, in denen die Mitarbeiter in Veränderungsprozesse einbezogen werden
    • • regelmäßige Mitarbeitergespräche, die Transparenz schaffen
    • • Anregungen der Mitarbeiter werden aufgenommen und z.B. im Rahmen
    • einer Prämie anerkannt
  17. Aufgabe 7: 
    In Ihre Unternehmen herrscht Unsicherheit hinsichtlich der Beurteilungsgespräche. Meist werden die Mitarbeiter spontan zum Gespräch geladen und an einen festen Platz verwiesen. Nach kurzem Small Talk füllt die Führungskraft den Beurteilungsbogen aus. Der Mitarbeiter kann nun Einsicht nehmen. Anschließend folgt ein Monolog der Führungskraft. Fehlleistungen des Mitarbeiters werden mit abweisendem nonverbalten Verhalte (z.B. Kopfschütteln) kommentiert. Schließlich wird der MA aufgefordert, den Bogen zu unterschreiben.

    a) erläutern Sie 4 Fehler, die bei diesem Beurteilungsverfahren stattfinden und beschreiben Sie je einen nachvollziehbaren Verbesserungsvorschlag. 
    b) Beschreiben Sie 3 Beurteilungsfehler.
    • a.) z.B.
    • • Der Mitarbeiter wird ohne vorherige Information zum Beurteilungsgespräch gebeten;
    • Verbesserungsvorschlag: rechtzeitige Information zum Gespräch mit vorheriger Einladung
    • • Der Abteilungsleiter erwartet den Mitarbeiter am Konferenztisch und weist ihm einen Platz zu;
    • Verbesserungsvorschlag: Abteilungsleiter erwartet den Mitarbeiter an der Tür und geht auf ihn zu.
    • Anschließend setzt er sich seitlich neben ihn
    • • Der Abteilungsleiter füllt vor dem Mitarbeiter den Bogen aus; Verbesserungsvorschlag: Der
    • Mitarbeiter und der Abteilungsleiter füllen den Bogen im Vorfeld aus.
    • • Abweisendes nonverbales Verhalten des Vorgesetzten; Verbesserungsvorschlag: Der
    • Abteilungsleiter sollte dem Mitarbeiter in einer offenen Körperhaltung zugewandt sein.
    • • Der Abteilungsleiter gibt dem Mitarbeiter die Beurteilung kurz zur Durchsicht und fordert ihn auf, diese gegenzuzeichnen; Verbesserungsvorschlag: Mitarbeiter erhält genügend Zeit, die Ergebnisse
    • zu prüfen, Stellung zu nehmen und ggf. den Betriebsrat einzuschalten

    • b.) z.B.
    • • Tendenz zur Mitte: Scheu vor besonders guten bzw. schlechten
    • Beurteilungen
    • • Strenge
    • Mildefehler : Der Vorgesetzte neigt generell dazu, zu streng/zu gut zu beurteilen
    • • Primacy
    • Effekt: Der erste Eindruck beeinflusst zu stark die
    • Gesamtbeurteilung
    • • Übernahmefehler: Der Vorgesetzte übernimmt im wesentlichen frühere Beurteilungen
  18. Übungsaufgaben 2: In Ihrem Unternehmen herrscht ein hoher Krankenstand und eine hohe Mitarbeiterunzufriedenheit. Sie als Abteilungsleiter/in müssen künftig mit Ihren Mitarbetiern Krankenrückkehrgespräche führen. a) Stellen Sie den Ablauf des Gesprächs strukturiert in 5 Gesprächsphasen dar b) Geben Sie 2 Gründe an, die für ein Krankenrückkehrgespräch sprechen. c) Schlagen Sie 5 sinnvolle Maßnahmen vor, die die Mitarbeiterzufriedenheit verbessern können.
    • a.)
    • Kontaktphase : Begrüßung und Smalltalk mit dem Mitarbeiter

    Orientierungsphase: Thema und Ablauf des Gesprächs

    • Analysephase : Informationen sammeln und auswerten; daraus mögliche
    • Gründe für die Krankheit gemeinsam herausfinden (ohne nach der Krankheit
    • selbst zu fragen); nach betrieblich bedingten Krankheitsursachen fragen

    • Lösungsphase : Lösungsansätze gemeinsam entwickeln und hierzu Ziele
    • vereinbaren (z.B. Arbeitszeitmodelle)

    • Abschlussphase : Zusammenfassung der wesentlichen Gesprächspunkte mit
    • einer möglichst positiven Ergebnissicherung

    • b.) Gründe können z.B. sein:
    • •bessere Informationsgewinnung
    • •neue Lösungsansätze finden
    • •Grundlage für weiteres strategisches Vorgehen
    • •zukünftige Fehlzeiten vermeiden

    • c.) Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit z.B.:
    • • Klare Grundsätze für die Arbeiten der Mitarbeiter entwickeln
    • • Motivation der Mitarbeiter durch bessere Arbeitsbedingungen sowie
    • durch leistungsgerechte Vergütung
    • • Gemeinsame Veranstaltungen (Betriebsfeste, Weihnachtsfeier etc.)
    • • Schulung der Führungskräfte zur Verbesserung der Führungskultur
    • • Teamfähigkeit erzeugen/verbessern durch offene
    • Kommunikationsformen und regelmäßige Teammeetings
  19. Aufgabe 8: 
    Zeigen Sie 2 Fragen auf, die im Bewerbungsgespräch zulässig und unzulässig sind.
    • a.) zulässig sind Fragen nach dem beruflichen Werdegang, den
    • beruflichen Zielen, dem Wettbewerbsverbot
    • unzulässig sind Fragen nach der Religions
    • oder Parteizugehörigkeit,
    • Gewerkschaftszugehörigkeit, Heiratsabsichten, Schwangerschaft
Author
huatieulans
ID
365341
Card Set
Kommunikation Klausuraufgabe
Description
Updated