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Domestikation
- • Heutige Wölfe & heutige Hunde: gemeinsamer Vorfahre
- • 15’000 – 40’000 Jahre – Kohabitation mit Menschen
- • Ursprung unklar, evtl. Domestikation an zwei Orten – Zentralasien und Europa
- • Hundeverhalten ≠ Wolfsverhalten
- Hypothese: Selbstdomestikation (Coppinger & Coppinger 2003)
- • Wölfe generell sehr scheu; meiden Menschen
- • Einige weniger scheue Individuen blieben in der Nähe menschlicher Siedlungen
- • Profitierten von zusätzlichen Nahrungsquellen (Abfall) -> Eindämmen von Krankheitserregern für die Menschen
- • Natürliche Selektion auf Angstfreiheit gegenüber Menschen
- • Irgendwann Handaufzucht von Welpen durch Frauen & künstliche Selektion
- • Rolle als Jagdgehilfen und Wachhunde
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Sozialverhalten Soziale Organisation Wölfe vs. frei lebende Hunde
- Wölfe:
- • Rudel, meist aus Elternpaar, Nachwuchs aus vergangenden Jahren und Welpen
- • Kooperation bei Jagd und Jungenaufzucht
- • Hohe Toleranz innerhalb der Gruppe, Aggression gegen Nicht-Gruppen-Mitglieder
- Frei lebende Hunde:
- • Lockereres Sozialsystem
- • Sehr variabel
- • Kaum gemeinsame Jagd, sondern individuelles “Sammeln”
- • Alle Hündinnen versuchen sich fortzupflanzen, weniger Kooperation bei Jungenaufzucht
- • Weniger tolerant innerhalb der Gruppe, aber weniger aggressiv gegenüber Gruppen-Fremde
- Dominanz: ein asymmetrisches Verhältnis in der Beziehung zweier
- Individuen
- • Gemessen an
- - prioritärem Zugang zu Ressourcen
- - Ergebnis agonistischer Interaktionen
- - Oder submissiven Signalen eines Partners ggü dem anderen
- Dominanz ≠ Aggression
- Dient zur Vermeidung von Aggressionen
- − Die meisten Dyaden (Paarweise Dominanz) : ignorierten sich
- − Freundschaftlich; ein Partner zeigt sich ggü dem anderen submissiv
- ohne agonistisches Verhalten
- − Freundschaftlich ohne erkennbare Dominanzbeziehung (egalitär)
- − Selten: Dominanzbeziehung durch agonistisches Verhalten & keine freundlichen Interaktionen
- − Selten: Agonistisches Verhalten beider Partner, ohne Unterwerfung
- (ungelöst)
- • Gemischt-geschlechtliche Paare: höhere Wahrscheinlichkeit für
- freundschaftliche Beziehung
- • Dominanzbeziehungen seltener beobachtet
- -> Beziehungen zwischen Hunden sind sehr variabel
- • “Dominanz” nicht so wichtig wie bei Primaten
- • Dominanz beschreibt keine Charaktereigenschaft, sondern die Beziehung zweier Individuen zueinander
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Dominanz Hund-Mensch?
Bindung Hund-Mensch?
- • Übertragung auf die Hund-Mensch Beziehung wenig sinnvoll
- • Vermeintlich „dominantes“ Verhalten rechtfertigt nicht aversive Erziehungsmethoden
- • Problemverhalten mit „Dominanz“ erklärt – meist ein Missverständnis hündischen Verhaltens bzw. Emotionen
- • Bsp. Hund knurrt – mögl. Ursache Angst, Frustration, Ressourcenverteidigung
- • Ziel ist nicht, die „Führung“ zu erlangen – Kognitiv komplex!
- -> Ziel: eigene Sicherheit, Ressourcen
- • Spezielle Beziehung Mensch-Hund
- Kriterien für Bindung (engl. “Attachment”)
- Bevorzugung des Bindungspartners (Suchen von Nähe und Kontakt)
- Reaktion auf Trennung von und Wiedervereinigung mit dem Bindungspartner
- Bindungspartner bei Erkundung und Gefahr als sichere Basis (secure base effect)
- Bindungspartner als sicherer Rückzugsort (“safe haven”)
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Visuelle Kommunikation
- • Körperhaltung, Mimik
- • Information über emotionalen Zustand und Handlungsbereitschaft
- • Körperhaltung – nach vorne oder nach hinten orientiert; aufrecht/ geduckt
- • Anspannung - Körper steif oder locker?
- • Ohrenstellung
- • Gesichtsmuskulatur – entspannt/ angespannt;
- • Augen – Blickrichtung; „weich“ oder „hart“; Pupillengrösse
- • Rutenhaltung (rassespezifisch!) und Bewegung der Rute
- Beschwichtigungsignale
- Calming Signals
- Funktion:
- • Vorbeugen von Konflikten (zB bei Distanzunterschreitung)
- • Häufig Erwiderung vom Kommunikationspartner
- • Überlappung mit Stress-Signalen
- Stress:
- Kopf abwenden
- wegschauen
- Züngeln, Lefzen
- Gähnen
- Sich hinsetzen
- Schnüffeln
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Körpersprache
- • Annäherung seitlich statt frontal
- • Kein direkter Blickkontakt
- • Lockere Gesichtsmuskulatur links
- • Körperporientierung nach hinten, Kopf abwenden
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Lautäusserungen
- • Gebell: hauptsächlich zur Kommunikation mit dem Menschen entwickelt
- • Wölfe bellen kaum – Funktion, eine Gefahr zu vertreiben.
- • Hunde: zahlreiche Funktionen
- Bellen:
- • Tief, unmoduliert, längere Dauer, kürzere Intervalle -> bei Störung, eher aggressive Motivation
- • Tonal, höher, moduliert, längere Intervalle -> Isolation, Spiel , Angst, nicht aggressiv
- Heulen:
- Sozialkontakt, Gruppenzusammengehörigkeit, Kommunikation über grosse Distanz
- Winseln
- Schmerz/Stress, Aufmerksamkeit, Soziale Interaktion, Isolation, Erregung
- Knurren
- Drohung, Distanzvergrösserung, Spiel
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Chemische, Geruchliche Kommunikation
- Hunde können mit beiden Nasenlöchern separat riechen “stereo-riechen”
- • 300 Millionen Riechzellen (Menschen 5 Millionen, Katzen 60 Millionen)
- • 100 Millionen mal sensibler als Mensch
- Geruch
- Markierverhalten
- • Urin, auch Kot (+ Sekret aus Analdrüsen)
- • Beim Wolf: hauptsächlich paarbereite/ verpaarte Tiere
- • Beim Hund: alle (Hündin & Rüde; kastriert/ intakt) können ab Geschlechtsreife markieren
- • Abhängig vom sozialen Umfeld; Einfluss von Sexualhormonen
- • Oft markieren, dann scharren
- Pheromone (lokalisation der Drüsen)
- • Ohren
- • Pfotenballen ->Pfote anheben
- • Genitalregion
- • Analdrüsen ->Schwanzwedeln vs Schwanz einziehen
- • Zitzenregion
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Taktile Kommunikation
- Berührungen
- • Affiliativ: Streicheln, Allogrooming, Schnauzenzärtlichkeiten
- – Festigung der Bindung zwischen Sozialpartnern
- • Agonistisch: Anrempeln, Wegstoßen, Schnappen, Beissen
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Problemen in der kommunikation
- • Missverständnisse Primat-Canide
- - Bsp:
- – Direktes Anstarren
- – Drüberbeugen
- – Kopf streicheln
- – Umarmen
- = Bedrohung!
- - Bsp: Übersehene Signale des Hundes
- – Steif werden, Züngeln, Blick abwenden
- • Bellen = störend
- • Trennungsstress
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Welche TSchV gelten in der Hunde zu...
Sozialkontakte
Umgang mit Hunden
Hilfsmittel und Geräte
Meldung von Vorfälle
- TSchV Art. 70 Sozialkontakte
- täglich Sozialkontakt mit Menschen und, soweit möglich, mit anderen Hunden
- > 3 Monate in Boxen/Zwinger: Sicht-, Hör, Geruchkontakt mit anderem Hund
- TSchV 73 Umgang mit Hunden
- Sozialisierung gegenüber Artgenossen und Menschen
- Gewöhnung an Umwelt
- Verboten: Würgehalsbänder, Stachelhalsbänder, übermässige Härte
- Verhaltenskorrekturmassnahmen der Situation angepasst
- TSchV Art. 76 Hilfsmittel und Geräte
- Keine Verletzung, erhebliche Schmerzen, stark gereizt oder in Angst versetzt
- Verbot von Geräten, die elektrisieren, für den Hund sehr unangenehme akustischen Signale oder chemischen Stoffe aussenden
- 5 Hilfsmittel, die zur Verhinderung von Bissen um den Fang des Hundes
- platziert sind, müssen anatomisch richtig geformt sein und ausreichendes
- Hecheln ermöglichen.
- Art. 78 Meldung von Vorfällen
- Tierärztinnen und Tierärzte… Tierheimverantwortliche…Hundeausbilder etc.
- sind verpflichtet, der zuständigen kantonalen Stelle Vorfälle zu melden, bei
- denen ein Hund: a. Menschen oder Tiere erheblich verletzt hat; oder b.
- übermässiges Aggressionsverhalten zeigt.
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Spielverhalten: Wie/ mit wem, Funktion, Merkmale
- • Alleine
- • Sozial
- • Mit anderen Hunden
- • Mit Menschen
- • Mit anderen Tieren
- • Wie Menschen behalten viele Hunde Spielen bis ins hohe Alter
- bei
- Funktion
- • Motorische und kognitive Entwicklung
- • Einüben von Verhaltensmustern
- • Soziale Interaktionen, Beisshemmung, Selbstkontrolle
- • Soziale Beziehungen, Kommunikation
- Merkmale
- • Runde, übertriebene, fliessende Bewegungen
- • Soziales Spiel: Wechsel zwischen Individuen
- • Spielgesicht
- • Spielaufforderung
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Spielen mit dem Menschen
- • … macht glücklich und fördert die Bindung
- • Zerrspiele
- - Hund “darf” gewinnen
- - Dennoch “Aus”-Signal
- - (Hals-)Wirbelsäule
- • Ballspiele
- - in Maßen (Gelenke!) oder mit Suchspielen verbinden
- - ‘Balljunkies’
- • Körperbetonte Sozialspiele
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Problemen, die beim Spielverhalten auftauchen
- • Nicht kompatibles Spielverhalten zwischen Hunden
- • Überstimulation
- • Hohe Erregung
- • Missverständnis von “fiddle about” (Herumalbern in StressSituationen) als Spielverhalten
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Jagdverhalten beim Hund: Verlauf, Auslösereize, Problemen
- • Hunde sind Jäger (Beutegreifer) & Sammler (Evolution als Abfall-Fresser)
- • verschiedene Verhaltenselemente der Jagd
- > Orientieren*
- > Fokussieren
- > Beschleichen
- > Hetzen
- > Festhalten
- > Töten
- > Zerlegen
- > Fressen
- *Ohren, Augen & Nase
- Rasseunterschiede
- - Gewisse Sequenzen hypertrophiert, andere verloren
- Orientieren > Fokussieren > Beschleichen > Hetzen > Festhalten >
- Töten > Zerlegen > Fressen
- • verschiedene Auslösereize
- optisch (Bewegung, Beuteschemata)
- - Schnelle Bewegung
- - Unkoordinierte, unregelmässige und ruckartige Bewegungen
- olfaktorisch (Fährten, Witterung)
- akustisch
- - Geräusche: hoch, quietschend, pfeifend
- Probleme im Jagdverhalten
- “normales” Jagdverhalten
- • Jagdverhalten auf Lebewesen oder sich bewegende Objekte, die
- nicht gejagt werden sollen
- • Jagdmotivation kann schwer abtrainiert/ weggestraft werden
- • Management
- • Kooperation durch Bestätigen von erwünschtem Jagdverhalten oder Umlenkung auf andere Objekte
- Bsp. Vorstehen = “erwünschtes Jagdverhalten”
- Alternative = Dummysuche
- Andere Tiere
- • Wohlergehen beachten (gejagt werden = Stress)
- Jagdverhalten Haltung
- • In den meisten Kantonen Leinenpflicht während Brut- und Setzzeit
- (April-Juli)
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Fressverhalten, Futter, wie oft?, Kauartikel -> Problemen?
- • Können grosse Futtermengen auf einmal aufnehmen
- • Nicht reine Karnivoren
- • Evolution als “Müllfresser”
- • Fähigkeit zur besseren Verdauung von Stärke im Lauf der Evolution
- zum Haushund erworben
- Futter
- Trockenfutter - Nassfutter – roh – gekocht
- Geschmackspräferenz individuell – Genetik & Erfahrungen (pränatal,
- postnatal)
- Wie oft?
- • Erwachsene Hunde: 1-2 x täglich
- • Sehr kleine & sehr grosse Hunde: 2x besser
- • Welpen/ Junghunde sowie trächtige/ säugende Hündinnen: häufiger Fress-/Trinkverhalten
- • Stoffwechselverlangsamung nach Kastration (bei w und m) – aberhäufig erhöhter Appetit
- Kauartikel
- Kauen -> Beruhigung, Beschäftigung; Zahnpflege
- Zahnpflege/ Zähneputzen
- Trockenfutter für Zahnsteinkontrolle
- TSchV Art. 4 Fütterung
- Regelmässig, ausreichend, mit geeignetem Futter und frischem Wasser
- Problemen?Hypophagie, Anorexie
- Hyperphagie
- Pica, Koprophagie
- Ressourcenverteidigung -> Prävention im Welpenalter!
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Wasseraufnahme
- Wasser:
- 40-100ml pro kg Körpergewicht
- Abhängig von Umgebungstemperatur, Aktivität, und Wassergehalt der Nahrung
- Wasseraufnahme erhöhen: Nassfutter; Einweichen des Trockenfutters
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Eliminationsverhalten: Funktion, Gesetz, Entwicklung, Frequenz, Problemen
- • Urin
- • Kot
- Funktion
- • Ausscheidung
- • Kommunikation: sexueller Status, individuelle Identität, Territorium
- Kotaufnahmepflicht:
- In der Schweiz besteht auf allen Wiesen, Wegen, Strassen, öffentlichen Anlagen und besiedelten Gebieten generell die Pflicht, den Hundekot aufzusammeln und zu entsorgen.
- Entwicklung:
- • < 3 Wochen: Stimulation durch Mutterhündin
- • Ca. 6 Monate: Stubenrein (gr. individuelle Unterschiede) - keine Bestrafung!
- Frequenz:
- • Abhängig von Fütterung, Wasserangebot, Trinkverhalten, Lebensbedingungen, Gesundheit, emotionale Lage
- • Gassigehen: bei erwachsenen Hunden 3-4x täglich; junge & alte/ kranke Hunde öfter
- Problemen
- • Urin- / Kotabsatz an unerwünschten Orten - Unsauberkeit
- • Markierverhalten (v.a. intakte Rüden)
- • Emotionaler Urin-/Kotabsatz (Aufregung, Angst, Trennung, …)
- • Kognitive Dysfunktion
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Komfortverhalten Probleme, Haltung
- • Auf sich selbst und den eigenen Körper bezogene Verhaltensweisen
- Probleme
- • Übermässiges Lecken, Leckdermatitis, übermässiges Kratzen
- Schmerzen, Juckreiz, …
- Übersprungshandlungen / Stress, “Zwangsstörungen”….
- • An Pflege gewöhnen – positive Assoziationen
- • Krallenschneiden – positive Assoziationen
- • Beobachten – den eigenen Hund kennen
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Schlaf und Ruheverhalten: Quantität, Probleme, Haltung (Gesetze)
- • Erwachsene: pro Tag 12-14 h Schlaf in kürzeren Schlafphasen (eher nachts)
- • Zusätzlich Dösen/ Ruhen ohne zu schlafen
- • Welpen: 18 h oder mehr Schlaf
- • Ca. 9-12% REM Schlaf (Welpen mehr)
- Probleme
- • Zu wenig Schlaf
- • Zu viel Schlaf
- • Störung Schlaf-Wach-Zyklus (z.B. Kognitive Dysfunktion)
- TSchV Art. 12 Lärm
- Kein übermässiger Lärm über längere Zeit
- TSchV Art. 72 Unterkunft und Böden
- Im Freien: Unterkunft und geeigneter Liegeplatz und Liegematerial
- Keine perforierten Böden
- Anhang 1, Tabelle 10
- Box / Zwinger -> Anforderungen
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Stimulation/ Aktivität/ Bewegung, Probleme, Haltung
- • Hunde sollten mehrmals täglich die Möglichkeit haben, nach draussen (ausserhalb des Gartens) geführt zu werden.
- • Regelmässige Bewegung sehr wichtig
- - auch für kleine Rassen!
- Wie viel Stimulation (Bewegung, geistige Auslastung)?
- • Abhängig von Rasse, Individuum, Trainingszustand, Erfahrung
- • Schnüffeln, Suchspiele -> macht schneller müde als Rennen!
- • Kopfarbeit: Clickern, Tricks
- • Hundesport
- • Häufig Überstimulation
- • Unterforderung/ Langeweile
- • Nicht passende Stimulation
- • Gesundheit
- TSchV Grundsätze (Art. 3)
- 1 Tiere dürfen nicht dauernd angebunden gehalten werden.
- TSchV Art. 71
- Täglich im Freien, entsprechend ihrem Bedürfnis oder täglich Auslauf
- Wenn möglich auch unangeleint
- Angebundene Tiere -> min. 5 h freie Bewegung, restliche Zeit min
- 20m2 Bereich an Laufkette
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Reproduktionsverhalten: Hündin
- • Erste Läufigkeit: ca. 6-12 Monate
- • Zyklusintervall ca. 6-7 Monate
- (4-12 Monate)
- • Läufigkeit:
- • vermehrter Urinabsatz, verändertes Verhalten
- • Scheinträchtigkeit
- Probleme:
- • Erhöhte Reizbarkeit während Läufigkeit
- • Maternale Aggression
- • (Scheinträchtigkeit)
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Reproduktionsverhalten: Rüde
- • Geschlechtsreif zwischen 6 und12 Monaten (Rasse/ Grössenunterschiede)
- • Ganzjährig sexuell aktiv
- • Aufreiten: sexuell, Stress, Übersprungshandlung, Aufmerksamkeit, …
- Problemen:
- • Markierverhalten
- • Ausreissen
- • Appetitverlust
- • Aggressionen gegenüber anderen intakten Rüden
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Kastration zur Verhaltensmodifikation?
- • Nur sinnvoll, wenn Problemverhalten tatsächlich durch Sexualhormone
- − Bsp: Aggression gg Rüden, Futterverweigerung wegen läufiger Hündin
- − Bsp. erhöhte Aggression der Hündin um Läufigkeit/ Scheinträchtigkeit
- • Unsichere/ „angstaggressive“ Hunde: Reduktion der Sexualhormone kann Unsicherheit verschlimmern (v.a. Rüden)
- • Hündin mit aggressiven Tendenzen: Senkung des Östrogenspiegels kann in manchen Fällen mit erhöhtem aggressivem Verhalten einhergehen
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Reptroduktionsverhalten: Gesetze in der Haltung
- TSchV Art. 25
- Keine unkontrollierte Vermehrung
- Nur so stark vermehren, dass Halter/in angemessen für Junge sorgen kann.
- TSchV Art. 28
- Selektion ausgerichtet auf ausgeglichenen Charakter, gute Sozialisierbarkeit, geringe Aggressionsbereitschaft
- TSchV Art. 70
- Mutter-/Ammenhündinnen müssen sich von Welpen zurückziehen können
- Trennung Welpen erst ab 56 Tagen von Mutter /Amme
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Sozialisierungsphase 3-12 Wochen, Probleme
- Sensible Phase:
- • Eine Phase, in der Tiere besonders leicht lernen und in der Lernerfahrungen langfristig abgespeichert werden
- • Der Übergang zwischen einer sensiblen Phase und den weniger sensiblen Phasen davor und danach ist schleichend (Unterschied zu Prägung)
- • 3/4-8 Woche n: Welpen suchen selbstständig neue Situationen auf
- • Gewöhnung geht sehr rasch, relativ kurzer Kontakt mit Reizen ausreichend
- • Mit zunehmendem Alter dauert Sozialisierung länger
- • Mangel an Erfahrungen bis 12/14 Wochen
- erhöhtes Risiko, dass Welpen später ängstlich oder
- aggressiv auf Neues reagieren
- • Gleichzeitig darf Welpe nicht überfordert werden!
- • Hunde lernen ihr Leben lang, doch die Gewöhnung am Umweltreize gelingt nie wieder so leicht wie in der Sozialisierungsphase
- • Studie: kein höheres Erkrankungsrisiko bei Welpen, die bereits nach der ersten Parvovirose-Impfung Welpenkurse besuchten
- Probleme
- • Mangelnde Sozialisierung, Deprivation, Einzelwelpen
- • Vieles kann aufgeholt werden
- • Geduld & Verständnis!
- • Individuelle Unterschiede – Genetik, Epigenetik, Erfahrungen
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