Chromosomen

  1. Chromosomen
    • Zentromer Region
    • -> Verbindung der Schwesterchromatiden

    • Nukleolus-Organisator-Region (NOR)
    • -> Einschnürungen der DNA
    • -> Seriell geschaltene Gene von denen sehr viele Genprodukte benötigt werden
    • ->Spezies-spezifische Anzahl

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  2. Euchromatin
    wird abgelesen-> während Interphase schlecht anfärbbar, repliziert während S-Phase früher Heterochromatin, Genreiche Regionen
  3. Heterochromatin
    auch während Interphase kondensiert und anfärbbar, wird nicht abgelesen

    konstitutives Heterochromatin: identische Position auf allen Chromosomen in allen Zellen-> Zentromer, Telomer

    fakultatives Heterochromatin: variiert in seiner Expression je nach Position auf dem Chromosom und Zelltyp
  4. Diploide Chromosomenzahl (2n)
    • Haushun (Gallus domesticus): 78
    • Pferd (Equus caballus): 64
    • Esel (Equus asinus): 62
    • Katze (Felis catus): 38
    • Rind (Bos taurus) 60
    • Ziege (Capra hircus): 60
    • Schaf (Ovis aries): 54
    • Wildschwien (Sus scrofa): 38
    • Hund (Canis familiaris): 78
    • Mensch (Homo sapiens): 46
  5. Identifizierung der Chromosomen-> Bänderungsmuster
    • Multicolor-FISH (M-FISH) (fluorescent in situ Hybridisierung):
    • jedes Chromosom eine eigene Farbe
    • Vereinfacht Diagnostik von Chromosomenaberrationen etc.

    • ZOO-FISH:
    • Chromosomen-Painting-Proben sind über die Spezies-Grenzen einsetzbar -> Homologien werden nachweisbar
  6. Karyotyp
    Karyogramm
    Ideogramm
    Karyotyp: Beschreibt Chromosomensatz einer Zelle -> muss nicht bei allen Zellen übereinstimmen -> chromosomales Mosaik

    Karyogramm: Beschreibt den Chromosomensatz einer Zelle, geordnet nach dem offiziellen Standard

    Ideogramm: Beschreibt den Chromosomensatz einer Zelle in bildhafter Form, geordnet nach dem offiziellen Standard
  7. Nombre Fondamental (NF)
    Anzahl Chromosomenarme im weiblichen Karyotyp, ohne B Chromosomen und ohne heterochromatische Arme

    • Natürliche Variation der Chromosomenzahl
    • Polarfuchs: Manchmal Fusion zweier akrozentrischer Chromosomen
    • B-Chromosomen: Chromosomen, die zusätzlich zum normalen Karyotyp vorkommen, oft sehr klein, Funktion unbekannt

    Natürliche Variation der Chromosomenstruktur -> NORs etc.

    • Chromosomen-Gaps und Chromatidenbrüche
    • Durch genotoxische Substanzen
    • Gehäuft bei sogenannten "fragilen Stellen" -> vlg. Fragile X Syndrom: Expandierender Trinukleotid-Repeat stört Chromatinstruktur und Methylierungsmuster

    • Marker-Chromosomen
    • Strukturell abnormale Chromosomen, die neben den normalen Chromosomen auftreten
    • Nicht identifizierbar mit Bänderungsmethode
    • Können Gene enthalten

    • Mikro-Nuklei
    • Enthalten Chromosomen oder Chromosomenbruchstücke
    • Hinweise auf Schädigungen der Chromosomen durch genotoxische Substanzen oder Schädigung des Spindelapparates

    • Translokationen
    • Balanciert: kein genetisches Material ging verloren
    • Manchen Probleme bei Gametenbildung -> für Zucht ungeeignet
  8. Interspezies Hybridisierung, Kreuzung zwischen Arten
    Auch wenn Spezies gleicher Chromosomenzahl gepaart werden, sind die Nachkommen nicht immer fertil
  9. Geschlechtschromosomen
    • X Chromosom stark konserviert
    • Y Chromosom weniger stark konserviert -> mehr Variationen

    Y-Chromosom

    SRY-Gen -> Masterswitch für Geschlechtsentwicklung: Kann als Folge eines illegitimen Crossing Overs auf das X-Chromosom gelangen weil es beim Menschen in der Nähe von PAR ist.

    Pseudo-autosomale Region (PAR) -> erlaubt Paarung der Geschlechtschromosomen in der Meiose: Ausserhalb der PAR keine Rekombination.

    Azoospermienfaktoren (AZF) -> wichtig für Spermatogenese und fertile Spermien: Auf langem Arm des Y-Chromosoms.

    Vermutlich ausser Fruchtbarkeit keine Merkmale von Y Chromosom beeinflusst.

    X-Inaktivierung

    • Zufällige Inaktivierung eines der beiden X-Chromosomen bei Frauen während der frühen Embryogenese
    • Sonst zu viele Gene
    • Inaktiviertes X -> Barr-Körper, Geschlechtschromatin, "sex Chromatin"
    • In Keimbahnzellen wird die Inaktivierung rückgängig gemacht
    • Bsp. Trikolor oder Schildplatt Katzen
    • Können männlich sein wenn XXY
    • Rot wird mit X-CHromosom vererbt, ist dominant gegenüber Schwarz
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Author
LiaS
ID
358266
Card Set
Chromosomen
Description
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