Unternehmensgründung

  1. Systemtheoretischer Unternehmens Begriff Ulrich
    • offen + eigenständig wirtschaftliches soziales System
    • produktive Aufgaben übernimmt + betrachtet

    Der Kurs präferiert diese Sicht
  2. Unternehmens Begriff Gutenberg
    • System von Produktionsfaktoren
    • Prinzipien der Wirtschaftlichkeit
    • finanziellen Gleichgewichts
    • erwerbswirtschaftlichte Tätigkeit
    • Basis innere + äußere Autonomie
  3. Begriff der Unternehmensgründung
    herkömmlich, formal juristisch, engere: förmliche/finanzielle Gründungsakt, Bereitstellung EK

    umfassend ökonomisch: kreativer Umfang, Abgrenzung als neues(!) eigenständige Institution, betriebliche Neukonstruktion von Produktionsfaktoren

    Betriebswirtschaftlich: Klein - Mittelunternehmen
  4. Qualitative Besonderheiten mittelständische Unternehmen
    • Persönlichkeit des Unternehmers maßgeblich (Haupteigentümer)
    • überschaubar
    • wirtschaftliche Existenzgrundlage des Eigentümers
    • Bei geringen formellen Strukturen MA eng und informell
    • Netz von persönlichen Kontakten
    • personelle + finanzielle Ressourcen eng verknüpft
  5. Abgrenzung zur Existenzgründung
    • Prozess in dem natürliche Person Selbstständigkeit erlangt
    • finanzielle + wirtschaftliche Lebensgrundlage (Selbstständigkeit)

    Unternehmensgründung: muss nicht Existenzgrundlage sein, muss nicht wirtschaftlich sein
  6. Kategorien der Unternehmensgründung
    1)Aufbaugründung: ohne vorhandene Strukturen, Aufbau wesentliche U-Bestandteile, erhebliche Freiräume in der Gestaltung

    2)Übernahmegründung: Rückgriff auf bestehendes evtl. durch Kauf, geringeres Risiko, notwendige Eingliederung verringern Freiräume

    3)Selbständige Gründung:  spezielle Form Neugründung rechtlich unabhängig von bereits bestehender Einheit

    4) Unselbständige Gründung: Tochter rechtlich und wirtschaftlich Abhängig von bereits bestehendem Unternehmen
  7. Formen der Unternehmensgründung
    1)Selbständige Aufbaugründung: großes Entscheidungsfeld, viele Alternativen während Gründung

    2)Selbständige Übernahmegründung: Schaffen Existenz durch Übernahme oder aktive Teilhabe

    3)Abhängige Aufbaugründung: Aufbau neuer abgrenzbarer Produktionsstätten oder Tochter

    4)Abhängige Übernahmegründung: Eingliederung bestehende Wirtschaftseinheit in anderes Unternehmen. Eigentumswechsel
  8. 5 Phasen der Gründung
    1) Vorgründungsphase: Vor dem Gründungsakt. unspezifisch visionärisch mit Chancen und Risiken, Konkrete Produktidee + Absatzmärkte, umfassendes Unternehmenskonzept (Rechtsform Finanzen Standort)

    2)Gründungsphase: tatsächlich + juristische Gründung, erste Produktionsfaktoren, Aufbau Orga + Institution, erste Kontakte Lieferanten + Kunden, Entwicklung Produkt

    3)Frühentwicklungsphase: Abschluss Entwicklung, Beginn Produktion + Markteinführung

    4)Amortisationsphase: Überschreiten Gewinnschwelle, Ausbau Produktion + Vertrieb, kum. Einz. über Ausz., verzinste Rückgewinnung Investition

    5)Expansionsphase: Ausweitung Produkte, Orte, Neue Märkte
  9. strukturelle Probleme bei Gründung
    • Eindimensionale Fokussierung auf Marktsegmente
    • bei Änderung Technologiewelle Veränderungen + Überforderungen
    • Geringe Kaufmännische Kompetenz
    • Geringe finanzielle Ressourcen, schwieriger Zugang zu Kapitalmarkt + Probleme Kredite
    • Auf Gründer ausgelegte Orgastruktur, störanfällig,
  10. Schwierigkeiten bei Gründungsstatistik
    • Zahl Gewerbe An/Abmeldungen
    • Handelsregister Ein/Austragungen
    • Zahl der Selbständigen
    • Zahl der umsatzsteuerpflichtigen Personen bzw. Institute
    • Zahl der Arbeitsstätten
    • Ergänzende regionale Informationsquellen
  11. Zweiteilung des Gründungserfolgs
    Betriebswirtschaftlich: Überleben, Umsatz, Marktanteil, Wachstum, MA's, Patente, Gewinn evtl. Liquidation

    Psychologisch: Erreichung Ziele, Prestige, Unabhängigkeiten, Arbeiszufriedenheit
  12. Begriff Unternehmer
    Sammelbezeichnung für die Ausübung einer Anzahl verschiedener Führungsaufgaben im Unternehmen
  13. Richard Cantillon
    (Prä-neoklassisch)
    • Unternehmer als Träger des Risiko, zentrale Aufgabe des Handelns
    • Eigentümer+Lohnempfänger = sicherer Lohn
    • Unternehmer auch unsicher
    • Bindung zwischen Produktion und Distribution
    • Gesellschaftliche Position egal
    • Trennung ökonomisch und soziales, unabhängig von Kapital
    • Unternehmerisches Handeln solange wie Unsicherheit besteht
  14. Jean - Baptiste Say
    (prä - neoklassische Theorie)
    War in der letzten Klausur
    • Produktionsfaktoren: Land, Kapital, Mensch
    • Mensch: Erwerb von Wissen jeder Güterproduktion
    • Unternehmerisches Handeln ist Übertragung von Wissen auf sinnvollen Zweck
    • Haupttätigkeit Kombination von Faktoren der Produktionsprozesse
    • Rolle als Arbeitender
    • Gewinn ist besonderer Arbeitslohn (wird von Zins unterschieden)
  15. Hans von Mangoldt
    (prä - neoklassische Theorie)
    • produktionsorientiert + risikozentriert
    • Unsicherheit des Erfolgs obliegt Produzenten
    • Aufwendung Produktionsfaktoren erfolgt auf eigene Gefahr
    • Gewinn unterteilt:
    • 1)Entschädigung für Last + Gefahr
    • 2)Unternehmerzins + Lohn
    • 3)Unternehmerrente
  16. Johann Heinrich von Thünen
    (prä - neoklassische Theorie)
    • Residualgewinn als Brutto abzüglich: Zins, Lohn, Versicherungsprämie
    • Abgrenzung von Funktion und Kapitaleigners, Unternehmer + Lohnabhängigkeit
    • Triebfeld technische + wirtschaftliche Innovation + Risikoträger
    • Unternehmerlohn begründet durch Träger Risiko, Verknüpfung persönliches Schicksal + Geschäftserfolg
  17. Definition Neoklassik
    • mikroökonomische Fragestellungen
    • individualistische Sichtweise
    • Enterpersonalisierung + Formalisierung
    • Entwicklung Unternehmen = Unternehmer
    • mathematisch abstrake Analyse der Haushalte, Arbeit, trivialisiert
    • mathematische Variablen für optimale Entscheidungen
    • Unternehmer passive statische Rolle, da vorher berechnet
  18. Leon Walras
    (Neoklassik)
    • Grundeigentümer (gibt Land)
    • Unternehmer (leiht Land + stellt Arbeiter ein), kein Überwacher, Abitrageur
    • Arbeiter
    • Kapitaleigentümer (Geldgeber)
    • funktionale Betrachtung versch. Rollen gleichzeitig möglich
    • Vermittler zwischen Produktion + Konsum
    • Abitrage zur Herstellung Marktgleichgewicht
    • Unternehmerfunktion im Gleichgewicht eliminiert (Handeln + Persönlichkeit Konzeption nicht darstellbar + Unternehmer nicht für Gewinn + Verlust verantwortlich)
  19. Alfred Marshall
    (Neoklassik)
    • von Darwin beeinflusst
    • Unternehmer hat persönliche Talente, die zu Vorteil führen können
    • analytisches Denken, Sinn für Gleichgewicht, Urteilsvermögen, Koordinationsverständnis, Innovationsgefühl, Risikoträger
    • Business Genius, lehrbar durch Erfahrung nicht Unterricht
    • aktiver Unternehmer: neue bessere Wege,Risikoträger,spezifisches Entgeld durch Talent
    • passiver Unternehmer: orientiert sich an Bewährtem, bezahlt für Geschäftsführung
  20. Carl Menger
    (Österreichische Schule)
    • Produktionsfaktoren sind Güter höherer Ordnung
    • Güter hoher Ordnung sind Bedürfnisbefriedigend
    • Zeitaufwand spielt wichtige Rolle
    • Unternehmer, Koordination Produktionsfaktoren auf Zeit + Berechnung
    • Willensakt + Überwacher
    • Verlustrisiko Gegenstück zu Gewinnchance (Mangold sieht das anders)
  21. Friederich von Wieser
    (Österreichische Schule Trans Neoklassik)
    • Erweiterung Menger: Führerschaft, Gespür für Ökonomische Chancen, Unsicherheitsübernahme
    • Direktor nach Innen, Repräsentant nach außen
    • Eigentümer, Arbeitgeber, Kapitalgeber
    • Träger der Idee, Planer und Organisator
    • selbstständig und unternehmend
    • Kühnheit für Risiko aber keine Spielfreude
  22. Gusatv von Schmoller
    (Deutsche Historische Schule Trans - Neoklassik)
    • Unternehmer als verantwortlicher Lenker der industriellen Produktion
    • Persönlichkeit zur Führung notwendig
    • Kenntnisse über ökonomische Verhältnisse und Geschick
    • Orgatalent, Kombinationsgabe, Menschenkenntnis, Mut Energie Tatkraft
    • Rücksichtslosigkeit in Maßen
    • Innovationsfreude bringt Markterfolg
    • Gewinn aufgeteilt in: Verzinsung des eingesetzen Kapitals, Vergütung, Gewinn im eigentlichen Sinne
    • Unsicherheit kein zentrales Element
  23. Herbert und Link
    (Unternehmensforschung)
    • allg. unternehmerische Grundfunktionen
    • statisch: Kapitalgeber/Nutzer, Kontrolleur, Eigentümer,Arbeitgeber, Empfänger Gewinn & Träger von Werten, rechtlich juristisch, optimale Ressourcenkombination

    • dynamisch: Risikoträger, Innovator, Vertragspartner, Abitrageur, Entscheider, Führer, Organisator, Allokator, Transaktionsminimator
    • kann auch nur Teilaspekte behandeln
  24. Frank Knight
    (dynamisch - Funktional)
    • Unterscheidung Risiko (bekannte Eintrittswahrscheinlichkeit) und Ungewissheit (nicht kalkulierbar)
    • Unternehmer ökonomische Antwort auf Unsicherheit ohne Unsicherheit keine Führung nötig, da berechenbar
    • Ungewissheit bei Produktion (Befriedung Kunden, production to the market, Überwachung/Leitung)
    • Untrennbarkeit von Verantwortung und Führung (oberste wirtschaftliche)
    • Produktion für Markt und eigene Bedürfnisse
    • Koordination von Produktionsfaktoren
    • Trennung Unternehmer Kapitalgeber, Eigentum
  25. Modell der Wirtschaftlichkeit - Joseph Schumpeter
    • Gegenwart gründet sich auf Vergangenheit
    • Mittelpunkt dynamischer Unternehmer

    • statisch: Kreislauf in gleicher Bahn, gleiches Handeln zu Maximum Befriedigung bringen, äußere Entwicklung vernachlässigen, Ruhend passiv abhängig
    • keine endogenen Veränderungen
  26. Fünf Neukombinationen - Joseph Schumpeter
    • 1) Herstellung neues Gut in neuer Qualität
    • 2)Neuer Industriezweig, (nur) noch nicht praktisch bekannt für kommerzielle Ware
    • 3)Neuer Absatzmarkt mit neuem Industriezweig in dem Land
    • 4) Neue Quelle von Rohstoffen oder Halbfabrikaten
    • 5)Neue Organisation (z.B. Monopolstellung) oder Durchbrechung eines Monopols

    • Produktinnovation (1)
    • Prozessinnovation (2)
    • Marktinnovation (3+4)
    • Organisationsinnovation (5)
  27. Unternehmer nach Joseph Schumpeter
    • Durchsetzung aller Wirtschaftssubjekte - Verfügungsgewalt
    • Erkennen und Durchsetzung Innovation INNOVATOR
    • konstitutive Funktion  Durchsetzung neuer Produktionsfaktoren
    • Trennung Kapitalgeber und Unternehmer
    • Risikoträger nicht unbedingt Funktion
    • Unternehmerkreis( Direktoren, Vorstandsmitglieder, Aktieninhaber)
    • Innovator nicht an Epoche oder Wirtschaftsordnung gebunden
    • Unternehmer kein Beruf oder Lebensaufgabe - Innovator temporär
    • nicht Produktionsstätte gebunden
    • Schöpferischer Zerstörer - Funktionsträger
  28. Führertypus nach Schumpeter
    • wirtschaftliches Durchbrechen der Routine
    • Umsetzung von Innovation-->Vermittlungs- /Übermittlungsgabe
    • autoritär
    • nur selten vorhandene personenbezogene Eigenschaften
  29. Typen des modernen Unternehmers nach Schumpeter
    • Fabrikherr und Kaufmann: Kapitalist, Führung laufender Betrieb auch technisch und kommerziell
    • Industriekapitän: reinerer Unternehmer, allg. Richtung, Position wg. Eigentum/Aktien, persönlichen Einfluss, leitender Aufsichtsrat nach außen
    • Direktor: vertraglich leitender Angestellter, für Kapitaleigner gleichgültig
    • Gründer (promoter): reiner Unternehmer nach Schumpeter, Innovator, keine dauerhaften Beziehungen zu Betrieb, soziale Heimatlosigkeit, geringer sozialer Status
  30. Ziele und Fazit nach Schumpeter
    • nicht aus rationalem hedonistischem Ego tätig
    • Macht und Geld nur Begleiterscheinungen
    • Gewinn nur Erfolgsindex und keine Bereicherung
    • nicht ökonomische Motive sondern Freude am Tun selbst
    • vergleich von Chancen und Risiken, keine Analyse
    • Schöpferischer Zerstörer, nicht mathematisch
    • Schumpeter fordert reibungsloses Spiel zwischen Banken und Produktion
    • keine staatliche Hilfestellung
    • Schwierigkeiten bei Mikroökonomik
  31. Israel Kirzner
    (Entdecker Abitrage - funktional)
    • Österreichische Schule
    • Märkte unvollkommen wegen Informationsaysmmetrie
    • ökonomisches Maximierungsproblem
    • Element der Findigkeit
    • mathematische Aufgabe bei nicht unternehmerischen Entscheidungsprozessen
    • Marktkenntnisse über Lernkurve
    • Trennung Realtypus und Idealtypus
    • Ideal: Entscheidungsträger auch ohne eigene Prosuktionsmittel
  32. Unternehmerische Funktionen - Idealtypus
    (Israel Kirzner)
    • Preisabitrage ist Hauptfunktion, gelingt durch Preisdifferenzen
    • Aufklärung der Marktteilnehmer: mehr Transparenz, weniger Wissenslücken durch Kontkat
    • Förderungs des Marktgleichgewichts: abhängig von Abitrage, im GG kein Unternehmer nötig, Ungleichgewicht durch Wünsche, Ressourcen und technisches Wissen
    • Förderung der Wirtschaftsentwicklung: Innovation neue Märkte neue Ressourcen, schöpfen Wohlstandspotential
  33. Formen der Abitrage
    (Israel Kirzner)
    • räumlich: gleiches Gut gleiche Zeit versch. Märkte, ohne Info zur Preisdifferenz
    • zeitlich: Preisdiff. zwischen Märkten entlang der Zeit, Unischerheit von Kapitalbindung, spekultaiv bei heutigen + zukunftspreisen, Innovativ neue Produkte/Methode
  34. Israel vs. Schumpeter
    • Beide ökonomisch wichtig
    • Beide haben keine Faktorleistung für den Produktionsprozess
    • schöpferischer Zerstörer vs. Gleichgewichtsbilder
    • Abitragebildung gegeben vs. Innovativ
  35. Mark Casson
    (Koordinator - funktional)
    • Funktional, Unternehmer von Umwelt abstrahiert, allg. Gültigkeit, systematische ökonomisches Theoriekonstrukt
    • Indikativ, real vorhandene Faktoren, persönlich sozial, beeinflusst tatsächliche Tätigkeit, Raum/Zeit konkretisieren
    • Funktion: zentraler Entscheider, Koordinator (einzel/gesamtwirtschaftlich), innovativ koordinieren(knappe Ressourcen), Abitrag-Koordinator(Intressenausgleich, Markt räumlich/zeitlich)
    • streben nach eigener Gewinnmaximierung
    • Entscheidung auf subjektiven Informationszustand, allg. keine Informationsasymmetrien seitens Unternehmer
  36. Eigenschaften nach Mark Casson
    • Selbsterkenntnis, Vorstellungskraft
    • Vraussicht
    • Organisatorisches Konzept
    • Kalkulationsvermögen
    • Delegation + Kommunikationsvermögen
    • Unternehmer Vorteil durch keine Informationsaysmmetrie
    • kein eigenes Kapital
    • mikroökonomische Gleichgewichtstheorie
  37. Dieter Schneider
    (Konzept der Systematisierung - institutionell)
    • Zeitweise Übernahme der Einkommensunsicherheit(Abitrage, Festvergütung, Mietverträge)
    • Erzielung von Spekulations- und Abitragegewinnen als erhaltende Funktion nach Außen
    • Koordination und Durchsetzung in wirtschaftlicher Führerschaft als erhaltende Funktion
    • Innovation nur als Teilaufgabe
    • Planung ist keine eigenständige Funktion im unternehmerischen Handeln
  38. Wilhelm Röpke
    (Konzept der Systematisierung - unternehmerisch)
    • Der Unternehmer als Kapitän
    • Träger marktwirtschaftlichen Systems, zentrale Schaltstation
    • Abstimmung oder Navigation, Übernahme von Unsicherheiten: Kern unternehmerischen Handelns, Entscheidungsaufgabe
    • Pionier und Innovationsfunktion: wie bei Schumpeter
    • Führungsfunktion und Koordination: Stellung im Innenverhältnis, Organisation
    • Keine Beachtung von Abitragefunktion
    • Persönlichkeitsmerkmale können nicht erlernt werden
  39. Erich Gutenberg
    (Konzept der Systematisierung - betriebswirtschaftlich)
    • Gegensatz zu Schneider - produktionstheoretischer Ansatz
    • planerische Tätigkeiten im Mittelpunkt für Produktionsfaktoren
    • Kombination + Koordination im marktwirtschaftlichem Sinne
    • eindimensional, da Ablehnung Unsicherheitsübernahme + Innovation
    • Geschäfts- und Betriebsleiter gleichgesetzte wenn auch Eigentümer
    • Gewinn, akzeptiert für die Vergütung erfolgreicher Faktorkombination
    • Gewinn nicht für Vergütung, außergewöhnliche Leistungen oder Kapitalhergabe
  40. Unternehmerkonzepte Gutenberg
    Betriebswirtschaftlich: Verzicht auf personale Komponente, Vernachlässigung Individualität + Persönlichkeit, nur durch Produktionsfaktoren definiert, kapitalistisches Wirtschaftssystem

    Personell: technisch, kommerziell, organisatorisch abhängig, eignet sich für wirtschaftspolitische Zwecke, keine Beziehung zur Wirtschaftsordnung

    Unternehmer als Manager: Arbeitnehmer auch Manager aber personelle
  41. Werner Sombart
    (kapitalistischer Geist)
    • Verknüpfung Ökonomie + normative Aspekte -->Wirtschaftsgesinnung
    • Gesinnung fasst alle Werte Zwecke und Maximen der Ökonomie --> Wirtschaftsgeist + Bürgergeist
    • Vorkapitalismus zu Hochkapitalismus
    • Unendlichkeits- und Machtstreben des Menschen, wirtschaftlich als Expansion oder Innovation
    • Bürgergeist als Fleiß, Mäßigkeit, Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit, Vertragstreue
  42. Unternehmerfunktion -  Werner Sombarts
    • Personifizierung des kapitalistischen Wirtschaftsystems
    • Organisatorisch, Unternehmerseele
    • Händlerisch, anwerben von Menschen, Verhandlungen führen, Unternehmerseele
    • Rechnerischer-Haushalter, Bürgerseele
    • Innovator
    • Außerdem: Erfinder, Entdecker (neue Absatzmärkte+Kundenbedürfnisse), Eroberer (Einbringenvon Gesamten Vermögen + Verantwortung), Organisator (Suchen geeigneter Dritter), Händler (Außenverhältnis, Beschaffung)
  43. Unternehmerpersönlichkeiten - Werner Sombarts
    • psychologisch + soziologisch
    • Gescheitheit (Sinn fürs Wesentliche, analytisch, rasche Auffassung)
    • Klugheit (menschen+weltkundig, sichere Beurteilung Lage, Erkennen von Schwächen, geistige Beweglichkeit)
    • Geistvolles Wesen (Ideen/Einfalssreichtum, kombinatorische Phantasie)
    • Tatkraft (Ausdauer, zielstrebig, Wagemut, Ruhe, zäh)
    • Nüchternheit
    • Tüchtigkeit (Innenverhältnis, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Pflichttreue)
    • NOTWENDIG: TUGEND, TALENT, TECHNIK

    Nur in Teilen Erlernbar, viel angeboren
  44. Unternehmer Typologien -  Werner Sombarts
    • Frühkapitalistisch: Eroberer, Händler (Kaufleute oder Handwerker)
    • Differenzierung Bevölkerungsgruppen Fremde, Ketzer
    • Hochkapitalistisch: Trennung Kapitalbesitz & Unternehmer, Fach- und Bereichsspezialisierung, Funktionale Integration (Mehrfachvertretung eines Unternehmers in versch. Aufsichtsräten)
    • moderne Typen: Captain of Industry (ERfinder, Produktion, strategisch), Business Man (Kundenbezogen), Finanzmann

    Unternehmer einzig treibende Kraft in der Wirtschaft
  45. Religionssoziologischer Unternehmer - Max Weber
    • Gemeinsamkeiten zu Sombarts: Intresse ans Entstehung des kapitalistischen Geistes, europäische Entwicklungsgeschichte, Unternehmer unentbehrlich
    • zunehmend Bürokratisierend, charismatische Führung
    • protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, Beziehung von Handels und Entfaltung der Industrie mit religiösem Wertesystem
    • Calvinistische Glaubenslehre, Leben der Arbeit widmen
    • Ertrag ist göttliche Gabe und erfordert Sparsamkeit-->Materialaufbau
    • Beruf ist Lebenszweck auch in der Religion
    • rationales Denken, rationaler Protestantismus-->Kapitalismus
    • streben nach neuen Chancen -- Innovation, Ausbau
    • Unternehmererfolg sei Maßstab für Gottesglauben
    • Säkularisierungstendenzen führen zur Verselbstständigung dieser Ethik und der Auflösung ihrer Konfession
  46. Unternehmerpersönlichkeit als Forschungsobjekt
    • 1)Idealtypus, theoretisch deduktiven Sichtweise
    • 2)Realtypus, hergeleitet anhand von empirischen Untersuchungen (gibt's nicht auf Grund von Ungenauigkeit)
    • 3)psychologisch didaktisch, pers. Erfolgsfaktoren für Ökonom
    • 4)Persönlichkeit, als Begriff Summe der Eigenschaften, Eigenschaft = Wesensart
  47. Multifaktorielles Modell - Rauch und Frese
    ( Mehrdimensional)
    • Persönlichkeit wird beeinflusst durch: Humankapital, Ziele, Strategie, Wechselwirkung Umwelt
    • Risikobereitschaft, sorgfältig abschätzen
    • Leistungsmotivation, Bedürfnis, abhängig Erfolg
    • Kontrollüberzeugung, external Erfolg auf Zufall oder externe Gegebenheiten, internal eigene Fähigkeit, Schicksal selbst in die Hand nehmen

    Eine isolierte Untersuchung für den Unternehmererfolg ist nicht möglich
  48. Empirische Aspekte der Unternehmerpersönlichkeit
    • Aussagekraft sehr unbestimmt/unverbindlich
    • meist nur psychologische Merkmale untersucht
    • Autonomie, internale Kontrollüberzeugung
    • Innovations & Risikobereitschaft
    • Proaktive Orientierung, Eigeninitiative+ Verantwortungsbereitschaft
    • Aggressive Konkurrenz Dominanzbedürfnis + Machiavellismus
    • Leistungsorientiert + extrovertiert
    • emotionale Stabilität
  49. Spinellli & Adams - Unternehmerpersönlichkeit
    • 1) Erlernbare positive Eigenschaften: Hingabe, Courage, Führung, Besessenheit, Toleranz, Kreativität (schöpferisch), Selbstvertrauen, Streben nach Hervorhebung, Anpassung
    • 2) kaum Erlernbares: Tatkraft, Emotionale Stabilität, Kreativität bei Innovation, Intelligenz, Charisma, ethische Werte
    • 3) Erfolgsbehindernde Eigenschaften: Gefühl der Unverwundbarkeit, zu hohes WWB-Streben, Ablehung staatlicher Autorität, Spontanität, Perfektionismus, Gefühl der Allwissenheit, zu hohe Unabhängigkeit
    • Eigenschaften für Unternehmer + Gründer
    • kein sozial-biographischer Einfluss (Beruf, Bildung, Eltern)
  50. Unternehmerdefinition allgemein
    • Funktional: ausübend, Metaebene, statisch und dynamisch, Trennung einzel- und gesamtwirtschaftlich, Betriebs- oder Volkswirtschaftlich Funktional
    • Personal: psychologisch oder soziologisch betrachtet
    • Können beide aber nicht getrennt voneinander betrachtet werden
Author
Lauri567
ID
353559
Card Set
Unternehmensgründung
Description
Unternehmensgründung 1
Updated