APO Teil 3

  1. Wie sieht die Gestaltung neuer Arbeitssysteme aus? Welche zwei Fälle unterscheidet man?
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  2. Merkmale/ Definition des MTO-Prozesses?
    • Gleichzeitige, kontinuierliche Beachtung der MTO-Wechselwirkungen bei der Gestaltung von Arbeitssystemen
    • Systematischer Einführungsprozess neuer Technik
    • Klärung von Verantwortlichkeiten im Prozess
    • Festlegung von Zielkriterien
    • kontinuierliches Controlling
  3. Was ist KOMPASS und was wird damit angestrebt?
    • Komplementäre Analyse und Gestaltung von Produktionsaufgaben in sozio-technischen Systemen
    • Kompetenzförderung für lokale Bewältigung von Varianzen (Umgang mit Unsicherheiten)
  4. Welches sind die Gestaltungskriterien von KOMPASS?
    • Mensch: Motivation durch Aufgabenorientierung
    • Technik: Kontrollierbarkeit durch Menschen
    • Organisation: Selbstregulation in kleinen Regelkreisen
  5. Welches sind die Prinzipien der sozio-technischen Systemgestaltung? (9)
    • 1: Ganzheitlichkeit beachten (Wholeness)
    • 2: Teamarbeit fördern (Teams)
    • 3: Prozesse kontrollieren (Process Control)
    • 4: Selbstorganisation beachten (Self-direction)
    • 5: Multiple Kompetenzen fördern (Multi-Skilling)
    • 6: Raum lassen (Discretion)
    • 7: Gemeinsame Optimierung (Joint-optimization)
    • 8: Anpassungsfähigkeit fördern (Adaptation)
    • 9: Bedeutsamkeit fördern (Meaning)
    • 10: Unvollkommenheit beachten (Incompletion)
  6. Definitionen Digitalisierung?
    • Kern der Digitalisierung ist die Vernetzung von Produkten u. Prozessen sowie die Verbindung von physischer und virtueller Welt, technisches Fundament ist Umwandlung anal. in digitale Daten, die in vernetzten Systemen genutzt und verarbeitet werden
    • Umfassende Vernetzung aller Bereiche von Wirtschaft u. Gesellschaft, sowie Fähigkeit relevante Informationen zu sammeln, analysieren u. in Handlungen umzusetzen
  7. Stufen des Reifegrades der Digitalisierung in Unternehmen? (Wo liegt Großteil der Unternehmen?
    • Stufe 1: unterstützend computerisiert
    • Stufe 2: steuernd computerisiert
    • Stufe 3: teilautonom digitalisiert
    • Stufe 4: autonom digitalisiert
    • Großteil der Unternehmen (noch in Stufen 1 und 2)
  8. Wie sehen Stufe 1 und 2 des Reifegrades der Digitalisierung in Unternehmen aus?
    • unterstützend computerisiert: Nutzung PC und Internet, Geschätsprozesse analog
    • steuernd computerisiert: aktive Gestaltung der Geschäftsprozesse durch Nutzung von Internet und IKT-Technologien
  9. Wie sehen Stufe 3 und 4 des Reifegrades der Digitalisierung in Unternehmen aus?
    • teilautonom digitalisiert: digitale Abbildung von Produkten und Prozessen durch Verarbeitung von Daten, Datenmodellen u. Algorithmen
    • autonom digitalisiert: Nutzung technischer Systeme, die selbstständig und autonom agieren (Entscheidung/ Optimierung)
  10. Was sind Chancen des Arbeiten 4.0?
    • Vernetzt: schnelle Infoverfügbarkeit, große Infobreite, Entscheidungsunterstützung
    • Digital: beschleunigte Arbeitsprozesse, geistige u. körperliche Entlastung
    • Flexibel: anregende vielfältige Arbeitsinhalte, Vereinbarkeit Familie u. Beruf
  11. Was sind Risiken des Arbeiten 4.0?
    • Vernetzt: mindere Infoqualität, erhöhte Infoselektion, Entscheidungsdilemma
    • Digital: erhöhter Arbeitsdruck, Maschinenabhängigkeit
    • Flexibel: erhöhte Kompetenzerfordernisse, fehlende Erholung
  12. Hemnisse für die Digitalisierung?
    • Tradierte Arbeitsweise und Prozesse, darauf abgestimmte Normen
    • Fehlende Fachkräfte, Mitarbeiter für spezifische Aufgaben
    • Anschaffungskosten und Investitionsrisiko /Unsicherheit
    • Schnittestellen, Kompatibilität
    • Digitale Infrastruktur
    • Datenschutz, -sicherheit, -verwertung, geistiges Eigentum
    • Zugang zu von Dritten erhobenen Daten
  13. Aspekte Datensicherheit und Datenschutz?
    • Datensicherheit: alle technischen Aspekte, die Daten schützen können um deren Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit zu gewährleisten (Informationssicherheit)
    • Datenschutz: Schutz von personenbezogenen Daten vor dem Missbrauch durch Dritte
    • Personenbezogene Daten: alle Informationen, die sich auf natürliche Person beziehen oder beziehbar sind und Rückschlüsse auf Persönlichkeit erlauben
  14. Häufigste Belastungsfaktoren digitaler Arbeit?
    • Leistungsüberwachung
    • Gläserne Person
    • Unzuverlässigkeit
    • Unterbrechung
    • Überflutung
    • Verunsicherung
    • außerdem nicht Verfügbarkeit, Unklarheit der Rolle, Komplexität, Omnipräsenz, Jobunsicherheit, mangelndes Erfolgserlebnis
  15. Wie sieht die Belastung digitaler Arbeit aus nach Anzahl der Technologien und Häufigkeit der Nutzung?
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  16. Welche Rahmenbedingungen gehen mit stärkerem digitalen Stress einher?
    • Autonome Technikauswahl
    • Innovative Unternehmenskultur
    • Soziale Konflikte
    • Emotionale Anforderung
  17. Welche Rahmenbedingungen gehen mit geringerem digitalen Stress einher?
    • Handlungsspielraum
    • Bürokratische Unternehmenskultur
    • Gute Beziehungsqualität zum Vorgesetzten
    • Zuversicht im Umgang mit digitalen Technologien und Medien
  18. Aspekte der humanzentrierten Arbeitsgestaltung in der Industrie 4.0?
    • Mensch als MitarbeiterIn in intelligente Systeme integrieren
    • Systeme und -konfiguration an Bedürfnisse von Mitarbeitenden ausrichten
    • kollaborative Arbeitsformen in Abläufe von Produktion und vor-/ nachgelagerten Prozessen etablieren
    • partizipative Entwicklung und integrierte Einführung von CPS voranbringen
  19. Menschzentrierte Forschung zu Werkerführungssystemen am IAD: Motivation und Ziele?
    • Systeme zur Unterstützung von Mitarbeitenden
    • Dynamische Informationsbereitstellung über Montageprozess
    • Entwicklung bisher durch techn. Möglichkeiten getrieben
    • → Variation von Gestaltungsaspekten von Werkerführungssystemen
    • Forschungsfrage: Wie wirken sich Variationen auf Leistung und Wohlbefinden aus?
  20. Beispiel für adaptiven Montagearbeitsplatz, Kernelemente?
    • automatisierte Anpassung von Höhe und Greifraum an nutzende Person
    • Anpassung anhand anthopometrischer Körpermaße, mittels RFID eingelesen
    • Arbeitsplatz und Benutzeroberflächen anhand menschzentrierten Gestaltungsprozess entwickelt
    • Physische Belastungen bei Montage können reduziert werden
  21. Untersuchung von adaptiven Montagearbeitsplätzen am IAD: Motivation und Ziele?
    • Adapt. Arbeitsplätze sind Möglichkeit physische Belastungen zu reduzieren
    • Automatisierungs- bzw. Adaptionsgrad hat Einfluss auf Technikakzeptanz
    • fehlendes Systemverständnis und Vertrauen in aut. Einstellung kann zu Ablehnung führen
    • Untersuchungsziel: Adaptionsgrade bzgl. Technikakzeptanz und subj. Anstrengungsemfinden vergleichen, Untersuchung des Einfluss von Technikaffinität und Anthropometrie
  22. Laborstudie: Welche unterschiedlichen Adaptionsgrade?
    • ohne Adaption
    • mit Adaption
    • mit Adaption und Nachjustierung
    • Adaptierbare (selbstangepasste) Einstellung
Author
mtm555
ID
352656
Card Set
APO Teil 3
Description
APO TUD
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