Literaturepoche Expressionismus

  1. allgemeingeschichtlicher Hintergrund
    • Kolonialpolitik und Militarisierung in DE
    • 1. Weltkrieg

    • Expressionisten sahen sich als verlogen / sinnlos an
    • Existenzängste
    • leidenschaftlicher Pathos / expressionistischer Schrei
    • ->  Vorstellung von einem menschenwürdigeren Dasein
    • -> Veränderung der Realität - Anpassung der Wirklichkeit an deren Ideal (Aktivismus)
    • -> Reizüberflutung durch Großstadt (Gleichzeitigkeit und Intensität)
    • Gegenposition zu allen entfremdenen Entwicklungen (Militarismus, Kapitalismus, Mechanisierung und Industrialisierung

    • =>künstlerischer Ausdruck der eigenen Innenwelt
    • => Darstellung inneren Erlebens für revolutionären Neuanfang
  2. Sprache
    • Ästhetik der Hässlichkeit
    • -> schockierende Bilder (starke bildhafte Sprache, Ausrufe)
    • -> präzise Wiedergabe grauenhafter Details
    • Metapher als wichtigstes Stilmittel
    • Farbe als Stimmungsträger
    • Neologismen -> neue Ausdrücke
    • Zerreißen der Syntax: Sprechfetzen, Tellegrammstil (kurz, Ellipsen, einzelne Wörter)
    • Sprachverknappung (Weglassen von Füllwoörtern) -> Intensivierung
    • keine Strophen / Metrum
    • freier Rhytmus
    • Personifikationen, Wortwiederholungen
    • Antithesen, Hyperbeln, Substantivreihungen
    • -> Gefühl der Verlorenheit
  3. 1. Phase
    • Thematisierung des Generationenkonflikts (väterlicher autoritärer Staat)
    • Lyrik als bevorzugte Gattung
    • -> Darstellung der Sinnentleertheit des Daseins
    • -> Großstadt als dämonisch, das Individuum bedrohend
    • -> Zwiespalt zwischen Faszination und Gefahr der Großstadt
  4. 2. Phase
    • beginnt 1914 mit 1. WK
    • Auseinandersetzung mit Krieg und dessen Folgen
    • Versuch der Besserung der Welt mithilfe von Literatur -> Leiden an Entmenschlichung durch IR und anonyme Welt
    • -> Appell an den Pazifismus, Brüderlichkeit etc.
    • -> Sehnsucht nach Brüderlichkeit / Einheit
    • Zerfall des ICh: innere und äußere Auflösungsprozesse des Menschen werden radikal dargestellt ("Ästhetik des Hässlichem") -> Forderung nach neuer Humanität
    • Experimentieren mit Sprache und Grammatik
  5. Großstadt
    • Urbanisierung
    • große Nachfrage an Arbeitskräften in den Städten
    • Aussicht auf bessere Verdiensmöglichkeiten -> Anlocken von Menschen
    • Verschlechterung der hygienischen Bedingungen, Lebens- und Wihnebdingungen
    • -> soziale und politische Spannungen
    • große Arbeitslosigkeit in der Arbeiterschicht
    • Zweiklassengesellschaft
    • Untergang des Individuums durch den Einsatz von Maschinen und Laufbändern
    • hoher Geräuschpegel -> nervenaufreibend
    • Anonymität
  6. Nihilismus
    • - philosphische Strömung
    • - es gibt weder ethische Normen noch eine objektiv erkennbare Wahrheit oder Wirklichkeit (Matrix lol)

    • => Bewusstsein der Leere und Sinnlosigkeit im Expressionnismus
    • => Ausgeliefertsein an ein übermächtiges anonymes Schicksal
    • => Ablehnung von Kirche und Religion
Author
HasiPotter
ID
352289
Card Set
Literaturepoche Expressionismus
Description
Hier ein paar Karten zum Expressionismus von 1910 bis 1925.
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