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PERSÖNLICHKEITSSTRUNGEN
- > allg
- - abweichendes verhalten: ich-syntonie typisch
- - stabile, tiefverzwurzelte, unflexible verhaltensmuster
- - beginn späte kindesalter, adoleszenz (kinder aber nicht diagnostizieren! sagen: persönlichkeitsentwicklungsstörung)
- - subektiver leidensdruck, beeinträchtigung soz und berufliche leben
- - ausschluss org ursache
- - abweichung nicht durch andere psychische erkrankungsmuster erklärbar
- > spezifische nach icd-klassifikation
- < paranoide: stetiges misstrauen, häufige beschäftigung mit verschwörungen als erklärungen.
- - querlatorische persönlichkeit: kämpfen stetiig gegen vermeintliches unrecht
- < schizoide: einzelgänger, emotionale kühle, anhedonie, wenig interesse an soz kontakten
- < dissoziale (sozipathische): mangel an empathie und ohne schuld- und verantwortungsbewusstsein. geringe frustrationstoleranz, starke impulsivität
- < emotional instabile: impulsiver und borderline typus
- < histrionische: übertriebene theatralische affekten, verhaltensweisen. sieht in allem besonderes und möchte im mittelpunkt stehen
- < zwanghafte (anankastische): übertrieben gewissenhaft. ständige kontrolle.
- < ängstliche (vermeidende) : stetige unsicherheit und besorgtheit. übertriebene sorge vor potentieller gefahr
- < abhängige persönlichkeitsstörung (asthenische): verslässt sich stetig auf andere. haben angst verlassen zu werden und partner zu verlassen.
- < sonsgite spezifische: narizisstische: selbstüberschätzung, extrem empfindlich gegenüber kritik, unfähigkeit der empathie
- < schizotype: paranoid bizarre ideen und anomalien des denkens
- > cluster nach DMS-5: anhand gemeinsamer ausprägungen gruppiert.
- < Cluster A: sonderbar, exzentrisch
- - paranoide
- - schizoide
- - schizotype
- < Cluster B: dramatisch, emotional, impulsiv
- - emotional instabile
- - histrionische
- - dissoziale
- - narzistische
- < Cluster C: ängstlich, vermeidend, unsicher:
- - ängstliche
- - abhängige
- - zwanghafte
- > therapie
- < psychoedukation
- < psychotherapeutische verfahren
- > medikamentös: antipsychotika, …
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EMOTIONAL INSTABILE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG
- > Einteilung:
- - borderline-typ
- - impulsiver-typ
- > beginn adoleszenz, erste behandlung 20-30 j. multifaktorielles geschehen:
- - äussere faktoren: traumatische ereignisse in kindheit (sexueller missbrauch, körperliche gewalt) bei fast 2/3
- - genetische faktoren
- - neurobiologische aspekte
- > diagnosekrit
- 1. allg krit für persönlichkeitsstörungen
- 2. drei der fünf kriterien müssen zutreffen:
- - deutliche tendenz, unerwartet, ohne berücksichtigung konsequenz zu handeln
- - deutliche tendenz zu streiterein und konflikten , va wenn impulsive handlungen unterbunden oder getadelt werden
- - neigung ausbrüchen von wut oder gewalt mit unfähigkeit kontrolle
- - schwierigkeiten in beibehaltung von handlungen, die nicht unmittelbar belohnt werden
- - unbeständige und launische stimmung
- 3. borderline-typus: zusätzlich mind 2 der 5
- - störung, unsicherheit bezüglich eigenen identität, selbstbild, ziele und inneren präferenzen
- - intensive, instabile beziehungen einzulassen, oft mit folge der emotionalen krise
- - übertriebene bemühungen, das verlassenwerden zu vermeiden
- - wiederholte drohungen oder handlungen mit selbstbeschädigung
- - anhaltendes gefühl von leere
- > sym borderline-typus
- < impulskotrollstörung: unangenehme anspannungszustände, die sie durch kurzfristig gedachte, impulsive handlungen lösen können. hochrisikoverhalten, essanfällen, alkoholexzessen, abbruch berufliche, privater beziehung, therapie.
- < selbstverletzend
- - „ritzen“, zigarettenausdrücken
- - um sich zu spüruen, entlasten, suchtähnlich zu euphorisierenden kicks, gelegentliche: impulsartiger selbsthass, der dazu führt
- < suizidalität
- < derealisation
- < agieren (aufmerksamkeit auf sich ziehen)
- < gesteigerte affekte
- < affektive instabilität
- < polytoxikomanie
- < unsicherheiten bzgl selbstbild und identität
- < komorbiditäten
- - angststörungen
- - zwangsstörungen
- - depressive episoden
- - anorexie, bulimie
- - dissoziative störungen
- > therapie
- < dialetkisch behaviorale therapie: therapeut: verstehen und wertschätzen des patienten problem entwickeln. 5 charakeristika:
- - innere achtsamkeit
- - bewusster umgang mit gefühlen
- - selbstwert
- - stresstoleranz
- - zwischenmenschliche fähigkeiten
- < schematherpaie nach young: erlernen grundschemata (wahrnehmungsfilter und spez reaktionsmuster), um seelische grundbedürfnisse zu befriedigen und ihr verhalten steuern. ungünstige kindheitserlebnisse zu schwer zugänglichen schemata. therapie diese fehlentwicklung unwirksam zu machen.
- - verbindung verschiedener therapeutischer konzepte (ua kognitive verhaltenstherapie, psychodynamische therapie, gestalttherapie)
- - therapeut empathisch
- - reparenting
- < medikamentös
- - antipsychotika. va bei wahnhaften sym
- - antidepressiva: va ssri, bei depressiven verstimmung, angst und zwangstörungen
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TIEFGREIFENDE ENTWICKLUNGSSTÖRUNGEN
- > qualitative abweichungen in soz interaktionen, kommunikation sowie durch eingeschränkte, sterotype, repetitive interessen und aktivitäten definiert. autismus-spektrum-störung: verschiedene ausprägungen einer störung
- > diagnosen
- - frühkindlicher autismus
- - atypischer autismus
- - rett-syndrom
- - andere desintegrative störung des kindesalters
- - asperger-syndrom
- - dsm-5: alle als autismus-spektrum-störung
- > ätio: multifaktorielle genese
- - neurobiologische ursachen, zb genetische faktoren
- - umweltfaktoren
- > klinik
- < trias qualitativen beeinträchtigung bei tiefergreifenden entwicklungsstörungen
- - beeinträchtigung soz interaktion
- - beeinträchtigung kommunikation
- - repetitive, stereotype interessen und verhaltensmuster
- < weitere:
- - alle beginnen in kindheit
- - entwicklungsverzögerung oder -auffälligkeit
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AUTISMUS-SPEKTRUM-STÖRUNG
- > Definition
- < abweichung in sozialen interaktionen, kommunikation, sowei eingeschränkte interessen und aktivitäten
- < zugeordnete diagnosen
- - deutsche sprachgebrauch: frühkindlicher autismus, atypischer autismus, asperger-syndrom
- - dsm-5: frühkindlicher autismus, atypischer autismus, asperger-syndrom, nicht näher bezeichnete tiefgreifende entwicklungsstörung
- > ätio
- < neurobio
- - genetische faktoren
- - hirnschädigung oder -funktionsstörungen
- < neuropsychologisch:
- - abnorme inlliegenzstruktur
- - sprachliche auffälligkeiten
- - defizite bei exekutiven funktionen
- < umweltafaktoren: wiederlegt mmr-impfung
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FRÜHKINDLICHER AUTISMUS (KANNER-SYNDROM)
- > ab geburt (bzw vor beginn 3. lebensjahre) manifestiert, starke defizite in sozialen interaktion, kommunikation sowie repetitive, stereotype verhaltensmuster. idr intelligenzminderung und sprachentwicklungsstörung
- > m>f (3:1), neurobiologsiche beeinträchtigung, hinweis erbliche komponente
- > klinik
- < soziale interaktion
- - reduziertes nonverbales verhalten, bspw wenig gestik, mimik, eingeschränkte blickkontakt, fehlendes soziales lächeln
- - störung empathie (sog theroy of mind), folglich ua mangel an geteilter freude
- - probleme herstellung von zwischenmenschlichen beziehungen (distanzlos oder totale zurcükgezogenheit)
- - objektbezogenheit
- < kommunikation: multiple entwicklungsstörunge
- - intelligenzminderung
- - sprachentwicklungsverzögerung oder -störung: echolalien, neologismen, andere sprachauffälligkeiten, bspw pronomenumkehr deutlich häufiger und über längere zeit
- - in ca 50% kein spracherwerb
- < stereotypes, repetetives verhalten
- - zwanghaftigkeit: repetitive, gleichförmige motorische bewegungen; ritualisiertes verhalten
- - angst vor veränderungen
- - kein sympolisches spiel (normal mit 21-24 mo erlernt), häufig spezielle sonderinteressen
- > grosse variabilität. totale soz rückzug ohne aktive sprache bis distanzlosigkeit mit floskelhafter sprache. für diagnose auffälligkeiten in allen drei bereichen obligat. bei atypische autismus: nur 2 kerbereiche betroffen
- > komorbiditäten:
- - epilepsie
- - selbstverletzendes verhalten (autoaggressivität)
- - angststörungen
- - schlaf- und essstörungen
- > therapie: multimodale therapie früh beginnen
- - schaffen von klaren und bleibenden soz strukturen
- - langfristig verhaltenstherapie mit kompetenztraining
- - elternberatung und -training
- - supportive therapie: physio, ergo, frühförderung
- - ggf medi komorbiditäten, zb antiepileptika
-
ASPERGER-SYNDROM
- > situationsübergreifenden beeinträchtigung der sozialen interkation und empathie im vordergrund, normale bis hohen intelligenzquotient und sog inselbegabungen und hohen sprachvermögen einhergeht.
- > >3.lj, m>f (8:1)
- > klinik
- < soziale interaktion
- - reduziertes nonverbales verhalten, bspw wenig gestik, mimik, blickkontakt
- - störung empathie: mangel geteilter freude, mangelndes verständnis für rollenspiele
- < kommunikation
- - normaler bis hoher iq, keine verzögerung kognitiven entwicklung
- - keine sprachentwicklungsverzögerung, sprache eher über altersdurchschnitt, häufig stilistisch anspruchsvolle sprache
- - beeinträchtigung soz sprachverständnisses (ernst oder humorvoll gemeint?)
- < eingeschränkte interessen und stereotypes, repetitives verhalten
- - akribisch verfolgte sonderinteressen, ggf alltag behindern
- - ggf inselbegabung
- - zwanghaftes verhalten
- - angst vor veränderung
- - motorische ungeschicklichkeit (fein- und grobmot koordinationsstörungen)
- > komorbiditäten
- - verstärkung bereits vorhander sym, bspw autoaggression, hyperaktivität, fixierung auf rituale
- - ad(h)s
- - affektive störungen
- - angststörungen
- - zwangsstörungen
- - tic-störungen
- > therapie
- - schaffen von klaren und bleibenden soz strukturen
- - langfristig verhaltenstherapie mit kompetenztraining
- - elternberatung und -training
- - supportive therapie: physio, ergo, frühförderung
- - ggf medi komorbiditäten, zb methylphenidat
- > prognose: besser als frühkindliche, lebenslang persistieren, verbessserung interaktions- und sozialverhaltens mit heranwachsen, entwickeln von routinen. hohe prognostische bedeutung von komorbiditäten
-
RETT-SYNDROM
- > entwicklungsstörung mit progressivem verlsut an intelligenz, kognitive fähigkeiten wie sprache, lokomotion, gebrauchsfähgikeit
- > fast ausslischlisch mädchen
- > ätio
- - >95% der fälle mut MECP2-gen
- - x-chrom-dom (Xq28)
- - meist kein vererbter gendefekt, sondern spontane mut
- > klinik
- - beginn 6-18 Mo
- - entwicklungsstillstand innerhalb ersten beiden lj nach vorherhiger normaler entwicklung
- - verlust zielgerichtete handbewegungen
- - stereotypien, insb stereotype handbewegungen vor körper (windend-wringende drehbeweugnen der hände)
- - prog verlust intelligenz und kognitive fähigkeiten
- - rumpfataxie, apraxie, choreatische bewegungen
- - mikrozephalie
- - apnoe, hyperventilation
- - zerebraöe krampfanfälle
- - geistige retardierung
- - oft gehunfähigkeit
-
TICSTÖRUNGEN
- > Unwillkürliche, rasche, wiederholte, unrhythmische bewegung meist umschriebener muskelgruppen oder lautproduktion, die plötzlich einsetzt und keinem erkennbaren zweck dient. extrapyramidal-mot hyperkinesien
- < voakel tics
- - einfache vokael: räuspern, schmatzen, bellen
- - komplexe: koprolalie (obszöne, vulgäre ausdrücke), echolalie
- < motorische tics
- - einfache: stirnrunzeln, augenblinzeln
- - komplexe: springen, körperverdrehungen, echopraxie
- > tourette-syndrom: gilles-de-la-tourette-syndrom: störung multiple mot und vokale tics charakterisiert ist. koprolalie sehr charakteristisch aber eher seltenes symptom.
- < klinik: kopmlexe multiple mot tics und vokale tics, die nicht gleichzeitig auftreten müssen
- < verlauf: aggravation sym während adoleszenz und persistenz ins erwachsenenalter häufig
- < M>F
- < komorbiditäten: ADHS, asperger-autismus, weitere psychiatrische erkrankung
- > therapie
- < idr dopaminüberschuss in basalganglien, so dass therapieansätze auf dopaminantagonismus
- - verhaltenstherapie und pädagogische unterstützung
- - medikamentös: typische neuroleptika: tiaprid, pimozid, haloperidol. atypische: risperidon
- > häufig chronifizierung
- > dd muskelzuuckungen gesicht
-
ANOREXIA NERVOSA
- > Mit bulimia nervosa und binge-eating-störung zu essstörungen. Im vordergrund körperschemastörung mit angst vor zu dickem körper, massiver gewichtsverlust absichtlich herbeigeführt.
- > f>m (10:1), zw 10. und 25. lj (gipfel 13-16)
- > ätio
- - genetik: konkordanz 10% zweieiig, bis 50% eineiig
- - neurobio: gewichtsreduktion und fasten suchtähnliche befriedigung: störung endogene belohnungssystems
- - psychosoz faktoren: traumatisierung, störung konfliktverarbeitung
- - gesellschaftliche faktoren: schönheitsideale
- > Diagnosestellung alle 4 erfüllt sein
- 1. körperschemastörung: störung selbstbild und selbstwertgefühl.
- 2. untergewicht: mind 15% unter zu erwartenden gewicht (perzentilenkurve) oder bmi unter 17,5 kg/m2
- 3. selbst herbeigeführte gewichtsred
- - asketische: passives abnehmen
- - bulimisch: übertriebene körperliche aktivität, diuretikaabusus, laxantienabusus (hypokaliämie), hormonmissbrauch (l-thyroxin-einnahme)
- 4. endokrine störungen: sek amenorrhö/ausbleiben der regelblutung (lh/fsh tief), libidoverlust
- < weitere psy sym
- - persönlichkeitsstruktur: idr ehrgeizig, sehr leistungsorientiert. ernährung zentrales thema.
- > somatische folgen: ähneln symptome einer mangelernährung und betreffen alle organsys. körper reduziert energiebedarf.
- < herz: bradykardie, hypotonie, herz-rhythmus-störung (insb bei kaliumverlust durch abführmittel, erbrechen)
- < blut: panzytopenie, elektrolytverschiebungen
- < zns: kortikale (pseudo)hirnatrophie ggf liquorraumerweiterung -> hirnorg psychosyndrom möglich -> störung konzentration, gedächtnisses und wesen
- < magen-darm: obstipation
- < knochen: sek osteoporose
- < körpertemp: hypothermie
- < haut und haar
- - trockene haut, wundheilungsstörungen
- - haarverlust, ggf languo-behaarung
- - akrozyanose
- - zeichen selbstinduziertes erbrechen: wunden/schwielen an rückseite fingergelenke (russel-zeichen), mudwinkelrhagaden
- < hormonhausalt
- - stresshormone: cortisol h, adrenalin h
- - schilddrüse: low-t3-syndrom (vermindert t4 in t3 als anpassung -> hypothyreose)
- < speicheldrüsen: dystrophe sialadenose
- < zahnstatus: karies
- > diagnostik:
- - blutbild: panzytopenie
- - elektrolyte: ka, na, cl tief
- - glu tief, pahtologische glu-toleranz
- - leberenzyme: ast/alt h
- - alpha-amylase im serum h
- - retentionsparameter; krea tief (verminderte muskelmasse, aber auch hypokaliämie, laxabusus, dehydratation zu nierenversagen)
- - lipide: cholesterin h
- - eiweisse: hypoproteinämie, hypalbuminämie
- > dd:
- - bulimia nervosa
- - Binge-eating-störung
- > setting
- < ambulantes setting:
- - bmi >15
- - krankheitseinsicht, gute compliance
- - gute familiäre unterstützung
- < offen stationär
- - rascher gewichtsverlust (>20% innerhalb 6 mo)
- - bmi <15
- - vitale gefährdung: bradykardie (<40), tachykardie (>110), hypotonie (<90/60) hypothermie <36°c, herzrhythmusstörungen, ausgeprägte blutbildveränderungen
- - fehlende besserung ambulante
- - starke psychische komorbidität
- < geschlossen: lebensbedrohliche verläufe und einwilligungsunfähige pat
- > therapieformen
- < ernährungstherapie, -beratung
- - mahlzeitenstruktur 3-5/tag
- - 500-1000g / wo zunahme
- - behandlugnsvertrag: festlegung gewichtsentwicklung, tägliche anzahl mahlzeiten, toleranzgrenze
- - vitale gefährdung: ggf zwangsernährung per magensonde
- < psychotherapie
- - psychoedukation
- - kognitive verhaltenstherapie
- - psychodynamische therapie
- - familientherapie
- > kompli
- < psy: depression, suizid
- < org störungen
- - elektrolytmangel, herzrhythmusstörungen
- - endokrin: amenorrhö, hypothyreose, gestörte glu-toleranz
- < therpaie-kompli: refeeding-syndrom:
- - massive insulinfreisetzung durch zu schnelle erhöhung der täglichen nahrungszufuhr, zu vermehrt verschiebung magnesium, kalium und phosphat (von extra nach intrazellulär)
- - ödeme, tachykarde herzrhythmusstörungen (torsades-de-pointes), epileptische anfälle, ataxie
- - elektrolytsubstitution
- - prophylaxe: elekrolytkontrolle, begrenzung anfängliche ernährungszufuhr auf 1’000 kcal/d
- > prognose:
- - letalität: 5-20% : kachexie oder suizidale handlung
- - abh von kg, dauer, alter bei beginn, komorbiditäten, ressourcen
- > folgeerkrankungen:
- - essstörung ineineander übergehen
- - neurotisch: dysthymie bis depression, zwangsstörungen (in bezug auf essen, gewicht, sport), angststörungen (insb soziale phobie und agorophobie)
- - persönlichkeitsstörung
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BULIMIA NERVOSA
- > F>M (>90% frauen), 20-24 jahre, prävalenz 1-3%
- > ätio: genetische faktoren, fam einflüsse, psychische entwicklung in kindheit und jugend
- > diagnosekrit: alle 4 erfüllt
- < A: essanfälle: mind 3 mo mind 2x/wo
- < B: ununterbrochenes zwanghaftes verlangen nach nahrungsmittel
- < C: entgegenwirken einer gewichtszunahme
- - selbstinduziertes erbrechen
- - laxantienabusus
- - passagere hungerperiode
- - andere massnahmen
- < D: verzehrte selbtstwahrnehmung
- > weitere charakteristika
- < bmi >17,5 kg/m2
- < gi
- - gastritis
- - ösophagitis
- - schlechter zahnstatus
- - schwellung speicheldrüsen
- < labor
- - ka, na, ca tief
- - a-amylase im speichel hoch
- < haut
- - trockene lippen, mundwinkelrhagaden, zahnfleischverädnerungen
- - russel-zeichen
- < kardiovask
- - herzrhythmusstörungen (kaliummangel)
- - hypotonus
- > komorbiditäten
- - häufigsten: depression, angst- und panikstörungen (insb soziale phobie), weitere: alkohol, drogenabh bzw -missbrauch. ADHS
- > therapie
- - psychotherapie: kognitive verhaltenstehrapie
- - ggf begleitende therapie mit ssri (nur fluoxetin zugelassen)
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BINGE-EATING-STÖRUNG
> übergewichtig, nicht in akuter lebensgefahr. essattacken ohne induziertes erbrechen zu adipositas. kontrollverlust beim essen vermehrter nahrungsmittel und essanfälle. keine massnahmen zur gewichtsreduktion
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ANGSTSTÖRUNGEN UND PHOBIE
- > einteilung
- - generalisierte angststörung: dauerzustand, situation: unspezifisch
- - panikstörung: akut: panikattacke: unspez sit
- - phobische störung: akut, spezifische situation
- > therapie
- < psychotherapie
- - verhaltenstherapie mit reizexopositon (konfrontationstherapie)
- - supportiv: selbsthilfegruppe, stützende gespräche, kognitive verhaltenstherapie, (konflikorientierte) gesprächstherapie (tiefenpsy grundlage genese mit pat erkundet)
- < medi
- - akut: benzodiazepine (zb lorazepam)
- - langristig: SSRI (citalopram), alternativ ssnri oder imipramin. ggf buspiron: anxiolytisch ohne sedierende wirkung der benzos
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PHOBISCHE STÖRUNGEN
- > Eindeutig deinierte, ungefährliche situationen hervorgerufen.
- > ätio: nicht durch unangenehme lernerfahrung: wahrscheinlich genetisch. pädisponierend gesteigerte aktivität in amygdala. verhaltenstherpaie mit konfrontationsverfahren
- > in spez sit von leichtem unbehagen bis panikattacken. vermeidungsverhalten, wissen dass irrationale angst.
- > formen
- < agoraphobie: alleine in öffentlichkeit, verkehrsmittel. häufig komorbidität mit panikstörungen, deprssion und zwangsstörungen. konsequentes vermeidungsverhalten
- < soziale phobie: im zentrum der aufmerksamkeit: gespräche mit vorgesetzten, behörden als auch präsentationen, wortmeldungen in kleingruppen. zwischenmenschliche beziehungen in grösseren gruppen vermieden
- < spezifische phobie: höhe: akrophobie, gschlossene räume: klaustrophobie, spez objekt: spinnen arachnophibe,blut: hämatophobie.
-
ANSGSTSTÖRUNGEN
- > ätio:
- < lerntheorie: fehlkonditionierung. operante konditionierung. neg verstärkung zu schneller etablierung fehlverhalten.
- < genetische komponente
- < neurobio: störung serotonin-system (ssri), störung inhibitorische gagaerge transmission. gesteigerte aktivität amygdala.
- < psychosoziale faktoren: emotional belastende und traumatische erlebnisse erhöhen risiko
- > generaliserte angststörung
- < situationsunabh und dauerzustand über wo bis jahre. stärke der sym wechselhaft, zeitlichen abstände in denen es zu sym kommt, unterschieldich
- - vegetativ: palpationen, herzrasen, zittern, schweissausbrüche, schwindel, mundtrockenheit
- - gi: bauchschmerzen
- - psychisch: schreckhaftigkeit, ansgtzustände, konzentrations und schlafstörungen, negative vorahnungen
- < dd: panikstörung, depression (epidosen kommen oft vor)
- > panikstörung
- < plötzlich, anfallsartig auftretend, wiederkehrende panikattacken in unspez situationen. 5-10 min, intensität der sym nimmt zu.
- < vegetative sym
- - schwitzen, zittern, hitzewallungen, kälteschauer, mundtrockenheit
- - herzrasen (EKG: sinustachykardie)
- - atemnot, erstickungsgefühl, hyperventilation
- - schwindel, ohnmanchtsgefühle (keine bewusstlosigkeit)
- - übelkeit, bauchschmerzen
- < psychisch
- - depersonalisation, derealisation
- - ängste: kotrollverlustängste, todesängste
- < kompli: grundsätzliches vermeidungsvrhalten mit soz rückzug und deutlicher einschränkung der lebensqualität
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NICHTORGANISCHE SCHLAFSTÖRUNGEN
- > Häufigsten insomnien und parasomnien
- > nichtorg insomnie:
- < ein u/o durchschlafstörung oder nicht erhohlsamer nachtschlaf mit daraus folgender tagesmüdigkeit und beeinträchtigung alltagsaktivitäten
- < assoziation: idr mit anderen psy erkrankungen (zb depression, angststörungen)
- > parasomnien: schlafstörungen, die aus schlaf heraus bzs bei erwachen/teilerwachen auftreten. rem als auch non-rem-schlaf, häufig nicht pathologisch, insb kinder
- - schlafwandeln (somnambulismus): umherwandeln, desorientierung, verminderte reaktivität. 1. nachdrittel (non-rem-schlaf), keine errinerung
- - pavor nocturnus: wiederholte episoden mit initialem panikschrei, angstzustände mit veg symptomen, pat nicht ansprechbar, ggf assoziation mit somnambulismus. 1. drittel. keine erinnerung
- - albträume: detaillierte träume voller angst oder furcht: 3. nachdrittel (vermehrt in rem-schlaf): detaillierte erinnerungne
- > therpaie
- < nichtmedikamentös: schlafhygiene
- < medikamentös: nur bei insomnien und im ausnahmefall. sub
- - phytotherapeutika: baldrian, hopfen, melisse, passionsblume
- - melatonin
- - antihistaminika
- - benzodiazepine (zb triazolam)
- - benzodiazepin-ähnliche hypnotika (zb zopiclon)
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