Logistik 2.5 Schienengüterverkehr

  1. Def. Schienengüterverkehr?
    • - auch: SGV
    • wird die Verkehrsleistung durch den Transport von Güterwagen und -zügen auf Schiene erbracht
    • - Verkehrswege durch Schienennetz vorgegeben/ begrenzt
  2. Wie werden Eisenbahnen nach Eisenbahngesetz unterschieden?
    • öffentliche Eisenbahnen
    • -> können von jedem für Personen- oder Güterbeförderung benutzt werden
    • - EW= Eisenbahnverkehrsunternehmen
    • - EIN= Eisenbahninfrastrukturunternehmen, dessen Schienenwege von jedem Eisenbahnunternehmen benutzt werden
    • -> Bsp. Deutsche Bahn AG, Nichtbundeseigene Eisenbahnen (NE)

    • nicht- öffentliche Eisenbahnen
    • - andere Eisenbahnverkehrsunternehmen bzw. -infrastrukturunternehmenm, die nicht von jedermann genutzt werden können
    • -> Bsp. Privatgleisanschluss Werkbahnen, Hafenbahnen/ Grubenbahnen, Museumsbahnen
  3. Welche Probleme gibt es bei grenzüberschreitenden Schienenverkehr?
    • - verschiedene Spurweiten
    • - Art der Stromversorgung
    • - Strecken- und Zugsicherungstechnik
    • - Lichtraumprofile
    • - gesetzl. Bestimmtungen (kein int. Lokführerschein, Schienenverkehrssprache, Streckenkenntnis erforderlich)
    • - uneinheitl. Stand der Netzliberalisierung
    • - Fahrplanunterlagen nicht einheitlich
    • - uneinheitliches Trammsystem
  4. Welche Lösungen gibt es für grenzüberschreitenden Schienenverkehr?
    • European Railway Agency (ERA)
    • -> sicheres und integriertes Schienennetz aufbauen
    • -> soll technische Unterstützung auf den Gebieten der Eisenbahnsicherheit und -interoperabilität bieten

    • Aufgaben:
    • - gemeinsame Sicherheitsmethoden + ziele vorbereiten und vorschlagen
    • - harmonisiertes Format für Sicherheitszertifikate vorschlagen
    • - Ausarbeitung + Überarbeitung techn. Spezifikationen der Interoperabilität
    • - Überwachung Fortschritt der Interoperabilität

    => keine Entscheidungsbefugnis
  5. Was versteht man unter Lichtraumprofil?
    • - auch: Lademaß
    • - darf von Ladung nicht überschritten werden
    • - wichtig bei Tunnel- und Bahnhofdurchfahrten
    • - Bsp. D.: 3150 mm Breite X 4650 mm Höhe
    •  Eng.: 3290 mm Breite x 4650 mm Höhe
  6. Def. gedeckter Güterwagen?
    • - für witterungsempfindliche Güter (palettierte o. verpackt)
    • - Beladung mittels Gabelstapler über offene Schiebetüren
  7. Def. offene Güterwagen?
    • - Packstücke o. Güter loser Schüttung
    • - Beladungs: über Kopframpe, von der Seite oder von oben
    • - Ausführung: klappbare Seitenwänden oder Seitentüren
  8. Def. Flachwagen?
    • - Güter: Eisen- und Stahlerzeugnisse, Halbfertigprodukte, Maschinen, Hölzer Rohre
    • - Ausführung: umlegbare Stirn- und Seitenborden, mit Rungen mit Laademulden
    • - Abdeckhauben und -planen
  9. Welche Spezialwagen gibt es im SGV?
    • - Kippwagen (Schüttgut)
    • - Selbstentlader
    • - Kesselwagen (Gas, Öl, Chemikalien)
    • - Kühlwagen (Lebensmittel)
    • - KV- Tragwagen (Container, LKW, Wechselbrücken)
  10. Welchen Anforderungen gibt es beim Be- und Entladen?
    - Umschlagstechnik muss zuverlässig, kostengünstig, sicher und schnell sein
  11. Welche Anlagen gibt es beim Umschlag?
    • - Rampen- und Ladestraßen
    • - automatisierte Umschlagsanlagen
    • - Gleisfahrzeugwagen, Wärmehallen, Gleistassen (Betonwannen für chem. Produkte), Wagenkippanlagen
  12. Welche Materialflusstechniken gibt es?
    • - Hubwagen z.B. für geschlossene Wagen
    • - Stapler zur Verladung palettierter Waren
    • - Krane z.B. für offene Wagen z.B. Holz
  13. Def. Ganzzugverkehr?
    • - fahren von Ladestelle zu Ladestelle
    • - Bsp. Häfen (nicht öffentliche Gleisanschlüsse)
    • - ausreichende Lademenge nötig um wirtschaftlich zu sein
  14. Def. Einzelwagenverkehr?
    • - auch: Wagenladungsverkehr
    • - beladene Güterwagen als Einzelwagen oder Wagengruppe gemeinsam mit anderen Wagen unterschiedlicher Kunden und Branchen transportiert
    • - hoher Aufwand (durch Hauptlaufbildung, Rangieren, Verteilung)
    • => zu langsam + zu teuer
  15. Def. kombinierter Verkehr?
    • - Verknüpfung verschiedener Verkehrsträger zur Beförderung von Gütern
    • - Transportbehälter werden umgeschlagen (mittels KV- Terminals, Güterverkehrszentren, Umschlagseinrichtungen in Häfen)
    • - Verlagerung von Verkehrs auf Schiene
  16. Vorteile Schienengüterverkehr?
    • - hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit
    • - gute Massengutleistungsfähigkeit
    • - kostengünstiger Transport großer Gütermengen über lange Distanzen
    • - niedriger Spezifischer Energieverbrauch (als LKW; Vergleich 0,5 MJ/tkm zu 2,0 MJ/tkm)
  17. Nachteile Schienengüterverkehr?
    • - kein Flächenverkehr und geringere Flächendeckung
    • - geringere zeitl. Flexibilität
    • - Verlader beklagen organisatorische Defizite der Bahn
    • - Probleme bei der Durchführung grenzüberschreitender Transporte
Author
feral
ID
347949
Card Set
Logistik 2.5 Schienengüterverkehr
Description
Logistik
Updated