NAWI Test

  1. Technologieabfolge einer Abfallverbrennungsanlage
    • Müllbunker
    • Rostfeuer-Ofen
    • Abhitzekessel zur Energiegewinnung in der Dampfturbine
    • Rauchgasreinigungsanlage

    • Beginn Verarbeitungsprozesses --> Müll gewogen + in Abfallbunker
    • Von dort --> Müll zur Rostfeuerung
    • Bei Verbrennung (mindestens 850 °C) --> weitgehenden Ausbrand Abfälle --> entstehende Asche kaum noch organische Bestandteile aufweist
    • Wasserleitungen in Kesselwand treiben Turbine an --> erzeugt Strom --> Einspeisung öffentliche Netz
    • Bei Verbrennung fallen Abgase an --> Reinigung vor Ableitung
    • Abgasreinigung durch Elektrofilter, Gewebefilter, Rauchgaswäsche, Katalyt-Entstickung und den Aktivkohlefilter
  2. Methoden der Abgasreinigung nennen und erklären
    • Elektrofilter – scheidet die Staubpartikel ab
    • Rauchgaswäsche – entfernt Schwefelverbindungen und Schwermetalle aus dem Rauchgas
    • Entstickungsfilter – entfernt Stickstoffverbindungen
    • Aktivkohlefilter – adsorbiert die im Abgasenthaltenen Dioxine und Furane, sowie restliche Schadstoffe (Quecksilber)
  3. Abgasreinigung der Elektrofilter skizzieren und erklären
    • Aus Sprühelektrode kommen Elektronen --> Rauchgasteilchen werden negativ
    • Dadurch Anziehung von positiven Niederschlagselektrode 
    • lagern sich an Wand ab + werden von Zeit zu Zeit abgeklopft
    • Asche fällt hinunter + wird gesammelt

  4. gesundheitliche Wirkung der Dioxine beschreiben
    • Vergiftungen schädigen die Leber
    • Hautkomplikationen à Entzündungen der Talgdrüsen
    • Entstehung von Krebs kann gefördert werden
    • Fehlbildungen können entstehen
    • Männer und Frauen können unfruchtbar werden
    • Balance des Hormonhaushaltes wird gestört
    • Wachstum von Neugeborenen kann gestört werden
    • Immunsystem wird geschwächt
  5. Fachbegriffe Adsorption und Absorption erklären
    • Adsorption: Anreicherung oder Ablagerung von Stoffen aus Gasen oder Flüssigkeiten – an der Oberfläche eines Festkörpers (Aktivkohle)
    • Absorption: Stoff dringt in das Innere eines Festkörpers oder einer Flüssigkeit ein.
  6. Einteilung der Abfallarten beschreiben und sinnvolle bzw. vertretbare Varianten für deren Entsorgung darlegen
    • Altstoff: Trennung in Papier, Metall, Glas und Kunststoff à Entsorgung bei der Altstoff Recycling Austria AG (ARA)
    • Bauschutt: Ziegel, Beton, Mörtel, Dämmstoffe à kostenpflichtige Entsorgung durch Entsorgungsunternehmen
    • Biomüll à Entsorgung am eigenen Komposthaufen oder in der braunen Mülltonne
    • Problemstoffe: Altspeisefett à Entsorgung bei Altstoffsammelzentren
  7. Unterschied zwischen echtem Recycling, Downcycling und Upcycling erklären und Beispiele nennen
    • Recycling: Einsparung von Rohstoffen und Behandlung von Abfällen à Hefte aus Altpapier
    • Downcycling: Umwandlung eines Produktes zu einem qualitativ schlechteren Endprodukt. Dadurch wird das Müllproblem auf später verlagert und Rohstoffe werden nochmals wiederverwendet. à Papier und Kunststoff
    • Upcycling: Verwertung von alten Produkten zu neuen Produkten – aus Alt mach Neu! à Taschen aus LKW-Planen, Hüte aus alten Kaffeesäcken
    • echtes Recycling: ohne Qualitätsverlust à Glas und Stahl
  8. erklären wofür „Der grüne Punkt“ steht
    Zeichen besagt: Verpackung Produktherstellers an Recycling-System beteiligt ist + Beitrag zur Finanzierung Verpackungssammlung vorab für Verpackung übernommen wurde.

    Kosten an den Konsumenten weitergegeben.
  9. Verbundstoffe sind abfallwirtschaftlich problematisch?
    • Sandwichbauweise von Verpackungen mit Polyethylen, Aluminium und Papier
    • Problem ist Aluminium: Ist Innenseite Verpackung beschädig
    • Säuren + Salze lösen Aluminium heraus auch bei Alu-Folie und Alu-Grillschale
    • Leichtmetall schädigt Nervensystem + beeinflusst Knochenentwicklung negativ + kann zu Unfruchtbarkeit führen
    • Allgemeine toxische Wirkungen!
    • Aluminium im Verdacht Alzheimer+ Brustkrebs zu fördern
  10. alkoholische Gärung ausführlich erklären, inkl. Reaktionsgleichung
    • Bei alkoholischen Gärung wird ein Molekül Glucose (6 C-Atome) enzymatisch in zwei Moleküle Pyruvat (3 C-Atome) gespalten; diese Reaktion bezeichnet man auch als Glykolyse.
    • Nach Abspaltung von CO2 durch Enzym Pyruvatdecarboxylase entstehen zwei Moleküle Acetaldehyd (2 C-Atome).
    • Das Enzym Alkoholdehydrogenase überträgt H-Atome in die Reaktion und es wird Ethanol (C2H5OH) gebildet.
    • Reaktionsgleichung: C6H12O6 --> 2C2H5OH + 2CO2
  11. Unterschied zwischen aerob, anaerob und fakultativ anaerob erklären.
    • aerob: Hefe kann sich sehr stark vermehren, wenn wichtigsten Nährstoffe zur Verfügung stehen und viel Sauerstoff enthalten ist. --> Bildung von wenig CO2 und H2O und KEINEM Alkohol
    • anaerob: Hefe stellt den Stoffwechsel auf Gärung um, dabei vermehren sich die Hefezellen aber nicht mehr --> Bildung von Ethanol und CO2
    • fakultativ anaerob: Hefe kann sowohl unter aeroben und anaeroben Bedingungen überleben. (fakultativ = wahlweise)
  12. begründen, warum alkoholische Produkte aus Gärung maximal einen Alkoholgehalt von ca. 18 % haben können
    Ethanolgehalt von etwa 18 % (je nach Heferasse) ist für Hefe giftig --> geht an eigenem Stoffwechsel zugrunde
  13. Bierherstellung erklären
    • Rohstoffe für Bier
    • Brauwasser: sollte weich und kalkarm sein
    • Getreide: Braugerste, Weizen, Roggen, Mais
    • Hopfen: es wird nur die weibliche Blüte verwendet
    • Bierhefe: für die Gärung verantwortlich

    • Ablauf der Bierherstellung:
    • Mälzen: Ziel ist es, das Enzym Beta-Amylase zu erhalten à Stärke zu Maltose zerlegen
    • Maischen: Die im Malz enthaltene Stärke soll durch Enzyme zu vergärbaren Zucker abgebaut werden.
    • Abläutern: Maische wird filtriert à Trennung von flüssiger Würze und festen Trebern
    • Kochen: Bakterien und Pilze werden abgetötet
    • Abkühlen und Filtrieren: Würze wird gefiltert und abgekühlt
    • Hauptgärung: siehe Bild
    • Nachgärung und Reifung: dauert ca. 3 Wochen à weiterhin werden Alkohol und CO2 produziert und CO2 bleibt im Bier, um für die Kohlensäure zu sorgen

  14. erklären, was man unter Spirituosen versteht und Beispiele für Branntweine nennen
    Unter Spirituosen versteht man Branntweine oder Liköre, die mindestens einen Alkoholgehalt von 22,5 % aufweisen 

    • Weinbrand: besteht aus Wein
    • Kornbranntwein: besteht aus Getreide
    • Wodka: besteht aus Getreidemischungen und Kartoffeln
  15. physikalischen Vorgang der Destillation von Spirituosen erklären
    Flüssigkeitsgemische durch Erhitzen getrennt

    Alkohol (Ethanol) verdampft bereits bei 78°C

    • Durch anschließendes Abkühlen kondensiert der gasförmige Alkohol + wird in Gefäß aufgefangen
    • In Praxis --> auch bei 78°C  schon ein Teil des Wassers verdampft --> man erhält nie reinen Alkohol 
    • berücksichtigen: am Anfang der Destillation (=Vorlauf) auch noch Methanol überdestilliert
    • Methanol Siedetemperatur von 64,5°C --> kommt in schlecht vergorenem Alkohol gelegentlich vor
    • Methanol giftig --> Vorlauf verworfen werden
    • Methanol hat brennenden Geschmack
    • Flüssigkeit + Dämpfe verursachen Schädigungen Zentralnervensystem, Schädigung der Sehnerven mit Erblindung. Nieren, Herz, Leber
    • Vergiftungssymptome: Bauchkrämpfen, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwächeanfällen
    • später: Sehstörungen, Atemnot Bewusstlosigkeit


  16. Nahrungsmittel und Genussmittel definieren
    Nahrungsmittel: liefern uns jene Stoffe, die für das Leben nötig sind (Kohlenhydrate, Proteine, Fette, …)

    Genussmittel: sind für das Leben nicht notwendig; sie werden meist wegen des Inhalts an psychotropen oder anderen Stoffen verzehrt (Alkohol, Nikotin, Koffein, …)
  17. Mikroorganismen, die in der Biotechnologie eingesetzt werden, nennen und deren Stoffwechselprodukt bzw. entstandene Lebensmittel nennen
Author
flotschido
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346138
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