allgemeine Anatomie

  1. Beschreibe das Schema des großen und kleinen Körper- und Lungenkreislaufs.
    • - aus dem rechten Herzen wird sauerstoffarmes Blut in den Lungenkreislauf gepumpt = kleiner Kreislauf
    • - wird dort in den Kapillaren mit Sauerstoff angereichert
    • - das linke Herz erhält sauerstoffreiches Blut und pumpt es in den Körperkreislauf = großer Kreislauf

    • genauer:
    • - sauerstoffarmes Blut aus dem Körperkreislauf sammelt sich während der Kammerkontraktion im rechten Vorhof
    • - schlafft der Muskel ab, strömt es in die rechte Herzkammer
    • - beim nächsten Herzschlag wird es in die Lungenarterie gedrückt
    • - zeitgleich wird sauerstoffreiches Blut aus dem Lungenkreislauf in den linken Vorhof gesogen
    • - dieses füllt die linke Herzkammer bei deren Abschlaffen und wird danach durch die Aorta wieder in den Körperkreislauf gepumpt
  2. Wie ist das Herz aufgebaut?
    - Herzaufbau: Räume, Schichten, Klappen
  3. Wie hoch ist das Herzvolumen?
    - jede Kammer ca. 140 ml, insges. ca. 300- 500 ml
  4. Was ist das HVZ? Wie kann es gesteigert werden?
    • - Herz- Minuten- Zeit- Volumen = Volumen das das Herz in einer Minute rauspumpt
    • - normal: 70 Schläge/ Minute x 70 ml = 4900 ml (in Ruhe) -> 25 l bei Sport (pro Herzseite-> müssen gleich viel pumpen, sonst ist irgendwann eine Seite leer)
  5. Wie erfolgt die Herzerregung?
    • - autonom über den Sinusknoten
    • - vegetativ durch Sympathikus bei Stress und Parasympathikus bei Ruhe
  6. Was versteht man unter autonomer Erregungsleitung des Herzens? Wie wird das Herz angeregt?
    - das Herz hat einen eigenen Herzschrittmacher, unabhängig und eigenständig, den sog. Sinusknoten: über die Vorhofmuskulatur zum Atrioventrikularknoten (AV-Knoten) über den His- Bündel zu den Towara- Schenkeln, über die Purkinje- Fasern bis zur Herzspitze
  7. Was versteht man unter vegetativer Erregungsleitung?
    - der Sympathikus erhöht die Herzfrequenz und der Parasympathikus beruhigt die Herzfrequenz
  8. Wofür dient der Pleuraspalt der Lungenflügel?
    • - wichtig, damit die Lunge am Brustkorb haftet
    • - enthält eine Flüssigkeit
    • - wenn dort Luft oder fremde Flüssigkeit reinkommt, kollabiert die Lunge
    • - rechte und linke Lunge sind 2 geschlossene Systeme
  9. Beschreibe den Aufbau des Kehlkopfes.
    • - Kehldeckel
    • - Stellknorpel (hält Stimmbänder, um Töne zu erzeugen)
    • - Schildknorpel
    • - Ringknorpel
  10. von der Zelle bis zum Organ
    • befruchtete Eizelle - embryonale Stammzellen - adulte Stammzellen - organspezifische Organzellen - Organe
    • -> bei Tumoren können sich die Zellen rückentwickeln
    • -> es gibt insgesamt 2 Billionen Zellen insgesamt
  11. Definiere die Zelle.
    kleinste funktionelle Einheit eines Organismus des Lebens
  12. Was sind die Bestandteile einer Zelle?
    • - Zellmembran
    • - Zytosol (Zellflüssigkeit)
    • - Zytoskelett
    • - Zellorganellen:
    • - Zellkern (enthält das genet. Material)
    • - glattes ER (Synthese von z.B. Hormonen, Fetten
    • - rauhes ER mit Ribosomen (Synthese von Proteinen)
    • - Golgi-Apparat (Ausschleusung von Zellprodukten und Abfall)
    • - Mitochondrien (Kraftwerke, bilden ATP)
    • - Lysosomen (Entgiftung von Zellen, viel in der Leber)
    • -> je nach Funktion der Zelle untersch. viele Zellorganellen
  13. Welche Zellarten gibt es?
    • - Nervenzelle
    • - Muskelzelle
    • - Fettzelle
    • - Blutzelle
  14. Wie läuft eine Zellteilung ab?
    • - beginnt mit einem Chromosomen, einem Ein-Chromatid
    • - GAP 1 Phase ist die Kontrollphase, ob mit dem Chromosom alles in Ordnung ist
    • - danach Synthesephase, hier wird die DNA-Menge verdoppelt
    • - dann GAP 2 Phase, die 2. Kontrollphase, ob die DNA verdoppelt ist
    • - Mitosephase: hier Zellteilung, DNA wird geteilt, sodass die Tochterzellen jeweils ein Ein-Chromatid enthalten
    • - G 0 Phase: scheinbare Ruhephase der Tochterzelle, aber Stoffwechsel ist aktiv (teilen sich nicht mehr wie z.B. Muskelzellen)

    -> Vorteil zur Bekämpfung von Tumoren, denn Zytostatika greifen nur Zellen an, die sich teilen
  15. Wieviele Chromosomen haben wir?
    • - 23 Chromosomenpaare (46 Chromosomen)
    • - davon 22 Autosomenpaare (homolog)
    • - 1 Gonosomenpaar (heterolog)
  16. Wie ist DNA aufgebaut?
    • - besteht aus Phosphat + Zucker/Ribose + der eig. Base (Ademin, Thymin, Guanin, Cytosin)
    • -> DNA-Basen-Paarung, DNA-Doppelhelix
    • - die "Leiter": Streben aus Phosphat und Zucker, Sprossen aus Basen
  17. Wie wird DNA vermehrt?
    • - die Replikation, auch Reduplikation genannt, Kopieren und Verdoppeln von DNA
    • 1. Spaltung der Doppelhelix durch Helicase (Enzym)
    • 2. Anlagerung von Basen (neue Paarung durch Polymerase)
    • 3. Ausbildung der Tochterstränge (vollkommen identisch)
  18. Definiere Chromosom.
    • Erbgut, besteht aus etwa 30.000 Genen
    • - Gen = bildet einen Abschnitt auf dem Chromosom, der für ein Protein kodiert ist
  19. Wofür dient die Zellteilung beim Menschen?
    • - Mitose: für Wachstum, Wundheilung, Zellerneuerung (Haut, Blutzellen)
    • - Meiose: für Vermehrung von Eizellen und Spermien
  20. Beschreibe den Verlauf von Mitose.
    • vorher Replikation!
    • 1. Prophase: Kernmembran verschwindet, Zentriolen wandern auseinander.
    • 2. Metaphase: Kondensation der Chromosomen, ordnen sich an Äquatorebene
    • 3. Anaphase: Chromatiden wandern
    • 4. Telophase: Chromosomen werden wieder unsichtbar, Tochterzellen bilden sich aus
  21. Wie verläuft die Meiose?
    • - bei der 1. Reifephase werden die Chromosomenpaare getrennt (mütterliches und väterliches gemischt), sodass 2 Zellen mit jeweils mütterlichem und väterlichem Chromosomensatz bestehen
    • - dann werden diese Zellen in der 2. Reifeteilung, wie in der Mitose geteilt
  22. Definiere "Gen".
    • - ist ein Abschnitt auf einem Chromosom, welches die Information für ein Protein hat
    • - die meisten Gene werden einmal von der Mutter und einmal vom Vater vererbt -> diese Genpaare werden Allele genannt
    • - homozygot = reinerbig: beide Allele sind identisch
    • - heterozygot = mischerbig: die Allele liegen in leicht abgewandelter Form vor
  23. Beschreibe die Entwicklung der Keimblätter.
    • Entstehung der Keimblätter aus dem Embryoblast (embryonalen Stammzellen):
    • -> Ektoderm (für Nerven, äußere Haut)
    • -> Mesoderm (Blut, Muskeln, Knochen)
    • -> Endoderm (innere Organe)
  24. Was sind Gewebe?
    • gleichartige Zellen und ihre Derivate (Produkte, Abkömmlinge)
    • Grundgewebetypen:
    • - Binde- und Stützgewebe
    • - Epithelgewebe
    • - Muskelgewebe
    • - Nervengewebe
  25. Welche Arten von Binde- und Stützgewebe gibt es?
    • - lockeres (innerhalb der Organe)
    • - straffes (Sehnen und Gelenkkapseln)
    • - retikuläres (Leber, Milz)
  26. Was sind Epithelien?
    • - gleichartige Zellen, Zellverbände, die Hohlräume auskleiden, Oberflächen bedecken oder Drüsen bilden
    • - z.B. Epidermis (Lunge), Darm, Blutgefäße, Speicheldrüsen
    • - haben alle eine Basalmembran auf der sie auflegen
  27. Welche Epithelien gibt es?
    • 1. einschichtiges Plattenepithel (innere Schicht von Blutgefäßen, Alveolen)
    • 2. einschichtiges kubisches Epithel (Drüsen, Nierenkanälchen)
    • 3. einschichtiges hochprismatisches Epithel (mit Mikrovilli; Schleimhautepithel des Dünndarms)
    • 4. mehrschichtiges unverhorntes Plattenepithel (Mund- und Vaginaschleimhaut)
    • 5. mehrschichtiges verhorntes Plattenepithel (Epidermis der Haut)
    • 6. mehrreihiges Flimmerepithel mit Flimmerhaare (Epithel der Luftröhre mit schleimbildenden Becherzellen) zum Abtransport von Schmutz und Krankheitserregern
  28. Wie ist ein Neuron aufgebaut?
    • - Soma od. Perikarion (Zelllaib)
    • - Dendrit (dort docken andere Synapsen an)
    • - Axon
    • - Myelinscheide
    • - Synapse
    • - Neurotransmitter

    • Nerv = NervenfaserBündel
    • Neuron = Nervenzelle
  29. Was passiert an der Synapse?
    • - das elektrische Signal sorgt für Ausschüttung von Neurotransmitter (Acetylcholin)
    • - diese Binden an Natrium- Kanäle und öffnen diese
    • - danach wird Acetylcholin zerstört (Cholinesterase)
  30. Welche Muskelzelltypen gibt es?
    • - glatte und quergestreifte Muskulatur, sowie Herzmuskulatur
    • - Sonderfall: Mix aus glatt und quergestreifter M.; unwillkürliche Kontraktion, z.B. innere Organe, innere AM, innere Schließmuskel
  31. Beschreibe den Aufbau von Muskeln von klein zu groß.
    • - Myofilamente + Aktinfilamente (kontraktile Elemente)
    • - Myofibrillen
    • - Skelettmuskelzellen = Muskelfaser
    • - Primärbündel
    • - Sekundärbündel
    • - Muskel
  32. Wie entsteht Totenstarre?
    • - nach einer Stunde beginnt Starre
    • - nach 18h max. Starre
    • - nach 24h - 48h Beginn der Autolyse

    - solange ATP da ist, können Muskeln bewegt werden, wenn kein ATP mehr da ist, werden Muskeln starr; aufgelöst wird es dann durch unsere Enzyme
  33. Zu welchem Gewebe gehören Knochen und wie setzen sie sich zusammen?
    • - gehört zum Binde- und Stützgewebe
    • - Zusammensetzung: Calcium- Phosphat CaPo4 zu 50%, Proteine (Kollagen) zu 25%, H2O zu 25%
    • - es gibt immer ein Gleichgewicht zwischen Knochenauf- und -abbau (alle 7 Jahre kompletter Austausch)
  34. Wie ist ein Knochen aufgebaut?
    • - Knochenschichten z.B. Röhrenknochen
    • - Periost (Knochenhaut)
    • - Pars compacta
    • - Pars sprongiosa
    • - Knochenmark
    • - Pars sprongiosa
    • - Pars compacta
    • - Periost

    - Schädelknochen, Fingerknochen, Brustbein sind keine Röhrenknochen und enthalten kein Knochenmark
  35. Welche Zellen enthalten Knochen und wozu dienen sie?
    • - am Knochen befinden sich Knochenzellen:
    • - Osteoklasten (mehrere Zellkerne bauen Knochen ab)
    • - Osteoblasten (bauen Knochen auf)
    • - Osteozyten

    • - "alle 7 Jahre sind wir einmal komplett erneuert"
    • - bei Missverhältnis zwischen Abbau und Aufbau kommt es entweder zu Knochenschwund oder - entzündung
    • -> Östrogen reduziert die Bildung der Osteoblasten, Frauen > Männer Osteoporose
    • - Testosteron kann in Östrogen umgewandelt werden
  36. Aus welchen und wievielen Knochen besteht unser Schädel?
    • - 21 Knochen (7 paarigen + 3 paarigen Gehörknöchelchen)
    • -> Fontanellen: vorne, hinten, seitlich
    • - um die Geburt zu erleichtern
    • - Schädeldecke wächst dann bis zum Ende des 2. LJ zu (verzahnt sich)
  37. Was ist Skorbut?
    Vitamin C Mangel
  38. Wie kann man das Alter anhand der Knochen bestimmen?
    anhand des Verwachsenenzustandes der Knochen
  39. Was ist Arthrose?
    Knorpelabbau
  40. Was ist Arthritis?
    • Entzündung der Knochen
    • - kann in eine Deformation übergehen
  41. Aus welchen Knochen besteht das Becken?
    • = Os coxae
    • - Os pubis (Schambein)
    • - Os ischii (Sitzbein)
    • - Os ilium (Darmbein)
    • -> nach der Geburt noch bestehend als Synchondrose (Spreizhose, wenn das Becken nicht richtig zusammenwächst)
  42. Was sind sichere und unsichere Anzeichen eines Knochenbruchs?
    • - unsichere:
    • Tumor (Schwellung)
    • Dolor (Schmerz)
    • Rubor (Rötung)
    • Calor (Wärme)
    • Functio laesa (eingeschränkte Funktion)
    • = Entzündungszeichen

    • - sichere:
    • offener Bruch
    • abnorme Beweglichkeit
    • Achsenfehlstellung
    • Knorchenknirschen (Krepitation)
  43. Welche Komplikationen/ Begleitsymptome können bei Knochenbrüchen auftreten?
    • - Schädigung von Nerven und Blutgefäßen
    • - Fettembolie
    • - Pseudo Arthrose
  44. Was ist Ankylose?
    - Abbau von Knorpelgewebe -> beide Knochen wachsen zusammen - es gibt kein Gelenk mehr -> Knochengewebe bildet sich aus -> keine Beweglichkeit mehr
  45. Was ist Kallusbildung?
    - wenn der Knochen nach einem Bruch nicht mehr an der richtigen Stelle zusammenwächst
  46. Was ist Somatotropin?
    Wachstumsmittel
  47. Wie ist die Wirbelsäule aufgebaut von Kopf bis Hintern?
    • 7 Halswirbel
    • 12 Brustwirbel
    • 5 Lendenwirbel
    • 5 Kreuzbeinwirbel (verwachsen)
    • 4-5 Steißbeinwirbel (verwachsen)

    - Neugeborene haben noch eine kyphosierte (gebogene) Wirbelsäule, entwickelt sich dann S- förmig
  48. Wie ist ein Wirbel aufgebaut?
    • frontal bis dorsal:
    • Wirbelkörper mit Wirbelkanal
    • Wirbelbogen
    • Querfortsatz mit kleinen Wirbelgelenken
    • Dornfortsatz
    • - Wirbelkanal enthält das Nervensystem "Rückenmark" (auch von Hirnhaut umgeben)
    • - zwischen den Wirbeln befinden sich die Bandscheiben
  49. Was ist eine Skoliose?
    • - verwachsener Knochen, degenerative Erkrankung
    • - Seitwärtskrümmung der Wirbelsäule, einzelne Wirbel sind verformt
  50. Was ist ein Bandscheibenvorfall?
    • - Bandscheibe ist von einem Bindegewebsring umgeben und innen drinnen befindet sich ein gelartiger Kern
    • - bei falscher Belastung kann das Gel auslaufen und aufs Nervensystem drücken /aufs Rückenmark
  51. Worin unterscheiden sich das männliche und weibliche Becken?
    • - das weibliche Becken ist breiter (rechteckiger)
    • - die Öffnung zum kleinen Becken ist queroval und nicht durch das Promontorium eingeengt (für Geburt)
    • - der Wirbel der Schambeinäste ist beim männlichen Becken kleiner (70* m, 100* w)
  52. Welcher Knochen schützt das Gehirn und aus welchen Teilen besteht er?
    • - das Neurocranium:
    • Os frontale
    • Os parietalis
    • Os temporalis
    • Os sphenoidale
    • Os occipitale
  53. Welcher Knochen schützt das Gesicht und aus welchen Teilen besteht er?
    • - das Viscerocranium:
    • Maxilla
    • Os zygomaticum
    • Os nasale
    • Os lacrimale
    • Os palatinum
    • Vomer
    • Mandibula
  54. Wozu dient die Nasenmuschel?
    • - Conchae nasales (sind mit Nasenschleimhaut überzogen)
    • - vergrößern die Oberfläche der Nase
    • - sie kann Staub binden
    • - sie feuchtet die Atemluft an
    • - sie erwärmt die Atemluft
  55. Welche Bewegungen führt der Unterkiefer aus?
    • - Kieferschluss (Adduktion)
    • - Protrusion (Vorschub)
    • - Retrusion (Rückschub)
    • - Kieferöffnung (Abduktion)
    • - Laterotrusion (Mahlbewegung)
  56. Was gehört zu den Nasennebenhöhlen und wozu dienen sie?
    • - Sinus paranasales
    • - Stirnhöhle (Sinus frontalis)
    • - Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidales)
    • - Kieferhöhle (Sinus maxillaris)
    • - Siebbeinzellen (Callulae ethmoidales)
    • -> Funktion fraglich
  57. Wie setzt sich der Gaumen zusammen? Welche Funktionen hat er?
    • - Palatum durum - harter Gaumen
    • - Palatum molle - weicher Gaumen

    • - trennt die Nasennebenhöhle von der Mundhöhle (Luftraum vom Nahrungsraum)
    • - der harte Gaumen besteht aus dem Os palatinum (Gaumenbein) und der Maxilla (Oberkiefer)
    • - Phöten haben noch 3 Oberkieferknochen; in der normalen embryonalen Entwicklung wachsen diese zusammen -> sonst entsteht eine Spalte, wie z.B. die Lippen- Kiefer- Gaumenspalte
  58. Wie ist ein Blutgefäß aufgebaut? Wozu ist die Muskulatur notwendig?
    • - außen: Bindegewebe, tlw. mit eig. Blutgefäßen (Vasa vasorum)
    • - mitte: Muskulatur mit elastischen Fasern: zur Steuerung des Blutdurchlaufs/- flusses, um Wärme abzugeben - nach Sport weiten sich die Gefäße
    • - innen: Gefäßendothel (Plattenepithel)
  59. Was ist der Unterschied zwischen Venen und Arterien?
    • - in den Venen befinden sich 70%, in den Arterien 30% des Blutes, weil es in den Arterien schneller durchläuft
    • (das Blut wird/kann in den Venen zwischengelagert werden)
    • - Arterien: führen vom Herzen weg, dadurch höherer Blutdruck, dickere Gefäßwände, meistens tiefliegend (zwischen Muskeln eingeklemmt)
    • - Venen: führen zum Herzen hin (außer Pfortadern), niedrigerer Druck, dünnere Gefäßwände, besitzen Venenklappen liegen oberflächlicher und tief
    • -> vom Herzen weg werden Blutgefäße immer kleiner und Verzweigen immer mehr- Druck nimmt ab (werden so fein- sog. Haargefäße/ Kapillaren- sorgen für Stoffaustausch: Zufuhr von Nährstoffen und Abtransport von Abfallstoffen)
  60. Was bedeutet Blutdruck? Welcher Blutdruck herrscht im Herzen?
    • - meistens spricht man vom Blutdruck vom linken Herzen
    • - systolisch/unter Anstrengung/ diatolisch/unter Entspannung
    • - im Herzen entspricht er 120/0 mmHg
    • - in den Arterien 120/80 mmHg (durch elastische Fasern fällt es nicht auf 0 ab)
    • - fällt immer weiter ab bis zu den Venen, dort herrscht nur noch ein Blutdruck von ca. 5% 
    • - in den Kapillaren 40- 20 mmHg
    • - über 140/80 mmHg gilt als Bluthochdruck
    • - mit zunehmendem Alter erhöht sich der Kollagenanteil und elastische Fasern nehmen ab, d.h. Gefäße werden steiler, die Folge ist eine verminderte Windkesselfunktion und damit Blutdrucksteigerung
  61. Was sind Varizen und welche Ursache haben sie?
    • = Krampfadern
    • - Ursache: defekte Klappen, Stenosen der tiefen Venen, ausgelöst durch: Bewegungsmangel, langes Stehen, Schwangerschaft, fam. Disposition, Übergewicht
  62. Was ist die Funktion von Blut?
    • - Transportfunktion: O2, CO2, org. Substrate, Endprodukte, Vitamine, Hormone, Mineralstoffe, Abwehrzellen, Wärme
    • - Pufferfunktion: pH- Wert- Regulation (CO2, Proteine)
    • - Abwehr von Krankheitserregern
    • - Wärmeregulation
    • - der menschl. Körper besteht aus ca. 5 Litern Blut (ca. 8%)
  63. Woraus besteht das Blut?
    • 1. feste Bestandteile
    • - Erythrozyten (99%) für den O2- Transport
    • - Leukozyten für die Immunabwehr
    • - Thrombozyten für die Blutstillung/Gerinnung
    • 2. flüssige Bestandteile (55%):
    • - H2O
    • - Mineralien
    • - Hormone
    • - Zucker
    • - Fette etc.
  64. Was versteht man unter Hämatokrit?
    • - das Verhältnis aus zellulären Bestandteilen (45%) und Gesamtvolumen
    • -> Blutserum ist Blutplasma ohne den Blutgerinnungsfaktor Fibrinogen (oder die flüssige Phase von bereits geronnenem Blut)
  65. Was gibt der Hämatokrit- Wert an?
    • - zu niedrig bei: Überwässerung, Anämie und Schwangerschaft (physiolog.)
    • - zu hoch bei: Wasserverlust
  66. Beschreibe den Verlauf der Hämostase (Blutgerinnung).
    • 1. Schritt = Vasokonstriktion
    • 2. Schritt = Blutstillung durch Thrombozytenaggregation (1. Wundverschluss)
    • 3. Schritt = Blutgerinnung durch Aktivierung von Gerinnungsfaktoren -> Fibrinfäden
    • 4. Retraktionsphase
    • 5. Fibrinolyse
  67. Was sagt der Quick- Wert? bzw. Thromboplastinzeit?
    • -> Gerinnungskaskade: ein Faktor aktiviert den Nächsten
    • -> Marcumar, ASS hemmen die Blutgerinnung zur Blutverdünnung - hemmt die Bildung von 4 Gerinnungsfaktoren; greift bei der Thrombozytenaggregation ein
  68. Was bezeichnet man als Körperhöhlen?
    • = seröse Höhlen
    • -Brusthöhle- Cavitas Thoracis: 2x Pleurahöhlen (Lunge), Herzhöhle
    • -Bauchhöhle- Cavitas abdominalis
    • -Beckenhöhle- Cavitas pelvis
  69. Welche Strukturen befinden sich im Thorax?
    Lunge, Herz, Aorta, Vene Cavea, Ösophagus, Trachea, Bronchien, Diaphragma, Thymus, Nervus vagus, N. phrenicus
  70. Durch welche Strukturen wird der Thorax begrenzt?
    • - unten: Zwerchfell
    • - seitlich: Brustkorb
    • - oben: zum Hals hin keine Begrenzung
  71. Wo liegt das Herz?
    - liegt mittig im Thorax, hinter dem Sternenbein, lediglich ein Zipfel zeigt nach links
  72. Wie ist das Herz aufgebaut?
    • - rechter und linker Vorhof =Atrium, dazwischen das Septum interatriculare
    • - rechte und linke Kammer =Ventrikel, dazwischen Septum interventriculare
    • - links ist die Herzwand dicker als rechts, weil das linke Herz Blut in den Körper pumpt (gr. Kreislauf) und mehr Widerstand besteht -> mehr Kraftaufwand
  73. Welche Funktion hat das Herz?
    - pumpt Blut durch den Körper
  74. Was sind die Strukturen der Herzwand?
    • von innen nach außen:
    • - Endocard (Auskleidung des Herzens mit Plattenepithel)
    • - Myocard (Herzmuskel)
    • - Epicard (dünnes Bindegewebe mit Fett)
    • - Pericard (Herzbeutel)
  75. Was ist ein Panzerherz?
    entsteht durch Vernarbung des Herzbeutels nach Entzündungen
  76. Was ist eine Herztamponade?
    Einblutungen in den Herzbeutel
  77. Wie viele Herzkranzgefäße gibt es?
    • = Coronargefäße
    • - 2 arterielle Gefäße (gehen von Aorta ab)
    • - 3 Venen (die im rechten Vorhof münden)
    • -> dazu da, um Herzmuskel und Gewebe zu versorgen
  78. Wie entsteht ein Herzinfarkt?
    • - arteriell Herzkranzgefäße sind verstopft, sodass das Herz nicht genügend Sauerstoff bekommt- kann tödlich sein
    • - ist ein kleines Gebiet verstopft, muss es nicht tödlich sein
    • - häufig bei Arteriosklerose bei der sich Thromben bilden
    • - Risikofaktoren: mangelnde Bewegung, Adipositas..
  79. Was ist Angina pectoris?
    • - DD zum Herzinfarkt
    • - hier krampfen die Herzkranzgefäße
  80. Welche Herzklappen gibt es, wozu dienen sie und wo liegen sie?
    • - arbeiten wie Ventile und Bestimmen die Flussrichtung:
    • - Segelklappen: Einstrombahn, schließen bei Herzkontraktion, Systole
    • - Taschenklappen: Ausstrombahn, schließen bei Herzentspannung, Diastole
  81. Welche Strukturen befinden sich im Hals?
    • -Trachea (Luftröhre)
    • -Ösophagus (Speiseröhre)
    • -Wirbelsäule mit Rückenmark
    • -Schilddrüse
    • -Arteria carotis communis (externa- Gesicht, interna- Gehirn)
    • -Faszien (Höhlen, die die Halsmuskeln einfassen)
    • -Halsmuskeln
    • -N. vagus -> N. recurrens
    • -Larynx (Kehlkopf)
  82. Was ist die Funktion der Kehlkopf?
    • - lebenswichtig:
    • - sichert den Eingang in die Unteren Atemwege
    • - regelt die Kreuzung von Nahrungs- und Atemweg
    • - wichtig bei reflektorischem Atemstillstand bei z.B. reizenden Gasen
    • - mit dem festen Glottisverschluss hat er eine wichtige Funktion für die Erzeugung des Unterdrucks beim Saugen ode Bauchpressung
    • - beim Schluckakt wird der Luftweg kurzzeitig verschlossen (nach oben: Passavant- Ringwulst, kontrahierter oberer Schlundmuskel)
    • - Stimme/ Ort der Stimmbildung
  83. Wie werden die Atemwege eingeteilt?
    • - obere Atemwege: bis zum Kehlkopf, Nasen- und Mundhöhle, Pharynx (Rachen)
    • - untere Atemwege: nach dem Kehlkopf, Larynx (Verschluss beim Essen, Erbrechen, Bauchpressung), Trachea, Lunge
  84. Aufbau der Lunge
    • • Lungenflügel (besteht immer aus 10 Segmenten)
    • • Lungenlappen (3 Lappen rechts, 2 Lappen links)
    • • Lungensegmente
    • -> ist von einer dünnen, glatten und feuchten Haut überzogen, Lungenfell/ Pleura genannt
    • • rechte und linke Lunge sind 2 geschlossene Systeme
    • • mit Bronchialbaum..
  85. Beschreibe den Bronchialbaum.
    - Trachea- Hauptbronchien- Bronchien- Bronchioli- Alveolen (Lungenbläschen)
  86. Beschreibe den Aufbau der Luftröhre/Trachea.
    • - Knorpelspangen: dienen dem Offen halten der Luftröhre, damit diese nicht kollabiert/ sich zusammen zieht; beim Biegen des Halses ist Flexibilität gegeben
    • - Musculus trachealis: auf der Rückseite, zur Regulation der Weite der Luftröhre, z.B. beim Sport weiter/ bei Kälte enger
    • - Alveolen: zum Gasaustausch, respiratorischer Teil (Atmung)
  87. Wozu dienen die Bronchialdrüsen?
    • - in den Bronchien
    • - bilden Schleim mit Anti- bakteriellen Enzymen z.B. Lysozym und Defensine (Polypeptide mit breiter anti- mikrobieller Wirksamkeit)
    • - zusätzlich gibt es noch schleimbildende Becherzellen
    • - Flimmerhärchen transportieren den Schleim, um Lunge steril/ keimfrei zu halten
  88. Epithelzellen im Bronchialraum
    • • je tiefer man im Bronchialraum nach unten geht, desto platter werden die Epithelzellen
    • • Hauptbronchien mit Flimmerhärchen = respiratorisches Epithel (transportieren den Schleim, um Lunge steril/keimfrei zu halten
    • • Bronchioli
    • • Alveolen = Plattenepithel
  89. Was passiert bei Mucoviscidose?
    • - zystische Fibrose (Erbkrankheit)
    • - Schleim kann nicht abtransportiert werden und bildet einen Nährboden für Bakterien
    • - diese Pat. müssen vermehrt Abhusten und bekommen schleimlösende Medikamente
  90. Beschreibe die Lungenbläschen anatomisch.
    • - damit Lungenbläschen weit bleiben, sind sie mit Surfactant ausgekleidet (sonst würden sie kollabieren)
    • - zwischen den Einzelnen Lungenbläschen befindet sich eine Trennwand, sog. Septum, hier findet der Gasaustausch zwischen den Alveolen statt
    • - Alveolar Makrophagen dienen der Abwehr, befinden sich in den einzelnen Lungenbläschen und fressen kleine Rußpartikel
    • - beim Embryo noch kollabierte Lungenbläschen, nach der Geburt entfalten sich die Lungenbläschen mit dem ersten Atemzug
  91. Wie hoch ist das Ruheatemvolumen?
    • -> Reservevolumen
    • • ca. 0,5 L
    • • beim Einatmen 2,5 L
    • • beim Ausatmen 1,5 L
    • - es bleibt immer ein Restvolumen, welches nicht genutzt wird, damit die Lunge nicht zusammenfällt
  92. Was versteht man unter Totraumvolumen?
    • der Teil, der nicht am Gasaustausch teilnimmt, d.h. Sauerstoff, der in Trachea, Bronchien, Bronchiolen und Nasen-/Mundraum enthalten ist, wird nicht umgesetzt•
  93. Welche Atemmuskeln gibt es?
    • • der Wichtigste ist das Zwerchfell = Bauchatmung
    • • Zwischenrippenmuskeln = Brustatmung
    • -> die Lunge selber atmet nicht; Muskeln werden über Nervus phrenicus angeregt
  94. Verdauungstrakt vom Mund bis zum Anus
    • • Mund (Nahrung wird zerkleinert und mit Speichel versetzt)• Ösophagus (aktiver Transport in den Magen)
    • • Magen (vermischt den Nahrungsbrei mit Magensäure und verdaut Fette und Proteine)
    • • Bauchspeicheldrüse (mit Pankreassaft, 25 versch. Verdauungsenzyme für die letzte Aufspaltung der Nährstoffe vom Nahrungsbrei)
    • • Gallenblase (hilft bei der Fettverdauung)
    • • Dünndarm (eigentliche Verdauung und Aufnahme der Nahrungsbestandteile ins Blut zur Leber)
    • • Dickdarm (umrahmt den Dünndarm, Hauptaufgabe ist Rückresorption von Wasser und Salzen, die mit dem Verdauungssaft in den Darm gelangen)
    • • Leber (für die Entgiftung, Kohlenhydrate werden in Form von Glukose gespeichert, produziert Gallensaft für die Fettverdauung)
  95. Wohin gelangen die Nährstoffe nach der Verdauung?
    • • nach dem Verdau gelangen die Aminosäuren und Zucker über die Pfortader zur Leber
    • • die Fette werden über die Lymphflüssigkeit transportiert
  96. Pankreas
    • • liegt hinter dem Magen auf Höhe des 1. Lendenwirbels
    • • ist die wichtigste Verdauungsdrüse und produziert als exokrine Drüse 2 L Bauchspeichel mit Enzymen, wie Trypsinogen, Amylase und Lipase (für Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettverdauung), welche dann in das Duodenum abgegeben werden
    • • als endokrine Drüse (geht immer ins Blut) produziert sie wichtige Hormone des Blutzuckerspiegels (Insulin, Glukagon), die den Kohlenhydrathaushalt regulieren

    - wird unterteilt in Caput pancreatis, Corpus pancreatis, Cauda pancreatis
  97. Wie ist die Leber aufgebaut und befestigt? Welche Gefäße befinden sich an der Leberpforte?
    • • 2 große Leberlappen rechts, 2 kleine Leberlappen linken
    • • liegt im rechten Oberbauch, ist mit dem Zwerchfell verwachsen
    • • die kleinste Einheit ist das Zentralvenenläppchen
    • • an der Leber befindet sich die Gallenblase, welche den Gallensaft enthält, produziert in der Verdauungsdrüse
    • • an der Leberpforte treten die Pfortader und die Leberarterie in die Leber ein und der Gallengang kommt aus der Leber heraus
  98. Was sind die Funktionen der Leber?
    • • Abbau und Ausscheidung von Stoffwechselprodukten
    • • Entgiftung von Fremdstoffen (Medikamente, Alkohol, Blutfarbstoffe)
    • • Produktion lebensnotwendiger Eiweißstoffe (Albumin, Blutgerinnungsfaktoren, Hormone)
    • • beteiligt an allen wichtigen Stoffwechselprozessen (Glukose-, Fett- und Eiweißstoffwechsel)
    • • Verdauungsdrüse (Produktion von Gallensaft)
    • • Vitalstoffspeicher (Vitamine, Eisen, Zink, Zucker..)
    • -> 10% Lebergewebe reicht aus für eine Normalfunktion
  99. Gallenblase
    • • Gallensäfte werden in der Leber produziert
    • • speichert die Gallensäfte für die Verdauung und konzentriert den Saft
    • • liegt unterhalb der Leber
    • • ca. 70-80 ml Fassungsvermögen
  100. Aufbau des Darmrohr
    • • geltend für alle Darmteile
    • • von außen nach innen: 
    • • Bindegewebe
    • • längsverlaufende Muskulatur
    • • querverlaufende Muskulatur
    • • Mukosa: besteht aus: dünne Muskelschicht, dünne Bindegewebsschicht, Epithel
    • -> sorgt dafür, dass alles nur in eine Richtung läuft
  101. Lage des Magens
    • liegt im linken Oberbauch direkt unter dem Zwerchfell
  102. Aufbau des Magens
    • • Mageneingang mit angio muskulärer Verschluss (im Falle des Erbrechens lässt er Nahrung zurück)
    • • Magengrund
    • • Magenkörper
    • • Magenpförtner (mit echtem Schließmuskel, lässt Nahrungsbrei nicht mehr zurück)
  103. Funktion des Magens
    • • Zwischenspeicher der Nahrung
    • • Aufbereitung der Nahrung durch Säuredenaturierung und Zerkleinerung der Speisebestandteile, sowie partielle Verdauung von Proteinen
    • • Abtötung der meisten Bakterien durch Salzsäure
    • • Bildung des intrinischen Faktors, wichtig für die Resorption von Vitamin B12
  104. Welche Organe gehören zum Harnsystem und wie werden sie unterteilt?
    • • harnbildend: die Nieren
    • • harnableitend: Nierenbecken, Ureter (Harnleiter, inaktiv, lässt Urin rausplätschern, muss/wird nicht noch transportiert, beginnt im Nierenbecken und endet in der Harnblase), Harnblase (passiver Abtransport des Harns, normales Fassungsvermögen ca. 500ml, max. 1 L) und Urethra (Harnröhre)
  105. Aufbau und Lage der Nieren
    • • liegen in der Lendengegend bds. der Wirbelsäule in einem Bindegewebsraum hinter der Bauchhöhle
    • • rechte Niere (unterhalb der Leber) liegt etwas tiefer als die linke Niere (unterhalb der Milz)
    • • sind eingebettet in der Capsula adiposa/Nierenkapsel (Baufett)
    • • bestehen aus: Nierenkapsel, Nierenrinde, Nierenmark, Papillem, Nierenkelche, Nierenbecken
    • -> Nephron ist die kleinste funktionelle Einheit der Niere
  106. Aufbau des Nierenkörperchens
    • • Bowman-Kapsel (außen)
    • • Podozyten (innere Bowman-Kapsel)
    • • Kapillarknäuel (Glomerulus)
    • • schmaler Bindegewebsraum
  107. Funktion der Nieren?
    • • Ausscheidung von giftigen Stoffen/Stoffwechselprodukten aus dem Körper z.B. Abbauprodukte des Eiweißstoffwechsels, Harnstoff- und säure, Arzneistoffe
    • • durch winzige Poren in den Blutgefäßen der Nierenkörperchen wird das Blut gefiltert- nach der Filtration entziehen die Nieren dem abgefilterten Harn in den Tubuli 99% des Wassers
    • = Regulation des Wasser- und Elektrolythaushalts und des Säure- Basen- Gleichgewichts
  108. Bildung des Urins
    • • 1500 L Blut strömt durch die Nierenkörperchen und wird filtriert: Wasser und kleine Moleküle des Blutes, wie Blutzucker und Harnstoff werden in die Bowman-Kapsel gepresst, sodass 150 L (10%) Primärharn übrig bleibt
    • • Blutzellen und große Moleküle werden in den Kapillaren zurückgehalten
    • • der Primärharn wird in das Tubulussystem jedes Nephrons geleitet, dort wird er konzentriert und ca. 99% des Filtrats werden rückresorbiert auf 1,5 L
    • • dieser Rest verlässt als Sekundärharn den Körper
    • • würde der Körper bereits den Primärharn ausscheiden, würde man an Wasserverlust sterben
  109. Lage und Aufbau des Rückenmarks
    • • wird von der Wirbelsäule umschlossen, von Liquor umgeben
    • • endet am 1. Lendenwirbel
    • • Rückenmark im Querschnitt zeigt motorische und sensible Bahnen mit festen Bereichen
    • • motorische Bahnen sind absteigende Bahnen (vom Gehirn zum Muskel)
    • • sensible Bahnen sind aufsteigende Bahnen (von der Hand zum Gehirn)
    • -> Schmerz und Temperatur verlaufen auf versch. Bahnen
  110. Bandscheibe
    • befindet sich zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule• enthalten einen gelartigen Kern
  111. Verlauf von Reflexen
    • = unwillkürliche Reaktion auf einen Reiz -> kann unterdrückt werden
    • • eine Berührung reizt sensible Neurone, diese bringen die Info zum Rückenmark und werden hier auf die motorischen Neurone umgeschaltet = monosynaptischer Eigenreflex
    • • nicht steuerbar
    • • Sender = Empfänger
    • • polysynaptischer Fremdreflex: steuerbar und unterdrückbar, Sender ≠ Empfänger
    • • z.B. bei Verbrennung der Haut, reagiert der Hautmuskel; Verbrennung reizt sensible Neurone, welche im Rückenmark auf Interneurone umgeschaltet werden und die Info auf den zuständigen Muskel übertragen
  112. Bestandteile des Gehirns
    • • Hirnstamm: Mesencephalon, Pons, Medulla oblongata (verlängertes Mark)
    • • Zwischenhirn/ Diencephalon: Thalamus, Hypothalamus, Hypophyse (oberste hormonelle Steuerungszentrale), Epithalamus (Tag-Nacht-Rhytmus) mit Epiphyse/Zirbeldrüse
    • • Großhirn/Telencephalon
    • • Kleinhirn/ Cerebellum
  113. Was sind die wichtigen Zentren des Hirnstamms?
    • • gesamter Hirnstamm: Hirnnervenkerne, Formatio reticularis (mit 6 Zentren), motorische und sensible Bahnen
    • • Mesencephalon: Lamina tecti (Vierhügelplatte), substantia nigra
  114. Zentren der Formatio reticularis
    • • Weckzentrum (aufsteigendes retikuläres aktivierendes System)
    • • pontines Miktionszentrum (Pinkelzentrum)• Brechzentrum 
    • • lokomotorisches Zentrum (beeinflusst Muskeltonus und Muskeleigenreflex)
    • • Atemzentrum
    • • Kreislaufzentrum (beeinflusst Herzaktivität und Blutdruck
  115. Welche Funktionen hat das Kleinhirn?
    • • sitzt am Hinterhaupt, ist vom Großhirn durch das Kleinhirnzelt getrennt
    • • Kleinhirnoberfläche weist eine große Zahl schmaler und annähernd parallel verlaufender Windungen und Furchen auf, die viel ausgeprägter sind als beim Großhirn -> macht daher etwa 75% der gesamten Gehirnoberfläche aus, bei nur einem Zehntel Gewicht (130gr)
  116. Gliederung und Aufbau des Großhirns
    • • Lappengliederung:
    • - Stirnlappen/ Lobus frontalis
    • - Scheitellappen/ Lobus parietalis
    • - Hinterhauptlappen/ Lobus occipitalis
    • - Schläfenlappen/ Lobus temporalis
    • • Sulcus= Furche (trennt z.B. Stirnlappen vom Scheitellappen = Zentralfurche)
    • • Gyrus= Windung z.B. Gyrus praecentralis = primäre motorische Rinde
    • • die graue Substanz beinhaltet die Perikarien der Neurone für Vernetzung/Verschaltung/ Umschaltung
    • • die weiße Substanz beinhaltet die Axone der Neurone für die Reizweiterleitung
    • • in der Großhirnrinde werden Neurone verschaltet, damit die linke Hand weiß, was die rechte macht
  117. Funktion des Großhirns
    • • primäre Rinde nimmt Informationen auf• die sekundäre Rinde interpretiert das Geschehene, Gehörte, Gefühlte
    • • Wernicke- Zentrum (befindet sich auf beiden Hälften, ist aber nur auf einer Seite aktiv): wichtig für Sprachverständnis (sonst ergeben Worte keinen Sinn)
    • • Broca- Region: wichtig für Sprechen und Schreiben an sich
    • • Gyrus angularis: wichtig, um Objekte zu benennen; verbindet Hörzentrum mit Sehzentrum und Sprechzentrum bzw. die sekundäre visuelle/auditive Rinde mit dem Broca-Areal und dem Wernicke- Areal
    • -> die linke Hemisphäre steuert die rechte Körperhälfte
    • • primäre sensible Rinde ist für den Tastsinn
    • • in der sekundären sensiblen Rinde wird eine best. Bewegung geplant- diese Information wird zur primären motorischen Rinde weitergeleitet und von dort aus gesteuert über die Muskeln
  118. Ventrikelsystem
    • • hier wird Liquor gebildet
    • • es gibt 4 Liquorräume
    • • durch die Apertur fließt der Liquor aus den inneren in die äußeren Liquorräume und umspielt das zentrale Nervensystem
    • • spült alte Zellreste aus dem Gehirn
Author
sandrum87
ID
345770
Card Set
allgemeine Anatomie
Description
Organsysteme, Blutkreislauf
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