Einführung in die pädagogische Diagnostik

  1. Was versteht man unter Dispositionsbegriffen?
    Bezeichnung für psychische Merkmale (Intelligenz, Wissen)
  2. Was ist die Funktion eines klassifikatorischen Begriffs?
    • Teilt Objekte eines Gegenstandsbereichs in Klassen ein
    • ZB Versetzt/nicht versetzt
  3. Welche Anforderungen bringt ein klassifikatorischer Begriff mit sich?
    • Vollständige Zerlegung, auf jedes Objekt muss einer zutreffen
    • Ausschließlichkeit, auf jedes Objekt darf nur ein klassifikatorischer Begriff zutreffen

    Von den Ausprägungen einer Dimension(Schultyp) muss auf jedes Objekt einer Zutreffen
  4. Benenne die beiden Unterarten von Dispositionsbegriffen
    • Dichotom: zwei Ausprägungen
    • Polytom: mehr als zwei Ausprägungen
  5. Auf wie vielen Niveauebenen können Messungen stattfinden?
    4
  6. Bringe die 4 Niveauebenen (Skalen) in die richtige Reihenfolge
    • Nominalskalen
    • Ordinal- oder Rangskalen
    • Intervallskalen
    • Verhältnisskalen
  7. Nominalskala
    • Merkmale müssen nach Gleichheit/Verschiedenheit bestimmbar sein
    • --> Zuordnung auf ein Merkmal
    • ZB Versetzt/nicht versetzt
  8. Ordinal-/Rangskala
    • Gibt Reihenfolge & Richtung
    • Objekte nach dem untersten Grad einer Messungsausprägung in eine Reihenfolge bringen
    • ZB Vokabeltest
  9. Wofür wird die Ordinalskala genutzt?
    • Zensuren/Ranglisten
    • ZB Vokabeltest
    • Keine Mittelwertberechnung
  10. Intervallskala
    • Messtechnik
    • Hat einen Vorteil gegenüber Nominal- und Ordinalskala
    • Addition von Skalenwerten Mittelwertberechnung erlaubt
    • Bestimmbarkeit gleicher Skalenabstände
    • Festsetzung eines Nullpunktes
    • --> ZB Thermometer
  11. Grundlegende Methode der pädagogischen Diagnostik
    • Verhaltensbeobachtung
    • kann fast ständig eingesetzt werden
    • Kann Infos liefern die auf anderem Wege evtl. nicht zu erhalten sind
  12. Wie ist der Zusammenhang zwischen Diagnose und Diagnostik zu beschreiben?
    • Erkennung, Feststellung und Prüfung des körperlichen & psychischen Bestandes, mittels Anamnese, Exploration & Untersuchung
    • Lehre oder Vorgang der Beurteilung und Kanon von Methoden zur Erstellung von Diagnosen
    • --> Diagnostik muss Diagnose Vorausgehen
  13. Beispiele für häufig diagnostizierte Personenmerkmale im päd. Bereich
    • Formulierung diagnostischer Probleme und Fragestellungen
    • Erhebung diagnostischer Daten und deren Integration zur Diagnose
    • Damit verknüpfte Folgeerwartung (Prognose)
  14. Wie kann man Funktionen pädagogischer Diagnostik einteilen?
    • Selektion 
    • Rückmeldung
    • Motivation 
    • Sozialisation
  15. Nennen Sie zwei Beispiele für und zwei von Dispositionsbegriffen
    • Für: Intelligenz/Wissen/Leistungsmotiv/Wissen und Interesse
    • Merkmale: Nicht jederzeit durch Beobachtung feststellbar
    • An Geschehen unter bestimmten Bedingungen feststellbar
  16. Was ist eine Skala
    • Empirisch, rationales System (empirisches Relativ) -> ZB Zielorientierung
    • Homophone Abbildungsfunktion zusammen mit einem empirischen und numerischen Relativ
  17. Welches Skalenniveau besitzen Schulnoten und warum?
    • Ordinalskala
    • Entweder man schließt sich einer Ansicht an und verwendet niemals ein arithmetisches Mittel um Schulnoten zu berechnen (Durchschnitt) oder man berechnet weiterhin arithmetische Mittel aus Schulnoten und kann stichhaltige Beweise vorlegen.
    • Nur bei der Intervallskala darf ein Mittelwert berechnet werden
  18. Drei Hauptgütekriterien für Messungen und deren Beschreibung
    • Objektivität: Grad der Unabhängigkeit der Ergebnisse von Untersucher und der Untersuchungssituation 
    • Reliabilität (Zuverlässigkeit): Grad der Genauigkeit
    • Validität (Gültigkeit): Grad der Genauigkeit sagt aus, ob tatsächlich das gemessen wurde, was gemessen werden sollte
  19. Drei Ebenen der Objektivität
    • Durchführungsobjektivität
    • Auswertungsobjektivität
    • Interpretationsobjektivität
    • -> Objektivität muss immer vor der Reliabilität erfüllt sein
  20. Drei Formen von Validität
    • Inhaltsvalidität
    • Augenscheinvalidität
    • Konstruktvalidität
  21. Wenn zwei Klassen die selbe Arbeit schreiben, aber die eine Klasse direkt neben dem Musikraum liegt, in dem gerade geprobt wird wird eines der Hauptgütekriterien inwiefern eingeschränkt?
    • Die Objektivität wird eingeschränkt
    • Ergebnisse sind durch die Situation (Musik) eingeschränkt und es gibt außerdem keine Durchführungsobjektivität, da keine vergleichbaren Bedingungen vorliegen
  22. Arten der Ermittlung der Reliabilität und deren Durchführung in einer Prüfung
    • Retstmethode: Testwiederholung
    • Parralleltestmethode: zweiter Test zum selben Thema -> Ergebnis sollte annähernd gleich sein
    • Halbierungsmethode: Korrelation von Testhälften
  23. Was ist das Nebengütekriterium der Testfairness
    Testfairness bedeutet, dass der Test unabhängig von der Person ist
  24. Mit welchem Hauptgütekriterium ist die Testfairness eng verbunden?
    Objektivität
  25. Wie können Interpretationsobjktivität und Auswertungsobjektivität überprüft werden?
  26. Nebengütekriterien
    • Ökonomie: Nur wenig Zeit & Materie nötig
    • Zumutbarkeit: Geringe zeitl. und psych. Beanspruchung
    • Unverfälschbarkeit: Testergebnis nicht beeinflussbar
    • Testfairness: Testergebnis unabhängig von der Person
    • Normierung: Einordnung des Testergebnisses in ein Bezugssystem
  27. Drei Bezugsnormen
    • Individuelle: Vergleich mit eigenen Leistungen
    • Soziale: Vergleich mit sozialer Gruppe (Klassendurchschnitt)
    • Sachliche: KC
  28. L - Daten
    • Lebensprotokolle beziehen sich auf echte Lebenssituationen und kommen oft aus zweiter Hand, von jemandem der die betroffene Person gut kennt
    • -> Selbst-/ Fremdauskünfte
  29. Q - Daten
    • Fragenbogenmethode
    • Von Introspektion abhängig und anfällig für Verfälschung/Schwindel
  30. T - Daten
    • Real
    • Konfrontation mit einer Standardsituation, in der ein Verhalten objektiv beobachtet wird und der Proband sich nicht selbst beobachten muss
  31. Bedeutungsvarianten von Befragung
    • Herstellung bestimmter Situationen und Registrierung des Verhaltens
    • Unterscheidung: reale Handlungssituation und Testaufgaben
  32. Arten des Verhaltens
    • Typisches Verhalten: Was die Person wahrscheinlich tun wird
    • Maximal mögliches Verhalten/maximal mögliche Leistung: Maximale Leistung der Person im besten Falle
  33. Registrierung des Verhaltens
    • Selbstdokumentation (Fragebogen)
    • Beobachtung
  34. Unterschied zwischen schriftlicher Befragung und einem Test
    • Schriftliche Befragung: wenig Aufwand, gibt Auskünfte über objektive Daten und subjektiver Einstellung
    • Test: Verfahren der päd. Diagnostik, mit deren Hilfe eine Verhaltensprobe zur Analyse von Lernprozessen gemessen werden soll
    • -> Objektivität, Zuverlässigkeit, Gültigkeit müssen vorhanden sein
  35. Vorgehensweisen beim Codieren und der Objektivitätsbestimmung im Rahmen von videobasierter Beobachtung
    • Codiertraining
    • Perspektive der SuS dokumentieren
    • Instruktionen der LuL erfassen
  36. Vorgehensweise bei der Entwicklung standardisierter Fragebögen
    • Theoretische Vorarbeit
    • Entscheidung über die Form
    • Auswahl des Items
    • Item - Analyse
    • Reliabilitätsbestimmung
    • Validitätsbestimmung
    • Normierung
  37. Antwortformate
    • Gebundene Aufgabenbeantwortung: Richtig/Falsch, multiple choice, Zuordnung, Umordnung
    • Freie Aufgabenbeantwortung: Ergänzung, Kurzaufsatz
  38. Wovon wird bei der Entwicklung von Items für Fragebögen ausgegangen und welche Items sollten aufgenommen werden?
    • Fragen werden niemals nach eigenem Interesse ausgewählt
    • Genaue Struktur: Zusammenhänge, Organisation muss gegeben sein
    • Empfehlungen zur Formulierung:
    • Allgemein (Eisbrecheraufgaben, einfache Sprache, keine doppelte Verneinung)
    • MC Aufgaben ( nicht auffällig Falsche Lösungen anbieten, nicht länger oder kürzer als andere
    • Rating Aufgaben
  39. Arten von Schultests
    • Fächerübergreifender Test
    • Allgemeiner Deutschtest -> Lesen, Rechtschreibung...
    • Fremdsprachentest
  40. Was sind Schulleistungstests
    Verfahren der päd. Diagnostik, mit deren Hilfe Ergebnisse möglichst objektiv, zuverlässig und gültig gemessen und durch Lehrende ausgewertet werden können
  41. Test für Rechtschreibung
    • Hamburger Schreib-Probe
    • Anzahl richtiger Wörter und Grphemtreffer
  42. Objektivität der Hamburger Schreib-Probe
    • Die zu schreibenden Wörter und Sätze werden vorgelesen und die Anzahl richtiger Wörter wird notiert. Im zweiten Schritt werden richtige und falsche angewandte Strategien analysiert
    • -->> Maßnahme für Differenzierung / Testgütekriterium erfüllt
  43. Test zum Lesen
    • Würzburger Leise Leseprobe
    • Speedtest mit MC Aufgaben
    • Bild muss Wort zugeordnet werden
  44. Test für Mathe
    • Gruppentest zur Basisdiagnostik 
    • ZB Zahlen auf Zahlenstrahl positionieren, Kopfrechnen, Zählen in Schritten
  45. Beurteilen Sie die Reliabilität der Hamburger Schreib Probe
  46. Beurteilen Sie die Kriteriumsvalidität der Hamburger Schreib Probe
  47. Welche Zielsetzung werden laut Ingenkamp und Lissmann mit Verbalbeurteilungen verfolgt?
    • Ermutigung statt Leistungsdruck
    • Förderung von Kooperation statt Konkurrenz
    • Erhöhung der Chancengleichheit statt Leistungsabfall
    • Individuelle Förderung statt Orientierung am Durchschnitt
  48. Typischer Aufbau von Verbalbeurteilungen in Zeugnissen
    • Typen: Mustertexte & Kriterienlisten
    • Sozialverhalten, Arbeitsverhalten, besondere Interessen/Fähigkeiten
    • Leistungsstand
  49. Lernbericht der Laborschule Bielefeld
    • Bericht des Betreuungslehrers
    • Unterrichtsbeschreibung
    • Einzelberichte
  50. Validität von Verbalzeugnissen
    • Keine Standartvorgaben/Kriterien
    • Kriterienvalidität ist nicht erfüllt, da es kein einheitlichen Kriterium gibt
  51. "Verbalbeurteilungen haben eine positive Wirkung auf allgemeine und fachspezifische Lernfreunde und Schulleistungen"
    • Falsch!
    • Keine positiven Auswirkungen der allg. und fachspezifischen Lernfreude (außer Mathe), Fachl. Selbstkonzept, Leistungsmotivation, Leistungsangst, Schulleistungen
  52. Was ist ein Portfolio?
    • Idee: Direkte Leistungsvorlage
    • Zweck: Breitere Erfassung von Lernergebnissen
    • Sammlung von Schülerleistungen
  53. Arten von Portfolios und deren typische Elemente
    • Arbeitsportfolio: Enthält alle relevanten Arbeiten und soll "Lernprozess" diagnostizieren
    • Beurteilungsportfolio: Dient der Dokumentation des Gelernten
    • Vorzeigeportfolio: Dokumentiert die Entwicklung
    • Bewerbungsportfolio: Soll Bild über die Person vermitteln
  54. Gestaltung von Portfolios
    • Deckblatt
    • Inhaltsverzeichnis
    • Einleitung
    • Begründung der Auswahl
    • Vorstellung mit Foto und Biographie
    • Eidesstattliche Versicherung
    • Quellenangabe
  55. Kritik an Portfolios
    • Hoher Aufwand und Kosten
    • Verschiebung des Beurteilungsstand
    • Fehlvorstellung zu Lernergebnissen
  56. Was sind Kompetenzen?
    Kontextspezifische, kognitive Leistungsdispositionen die sich auf Situationen und Anforderungen in bestimmten Domänen beziehen
  57. Grundlagen der Item Response Theory
    • Manifeste Variablen: Direkt beobachtbar
    • Latente Variablen: Nicht direkt beobachtbar
    • Zusammenhänge der beiden sind mathematisch beschreibbar
    • (Hohe Kompetenz = richtige Antwort)
    • -> Die Wahrscheinlichkeit der Lösung einer Aufgabe ist eine Funktion der Fähigkeit
  58. Was ist das einparametrige Rasch-Modell?
    • Item Response Theory
    • Wahrscheinlichkeit der Lösung einzelner Items
    • x-Achse: Fähigkeit (links niedrig, rechts hoch)
    • y-Achse: Lösungswahrscheinlichkeit bei einem Item
    • -> Die Funktion ordnet Fähigkeiten Lösungswahrscheinlichkeiten zu
  59. Was gehört in das Schema einer IRT- basierten Testanalyse?
    • Festlegung des Testmodells für die Items
    • Schätzung der Modellparameter
    • Modellgeltungsprüfung
  60. Anwendung zur Kompetenzmessung
    • Modelle eindimensionaler Kompetenzstufen (ZB eindimensionales Rasch-Modell)
    • Modelle kognitiver Teilkompetenzen (ZB mehrdimensionales Rasch-Modell -> Richtige Antwort hängt nicht von einer Fähigkeit ab, sondern von mehreren)
  61. Definition von Intelligenz nach Amelang & Bartussek
    Zusammengesetzte oder globale Fähigkeiten des Individuums, zweckvoll zu handeln, vernünftig zu denken und sich mit seiner Umgebung wirkungsvoll auseinander zu setzten
  62. Definition von Intelligenz nach Gottfredson
    Allgemeine mentale Kapazität, die unter anderem die Fähigkeit, schlussfolgern, zu planen, Probleme zu lösen, abstrakt zu denken, Ideen verstehen, schnell zu lernen und aus Erfahrung lernen einschließt
  63. Wie kann Intelligenz gemessen werden?
    • Alters-Intelligenzquotient:
    • Altersreihe-> 75% eines Altersjahrgangs lösen die Aufgabe
    • Intelligenzalter -> Altersjahrgang die eine Person bis auf eine Ausnahme vollständig löst
    • Intelligenzalter -> Intelligenzgrundalter weiter erhöht durch gelöste Aufgaben aus Altersreihen höherer Altersstufen

    IQ = Intelligenzalter:Lebensalter x100
  64. Was besagt Speermanns Zwei-Faktoren-Theorie?
    • Intelligenz zeigt sich bei der Lösung verschiedene. Aufgaben
    • Leistung bei den Aufgaben hängt zusammen
    • Leistungen können jedoch auch bei unterschiedlichen Aufgaben auch nach unten oder nach oben abweichen, aufgrund der allgemeinen Fähigkeiten
  65. Thurstones Modell mehrerer gemeinsamer Faktoren
    • Leistung bei Aufgaben unterschiedlicher Faktoren gibt es immer verschiedene. Gruppenfaktoren die in unterschiedlicher Gewichtung beteiligt ist
    • Leistung hängt nicht von allen Primärfähigkeiten ab
    • Gruppenfaktoren können miteinander zusammenhängen
  66. Cattrels Theorie der fluten und kristallinen Intelligenz
    • Fluide Intelligenz: Fähigkeit neue Probleme zu lösen und sich an neue Situationen anzupassen
    • Kristalline Intelligenz: Kognitive Fertigkeiten, die Ergebnis vorausgegangenen Lernens sind
    • Investment Theorie: Kristalline Theorie ist Ergebnis Flunder Intelligenz
    • Fluide Intelligenz nimmt mit dem Alter ab, kristalline zu
  67. Carrolls Drei-Schichten-Theorie
    • Oberste Schicht: Allgemeine Intelligenz
    • Mittlere Schicht: Fluide Intelligenz (logisches Denken), kristalline Intelligenz (kognitive Verarbeitung), allgemeine Gedächnisfähigkeit (Gedächnisspnne), visuelle Wahrnehmung (Visualisierung), auditive Wahrnehmung ( Wahrnehmung von gesprochenem), Abruffähigkeit (Kreativität), kognitive Geschwindigkeit (Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung), Verarbeitungsgeschwindigkeit (Reaktionszeit)
    • Unterste Schicht: Spezifische Fähigkeiten (das in den Klammern)
  68. Nenne die vier Theorien zur Struktur von Intelligenz
    • Spearmanns Zwei-Faktoren-Theorie
    • Thurstones Modell mehrerer gemeinsamer Faktoren
    • Cattrels Theorie der fluide und kristallinen Intelligenz
    • Carrols Drei-Schichten-Theorie
  69. Bedeutungsvarianten von Begabung nach Rost & Buch
    • Statisch (angeboren) vs. pädagogisch-dynamisch (angeregte Entfaltung)
    • Intellektuelle (sozial) vs. nicht intellektuelle Begabung (handwerklich)
    • Allgemeine vs. Spezialbegabung
    • Konvergentes vs. divergentes Denken
    • Performanz vs. Potential
    • --> Begabung ist nicht Leistung, da diese noch von vielen weiteren Faktoren abhängt
  70. Theorien der Hochbegabung
    • Eindimensionale Theorie: Hochbegabung = allgemeine Intelligenz
    • Einfach zu erfassen
    • Mehrdimensionale Theorien: Drei-Ring Modell von Renzulli
    • Intelligenz, Kreativität, leistungsorientierte Arbeitshaltung
    • Zusätzliche Differenzierung in Familie, Schule, Peers

    Kritik: Kreativität instabil, unter 5000 Personen nur eine Hochbegabte, empirisch kaum untersucht
  71. Eigenschaften von Hochbegabten
    • Kaum Unterschiede in Persönlichkeitsmerkmalen
    • Weniger ablenkbar
    • Bessere Motorik
    • Besseres Selbstkonzept
    • Underachiever haben ungünstigeres Selbstkonzept
  72. Identifikation von Hochbegabten
    • Lehrerurteil: 
    • orientiert sich eher an Leistung
    • Korreliert mit Intelligenz
    • Bezugsgruppeneffekte
    • Checklisten helfen nicht
    • Elternurteil:
    • Weit zurückreichende Erinnerungen abgefragt ->kaum belastbar
    • Kritik an Checklisten für LuL gilt auch hier
  73. Diagnose von Hochbegabung
    • Above-level-testing
    • Münchener Hochbegabungstestsystem
    • Marburger Hochbegabtenprojekt
  74. Motivationsrelevante States und Traits
    • States: zweiteilige, veränderbare psych. Zustände
    • Traits: Dauerhafte Personenmerkmale
  75. Zwei Arten von Interesse
    • Persönliches Interesse: Dauerhafte Eigenschaft von Personen (Ich interessiere mich für...)
    • Situationales Interesse: Motivationaler Zustand (das interessiert mich jetzt)
  76. Merkmalsbereiche nach Petillon
    • Gruppennorm
    • Gruppenstrukturen
    • Gruppenklima
  77. Definition Sozialstruktur
    Soziale Strukturen bezeichnen mehr oder weniger stabiles Beziehungsmuster zwischen den Beteiligten.
  78. Arten von Sozialstrukturen
    • Einflussstruktur: wer trifft Entscheidungen, wer folgt?
    • Kommunikationsstruktur: Wer tauscht mit wem Meinungen aus?
    • Erwartungsstruktur: Welches Verhalten ist zu erwarten?
    • Sympathiestruktur: Wer ist (un)-sympathisch?
  79. Was ist Soziometrie?
    Technik der empirischen Sozialforschung zur Erfassung unterpersoneller Beziehungen in Gruppen
  80. Arten von Beziehungen
    • Verhältnis von Gruppen
    • Soziometrische Rollen
    • Soziometrischer Status/Beliebtheit
  81. Kriterien für soziometrische Untersuchungen
    • Relationalität
    • Doppelte Identifizierung
    • Gruppenspezifität
    • Einschränkungsfreiheit
  82. Schritte eine soziometrischen Untersuchung
    • Erhebung: Wahlverfahren - Neben wem willst du sitzen?
    • Darstellung: Soziogramm - Graph mit Knoten
    • Auswertung
  83. Definition von Klassenklima
    Emotionale Grundtönung einer päd. Gesamtatmosphäre
  84. Definition Sozialklima
    Gemeinsamer Erlebensanteil der SuS bei unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Aktivitäten
  85. Klimatypen
    • Individuelles Klima: Wahrnehmung einzelner Person
    • Aggregiertes Klima: Durchschnitt aus individuellen Klimawahrnehmungen
    • Kollektives Klima: Klimawahrnehmung von verbundenen Personen
  86. Facetten des Klimas
    • Inhalt: soziale Beziehungen
    • Organisationsbezug: Klima in Organisation
    • Subjektbezug: Individueller Eindruck über Merkmale der Organisation
    • Aggregierungsebene: Individuell oder aggiert
    • Quelle: Herkunft der Aussagen
  87. Messung von Klima
    Befragung: beschreibend vs. bewertend, niedrig vs. hochinferent
  88. Gütekriterien von Klima
    • Validität: Kaum Übereinstimmung zwischen LuL und SuS
    • Geringer Zusammenhang zwischen Klassenklima und Leistung
    • Zusammenhang zwischen Veränderung des Schulklimas und Selbstkonzepts
  89. Ist bei Noten die Inhaltsvalidität gegeben?
    Ja, weil Noten bzw. Lernerfolgskonrollen idR den Inhalt der jeweiligen Fächer prüfen
  90. Was besagt die Kriteriumsvalidität?
    Korrelation mit den Außenkriterien Zb Erfolg auf weiterführender Schule, Studium
  91. Welche beiden Unterscheidungen von Testtypen gibt es?
    • Normorientierte Tests: Informieren darüber, wie viel Personen im vergleich zu anderen können
    • Kriteriumsorientierte Tests: Informieren darüber, was Personen (nicht) können
  92. Welcher Testtyp gehört zu welcher Bezugsnorm?
    • Normorientierung: sachlich
    • Kriteriumsorganisiert: sozial, individuell
Author
lisaPisa
ID
345323
Card Set
Einführung in die pädagogische Diagnostik
Description
Zusammenfassung der VL
Updated