Blutwerte

  1. Hämoglobin
    • der rote Blutfarbstoff
    • Referenzbereich
    • Männer 13,5 – 17 g/ dl
    • Frauen 12 – 16 g/ dl
    • Das Hämoglobin, der rote Blutfarbstoff, ist der wichtigste Bestandteil der Erythrozyten. Es besteht aus Eiweißketten und Eisen. Seine Hauptaufgabe ist die Bindung und der Transport des Sauerstoffs. Es wird in der Lunge aufgenommen und durch die Blutgefäße transportiert. Die Körperzellen gewinnen in Verbindung mit den Nährstoffen daraus Energie. Auf dem Rückweg sorgt das Hämoglobin für den Abtransport des Kohlendioxids, das über die Lunge ausgeatmet wird. Hämoglobin gilt im Blut als Säurepuffer. Die in der Naturheilkunde häufig beschriebene »Übersäuerung« hängt unter anderem auch von der Höhe des im Blut befindlichen Hämoglobins ab. Ein Mangel an Hämoglobin kann Auslöser für eine Gewebsazidose sein.
  2. Erhöhte Erythrozytenwerte
    • Eine Erhöhung der Erythrozytenzahl verursacht kaum Symptome. Es ist häufig eine Begleiterscheinung zu Erkrankungen oder ein Hinweis auf Sauerstoffmangel. Werden im Blutbild vermehrt rote Blutkörperchen festgestellt, kann das folgende Ursachen haben: • Blutkrankheiten mit einer anormalen Vermehrung der Blutkörperchen (Polyglobulie oder Polyzythämia vera) • Sauerstoffmangel durch längeren Aufenthalt im Hochgebirge oder chronische Lungenkrankheiten • Tabakrauch ( Hämoglobin wird durch das im Tabakrauch enthaltene Kohlenmonoxid besetzt) • schwere Herzschwäche (es kommt so zu einem chronischen Sauerstoffmangel im Gewebe, der Körper reagiert mit der vermehrten Produktion von Erythrozyten) • Nierenerkrankungen • Tumore (häufig ein Zeichen bei Nieren- oder Leberzellkarzinom) • Stoffwechselkrankheiten, z. B. Cushing Syndrom (chronisch erhöhtes Cortisol)
    • Hormontherapien mit Testosteron, Erythropoetin (Doping) oder Cortisolpräparaten
  3. Reduzierte Erythrozytenwerte
    • Eine Verminderung der Erythrozytenzahl kann zu Konzentrationsstörungen, Schwindel, Leistungsschwäche, Müdigkeit, Kurzatmigkeit oder Herzrasen führen. Ursachen eines Mangels sind: • Blutverlust • Krankheiten des Knochenmarks (Leukämie, Tumore) • Vitaminmangel (Vitamin B12, Folsäure, Vitamin C) • Eisen- oder Kupfermangel • chronische Infekte oder Entzündungen • Tumorleiden • Lebererkrankungen
    • Bleivergiftungen • chronische Nierenerkrankungen mit Einschränkung der Nierenfunktion • Hormonstörungen der Schilddrüse , Hypophyse oder Nebenniere • Medikamente, wie z. B. Schmerzmittel
  4. Blut Bild
    Das »kleine Blutbild« setzt sich zusammen aus der Anzahl der Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und Thrombozyten (Blutplättchen). Der Hämatokritwert ist das Verhältnis zwischen flüssigen und festen Bestandteilen des Blutes. Der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin) gibt Hinweise auf Mangelerscheinungen von Eisen oder Vitaminen. Das »große Blutbild« stellt neben den Werten des kleinen Blutbildes zusätzlich die weißen Blutkörperchen in ihren einzelnen Bestandteilen dar.
  5. Erythrozyten
    • – die roten Blutkörperchen Referenzbereich Männer 4,3 – 5,7 Millionen / µl Blut Frauen 3,9 – 5,3 Millionen / µl
    • im Knochenmark gebildet und in der Milz sowie durch die Aktivität in den Gefäßen wieder abgebaut. Ihre Gestalt ist scheibenförmig, häufig mit einer Einbuchtung in der Mitte. Lebensdauer etwa 120 Tage. Bei einem gesunden Menschen findet ein ununterbrochener Auf- und Abbau statt. Zuständig für die Neubildung sind die Nieren und die Epiphyse (Zirbeldrüse). Die Hauptaufgabe der roten Blutkörperchen ist der Transport des Sauerstoffs, der in der Lunge aufgenommen wird. Dort bindet sich Sauerstoff an das in den Erythrozyten befindliche Hämoglobin. Dieses Protein (Eiweißverbindung) ist rot und gibt so dem Blut die Farbe. Für die Herstellung der roten Blutkörperchen werden vor allem Eisen, Vitamin B12 und Folsäure benötigt.
  6. Hämatokritwert
    • Referenzbereich
    • Männer 40 – 52 %
    • Frauen 37 – 48 % Blut ist – wie schon ein Sprichwort sagt – dicker als Wasser. Es besteht aus festen und flüssigen Bestandteilen. Die Blutzellen (Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten) sind die festen
    • Bestandteile. Gemeinsam machen sie etwa 45 % des Blutes aus. Dieser Wert wird als Hämatokrit bezeichnet.
  7. Reduzierte Hämatokritwerte
    Reduzierte Hämatokritwerte Bei allen Formen der Blutarmut, bei Überwässerungen und in der Schwangerschaft ist der Hämatokritwert reduziert.
  8. Erhöhte Hämatokritwert e
    Erhöhte Hämatokritwerte Bei extremem Flüssigkeitsverlust oder Austrocknung sowie bei stark erhöhter Produktion roter Blutkörperchen (Polyglobulie) steigt der Anteil der festen Bestandteile im Blut. Dadurch vermindert sich die Fließeigenschaft (Viskosität), und es kommt zur Mehrbelastung des Herzes und einer mangelhaften Durchblutung des Gewebes. Analoge Entsprechung des Hämatokrits Die Fließgeschwindigkeit des Blutes entspricht dem Fluss der Gedanken. Sie können leicht und schnell (reduzierter Wert) oder langsam und träge (erhöhter Wert) sein. Der Gedankengang des »Fließens« kann auch auf den Stoffwechsel übertragen werden, der dann entweder leicht oder träge und zähflüssig arbeitet.
  9. MCV – mittleres Zellvolumen
    • MCV – mittleres Zellvolumen der Erythrozyten
    • Referenzbereich
    • Männer 78 – 94 fl
    • Frauen 78 – 94 fl
    • Der MCV (mean cell volume) gibt Ausschluß über die Größe der roten Blutkörperchen. Der MCV-Wert allein gibt jedoch noch keinen genauen Hinweis auf eine mögliche Erkrankung. Erst in Verbindung mit weiteren Blutwerten ist eine genaue Diagnose möglich. Der MCV wird errechnet, indem man die Menge sämtlicher Blutzellen im Blut durch die Anzahl der roten Blutkörperchen dividiert.
  10. Reduziertes MCV
    Reduziertes MCV Erythrozyten mit einem niedrigen MCV bezeichnet man als mikrozytär (kleine Zellen). Dies ist ein Hinweis auf Eisen-, Kupfer- oder Vitamin-B6-Mangel.
  11. Erhöhtes MCV
    Erhöhtes MCV Erythrozyten mit einem hohen MCV werden als makrozytär (große Zellen) bezeichnet. Die häufigste Ursache dafür liegt in einem Folsäure- oder Vitamin-B12-Mangel begründet. Wir finden allerdings auch bei einer Schilddrüsenunterfunktion und Lebererkrankungen große Erythrozyten. Analoge Entsprechung des MCV Sind die roten Blutkörperchen klein, können wir davon ausgehen, dass der Mensch sich auch in seinem Alltag selbst »klein macht«. Er lebt nicht sein wirkliches inneres Potenzial. Er hat viele Möglichkeiten in sich, die im Äußeren noch nicht zum Erblühen gekommen sind. Hier gibt es eine Parallele zur Galle und zur Schilddrüse, deren Fehlfunktionen ähnliche Deutungen zulassen. Lebt ein Mensch nicht seine bringen. Vitamin-B6- und Kupfermangel sind deutliche Anzeichen fehlender Energie zur Wandlung und Veränderung. Im Rahmen einer persönlichen Veränderung wirkt sich der Mangel als Blockade aus. Es sollte auf jeden Fall immer die körperliche Ursache abgeklärt werden und eine Substitution der fehlenden Stoffe erfolgen. Sind die roten Blutkörperchen groß, liegt eine mangelhafte Zellteilung und somit eine verminderte Zellerneuerung vor. Analog finden wir den gleichen Zustand auf seelisch-geistiger Ebene. Die Kraft für die praktische Umsetzung von Ideen ist reduziert. Menschen mit diesem Aspekt stagnieren in ihrer Entwicklung. Sie benutzen häufig die Redewendung »man müsste mal«, ohne dann konkret zu handeln. Immer wieder verblüffend war für mich in der Praxis die Reaktion der Patienten nach mehrmaligen Gaben von Vitamin B12. Ihnen gelang es nun besser, die selbst gewählten Ziele umzusetzen. Sie spürten wieder die Energie in sich, etwas verwirklichen, erneuern, in die Hand nehmen zu können. wirkliche Identität, kann dies zur Sucht oder Depression führen. Es fehlt ihm an innerer Stärke, das eigene Selbst zur Entfaltung zu
  12. MCH
    MCH – mittlerer zellulärer Hämoglobingehalt Referenzbereich Männer 28 – 34 pg Frauen 28 – 34 pg Das mittlere korpuskuläre Hämoglobin ( MCH ) ist die durchschnittliche Konzentration des Hämoglobins in jedem einzelnen roten Blutkörperchen. Es wird aus dem Verhältnis des Hämoglobins zum Hämatokrit ermittelt.
  13. MCH Werte zu niedrig und zu hoch
    Zu niedrige MCH-Werte, auch als hypochrome Anämie bezeichnet, können auf Blutarmut durch Kupfer-, Eisen- oder Vitamin-B6-Mangel hindeuten. Erhöhtes MCH Zu hohe MCH-Werte, auch hyperchrome Anämie genannt, sind Hinweise auf Folsäure- oder Vitamin-B12-Mangel. Analoge Entsprechung des MCH Erhöhtes oder reduziertes MCH weist immer auf Mangelerscheinungen hin. Es fehlen die Fülle des Lebens, der Genuss und die Freude. Schauen wir uns Pflanzen an, die – wo auch immer sie ihren Nährboden finden – ihre ganze Blütenpracht zur Entfaltung bringen. Ein Mensch mit einem abweichenden MCH-Wert befindet sich nicht in seiner »harmonischen Mitte«. Er lebt nicht im Hier und Jetzt.
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webmpk
ID
344731
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Blutwerte
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HP-Buch Blutwerte
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