PPS Skript 2 Methode der Fortschrittzahlen in der PPS

  1. Was bedeutet Fortschrittzahl?
    • -stellt kumulierte Erfassung und Abbildung von Materialbewegung über die Zeit dar
    • - damit werden an definierten Zählpunkten im Produktionsprozess die vorbeifließenden Mengen (i.d.R. Stücke) für jeweils ein bestimmtes Erzeugnis addiert und in Form einer Mengen/ Zeit- Relation (der FZ- Kurve) dargestellt
  2. Was sind die Eigenschaften von FZ?
    • - sind in integrierte Planungs- und Kontrollverfahren
    • - eignen sich für die Serienfertigung und Standardprodukten mit Varianten
    • - Dienen zur abbildung von geplanten (SOLL- Daten) und realen (IST- Daten) Produktionsprozessen
    • - es könnte alle Arten von Erzeugnissen abgebildet werden (bspw: Beschaffungsprodukte, Eigenfertigungsteile, Baugruppen, Fertigprodukte)
    • - beziehen sich immer auf genau eine Teilenummer
    • -> existieren Varianten, wird für jede Variante eine eigene FZ geführt
  3. Wie werden die Soll und Ist Daten bei der FZ ermittelt?
    • Ist Daten:
    • - nach der Erfassung werden die Mengen auf die bis dhain gültige FZ aufaddiert (bspw. Material was dem Lager entnommen wurde, oder Fertigstellung eines Auftrags an einem Arbeitssystem)
    • - Ergebs= stufenförmige Fortschrittszahlenkurve

    • SOLL- Daten:
    • - es wird von kontinuierlichen Prozessen ausgegangen
    • - Soll- FZ zum Periodenende ergibt sich aus der Summe der Brutto- Periodenbedarfe und der SOLL- FZ zum Periodenbeginn
    • - zwischen Periodenende und Periodenbegibb wird ein linearer Bedarfsverlauf vorausgesetzt
  4. Was macht man mit einem Kontrolblockmodell oder FZ- Diagramm?
    - Bestands- oder Terminsituation für ein Erzeugnis lässt sich damit ermitteln
  5. Besonderheiten bei einem Kontrollblcokmodell?
    • - man geht davon aus, dass sich das Durchlaufverhalten eines Erzeugnisses durch einen beliebigen Produktionsbereich (=Kontrollbereich) vollständig durch die Zu- und Abgänge abbilden lässt
    • - jede Produktion kann als Kontrollblock aufgefasst werden
    • - pro Kontrollblock werden die Periodenbedarfe vorab bestimmt (SOLL- Daten/FZ)
    • - pro Kontrollblock werden die tatsächlichen Produktionsmengen periodengenau erfasst (IST- Daten/FZ)
    • - jeder Kontrollblock wird dazu durch die zugans- und Abgangs- FZ gegen seine Vorgänger bzw. NAchfolger abgegrenzt
    • - es können hierarchische Produktionsprozesse unmittelbar berücksichtigt werden
    • - zur Überwachung werden SOLL- FZ und IST- FZ an den Zählpunkten miteinander verglichen
  6. Welche Besonderheiten gibt es beim Fortschrittszahlendiagramm?
    • - Die Zeitspanne, die ein erzeugnis vom Zugan bos zu Abgang an einem Kontrollblock benötigt, entspricht der mittleren Durchlaufzeit
    • -> Vorlaufzeit (bei IST- FZ)
    • -> Kontrollblockverschiebezeiten (bei SOLL-FZ/ Planungsprozessen)

    • - das FZ- zahkendiagramm entsteht durch die Überführung der jeweiligen Zugangs- und Abgangs- FZ in ein Diagramm
    • - dadurch entsteht ein durchgängiges Zahlensystem aus dem sich jederzeit die aktuellen Bestands- und Fertigungssituation für jede Produktions- und Lagerstufe zu ersehen ist
  7. Was kann man aus Fortschrittszahlen schließen und was nicht?
    • Aussagen zu:
    • - Produktionsfortschritt
    • - Durchlaufzeiten
    • - Bestände von Erzeugnissen

    • keine Aussage zu:
    • - Arbeitssystemdurchlaufzeiten
    • - Umlaufbestände
    • - Auslastung
    • -> Black- Box

    => es lässt sich prinzipiell keine Kapazitätsplanung auf dem FZ Modell aufbauen
  8. Probleme und Aspekte der FZ?
    • - das komplette Termingefüge und die Planbestände bauen auf Vorlaufzeiten auf
    • -> Fortlaufende Berechnungen und Überprüfung der Durchlauf- und Pufferzeiten notwendig (-> Vorlaufdatenpflege)
    • -> hohe Bedeutung der korrekten Erfassung von Gutstückzahlen

    • - Vorgehen bei der Produktion von Ausschuss/ Qualitätsproblemen
    • -> Auslösen on Sonderbedarfen
    • -> nachträgliche Reduktion der FZ an den Zählpunkten
    • --> Maßnahme: die Zählpunkte sollten gemeinsam mit einer Qualitätskontrolle errichtet werden

    => durch Inventuren sind die FZ in den einzelnen Kontrollblöcken regelmäßig zu validieren (und ggf. nachträglich anzupassen)
Author
feral
ID
344531
Card Set
PPS Skript 2 Methode der Fortschrittzahlen in der PPS
Description
Prozessplanung und steuerung
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