PPS Skript 2 Auswirkungen von Beständen in der Fertigung

  1. Welche Vorteile bietet die japansiche Betrachtungsweise von Beständen im Gegensatz zu der deutschen?
    • deutsch:
    • - Bestände ermöglichen:
    • -> reibungslose Produktion
    • -> sofortige Lieferung
    • -> Überbrückung von Störungen
    • -> wirtschaftliche Fertigung
    • -> konstante Auslastung

    • Japan:
    • - Bestände verdecken:
    • -> störanfällige Prozesse
    • -> unabgestimmte Kapazitäten
    • -> mangelnde Flexibilität
    • -> Ausschuss (weniger sichtbar im europ. System, deswegen werden Prozesse weniger optimiert)
    • -> mangelhafte Liefertreue
  2. Wie lautet der strategische Ansatz der PPS?
    - besteht in der für jedes Unternehmen individuell festzulegenden otpimalen Kombination der Zielgrößen:

    • -> bestandsarme Fertigung
    • -> kurzen Durchlaufzeiten
    • -> hohe Termintreue
    • -> hohe Auslastung

    • zudem müssen die mit der Produktion verknüpften Hilfsprozes, wie:
    • - Materialversorgung
    • - Werkzeugbereitstellung
    • - NC- Programmierung
    • - Instanthaltung
    • reaktionsschnell sein
  3. Wie stellt man sicher, dass die Durchlaufzeiten verkürzt werden, um sich an die Lieferzeiten des Marktes zu halten?
    • - Vorfertigung von Teilen
    • Nachteil: hohe Bestände (gebundenes Kapital)
    • Hinderungsgründe:
    • -> hohe Variantenvielfalt (bspw. Automobilindustrie)
    • -> kundenspezifische Lösungen

    • Idealfall:
    • auftragsbezogene Fertigung
    • Hinderungsgründe:
    • -> Produktaufbau lässt dies nicht zu
    • -> Fertigungszeiten sind zu lang (z.B: marktübliche Lieferzeiten kürzer als Produktionsdauer)
    • - Produktionsstruktur lässt dies nicht zu
  4. Was beschreibt der Kundenentkopplungspunkt?
    • (K-W; engl.: costumer order decoupling point; wird auch als Push-Pull- Grenze bezeichnet)
    • -  dabei wird diejenige Stele in der betrieblichen Logistikkette Beschaffung, Fertigung, Montage und Versand bezeichnet, ab der die Aufträge bestimmten Kundenbedarfen zugeordnet sind. Vor dieser Stelle werden Aufträge auftragsanonym aufgrund einer Absatzprognose, danach auftragsspezifisch komplementiert.
  5. Welche Strategien für die Auftragsabwicklung gibt es?
    • - make to stock
    • - assembly to order
    • - make to order
    • - engineer to order

    => von oben nach unten verschiebt sich der Punkt, an dem eine Ware vom Kunden geordert wird immer mehr von der Produktion zur Entwicklung
  6. Was versteht man unter "make to stock"?
    • - Produktion auf Lager
    • - Beschaffung, Fertigung und Montage auf Basis eines Produktionsprogramms (auftragsneutral)
    • - Kundenbelieferung aus Fertigwaren-/ Distributionslager

    • Vorteile:
    • - einfache Organisation
    • - vorteilhaft und üblich für Saisonware
    • - schnelle Lieferfähigkeit

    • Nachteil:
    • - hohe Kapitalbindungskosten
    • - keine hohe Variantenvielfalt möglich
    • -- begrenzte Lagerfläche
    • -- Gefahr des Lieferverzugs bei hoher Variantenvielfalt (genau das was gebraucht wird, ist ausverkauft, eine zeitnahe NAchproduktion nicht ohne weiteres möglich)

    Bsp: Kleidung, Schuhe, Kameras, Haushaltsgeräte, Drucker, Handy/Smartphone
  7. Was versteht man unter assemble to order?
    • - auftragsbezogene Montage oder Programmfertigung
    • - Auftragsneutrale Vorfertigung von Standardkomponenten
    • - nach Auftragseingang erfolgt die auftragsbezogene/ kundenspezifische Montage
    • - Mischform aus Lagerfertigung und Auftragsfertigung

    Bsp.: Baumaschinen, Werkzeugmaschinen, Förderanlagen aus Standardkomponenten (alles B2B)
  8. Was versteht man unter make to order?
    • - auftragsbezogene Produktion oder Auftrasgfertigung
    • - zentrale Produktkomponenten werden auftragsbezogen gefertigt
    • - Ausgangsmaterial (z.B: Rohstoffe) und ggf. Zukaufteile werden auf Grundlage von Absatzprognosen beschafft und eingelagert
    • - der Rest des Produktes besteht aus Standardkomponenten

    Bsp.: spezialisierte Maschinen(teile), Extruderschnecken von Kunststoffmaschinen, Brücken von Hallenkran
  9. Was versteht man unter engineer to order?
    • - kundenspezifische Einmalfertigung
    • - komplette Neukonstruktion oder Neukonstruktion von zentralen Komponenten
    • - Beschaffung erst nach Entwurf und Teildimensionierung

    Bsp.: Anlagenbau, Papermaschinen, Walzwerke, (Wasser-) Turbinen
  10. Wie lässt sich der Kunden- Entkopplungspunkt möglichst weit nach hinten verschieben?
    • - durch Modularisierung und die Verwendung von Standardteilen und Baugruppe
    • - Bsp.: DELL, variantenreiche Industriegüter wie Pumpen
    • - Montage, Pr+fung und Versand innerhalb weniger Stunden möglich
Author
feral
ID
344487
Card Set
PPS Skript 2 Auswirkungen von Beständen in der Fertigung
Description
Prozessplanung und Steuerung
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