Logistik Skript 1

  1. Was versteht man unter Logistik?
    - ist die wissenschaftliche Lehre von der Planung , Steuerung und Optimierung der Material-, Personen-, Energie- und Informationsflüsse in Systemen, Netzen und Prozessen

    - ist eine Branchenbezeichnung, die alle Unternehmen bzw. Unternehmensteile bezeichnet, die logistische Dienstleistungen erbringen. Zu den logistischen Dienstleistungen werden neben dem Transport, dem Umschlag und der Lagerung zunehmend logistische Mehrwertdienste (Value- added Services) wie kundenspezifische Verpackung, Assembling oder Datenhaltung und Informationsmanagement gezählt

    - TUL= Transport, Umschlag, Lagerung (ursprünglich logistische Dienstleistungen)
  2. Wie lautet die 6-R- Regel?
    • - Richtiges Produkt
    • - Richtige Zeit
    • - Richtiger Ort
    • - Richtige Menge
    • - Richtige Qualität
    • - Richtige Kosten
  3. Welche Einflussfaktoren gibt es in der Logistik?
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  4. Welche Konflikte treten bei Logistikleistung und Logistikkosten auf?
    • - in logistischen System sollen logistische Ziele (technisch) und wirtschaftliche Ziele unter Berücksichtigung der gegenseitigen Abhängigkeiten erreichen
    • - unterschiedliche Interessen von Kunden und Unternehmen

    • Logistikleistung (Liefertreue(hohe Termintreue), Lieferzeit(kurze Durchlaufzeiten))
    • <- Wirtschaftlichkeit ->
    • Logistikkosten ( Prozesskosten (hohe Auslastung), Kapitalbindungskosten (niedrige Bestände))
  5. Was versteht man unter Verkehr?
    - GEsamtheit der Ortsveränderungen von Fußgängern, der Fahrten und Reisen von Personen, des Versands von Gütern un der damit zusammenhängenden Ortsveränderungen von Fahrzeugen
  6. Was versteht man unter Transport?
    • Die einzelnen Ortsverädnerungen und/oder Gütern mit manuellen oder mit technischen Mitteln
    • => ein Element des Verkehrs
  7. Was ist ruhender Verkehr?
    - nicht genutzte Fahrzeuge -> parken
  8. Wie lauten die Verkehrsträger für Eisenbahn, Straßenverkehr, Binnenschifffahrt, Luftverkehr, Seeschifffahrt, Rohrfernleitung, Nachrichtenverkehr?
    • Eisenbahn= Schienen
    • Straßenverkehr=Straßen
    • Binnenschifffahrt= Binnenwasserstraßen (FLüsse, Kanäle und Seen)
    • Luftverkehr= Flugkorridore
    • Seeschifffahrt= Seeschifffahrtswege (Meere, Küstengewässer, Kanäle, Flüsse) Rohrfernleitung= Pipelines
    • Nachrichtenverkehr=Telefonnetz, Galsfasernetz, Satellitenkommunikation etc
  9. Was versteht man unter Vekehrsmittel?
    = Fortbewegungsmittel zur Beförderungs von Personen bzw. Gütern innerhalb der Verkehrsträger, Verkehrsmittel sind dabei beispielsweise der LkW im Straßenverkehr, die Bahn im Schienenverkehr, das Binnenschiff in der Binnenschifffahrt oder das Flugzeug im Luftverkehr
  10. Was sind Verkehrssysteme?
    - kombinieren mindestens einen Verkehrsträger mit mehreren Verkehrsmitteln
  11. Was ist das zentrale Element des kombinierten Verkehrs?
    • das zentrale Element des kombinierten Verkehrs stellt die Transportkette dar, welche in der DIN 30781 genormt ist.
    • Sie ist die Folge von technisch und organisatorisch miteinander verknüpften Vorgängen, bei denen Personen oder Güter von einer Quelle zu einem Ziel bewegt werden
  12. Was versteht man unter Quelle und Senke?
    - Quelle= Enstehungsort des Güteraufkommens Anfang einer Transportkette -> Versender, Verlader

    - Senke= Ziel-/ Verbrauchsoft des Güteraufkommens Ende einer Transportkette -> Empfänger
  13. Was versteht man unter Knoten und Kanten?
    -> in der Graphentheorie werden Kanten und Knoten in logistischen Netzen unterschieden

    Knoten= Verknüpfungspunkte in Netzen (z.B. Einrichtungen der Lagerung oder des Umschlages)

    Kanten= Sammelbegriff für sämtliche Verbindungen zwischen zwei Knoten, in denen Objekte fließen (z.B. Güter, Personen)
  14. Was versteht man unter Verkehrsaufkommen?
    - auch Transportaufkommen, Verkehrsaufwand

    • - Personenverkehr -> Anzahl beförderter Personen (Beförderungsfälle)
    • - Güterverkehr -> transportierte Ware in Tonnen (befördert werden Personen, transportiert wird Ware)
  15. Was versteht man unter Modal Split?
    - bezeichnet die Aufteilung des gesamten Güterverkehrsaufkommens auf die verschiedenen Verkehrsträger wie Straße, Schiene, Luft, Binnen- und Seeschifffahrt
  16. Was versteht man unter Verkehrsleistung?
    • - Verkehrsleistung (Transportleistung)
    • - Multiplikation des Verkehrsaufkommens mit der zurückgelegten Entfernung
    • -> Personenkilometer (Pkm auch pkm)
    • -> Tonnenkilometer (Tkm auch tkm)
  17. Was versteht man unter Transportintensität?
    • - bildet das Verhältnis von Verkehrsleistung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP)
    • - liegt Transportintensität > 1, steigt die Verkehrsleistung stärker als das BIP
    • -> mit Ausnahmen bspw Wirtschaftskrise
    • -> steigt Wirtschaftswachstum um 1%, steigt Verkehrsleistung ~ 1,5%
    • => muss in Zukunft geändert werden

    • Gründe
    • - zunehmende internationale Arbeitsteilung
    • - Güterstruktureffekt (Rückgang von Massengütern zugunsten von Konsum- und Investitionsgütern)
    • - Logistikeffekt (Fertigungstiefenreduzierung, höhere qualitative Ansprüche, etc.)
  18. Was versteht man unter dem Güterstruktureffekt?
    - der Rücckgang von Massengütern zugunsten von hochwertigen Kondum- und Investitionsgütern entsteht durch die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Produktionsstruktur in hochentwickelten Volkswirtschaften. Die verkehrlichen Asuwirkunge, die sich daraus ergeben, werden als Güterstruktureffekt beschrieben.
  19. Was versteht man unter dem Logistikeffekt?
    nach Pfohl: das Ergebnis der logistischen Neuorientierung der Industrie- und Handelsunternehmen, die z.B. durch Fertigungstiefenreduzierung oder wegen unternehmensübergreifender Flussorientierung veränderte Anforderungen an den Gütertransport stellen, die der Straßengüterverkehr, nicht aber andere Verkehrsträger erfüllen können.

    nach Aberle: unter dem Logistikeffekt sind die verkehrsträgerspezifischen Auswirkungen der Umsetzung moderner logistischer Konzeptionen in Industrie und Handel zu verstehen. Sie erhöhen die Ansprüche der Verlader an die Qualität sowohl der physischen Transportleistung, insbesondere hinsichtlich der zeitlichen Terminsicherheit und flexiblen Ausrichtung auf logistische Anforderungsprofile, wie auch der kommunikativen Leistung (rechnergestützten Informationssysteme). Objekt der logistischen Konzeption sind dabei vor allem Konsum- und hochwertige Investitionsgüter als Halb- und Fertigprodukte. Diese überwiegend als Teilladung versandte logistisch anspruchsvolle Produkte besitzen auch im grenzüberschreitenden Verkehr, insbesondere im Ausfuhrbereich, eine herausragende Position.
  20. Wie brechnet man Tonnenkilometer?
    - das GEwicht der LAdung in Tonnen mal die Strecke, die zurück gelegt werden muss
  21. Steigt die Verkehrsleistung in D?
    - Ja uach wegen des Online- Shoppings => größeres Streckenentfernung
  22. Wie berechnet man die Auslastung ?
    Auslastung= tatsächliche Ladetonnenkilometer/maximal mögliche Ladetonnenkilometer x 100

    zeitliche Auslastung= Ist- Zeitnutzung des Verkehrsmittels/ maximal mögliche Zeitnutzung x 100
  23. Was versteht man unter Infrastruktur?
    - Infrastruktur, Grundausstattung eines Staates oder einer Region mit Einrichtungen, die zum volkswirtschaftlichen Kapitalstock gerechnet werden kann, die aber für die private Wirtschaftstätigkeit den Charakter von Vorleistungen hat. Klassische Beispiele sind Verkehrsnetze (Straßen-, Schienen- und Wasserwege) sowie Ver und Entsorgungseinrichtungen der I. sind v.a. die lange Nutzungsdauer unf ein hoher Kapitalbedarf, sodass Infrastrukturinvestitionen häufig vom Staat vorgenommen werden. Die Privatisierung öffentlicher Infrastruktureinrichtungen ist heute ein wichtiges Thema in der Infrastrukturpolitik
  24. Was versteht man unter Verkehrsnetzen?
    - Verkehrsnetze und Logistikzentren bilden die Basis der Verkehrsinfrastruktur. Ergänzt werden sie durch staatliche Institutionen und eine Rechtsordnung mit dem Ziel der rationellen Abwicklung von Güterströmen und Verkehrsflüssen. Sie ermöglichen gemeinsam die optimale Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Somit stellen das Verkerhsnetz und logistische Knoten (Logistikzentren), [...] lediglich einen Ausschnitt der Gesamtinfrastruktur dar, auf denen der physische Warentransport und Umschlag durchgeführt werden.
  25. Was versteht man unter Suprastruktur?
    • - Gegenbegriff zu Infrastruktur
    • - umfasst alle Einrichtungen, die für Transport-, Umschlag- und Lager- sowie BEschaffungs- und Verarbeitungsprozesse innerhalb einer Verkehrsanlage, wie einem Seehafen, nötig sind.
    • In einem Hafen gehören zur Suprastruktur bspw, Kräne, Lager- und Kühlhäuser sowie Bürokomplexe
    • - im Gegensatz zur Infrastruktur wird die Suprastruktur häufig nicht von den öffentlichen Hand finanziert, sondern von den Betreibergesellschaften beschafft, gewartet und entsorgt.
  26. Was versteht man unter Straßengüterverkehr?
    - umfasst alle Gütertrasporte, die mit Kraftfahrzeugen auf dem Verkehrsträger Straße erfolgen
  27. Was versteht man unter Binnenverkehr?
    Verkerh, der sich im Zulassungsland des Verkerhsmittels ohne Überschreitung einer fremden Grenze abwickelt
  28. Was versteht man unter grenzüberschreitendem Verkehr?
    - Straßengebundener Transport von Gütern, bei dem der Ort der Übergabe und der der Abnahme in unterschiedliche Staaten liegt

    -> bilateraler Verkehr (nur zwei Staaten betroffen)

    -> Transitverkehr (Durchlauf mehrerer Staaten von Quelle  zur Senke)
  29. Was versteht man unter Fernverkehr?
    Straßengüterverkehre mit einer Entfernung über 150 km
  30. Was versteht man unter Nahverkehr?
    Straßengüterverkehre mit einer Entfernung bis 150 km
  31. Was versteht man unter gewerblichem Güterverkehr?
    entgeltliche oder geschäftsmäßige Beförderung von Gütern mit Kraftfahrzeugen welche einschließlich Anhänger ein höheres zulässiges Gesamtgewicht (zGG) von mehr als 3,5 t haben
  32. Was versteht man unter Werkverkehr?
    Güterkraftverkehr für eigene zwecke eines Unternehmens. Die beförderten Güter müssen Eigentum des Unternehmens sein, oder von ihm verkauft, gekauft, vermietet, gemietetn, hergestellt, erzeugt, gewonnen, bearbeitet oder instandgesetzt worden sein
  33. Welche Funktion und Leistung hat ein Transportunternehmen?
    • Transportfunktion
    • - primäre Funktion (Beförderung, Umschlag)
    • - sekundäre Funktion (Wegsicherung, Haftung)

    • Zusatzleistungen:
    • - Kommissionierung, Etikettierung
    • - Beratung, Verkauf, Vermittlung und Organisation von Verkehrsleistung
  34. Was ist ein Spediteur?
    • - Dienstleister, der den Transport von Gütern besorgt.
    • Hierzu organisiert der Spediteur gemeinhin als Kaufmann Transportkapazitäten, muss idese jedoch nicht notwendigerweise besitzen
  35. Was ist ein Frachtführer?
    - Unternehmen, das den Gütertransport durchführt. Häufig ist der Frachtführer Unterauftragnehmer eines Spediteurs
  36. Was ist ein Selbsteintritt?
    - übernimmt ein Spediteur auch den physischen Transport der Güter, so spricht man von Selbsteintritt
  37. Welche Ziele hat die Ladungssicherung?
    • - Ladung vor Beschädigung und Verlsut schützen
    • - Verkehrsteilnehmer und Fahrzeuge vor Verletzung und Beschädigung schützen
  38. Welche Pflichten hat ein Fahrzeughalter?
    • - Gestellung und Ausrüstung eines geeigneten Fahrzeugs
    • - gewährleistung der betriebssicheren Beschaffenheit der Fahrzeugaufbauten, Aufbauteile, Einrichtungen und Hilfsmittel
    • - Einsatz von geeigneten Fahrpersonal zur Anwendung der Ladungssicherung
  39. Welche Pflichten hat ein Fahrer?
    • - Kontrolle der Ladungssicherung und Lastverteilung vor Fahrtantritt
    • - Kontrolle und ggf. Nachbesserung während des Transports
    • - Anpassung des Fahrverhaltens an die Ladung
  40. Welche Vorteile hat ein Lang Kkw?
    • - höhere Transportkapazität (bis Faktor 1,5)
    • - Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und der EMission um ca. 15-20%
    • - Entlastung des Verkerhsraums bzw. der Straßenbelastung um ca. 10%
  41. Welche Nachteile hat ein Lang Lkw?
    • - Verlaagerung von schienenaffinen Verkehren auf die Straße
    • - Sicherheitsaspekte: z.B. Wirkung in Städten und an Baustellen
  42. Wsas versteht man unter Ladungsverkehr?
    - Direktverkehr einer Grenzladung
  43. Was versteht man unter Teilladungsverkehr?
    • - Versender bucht Teile des Laderaums
    • - das ist unabhängig von der Anzahl der Ladeeinheiten
    • - Transport mehrerer Teilladungen ohne erneuten Umschlag zu den Empfängern
  44. Was versteht man unter Sammelgutverkehr?
    • - mehrere Stückgutsendungen, die keine Teil- oder Komplettladungen ergeben
    • - Umschlag in Speditionsanlagen, Zusammenfassung zu einer Sammelladung und gemeinsamer Transport im Hauptlauf
  45. Was versteht man unter Ganzladung?
    - gesamter Lkw wird mit Ware gefüllt und fährt direkt zum Empfänger
  46. Welche Vorteile hat der Straßengüterverkehr?
    • - Flächenverkehr möglich
    • - hoher Servicegrad
    • - häufige Verkehrsbedienung
    • - flächendeckende Infrastruktur
    • - wirtschaftlicher Betrieb auch in kleinen Einheiten
    • - flexible technische Anpassung
    • - kostenvorteile in Nah- und Flächenverkehren
    • - kurze Transportzeit
    • - Unternehmertum, Wettbewerb
  47. Welche Nachteile hat der Straßengüterverkehr?
    • - schlechte Massengutleistungsfähigkeit
    • - ökologische Nachteile (CO2, Unfälle, Flächenverbrauch, Lärmemission)
    • - zunehmende Staus verlängern die Transportzeit, schränken die Zuverlässigkeit ein und erhöhen die Produktionskosten
    • - Sonn- und Feiertagsfahrverbote
  48. Was versteht man unter Short Sea Shipping?
    • - (Kurzstreckenseeverkehr)
    • - Gütertransport entlang der Küste und Binnengewässer
  49. Was versteht man unter Deep Sea Shipping?
    • - auch Hochseeschifffahrt
    • - außerhalb der Hoheitsgewässer (12- Seemeilen- Zone)
    • - eine Seemeile= 1852m
  50. Was versteht man unter TEU?
    • = twenty- feet- equivalent unit
    • - entsprich Iso genormten Container
    • - Anzahl der 20- Fuß- Container, die ein Schiff laden kann
    • - Maßeinheit für Schiffkapazitäten und Umschlagmengen
  51. Was versteht man unter FEU?
    - Forty- feet equivalent unit (2 TEU= 1FEU)
  52. Was versteht man unter Tonnage?
    • - Bezeichnung für Rauminhalt eines Schiffes
    • - Bestimmt Tonnagesteuer
    • - Die ist keine Steuer, sondern eine Methode zur Gewinnermittlung
    • - Grundlage ist die Größte (Nettoraumzahl) des Schiffes anstelle des tatsächlichen Gewinns
  53. Was versteht man unter FCL?
    • - full- container load
    • - Versender nimmt Verladung des Containers selbst wahr
    • - Empfänger entlädt die Ware selbst
  54. Was versteht man unter LCL?
    • - Less than container load
    • - Versender schickt Warensendung als Stückgut verpackt zu einer Containerfrachtstation (container- freight- station)
    • - Verfrachter übernimmt Beladung (stuffing) und Entladung (stripping) des Containers
  55. Welche Verfahrenskombinationen gibt es?
    • LCL/ FCL
    • - Waren werden als Stückgut verpackt zum Pier befördert und dort von der Reederei in den Container verladen
    • - Empfänger ist für die Entladung zuständig

    • FCL/LCL
    • - Versender packt den Container selbst und Reederei entlädt ihn am Bestimmungshafen
  56. Was ist der Unterschied zwischen Linienschifffahrt und Trampfschifffahrt?
    • Linienschifffahrt:
    • - Schiffe, die im Verlauf eines bestimmten Fahrplans und festgelegten Routen mehrere Häfen anlaufen
    • - meist nur konventionell verpackte Stückgüter und Container
    • - erfolgt unabhängig von der tatsächlichen Auslastung des Laderaums

    • Trampschifffahrt
    • - keine festgelegten Zeitpläne und Schifffahrtsrouten
    • - für Massengütertrasport geeignet
    • -  werden individuell gechartert
  57. Was sind Feeder- Dienste?
    • - Zubringerdienste, die Container von kleineren Häfen zu den Anlaufhäfen der Überseelinien befördern
    • - Ladung großer Containerschiffe wird umgeschlagen und kann auf umliegende Häfen (z.B. Binnenhäfen, kleinere Küstenhäfen oder Kanalhäfen) verteilt werden
  58. Was versteht man unter Wasserstraßen?
    • - schiffbare Wasserfläche
    • - Unterteilung in:
    • Schifffahrtsstraße (natürlich) und Schifffahrtskanal (künstlich)
  59. Was ist ein Motorgüterschiff?
    - Antriebs-, Steueraggregate und Laderaum sind in einem Schiff integriert
  60. Was ist ein Schubverband?
    - ein Schubboot wird mit bis zu sech Leichtern gekoppelt

    • - Einsatz nur in Binnenschifffahrt
    • - Schubverband besteht aus einem Schubschiff und bis zu 6 Leichtern
    • - Schubschiff= Motorschiff
    • - Leichter= schwimmfähige und genormte Großcontainer (motorlos)
  61. Was ist ein Koppelverband?
    - das Motorgüterschiff wird um einen oder mehrere längsseitig agebrachte Leichter (Schiffeinheit ohne Antrieb) erweitert
  62. Welche Einschränkungen gibt es in der Binnenschifffahrt?
    • - Abmessungen der Schleusen (Breite und Länge)
    • - Brückendurchfahrtshöhen
    • - Tiefgang
    • - Abmessungen von Schiffen teilweise nicht an Container angepasst
  63. Welche Alternativen gibt es um die Nachteile der Binnenschifffahrt auszugleichen?
    - kanalgängiger Containerleichter (SL Franc, ist auf geringen Tiefgang ausgelegt; für Container und Schüttgut, Verwendung auf Elbe)

    - Entwurf Motorgüterschiff NEWS (reines Containerschiff mit höherer Transportkapazität, kann niedrige Brücken passieren, LNG Hybrid Antrieb)
  64. Welche Besonderhieten gibt es bei der Binnenschifffahrt?
    • - Anteil am Modalsplit nimmt stetig ab
    • -> aber einzige Landesverkehrsträger, der noch über Kapazitäten verfügt (deswegen Ausbau der Fahrrinnen geplant)
    • - ist massenguttauglich
    • - niedrige CO2 Emissionen im Vergleich zu anderen Landesverkerhsträgern
    • - aber: hohe Feinstaub und Stickoxidausstoß (um Faktor 10 schlechter als Güterzug)
    • - durchschnittliches ALter 40 Jahre-> Innovationen hier noch nicht angekommen
    • - veraltete Infrastruktur -> Ersetzen von ca. 100 Schleusen in den nächsten 20 Jahren
  65. Was wird im Seeverkehr und Binnenschifffahrt transportiert?
    - Seeverkehr: Rohstoffe, Massengüter, Halb- und Fertigwaren

    - Binnenschifffahrt: nicht verderbliche Massengüter (Rohstoffe, Schüttgüter, Baustoffe, Stahl) GRoß und Schwertransporte (Großtransformatoren, Turbinen)
  66. Welche Ladeeinheiten gibt es?
    - Containerverladung (Waren sind im Container gebündelt, hohe Förderhilfmittelkosten, Problem: Rückführung con D. nach Asien)

    - Stückgutverladung (konventionell verpacktes Stückgut, Einzelne Paletten)

    - Massengutverladung (Schüttgut, Sauggut)
  67. Welche Faktoren führen zu einer zunahme des Containerverkehrs?
    • - Verlagerung der Produktionsstätten
    • - stark zunehmender Welthandel in Halb- und Fertigwaren
  68. Welche Besonderheiten haben Container?
    • - Eignung für Straßen-, Luft-, Schiffs- und Schienenverkehr
    • - weltweiter Einsatz in eine mehrgliedrigen Transportkette gewährleistet
    • - Umschlag der Container ist weitgehend automatisiert
    • - Verkürzung der Umschlagszeiten verminder die Kapitalbindungszeit
  69. Welche Folgen und Vorteile hat eine Containerisierung?
    • - Verpackungsaufwand sinkt
    • - Schutz gegen Umwelteinflüsse (Diebstahl, Wetter,...)
    • - Beschleunigung des Umschlages
    • - weniger Frachtdokumente nötig,
    • - erhöhte Pünktlichkeit
    • - standardisierte Infrastruktur
    • - Bildung von Allianzen

    => Verwendung von Containern senkt den Aufwand, Durchlaufzeiten und Kosten der internationalen Logistik und verbesser die Rentabilität
  70. Was hat die Asymmetrie der Güterströme für Folgen?
    • - hohe Güterströme in eine Richtung (unpaarige Hauotläufe)
    • -> Leerkapazität (hoher Anteil der Schiffe fährt leer/ mit Leercontainern nach Asien)
    • => starke Abweichung der Transportkosten zwischen Hin und Rückwegen

    - Handel mit China wächst -> Anstieg Schifffahrt
  71. Welche Akteure in der Schifffahrt gibt es?
    - Spediteure (sind für Besorgung der Versendung des Gutes zuständig, Organisation der Beförderung, Beförderung des Gutes durch Selbsteintritt des Spediteurs)

    - Hafenumschlagbetriebe (Betriebe bei denen im Hafen Güter umgeschlagen werden)

    - Reedereien (Schiffseigner (FLotte), Bieten Kapazitäten an)
  72. Was machen Linienagenten?
    • - recherchieren von freien Kapazitäten bei Reedern und Partikulierern
    • - Vermittlung von Kapazitäten
  73. Was machen Stauzentralen/ Tally- Firmen?
    • - kontrollieren das Aufladen der zu verschiffenden Güter
    • - werden vom Reeder bestellt und sind diesem gegenüber für das vollständige Beladen verantwortlich
  74. Besonderheiten beim Zoll?
    • - Einfuhrzoll als Schutzzoll (Schutzfunktion von Zöllen)
    • - früher: Finanzzoll als Einnahmequelle für den Staat
  75. Was ist der Unterschied zwischen Carriers Haulage und Merchants Haulage?
    • Carriers Haulage:
    • - Kunde erstellt Transportauftrag einer Reederei (Carrier= Verfrachter)
    • - Reeder organisiert neben dem Seetransport auch den Vort- und Nachlauf

    • Merchants Haulage:
    • - Kunde erteilt Transportauftrag einer Spedition (Merchants= Kaufleute)
    • - Spedition beauftragt Reederei für den Hauptlauf
    • - Vor- und Nachlauf durch die Spedition
  76. Was gibt es bei Containerschiffen zu beachten?
    • - Spezialfrachtschiff-> Transport in genormten Großtransportbehöltern verstaut wird
    • - Größe: >330m Länge x >40m Breite
    • - max 110000 t (aus Sicherheitsgründen)
    • - ab bestimmter Größe kein Ladegeschirr
    • - Ladevorgang nur mit speziellen Kränen in speziellen Häfen
    • - Bis Größe von 3400 TEU -> Schiffe besitzen eigene Ladekräne
  77. Welche Vorteile der See- und Binnenschifffahrt gibt es ?
    • - hohe Zuverlässigkeit, keine Staus
    • - keine gesetzliche Fahrbeschränkungen (Sonn- und Feiertagsverbote)
    • - hohe Massenleistungsfähigkeit
    • - hohe Transportsicherheit und Qualität
    • - geringe spezifische Transportkosten
    • - Umweltverträglichkeit
  78. Welche Nachteile hat die See- und Binnenschifffahrt?
    • - witterungsbedingte Einschränkungen (Tiden, Eisgang)
    • - zusätzlicher Zeitaudwand und Beschränkungen bei der Abmessung im Kanalsystem
    • - Wartezeiten in Häfen (geringer als Staus)
    • - beschränkte Netzbildungsfähigkeit trozzahlreicher Wirtschaftszentren zum Wasser
    • - Schnittstellenproblem bei Seehafen/ Hinterlandverkehr (Problem: Dinge vom Hafen abzutransportieren)
    • - geringe Bedienungsfrequenz abseits des Rheins
    • - geringere Abfahrtshäufigkeit als Wettbewerber (insbesondere Lkw)
    • - lange Transportdauer (Berg-/ Talfahr stark unterschiedlich
    • - zusätzliche Umschlagskosten und unzureichende Umschlagsplätze für KV
    • - begrenzte Stapelhöhe wegen Brückendurchfahrten
    • - unzureichendes Angebot an zusätzlichen Logistikdienstleistungen
Author
feral
ID
343910
Card Set
Logistik Skript 1
Description
Logistik
Updated