PPS 2. Skript

  1. Welche Eigenschaften müssen Nummernsysteme haben?
    • - formaler und einheitlicher Aufbau für das Unternehmen
    • - möglichst geringe Anzahl an Stellen (aber so lang wie nötig um Verwechslung zu vermeiden)
    • - eindeutige Identifizierung von Teilen und Unterlagen
    • - Möglichkeit zur Suche von ähnlichen Teilen und Wiederholteilen
    • - Erweiterbarkeit der Identifizierung und Klassifikation
    • - Möglichkeit zur automatischen Fehlervermeidung
  2. Welche Aufgaben haben Nummernsysteme?
    • - Identifizierung (Identifizierungs- Nr., Identnummer)
    • --> Zählnummer (leicht zurück verfolgbar auch für Laien)
    • --> Willkürlich festgelegte Nummer (es muss hinterlegt werden wie sie sich zs. setzt)

    - Klassifizierung (Klassifizierungs Nr., Ordnungsnr.)

    - Prüfung (Prüfnummer, Prüfzeichen)
  3. Welche Anforderungen müssen Identnummern erfüllen?
    - auch: Identifikationsnummer, Identifizierungsnr.

    • - Eindeutigkeit
    • - Beständigkeit
    • - geringe Stellenzahl
    • - (numerischer Aufbau)
  4. Wann ist ein Nummernsystem klassifiziert?
    - gilt als klassifiziert, wenn es mit Hilfe seiner Nummer in eine Gruppe (Klasse) eingeordnet werden kann, die nach vorgegebenen Gesichtspunkten gebildet worden sind.

    Klassifizierungsnr. dienen demnach im Gegensatz zu Identifikationsnr. nicht dazu, ein einzelnes Nummernobjekt eindeutig zu kennzeichnen, sindern eine ganze Klasse oder Gruppe von Nummerungsobjekten
  5. Was ist eine "sprechende Nummer"?
    • - unverschlüsselte oder auch laufende Nummer
    • - für Laien verständlich
    • - Problem: bspw. Auftragslage für Kunden ablesbar
  6. Wie funktioniert die Modulo- Berechnung?
    Bsp 17 mod 5 -> 17=(3x5)+2
  7. Wie wird die Prüfziffer berechnet?
    • - 13. Ziffer
    • - ergibt sich, wenn man die vorangegangenen 12 Ziffern abwechselnd mit 1 und 3 multipliziert
    • - beginnend mit 1
    • - Produkte werden summiert
    • - Prüfzifffer= Differenz der Summe zum nächsten Vielfachen von 10
    • (falls Summe durch 10 teilbar, dann ist Prüfziffer= 0)
  8. Woraus bestehen Datenbanksysteme?
    - bestehen aus einer oder mehrerer Datenbanken+ Datenbankmanagementsystem
  9. Was ist eine Datenbank?
    = ist eine Sammlung von strukturierten, inhaltlich zusammengehöriger Daten. Sie umfasst insbesondere die eigentlichen Nutzdaten (z.B. Kunden, Artikel, Bestellungen, Laferbestände [...])

    enthält zudem die Beschreibung der Datenbankstruktur und die Struktur der Datensätze, die Daten selbst sowie statistische Angaben über die Daten und deren Nutzung."
  10. Was ist ein Datenbankmanagementsystem?
    • - auch DBMS
    • - besteht aus den Programmen zum Aufbau zur Kontrolle und zur Änderung und Abfrage der Datenbanken.
  11. Welche Aufgaben und Ziele hat das DBMS?
    - Datenunabhängigkeit (Anwendungsprogramme + Datenorganisation sind unabhängig voneinander; Änderung der Physischen Organisation muss möglich sein; Erweiterungsfähig sein (kompatibel))

    - Mehrbenutzerbetrieb (konkurrierende Zugriffe müssen möglich sein (Hierarchie); dabei Anschluss von fehlerhaften Ausgaben oder Änderungen)

    - Datenintegrität (Korrektheit und Vollständigkeit der Daten)

    - Datensicherheit (nach Störung (in Hard- und /oder Software) muss der korrekte Datenbankzustand wiederhergestellt werden können (-> Recovery))

    - Datenschutz (Beschränkung der Zugriffsrechte (intern und extern)

    - Effizienz (gutes Antwortzeitverhalten durch optimierte Zugrife sowie des grundlegenden strukturellen Aufbaus des Systems)
  12. Welche Sturkturen gibt es bei Datenbanken?
    - hierarchisches Modell (Baumstruktur; höchste Ebene enthält nur einen Knoten außerder Wurzel stehen mit nur einem Knoten in der nachsthöheren Ebene in Beziehung)

    - Netzwerkmodell (ein oder mehrere Knoten hat/haben Beziehungen zu mehreren Knoten einer höheren Ebene)

    • - relationales Modell
    • - objektorientiertes Modell
  13. Wie sind relationale Datenbanekn aufgebaut?
    • - Speicherung der Daten in Tabellen, die als Relation bezeichnet werden
    • - Zeilen heißen Tupel
    • - Spalten Attribute
    • - Dateneinträge einer Spalte Domäne(n)
    • - die erste Zeile dient als Primärschlüssel
    • - Projektion ist eine neue Tabelle durch Auswahl von Attributen aus vorhandenen Tabellen
    • - Selektion= Auswahl von Zeilen aus einer Tabelle
    • - Verbund verknüpft die Daten verschiedenen Tabellen

    => SQL Datenbanken sind so aufgebaut
  14. Wie sind objektorientierte Datenbanken aufgebaut?
    • - Integration von konventionellen Datenbankfunktionen und objektorientierten Modellierungskonzepten
    • - Objekt= (Zusammenfassung von) Daten+ Funktion
    • - es existieren noch keine allgemein akzeptierten Methoden zur sauberen Abgrenzung der Objekte untereinander
    • - Objekte agieren eigenständig und tauschen Nachrichten untereinander aus
    • - Objekte mit gemeinsamen Eigenschaften werden durch Klassen beschrieben
    • - Klassen bilden wiederum die Hierarchie
  15. Wie sieht die Leistungserstellung nach E. Gutenberg aus?
    Input (Produktionsfaktor; Material/Werkstoffe, Personen, Betriebsmittel) -> Transformation (Produktion) -> Output (Produkte)
  16. Was ist Produktionsplanung?
    - ist das systematische Suchen und Festlegen von Zielen für die Produktion, Vorbereiten von Produktionsaufgaben und Festlegung des Ablaufs zum Erreichen dieser Ziele
  17. Was ist Produktionssteuerung?
    ist das Veranlassen, Überwachen und Sichern der Durchführung von Produktionsaufgaben hinsichtlich Bedarf (Menge und Termin), Qualität, Kosten und Arbeitsbedingungen

    - PPS hat die Aufgaben das laufende Produktionsprogramm in regelmäßigen Abständen nach Art und Menge für mehrere Planungsperioden im Voraus zu planen und unter Beachtung gegebenen oder zu planender Kapazitäten, trotz unvermeidlicher Störungen wie Personalausfall, Lieferverzögerungen oder Ausschuss, möglichst gut zu realisieren. Sie fußt hierbei auf den Arbeitsplänen und stellt der MAterialwirtschaft Bedarfsmengen und Bedarfszeitpunkten für Zukauf und Eigenfertigung bereit
  18. Warum braucht man PPS- Systeme?
    • - jeder Entwurf muss in eine Herstellvorschrift/Produktionsplan überführt werden, bevor er hergestellt werden kann
    • -- X- Herstellvorschriften/Produktionspläne
    • -- Y- Aufträge mit Z Teilen
    • -- Welche Maschinen sollen wann benutzt werden?
    • -- Welche Teile werden wann und wo benötigt?
    • -- Wo werden die Informationen abgelegt und wie?

    • - traditionell wurden Aufträge nach dem Prinzip "first come, first served" bearbeitet -> führt zu Warteschlangen von nicht bearbeiteten Aufträgen an den Arbeitsstationen
    • - wenn Aufträge nicht effekt verplant werden, führt dies zu vielen halbfertigen Aufträgen, die aufgrund fehlender (oft geringwertiger) Teile nicht fertiggestellt werden können -> kostet Geld und Zeit, verbraucht Lagerfläche und führt zu Kundenunzufriedenheit
  19. Wie werden die Ressourcen für eine Produkterstellung gemanaged?
    • - Maschinenbelegung
    • - Personalverfügbarkeit
    • - Lagerverwaltung
    • - Auftragsbearbeitung
    • - Einkauf

    => Produktionsplanung und Steuerung
  20. Welche Eigenschaften sollte ein PPS- System haben?
    • - simultane Planung aller Elementarfaktoren
    • - Grundprinzip der knappen Mengenplanung
    • - Grundprinzip der knappen Terminplanung
    • - Echtzeitplanung
    • - arbeitsübergreifende Planun ermöglichen
  21. Wie wird Logistik von Materialwirtschaft und PPs abgegrenzt?
    - Logistik betont die umfassende unternehmerische Führung der Bewegungs- und Lagervorgänge realer Güter. [unter den Kriterien der 6R der Logistik]. Im Vordergrund der Aufgabenerfüllung steht die Durchführung von technischen Grundfunktionen [...] sie sind auf den Kundennutzen ausgerichtet [...]" Die Ausweitung der Logistik von einzelnen Unternehmen auf Logistikketten führt zum SCM

    - die aus dem Einkauf und Lagerhaltung gewachsene Materialwirtschaft ist mehr betriebswirtschaftlich orientiert und sieht ihre Aufgabe in der wirtschaftlichen Beschaffung, Bevorratung und Bereitstellung sowei der Entsorgung der Sachgüter eines Unternehmens. Sie fußt auf der Stückliste und umfasst die [unten] dargestekkten Aufgabenbereiche. Als MAterial gelten Rohstoffe, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe, Zulieferteile und Handelsware. Nicht beachtet werden i.d.R. die innerbetriebliche Planung und Steuerung der Roh-, Halb- und Fertigfabrikate sowie Distribution der Fertigwaren in der Absatzorganisation. Demzufolge zählt die PPS ausdrücklich nicht zur Materialwirtschaft, ist mit diese jedoch untrennbar verbunden
  22. Welche Ziele der PPS gibt es?
    • - soll logistische Ziele (technisch) und wirtschaftliche Ziele unter Berücksichtigung der gegenseitigen Abhängigkeiten erreichen
    • -> Logistikleistung vs. Logistikkosten

    • - unterschiedliche Interessen von Kunden und Unternehmen
    • -> Dilemma der Produktionssteuerung
  23. Welche Zielsysteme gibt es?
    1. komplementäre Ziele (wenn Maßnahmen zur besseren Ereichung des Ziels gleichzeitig dem Erfüllungsgrad des anderen Ziels verbessert wird)

    2. indifferente Ziele (wenn Ziele nicht in wechselseitiger Beziehung zueinander stehen, Bsp. Geld sparen und Gesundheit fördern)

    3. konkurrierende/ konflitäre Ziele (Gegenteil von 1., Fortschritt für Ziel 1 wird Problem für Ziel 2)

    => Problem: nicht alles gleichzeitig erreichbar; deswegen muss Gewichtung der Ziele festgelegt werden
  24. Welche Konflikte kommen Zustande, wenn man 1. Maximierung der Lieferbereitschaft 2. Minimierung der Durchlaufzeit der Bestände und 3. Maximierung der Kapazitätsauslastung fordert?
    - hohe Materialbestände= hohe Kapitalbindung (steht diametral der 2. Zielsetzung entgegen, die geringe Materialbestände verlangt)

    • 1. Maximierung der Lieferbereitschaft
    • - hohe Kapazitätsbestände = hohe Betriebsmittel (Lager, Flächen etc.) und Personalkosten (steht diametral zur 3. Zielsetzung entgegenm die niedirge Betriebsmittel und Perosnalkosten verlangt)

    • 2. Minimierung der Durchlaufzeit der Bestände
    • - geringe Materialbestände= geringe Kapitalbindung (steht diametral der 1. Zielsetzung entgegen, fordert Gegenteil)
    • - hohe Kapazitätsbestände = hohe Betriebsmittel- und Personalkosten (steht diametral zur 3. Zielsetzung entgegen)

    • 3. Maximierung der Kapazitätsauslastung
    • - niedrige Betriebsmittel- und Personalkosten= geringe Betriebsmittel- und Personalbestände (steht entgegen der 1. Zielsetzung)
    • - hohe Materialbestände= hohe Kapitalbindung (steht entgegen der 2. Zielsetzung)
  25. Wie sieht der Felerkreis der Produktionssteuerung aus?
    • -> schlechte Termintreue
    • -> die Plan- Durchlaufzeiten werden erhöht
    • -> Aufträgen werden früher freigegeben
    • -> Die Belastungen an den Arbeitsplätzen wachsen
    • -> die Warteschlangen werden länger
    • -> Die Durchlaufzeiten werden länger und streuen stärker

    • => Inselbetrachtung; ein Problem, was in einem komplexen Netz behoben werden soll
    • => Unternehmen reagieren in der Praxis meist einseitig auf das jeweils größte Problem
Author
feral
ID
343765
Card Set
PPS 2. Skript
Description
Prozessplanung Prozesssteuerung
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