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Was ist Licht?
- - Licht ist eine elektromagnetische Strahlung, sichtbar in einem Wellenlängenbereich von 380- 780 nm (davor blaues UV-Licht, danach Infrarot)
- - ist eine Transversalwelle: Schwingung ist senkrecht zur Ausbreitungsrichtung, daher ist auch Polarisation mgl.
- - ist eine elektromagnetische Welle: 90* zur Ausbreitungsrichtung
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Wie hoch ist die Lichtgeschwindigkeit?
- abhängig vom Brechungsindex des Mediums: im Vakuum ca 300.000 km/s (je höher die Brechzahl des Mediums, desto langsamer ist Licht)
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Beschreibe das Teilchenmodell nach Newton.
- Licht schleudert einzelne Teilchen aus und an reflektierenden Oberflächen kommt es zur Reflexion
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Doppelspaltexperiment
damit lässt sich der Welle- Teilchen- Dualismus nachweisen: Interferenz (Überlagerung) der Wellen hinter den 2 Spaltöffnungen und Beugungsmuster
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Interferenz
- - ist die Überlagerung zweier oder mehrerer Wellen, es kann zur Verstärkung (konstruktive Interferenz) oder Auslöschung (destruktive Interferenz) kommen
- - wird genutzt zur Entspiegelung auf Brillengläsern; zu sehen am Ölfilm auf einer Pfütze
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Beugung
- oder Diffraktion, tritt an Rändern auf; optische Abbildung = Beugungsscheibchen (Anwendung bei IOL für die Nahkorrektur)
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Polarisation und Anwendung
- - natürliches Licht ist unpolarisiert, Schwingung hat keine Vorzugsrichtung; trifft Licht auf eine Grenzfläche wird ein Teil gebrochen und ein Teil reflektiert -> schwingt nur noch parallel zur reflektierenden Oberfläche, ist also polarisiert
- - Stereotest, Sonnenbrille, in 3D Filmen (zirkuläre Polarisation: Bilder bleiben auch bei Kopfneigung gleich polarisiert, keine festgelegte Richtung, rotierende Richtungen)
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Dispersion
- - Abhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit und der Frequenz des Lichtes in einem optischen Medium- wird dadurch in monochromatische Bestandteile zerlegt (Prisma= Farbzerlegung)
- - Hauptdispersionsfarbe ist grün, Differenz der Brechzahlen für blaues und rotes Licht
- - Diffraktion ist das Gegenteil von Dispersion
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Lochkamera
- - das Bild ist lichtschwach, seitenverkehrt, verkleinert und steht auf dem Kopf
- - der Durchmesser der Lochblende bestimmt die Schärfe und Helligkeit
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Was passiert mit Licht bei lichtdurchlässigen Körpern?
- - Licht wird absorbiert, reflektiert und transmittiert
- - im dichteren Medium dichter zum Lot hin gebrochen- Grenzwinkel der Totalreflexion (vollständige Reflektion) wird genutzt z.B. bei Lichtleitern, Umlenkprismen, Fata Morgana
- - Reflexionsgesetz: Einfallswinkel = Ausfallswinkel = Reflexionswinkel
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Reflexion am Plan-Spiegel
- - jeder Objektpunkt wird als Bildpunkt virtuell hinter dem Spiegel abgebildet
- - Objektabstand = Bildabstand
- - Objektgröße = Bildgröße
- - Gebrauchsspiegel = Rückflächenspiegel
- - Vorderflächenspiegel wird in optischen Geräten benutzt
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Reflexion am Hohlspiegel
- - z.B. Autoscheinwerfer
- - sammelt parallel einfallendes Licht im Brennpunkt, steht eine Lichtquelle im Brennpunkt, dann verlässt paralleles Licht den Konkavspiegel (f=r/2)
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Reflexion am Wölbspiegel
- - streut einfallendes Licht
- - der Brenn- und Mittelpunkt liegt virtuell hinter der Spiegeloberfläche: Bild ist virtuell, aufrecht und verkleinert
- - es gibt nur einen Abbildungsfall
- - z.B. im Straßenverkehr, um einen großen Bereich einsehen zu können
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Brechungsgesetz
- trifft ein Lichtstrahl auf eine Grenzfläche wird der Lichtstrahl im opt. dichteren Medium zum Lot hin gebrochen
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Brechung an der planparallelen Fläche
- - ein Lichtstrahl wird parallel und in Längsrichtung verschoben, wenn vor und hinter der Platte das gleiche Medium mit gleicher Dichte ist
- - abhängig von Plattendicke, den Brechzahlen und dem Einfallswinkel
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Was sind Hauptpunkte?
- Schnittpunkte der Hauptebenen durch die optische Achse, abhängig von der Linsenform und- dicke und den Brechzahlen der Medien, wandern die Hauptpunkte in Richtung der stärker gekrümmten Fläche
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Was sind Knotenpunkte?
- ist das Medium vor und hinter einer Linse gleich, fallen Knotenpunkte auf Hauptebenen, sonst nicht (z.B. Auge, Unterwasserobjektive -> Knotenpunkte hinter den Hauptpunkte
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Gaußscher Raum
- - achsnaher Bereich um die opt. Achse mit vernachlässigbar kleinen opt. Abbildungsfehlern
- - Hauptpunkte weisen ideale Abbildungsverhältnisse auf, und damit wir diese für die gesamte Linsenfläche nutzen können, strecken wir die zu Hauptebenen
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Brechwert
- - Rezibroke der Brennweite
- - Strecke von der Hauptebene zum Brennpunkt
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Scheitelbrechwert
- - Rezibroke der Schnittweite
- - Strecke vom Scheitelpunkt der Linse zum Brennpunkt
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Galilei-Fernrohr
- - besteht aus einem Objektiv mit sammelnder und einem Okular mit streuender Wirkung
- - nur geringe Vergrößerung sinnvoll: max. 2- 2,5 fach
- - z.B. in Theatergläsern, einfache Werbeferngläser
- - einfache, kompakte Bauweise
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Kepler- Fernrohr
- - besteht aus einem Objektiv und Okular mit jeweils sammelnder Wirkung
- - längere Bauweise, umgekehrtes Bild, größere Vergrößerungen oft bis 8fach
- - z.B. binokulares Prisma, Zielfernrohr, Scheitelbrechwertmesser (Kollimator)
- - kürzere Bauweise wäre möglich durch Einsatz von Prismen
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Brechung an torischen Linsen
- haben 2 senkrecht zueinander stehende Hauptschnitte, astigm. Wirkung, erzeugen Bildlinien- das Sturmsche Konoid veranschaulicht die astigm. Abbildung einer torischen Linse, elliptischer Querschnitt
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sphärisches Äquivalent
- Kreis kleinster Verwirrung
- - kreisförmige Abbildung
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Brechung am Prisma
- - plane Flächen in einem bestimmten Winkel zueinander
- - Lichtstrahlen werden zur Basis hin abgelenkt
- - Größe des Ablenkungswinkels ist abhängig von dem Prismenwinkel, Einfallswinkel und Verhältnis der Brechzahlen
- - 1cm/m = 0,57* (Versatz pro Meter)
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Minimum der Ablenkung
- - bei einem sym. Strahlenverlauf durch das Prisma
- - Strahl im Prisma verläuft parallel zur Basis
- - je nach Schwenkung des Prismas verändert sich die Ablenkung
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Prismenkondensator
- - 2 Prismen werden mit ihrer Wirkung so zueinander verdreht, dass sie sich verstärken oder in der Wirkung kompensieren
- - zur Verwendung bei höheren Prismenwerten, die im SBM nicht mehr ermittelt werden können
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Prentice- Formel
- P= d • S
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Welche Blendenarten gibt es? Erläutere.
- - Gesichtsfeldblende: begrenzt das Strahlenbündel z.B. Lochblende oder Irisprintlinse, stenop. Lücke
- - Aperturblende: beeinflusst die Helligkeit, z.B. Augeniris, Fotoobjektiv und reguliert die Schärfe
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Öffnungsfehler
- = sph. Aberration
- - je weiter parallel einfallende Lichtstrahlen von der opt. Achse entfernt sind, desto stärker werden sie gebrochen, desto kürzer ist die Brennweite
- - je weiter der Lichtstrahl am Linsenrand, desto größer ist der Einfallswinkel
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Korrekturmöglichkeiten der sph. Aberration
- - Blende gegen Randstrahlen
- - Material mit höherer Brechzahl (Radien flacher)
- - Linsenform optimieren (plane Fläche zum Objekt)
- - 2 Pluslinsen (Verteilung der Brechung)
- - Kombi aus Plus- und Minuslinse (insges. pos. Wirkung, aber Minuslinse (kompensiert einen Teil der sph. Aberration
- - Asphären
- - Aplanate (2 Pluslinsen kompensieren Öffnungsfehler)
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Koma
- - tritt bei Objektpunkten außerhalb der opt. Achse (anders als bei sph. Aberration) auf
- - schräger Lichteinfall -> kometenförmige Abbildung
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chrom. Aberration
- abhängig von der Wellenlänge und dem Linsenmaterial -> jede Farbe hat einen eigenen Brennpunkt
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Gesichtslinie
- Verbindungsgerade zwischen Fixationspunkt und -ort
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Fixierlinie
- Achse zwischen Objektpunkt und Pupillenmitte
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optische Achse
- Lot auf HH, Pupillenmitte, Augenpol P
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mech. Augendrehpunkt
- Mittelpunkt, der als Kugel gedachten Auges
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opt. Augendrehpunkt
- - wichtigster Punkt für die Zentrierung
- - Verlängerung der Fixierlinie läuft durch diesen Punkt
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Fernpunkt
- - ist der Objektpunkt, der ohne Akkommodation scharf auf der NH als Bildpunkt abgebildet wird
- - der Abstand zwischen Hauptebene zum Fernpunkt ist der Fernpunktabstand (Kehrwert = Fernpunktrefraktion)
- - das Refraktionsdefizit ist die Fernpunktrefraktion mit umgekehrten Vorzeichen
- - das Auge ist fehlsichtig, wenn der Fernpunkt nicht im Unendlichen liegt
- - Achsenametropie: 1mm = 3 dpt
- - Brechwertametropie: durch Abweichung der Brechzahlen, Radien der Flächen, Abstand im Linsensystem, Aphakie
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Myopie
- Fernpunkt liegt reell im Endlichen vor dem Auge, Fernpunktrefraktion ist negativ, das Refraktionsdefizit ist positiv
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Hyperopie
- Fernpunkt liegt virtuell hinter dem Auge, die Fernpunktrefraktion ist positiv, das Refraktionsdefizit ist negativ
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Astigmatismus (regularis)
- - rectus: vertikaler HS stärker brechend, korr. Minuscyl. in 0*
- - inversus: horizontaler HS stärker brechend, korr. Minuscyl. in 90*
- - obliquus: stärker brechender HS in 45/135*, korr. Minuscyl. in 135/45*
Einteilung nach Lage der Bildlinien (mixtus, simplex, compositus)
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Aphakie
- - Linsenlosigkeit
- - Phakie = natürliche Augenlinse in funktioneller Lage
- - aphak = Auge ohne Intraokularlinse, nur Hornhaut mit Brechkraft von ca. 48dpt, Linse mit ca 19dpt muss durch Brille/CL ersetzt werden; keine Akkommodation mehr möglich, daher zusätzlich Nahkorrektur erforderlich
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Einfluss der Ametropie auf den Visus
- - bei der Myopie reduziert sich der Visus entspr. der Fernpunktrefraktion- bei der Hyperopie kann die Akkommodation einen Teil der Fernpunktrefraktion kompensieren
- - -0,5 dpt = Visus 0,5; cyl -1,0 dpt = Visus 0,5
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Hornhautscheitelabstand
- - ändert sich der Abstand zwischen Hornhautscheitel und Dem Scheitelpunkt des Brillenglases, muss die Stärke des Brillenglases korrigiert werden
- - wichtig ab 4 dpt
- - Plusglas: HSA größer = Schnittweite größer = Glas abschwächen
- - Minusglas: HSA größer = Schnittweite kürzer = Glas verstärken
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Brillenkorrektur als Galileisystem
- - das System Brille/ Auge ist aufgebaut wie ein Galilei- Fernrohr, die Gesamtvergrößerung setzt sich zusammen aus der Eigenvergrößerung und der Systemvergrößerung
- - bei Aphakie gibt es keine Systemvergrößerung, aber eine höhere Eigenvergrößerung von 4-5%;
- - Pluslinsen: Vergrößerungsfaktor von 1,3- 1,8%, Kinder haben dadurch ein kleineres GF und machen mehr Kopfbewegungen
- - Minuslinsen: Verkleinerungsfaktor von 0,7- 1,2% je Dioptrie, GF ist durch kleinere NH-Abbildung vergrößert, sodass sie weniger umherschauen müssen
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Anisometropie
- - Unterschiede in der Fernpunktrefraktion zwischen beiden Augen, - durch die Korrektur kommt es zu untersch. NH-Bildgrößen, also zu einer opt. Aniseikonie (3% Unterschied werden nicht wahrgenommen)
- - sinnvoll ist Korrektur der Aniseikonie mittels Kontaktlinsen (geringerer Vergrößerungseffekt)
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Anamorphotische Verzeichnung
- durch die unterschiedliche Wirkung in den beiden HS, ist auch die Bildvergrößerung untersch. - diese Abb. stört die räumliche Wahrnehmung und Orientierung
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Akkommodationsaufwand
- - um einen gewissen Erfolg bei der Akkommodation zu erreichen muss das Auge einen entspr. Akk.-Aufwand betreiben
- - bei Emmetropie entsprichr der Aufwand dem Erfolg (2,5 dpt führt zu einem Erfolg in 40cm)
- - beim Myopen ist der Akk.-Erfolg größer als der Aufwand
- - beim Hyperopen ist dagegen der Erfolg geringer als der Aufwand gegenüber dem Emmetropen
- - der Hyperope muss also mehr und der Myope weniger akkommodieren als der Emmetrope, um den gleichen Erfolg im Nahbereich zu haben
- - bei der Umstellung von Brille auf CL muss der Myope dann aber einen höheren und der Hyperope einen geringeren Aufwand aufbringen
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Abbildungsfehler bei Brillengläsern
- - der Visus wird beeinflusst von der sph. Abweichung, astim. Abweichung und Farbsaum
- - die Raumwahrnehmung wird dagegen beeinflusst von der Verzeichnung
- - bei positiven Brechwert der Brillengläser ist die Verzeichnung kissenförmiger und bei negativer Wirkung tonnenförmig
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Blickwinkel mit Brillenkorrektur
- der Hyperope kann durch Blickbewegungen mit seinem Brillenglas viel weniger erfassen als der Myope- der Hyperope muss viel mehr Kopfbewegungen durchführen -> verkleinertes GF - Ringskotom; besonders bei hohen Korrekturen
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