Lernen 4

  1. Assoziatives vs. Nicht-Assoziatives Gedächtnis: Welche Lernmechanismen gehören wohin?
    • Assoziatives Gedächtnis: Konditionierung
    • Nicht-Assoziatives Gedächtnis: Habituation, Sensitivierung
  2. Definition Klassische Konditionierung
    Form des Lernens, bei der ein Organismus Reize miteinander assoziiert.

    Neutraler Reiz wird durch wiederholte Darbietung mit einem unkonditionieren Reiz gekoppelt, bis schliesslich nur noch der neutrale Reiz die konditionierte Reaktion hervorruft.
  3. Ablauf Klassische Konditionierung
    • 1. NS + UCS = UCR (Reizkoppelung)
    • 2. CS = CR
  4. Extinktionstraining
    CS wird häufig ohne folgenden Reiz (UCS) dargeboten, bis der CS keine konditionierte Reaktion (CR) mehr auslöst.
  5. Extinktion
    • Lernprozess! (Nicht "Vergessen")
    • Es wird gelernt, dass der CS nicht mehr vom UCS gefolgt ist.
  6. Spontanerholung
    CR kann in einem bestimmten Kontext oder nach einer erneuten Präsentation des UCS wieder auftreten.
  7. Expositionsverfahren
    • Verfahren der Verhaltenstherapie mit dem Ziel der Extinktion.
    • Vorwiegend bei Phobien, Panik, Zwangsstörungen eingesetzt.
  8. Welche Hirnstruktur ist wichtig für die Konditionierung?
    Die Amygdala
  9. Welche Hirnstruktur ist wichtig für die Extinktion?
    Der mediale präfrontale Kortex
  10. Definition Instrumentelle Konditionierung (Thorndike, Skinner)
    Häufigkeit von ursprünglich spontanem Verhalten wird durch seine angenehmen oder unangenehmen Konsequenzen verstärkt oder gemindert.

    • Positive/negative Verstärkung: Verhalten wird häufiger gezeigt
    • Bestrafung: Verhalten wird seltener gezeigt
  11. Priming (Bahnung)
    • Bedeutet, dass eine wiederholte Erregung bestimmter Nervenbahnen
    • a)den Wirkungsgrad von Reizen gleicher Stärke erhöht oder
    • b) eine Erregung dieser Nervenbahn schon aufgrund schwächerer Reize ermöglicht wird.

    Bsp.: Zuvor präsentierte Bilder werden schneller erkannt als neue. (Visuelles Priming)
  12. Effekte von Stress auf den Gedächtnisabruf: Zeitlicher Zusammenhang
    Stress kann den Gedächtnisabruf behindern.

    Existiert der Stress kurz vor dem Gedächtnisabruf, ist dieser schlechter als z.B. einige Stunden vorher.
  13. Stresshormone (2)
    • Adrenalin: schnelle Freisetzung, schneller Abbau
    • Glucocortocoide (Cortisol/Cortison):
    • Verzögerte Freisetzung, verzögerter Abbau
  14. Inwiefern ist ein erhöhter Cortisolspiegel adaptiv/maladaptiv?
    • Maladaptiv: Wenn Information aus dem Gedächtnis abgerufen werden soll (Bsp. Prüfung)
    • Adaptiv: Wenn der Abruf störend/schädlich ist (PTSD)
  15. Verwendung von Cortison zur Gedächtnishemmung
    • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
    • Phobien, Soziale Phobie

    Cortisol fördert möglicherweise die Bildung des Extinktionsgedächtnis.
  16. Konzept der Rekonsolidierung in der Gedächtnispsychologie
    • Jedes Aufrufen einer Erinnerung versetzt diese kurzzeitig in einen labilen Zustand.
    • Der reaktivierte Gedächtnisinhalt muss durch Rekonsolidierung gefestigt werden um im Gedächtnis zu bleiben.
  17. Definition Konsolidierung
    • = Einprägung
    • Überführung neuer Erfahrungen vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis
Author
catherinina
ID
336126
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Lernen 4
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Lernen 4
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