Wahrnehmung

  1. Was nehmen wir wahr? Wie nehmen wir wahr?
    In Bruchteil von Sekunden liefert uns unsere Umwelt -zig zu verarbeitende Infos. Diese Informationen nehmen wir mit all unseren Sinnen wahr: wir hören, sehen, riechen, schmecken, spüren. Um all diese Informationen verarbeiten zu können,  entwickelt unser Gehirn Filter. Diese benötigen wir, um "überlebens"wichtige Informationen von unwichtigen unterscheiden zu können - nur die wichtigsten dringen bis in unser Bewusstsein vor - auf diese reagieren wir.
  2. Wie meine innere Einstellung das Verhalten der anderen beeinflusst - ändert

    Sir Francis Galton - famous walk
    • Sir Francis Galton war ein Vetter von Charles Darwin und Entdecker der
    • Fingerabdrücke. Er interessierte sich auch für Psychologie und machte
    • eines Tages seinen berühmten “Gedanken-Versuch”.

     

    • Galton stellte sich vor, er sei der meistgehasste Mann Englands. Nach
    • einer intensiven Vorstellung trat er - wie immer - seinen täglichen
    • Spaziergang an. Schon bald riefen ihm einige Passanten während des
    • Spaziergangs Schimpfwörter zu. Ein Arbeiter aus dem Hafen rempelte ihn
    • im Vorbeigehen so mit dem Ellbogen an, dass der Gelehrte in den Dreck
    • fiel. Sogar auf Tiere schien sich die Animosität gegen ihn übertragen zu
    • haben, denn als er an einem Droschkenpferd vorbeiging, schlug dieses
    • aus und trat Galton in die Hüfte, so dass dieser hinfiel und sich erhebliche
    • Schmerzen zuzog. Es gab daraufhin einen Volksauflauf. Die Leute
    • ergriffen jedoch keine Partei für ihn, sondern für das Pferd, worauf Galton
    • das Weite suchte...
  3. Wertekollision
    • In seinem Buch „Menschliche Kommunikation“ beschreibt Paul
    • Watzlawick ein tolles Beispiel für eine Wertekollision. Durch die
    • Stationierung von amerikanischen Soldaten in England seien zwei
    • unterschiedliche Kulturen aufeinander geprallt, ohne dass es den
    • agierenden Teilnehmern bewusst gewesen wäre. Während die
    • amerikanischen Männer behaupteten englische Frauen seien
    • schamlos, bezeichneten die Engländerinnen das Verhalten der
    • Amerikaner als Draufgängerisch. Zu Grunde lag ein kulturell
    • unterschiedliches Paarungsverhalten beider Kulturen: während das
    • Küssen bei dem amerikanischen Paarungsverhalten vom
    • Kennenlernen bis zum Geschlechtsverkehr, relativ früh gleich nach
    • dem Kennenlernen käme, war es hingegen beim Paarungsverhalten


    DIE HANDBREMSE IM KOPF LÖSEN

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    • der Engländerinnen erst sehr spät, nämlich erst kurz vor dem
    • Geschlechtsverkehr eine gewohnte Verhaltensweise. Die englischen
    • Frauen hätten sich in dem Dilemma befunden zu einem für sie
    • untypisch frühen Stadium zu entscheiden, ob sie sich ihrem Partner
    • hingeben sollten oder nicht. Sie hätten sich um einen Großteil der
    • Werbung um sie betrogen gefühlt, während die amerikanischen
    • Männer sie hingegen für leichte Beute hielten
    • (Watzlawick/Beavin/D.Jackson, 2007, S.20).  
    • „Die Lösung eines solchen Beziehungskonfliktes durch die beiden
    • Partner selbst ist natürlich deswegen praktisch unmöglich, weil
    • derartige kulturbedingte Verhaltensformen und –Abläufe meist völlig
    • außerbewusst sind. Ins Bewusstsein dringt nur das undeutliche Gefühl:
    • „der andere benimmt sich Falsch“ (Watzlawick/Beavin/D.Jackson, 2007,
    • S.20).
  4. Stress
    Dauerstress
    Wie entsteht Stress?
    • Stress im Allgemeinen ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers auf
    • verschiedene Reize unserer Umwelt oder unseres Umfeldes. Diese
    • Reaktion ist uns angeboren, ein Instinkt der seinen Ursprung in der Zeit
    • findet, wo der Mensch um sein Essen und Überleben kämpfen musste.
    • Durch Stress wird unserem Körper Energie zur Verfügung gestellt, die wir


    DIE HANDBREMSE IM KOPF LÖSEN

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    • früher zum Beispiel zum Angreifen oder Flüchten brauchten. In der
    • jetzigen Zeit gibt es zwar kaum noch Bereiche und Orte, an denen wir
    • keinem Stress begegnen, nur findet die daraus resultierende zusätzlich
    • geschaffene Energie kein Ventil mehr, sie wird nicht mehr abgebaut. Es
    • findet keine Entspannung mehr statt; es kommt zum „Dauerstress“ und
    • kann unseren Körper schädigen.
  5. Wie wirkt sich Dauerstress aus?
    • Wie sich Dauerstress zum Beispiel auf unser Gehirn auswirken kann,
    • zeigen Forschungsprojekte unter der Leitung von Robert S. Wilson vom
    • Rush University Medical Center aus Chicago (www.rush.edu/rumc/page-
    • R12447.html) [2012-01-03]
    •  „Die Menschen können unterschiedlich gut mit Stress umgehen. Offenbar
    • wird aber, wenn man sich dauerhaft stressen lässt, eine Gehirnregion
    • geschädigt. Unglücklicherweise ist es die Hirnregion, die für die
    • Speicherung von Erinnerungen zuständig ist.“
    • (www.welt.de/wissenschaft/article939692/Dauerstress_schadet_dem_Geh
    • irn.html, 2007)[2012-01-03]
  6. Unterbewusstsein
    Wie wirkt das Unterbewusstsein?
    • die Tendenz hat, jeden Gedanken Wirklichkeit werden zu lassen.
    •  am stärksten auf Bilder reagiert, je lebendiger, desto besser.
    •  nicht zwischen Wirklichkeit und Vorstellung unterscheiden kann.
  7. Komfortzone
    Was kennzeichnet die Komfortzone?
    • hier fühlt man sich sicher, es ist bekannt, vertraut, vorhersehbar und bequem.
    • Denken in gewohnten Mustern, Vermeidungsstrategien wie
    • rationalisieren, umdeuten oder abschieben von Verantwortung, ablehnen
    • von Risiken usw.
    • Die Komfortzone bedeutet aber auch bis zu einem gewissen Grad Stillstand,
    • vielleicht auch Langeweile. Ein Mensch der ausschließlich in seiner
    • Komfortzone lebt, reagiert nur auf seine Umwelt, gestaltet sie also nicht selbst.
    • Die Größe der Komfortzone oder der Handlungsspielraum, der als angenehm
    • empfunden wird, ist von Mensch zu Mensch verschieden.
  8. Komfortzonen-Modell
    Was ist das Komfortzonen-Modell?
    Komfortzone_modell
  9. Wachstumszone
    Was kennzeichnet die Wachstumszone?
    unsicher, riskant, unbekannt, unvorhersehbar, unbequem

    Möglichkeit zu wachsen, sich zu entwickeln

    Abwehr- und Kontrollmechanismen (z.B. innere Schweinehund) behindern den Zutritt von der Komfortzone hinein in die Wachstumszone (Growth-Zone)
  10. Panikzone
    Was kennzeichnet die Panikzone?
    • Überforderung
    • Verletzung
    • Panik

    Reptiliengehirn
  11. positive, innere Einstellung

    Ziele

    Thomas Edison
    • Thomas Edison hatte eine Vision. Er wollte für die Menschen Licht
    • erfinden, das nicht rußt, keine Gefahr darstellt und nicht permanent
    • versorgt werden muss. Er hatte eine grobe Vorstellung davon, wie es
    • gehen kann, es gab jedoch unzählige Möglichkeiten, die zum Ziel führen
    • konnten. Er wählte den Weg, die untauglichen Varianten durch Versuche
    • auszuschließen.
    • Nach über 1.000 mühsam unternommenen Tests wurde er gefragt, ob er
    • denn nicht schon total frustriert über so viele Misserfolge sei. Edison
    • blickte sein Gegenüber ungläubig an und meinte: „Wieso Misserfolge? Ich
    • bin in der glücklichen Lage, bereits tausende Varianten als nicht
    • praktikabel erkannt zu haben.” (Frei,  CD, 2010)
  12. Welche Gründe gibt es, in der Komfortzone stecken zu bleiben?

    3 Hauptgründe
    Dabei gibt es drei Hauptgründe, warum wir oft in unserer Komfortzone stecken bleiben:


    Angst vorm Scheitern (Wir haben Angst davor, Fehler zu machen)

    Angst vor Überanstrengung (Wir tun nur so viel, wie wir müssen)

    Angst vor sozialer Ablehnung (Wir möchten von jedem gemocht werden und fürchten uns davor, zurückgewiesen zu werden)
Author
Brisa
ID
333728
Card Set
Wahrnehmung
Description
Wie beeinflusst uns unsere Wahrnehmung? Wie kommt Wahrnehmung zustande?
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