Umweltmedizin

  1. Querschnittstudie
    Fall-Kontroll-Studie
    Kohortenstudie
    Zeitreihenanalyse
    • Querschnitt:
    • Momentaufnahme

    • Fall-Kontroll:
    • retrospektiv; im Vergleich zu Kontrollgruppe

    • Kohortenstudie:
    • Kollektiv, das in Vergangenheit einem Schadstoff exponiert war wird langzeitlich untersucht

    • Zeitreihenanalyse:
    • Zeitliche Entwicklung von Expositionen/ Erkrankungen
  2. Einflussgröße
    Confounder
    Bias
    • Einflussgröße:
    • unabhängige Variable (Regressor)

    • Confounder:
    • bestimmt Auftreten eines Risikofaktors und gleichzeitig betrachteten Endpunkt mit

    • Bias:
    • Verzerrung durch Variable (zB durch schlechte Planung -> nicht repräsentativ)
  3. Was muss gemeldet werden?
    • Erkrankungen o. Verdachtsfälle von Vergiftungen (auch durch Tiere und Pflanzen)
    • -> Verdachtsfälle nur, wenn auch Symptome bestehen
    • Verätzungen (auch wenn nur lokal)
    • Allergische Reaktionen im Zusammenhang mit Chemikalien
  4. physiol. Besonderheiten von Kindern
    • renale und hepatische Clearance gering
    • Enzyme nicht vollständig ausgestattet
    • Größenverhältnisse der Organe
    • Erhöhte Ventilations- und Resorptionsraten
    • Embryonen und Feten durch Zellteilung und Differenzierung anfälliger
    • Plazenta ist durchlässig (zB für Blei)
    • Muttermilch (PCB und Dioxine!)
  5. Welcher Giftstoff steckt oft in Hausstaub?
    Cave: Kinder die krabbeln
    PCP (Pentachlorphenol)
  6. Prophylaxe von Lampenölvergiftungen
    • Verbot von parfümierten und gefärbten Ölen
    • Gefahrenhinweise
    • Paraffin-/Petroleumfreie Produkte
    • schwarze, undurchsichtige Behältnisse mit max 1 Liter
  7. Antidot bei Quecksilbervergiftungen
    DMPS (Dimercaptopropansulfonsäure)
  8. Cotinin
    • guter Marker für Abschätzung der Tabakrauchexposition
    • Konzentration im Urin korreliert mit Höhe der Exposition
    • länger HWZ als Nikotin (1-3 Tage sind nachweisbar)
  9. Durch heiße Verdampfung in E-Zigaretten steigt Konzentration welchen Stoffes bedenklich an?
    Lösung dafür?
    • Formaldehyd
    • Begrenzung der Batteriespannung auf 3V!
  10. CO-Vergiftung
    • Kirschrote Hautfarbe
    • Pulsoxy kann falsch hohe Werte anzeigen, da CO-Hb nicht von anderem unterschieden wird !
  11. belegte Zusammenhänge zwischen Schimmelpilzexposition und Erkrankungen
    • Asthma, Rhinitis
    • EAA
    • Infekte (u.a. Mykosen, Aspergillose)
    • Organic toxic dust syndrome (OTDS)

    • nur eingeschränkte Evidenz:
    • MMIS (mucous mebrane irritation syndrome)
    • Atopisches Ekzem
  12. EAA
    • Typ III/IV Hypersensitivitätsreaktion
    • bei Landwirten und Vogelhaltern
    • als BK anerkannt !
  13. beim MMIS handelt es sich um eine durch Schimmelpilze ausgelöste...
    ... nicht-allergische Reizung der Schleimhäute
  14. häufigste Erreger der Aspergillose
    • Aspergillus fumigatus
    • Aspergillus flavus
  15. Aspergillose
    präformierte Körperhöhlen werden besiedelt und Pilz breitet sich in Gewebe/ Organe aus

    vor allem durch Aspergillus fumigatus und flavus

    eine der häufigsten Todesursachen durch Infektionen bei hämato-onkol. Patienten -> Letalität zwischen 30 und 90%!
  16. MVOCs
    MVOCs sind flüchtige organ. Verbindungen, die von Pilzen gebildet werden -> verbreiten typischen muffigen Geruch.


    alleinige Messung der MVOCs in Innenraumluft nicht ausreichend, um Risiken einschätzen zu können

    können durch Geruchsbelästigung zu Befindlichkeitsstörungen führen
  17. Parabene
    • Konservierungsmittel (Nahrung, Kosmetika, Medis)
    • binden an Östrogenrezeptor
    • im Tierversuch reproduktionstoxische Wirkungen
  18. EDCs
    endokrine Disruptoren

    Strukturell sind sie häufig den natürlichen Hormonen ähnlich, so dass sie an die natürlichen     Rezeptoren binden können. 

    · Sie blockieren oder aktivieren die Aktivitäten der natürlichen Hormone oder interferieren mit Metabolismus, Produktion und Transport der natürlichen Hormone. 

    · Agieren generell durch temporäre oder permanente Änderungen der Feedback-Loops in Gehirn, Hypophyse, Schilddrüse oder weiteren Komponenten des endokrinen Systems. 

    · Können sowohl östrogen als auch anti-androgen oder anti-östrogen wirken.
  19. Beispiele für EDCs
    • Metalle
    • Insektizide
    • PBCs
    • Bisphenol A
    • Dioxine
    • PAKs
    • etc
  20. Glyphosat
    Symptome
    welches Medium untersuchen?
    • Hautirritationen
    • Resp. u. GI-Symptomatik
    • Kardiovaskulär (Rhythmus, Versagen etc)
    • Nierenversagen
    • bei chron. Exp. zeigen sich bei Tiere DNA-Schäden, kanzerogene etc Effekte

    • Untersuchen:
    • Urin!! (entweder Glyphosat oder Derivat AMPA (Aminomethylphosphonsäure)
  21. Was sollte bei Belastung mit PCB gemessen werden?
    Schilddrüsenwerte
  22. Gesundheitliche Wirkungen von PCBs
    • Neurotoxizität
    • Immuntoxizität
    • Reproduktionstoxizität (männl. Zeugungsfähigkeit + Verkürzung der Schwangerschaft)
    • Schilddrüseneffekte -> Zunahme + selten Hormonstörungen
    • Leberveränderungen (nur im Tierversuch)
    • Hauteffekte (Chlorakne)
Author
Ch3wie
ID
333202
Card Set
Umweltmedizin
Description
Umweltmedizin
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