Ethik 2

  1. Compliance Ansatz
    = Verbote durchsetzen (Regelorientiert)

    Beim Compliance-Ansatz geht es um die Schaffung einer Rechtsgrundlage für moralisches Handeln innerhalb einer Unternehmung

    • hierarchisch geordnet
    • reduzieren soziale Komplexität in Entscheidungsprozessen
    • führt zu mehr rechtmäßigen Entscheidungen
  2. Integrity Ansatz
    = Impulse setzen (Wertorientiert)

    Basis ist die Annahme einer intrinsischen Motivation der Mitarbeiter -> es werden moralischen Vorstellungen als Anknüpfungspunkt genutzt, zur ethischen Entscheidungsfindung innerhalb des Unternehmens

    • wünschenswerte, flexible Prinzipien
    • erhöhen commitment und intrinsische Motivation
    • sinnstiftend
    • führen zu mehr rechtmäßigen Entscheidungen
  3. Compliance
    Allgemein: Einhaltung von Gesetzen einschließlich Sicherstellung des gesetzmäßigen Verhaltens in einer Unternehmensorganisation

    Anwendung auf Finanzdienstleistungsunternehmen

    • Im engeren Sinne:
    • Korruptionsbekämpfung und die kapitalmarktrechtliche Compliance
    • Im weiteren Sinne:
    • Produkt- und kundenbezogenen Themen
  4. Compliance Themenumfassung
    • Risikoanalyse
    • Commitment
    • Kommunikation
    • Organisation
    • Dokumentation
  5. Funktion Code of Condect/ Verhaltenskodex
    • Ethisierungsfunktion (Sensibilisierung und Steuerung rechtmäßigen Handelns)
    • Koordinationsfunktion (Vereinheitlichung des Handelns)
    • Legitimierung des unternehmerischen Handelns
    • Deregulierungsfunktion (rechtliche Regelungen werden entbehrlich durch die Selbstregulierung der Unternehmen)
  6. Welche Rolle spielt Unternehmenskultur für die Durchsetzung von Ethik im Unternehmen?
    Zwischen Ethik und Erfolg bestehen:

    • Harmonie (Harmonisierungshypothese)
    • Konflikte (Konflikthypothese)
    • Chancen (Ermöglichungshypothese)
    • Verhinderung von Schadensausmaß (Opportunismushypothese)

    • Durchsetzung von Ethik im Unternehmen setzt moralisches Grundverständnis voraus
    • Basis bildet Unternehmenskultur inkl. deren Mitarbeiter
  7. Beschreiben Sie die den ethischen Entscheidungsprozess nach Rest anhand eines selbstgewählten, konkreten Beispiels (z.B. Investition für den Arbeitsschutz)
    • Recognice moral Issue: Intepretation der Situtation / Handlungsbedarf. Unternehmen muss soziale und gesundheitliche Absicherung gewährleisten, gerade dann wenn es ein Unternehmen ist, wo der Arbeitsschutz wirklich wichtig ist (Chemie-, Baubranche), wo Mitarbeiter ständigen Gefahren ausgesetzt sind.
    • Make moral Judgement: Weil es die Arbeitsbedingungen verbessert und somit eine soziale Absicherung und einen gesundheitlichen Schutz für die Mitarbeiter schafft. Gesundheit und Wohlergehen der Mitarbeiter sollte das Augenmerk sein.
    • Establish moral intent: Investitionen in Arbeitsschutz sollten dringend getätigt werden, weil es zum einen das im Grundgesetz verankerte Menschenrecht aufgreift (Recht auf körperliche Unversehrtheit) und zum anderen das Sicherheitsgefühl bei den Arbeitnehmern stärkt.
    • Engage in moral Behaviour: Investitionen in Maßnahmen zur Verbesserung des Arbeitsschutzes tätigen.
  8. Aspekte der moralischen Intensität
    • Magnitude of consequences (Grad, wie sehr jemand von der Aktion des Entscheidungsträgers abhängig ist)
    • Social concensus (Sozialer Konsens, die Auffassung einer Gruppe von Menschen zu einer bestimmten Handlung, ob die gut oder schlecht ist)
    • Probability of effect (Eintrittswahrscheinlichkeit der Konsequenzen die vorhergesagt werden, unterschieden in gute oder schlechte)
    • Temporal immediacy (die Länge zwischen der Handlung die vorgenommen wird und die Konsequenzen die erfolgen)
    • Proximity (Nähe des Entscheidungsträgers zu den Individuen, die durch die Konsequenzen beeinflusst werden)
    • Concentration of effect (Beziehung zwischen der Anzahl der Leute die betroffen sind und das Ausmaß des Schadens)
  9. Beispiel moral intensity
    • Mindestlohn bspw. erhöht moralische Intensität der Betroffenen, durch höhere Wertschätzung seitens der Unternehmung.
    • Große Akzeptanz seitens der Betroffenen, daher kein Anlass zur Ausbesserung ethischer Missstände, daher geringe moralische Intensität.
    • Eintrittswahrscheinlichkeit hoch, da gesetzliche Vorschriften bestehen. Positive Auswirkungen für Mitarbeiter, daher moralische Intensität gering.
    • Kann sofortige Umsetzung bewirken, daher kein Grund für Mitarbeiter Einspruch zu erheben, daher folgt eine geringe moralische Aktivität.
    • Soziale Nähe gegenüber des Arbeitsgebers, gegenüber der Regierung eine anonyme Nähe.
  10. Earth Overshoot Day
    = Der Tag, an dem die Menschen die Ressourcen eines gesamten Jahres erschöpft haben

    menschlicher Verbrauch an natürlichen Ressourcen übersteigt laufend die Reproduktionskapazität der Erde

    • Treibhauseffekte werden schneller ausgesondert, als Wälder und Ozeane diese aufnehmen und umwandeln können. Zudem schrumpfen die Wälder und es kommt zum Rückgang der Artenvielfalt.
    • Durch den Rückgang der Ressourcenverfügbarkeit wird in Zukunft nicht mehr die Vielfalt gegeben sein, z.B. auch Rohstoffe für die Produktion bestimmter Konsumgüter.
  11. Nutzen von CO2 Rechner und Global Footprint Calculator
    • man erhält in Zahlen, wie gut oder wie schlecht das eigene ökonomische Verhalten  ist (CO2-Ausstoß)
    • man erhält Berechnung, wie groß die benötigte Fläche ist, die notwendig ist, um den eigenen Lebensstil dauerhaft zu ermöglichen
  12. Definition Nachhaltigkeit nach Brundtland (K)
    Konsum ist dann nachhaltig, „wenn er zur Bedürfnisbefriedigung aller heute lebenden Menschen führt und die Bedürfnisbefriedigung zukünftiger Generationen nicht gefährdet.“ (Schrader/Hansen 2002, zitiert nach  Schoenheit, 2009)
  13. Inter- und intragenerationale Gerechtigkeit (K)
    • Intergenerationale Gerechtigkeit:
    • Nachhaltige Entwicklung, d. h. eine Entwicklung die die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation deckt, ohne dabei die Möglichkeiten zur Deckung der Bedürfnisse zukünftiger Generationen einzuschränken

    • Intragenerationale Gerechtigkeit:
    • Behandelt den Ausgleich zwischen Ländern
  14. ökologische Kriterien der Nachhaltigkeit (K)
    • Kultur
    • Vermögen
    • Gesundheit
    • Siedlung
    • Mobilität
    • Sicherheit
  15. soziale Kriterien der Nachhaltigkeit (K)
    • Arbeit
    • Konsum
    • öffentlicher Haushalt
    • Wirtschaftsstruktur
    • Regionalität
    • Preis
  16. wichtigsten Felder nachhaltigen Konsums gemessen am ökologischen Fußabdruck
    • Energie
    • Ernährung
    • Mobilität
  17. Warum sind Übergriffe wie in Abu Gharaib keine Seltenheit? Was wissen wir aus Studien, sodass wir derartiges gut vorhersagen können? Wo liegt das Versagen des Einzelnen, wo das Versagen der Organisationen?
    • Gruppendruck
    • Konformitätsdruck
    • Rahmenbedingungen der Arbeitsgestaltung
    • Kultur
    • Bildung
    • Erfahrung
  18. Nennen Sie fünf Strategien für Ihren eigenen Alltag, womit Sie die schädlichen Auswirkungen von Konsum verringern können: Ordnen Sie diese nach Relevanz für Nachhaltigkeit (1) höchste Relevanz bis (5) niedrigste Relevanz. Begründen Sie die Rangreihe!
    • Energie (Wasserverbrauch)
    • Fahrrad statt Auto
    • Fair Trade/ Bio Produkte
    • Stoffbeutel statt Plastiktüten
    • Anbau eigener Produkte
Author
debs94
ID
332564
Card Set
Ethik 2
Description
Ethik Karteikarten Block 2
Updated