Ethik 1

  1. Drei Ebenen der Unternehmens- und Wirtschaftsethik
    • Makroebene
    • Mesoebene
    • Mikroebene
  2. Makroebene: Definition, Aktuere und Aufgaben
    • volkswirtschaftliche Theorien zur gesellschaftlichen Wohlfahrt
    • Politologische Theorien -> Wirtschaftsethik

    • Akteure:
    • EU, nationale Staaten, Ministerien, UN, überstaatliche NGO’s

    • Aufgaben:
    • Ressourcenschutz, gesellschaftliche Entwicklung
  3. Mesoebene: Definition, Akteure und Aufgaben
    betriebswirtschaftliche Theorien, soziologische Theorien -> Unternehmsethik

    • Akteure:
    • Unternehmen, Verbände, NGO’S, Verbraucherinitiativen

    • Aufgaben:
    • effiziente Ressourcennutzung, Konsumentenaufklärung
  4. Mikroebene: Definition, Akteure und Aufgaben
    psychol. Theorien, Philosophie -> individuelle Ethik und moralisches Verhalten

    • Akteure:
    • Führungskräfte, Mitarbeiter, Konsumenten

    • Aufgaben:
    • Veränderung individueller Verhaltensmuster
  5. Wichtigkeit der Unterscheidung von Makro-, Meso- und Mikroebene
    • Makroebene bezieht sich auf gesamte Volkswirtschaft
    • Mesoebene bezieht sich auf Unternehmen (auf Betriebswirtschaft)
    • Mikroebene  bezieht sich auf Verhalten des Einzelnen innerhalb des Unternehmens

    Unterteilung bietet detailliertere Betrachtung auf verschiedene Komponenten der Wirtschaftsethik und ihre Anwendbarkeit auf das CSR-Management
  6. Kritik an Modell von Carol
    Spannungen zwischen einzelner Stufen der Pyramide (Profit - soziale Verantwortung)

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  7. Stakeholder Dialoge
    Gespräche zwischen Unternehmensvertretern und deren Interessengruppen
  8. Warum führt man Stakeholder Gespräche
    • Förderung des Verständnisses für CSR im Unternehmen
    • Erkennen der Anliegen der Stakeholder und ihrer Möglichkeiten der Einflussnahme
    • Vermitteln von Interessen, Prävention von Konflikten
    • Trendbeobachtung, Identifizierung von Schlüsselthemen
    • Anregungen für die CSR-Politik und -Leitbilder
    • Information der Stakeholder über CSR-Aktivitäten
    • Nutzung des Know-hows der Stakeholder
    • Erkennen von Stärken und Schwächen vor dem Gang in die Öffentlichkeit (zum Beispiel beim ersten CSR-Bericht)
  9. Welche Ethik steht im Hintergrund von Stakeholder Dialogen?
    Medien, Kunden, NGO’s achten sehr auf ethisches Handeln der Unternehmen, hauptsächlich in Bezug auf Umweltschutz und Menschenrechte
  10. Wesentliche Stakeholder
    • Primäre:
    • Investoren, Manager, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner, Umwelt und zukünftige Generation

    • Sekundäre:
    • Regierungen, Behörden, zivile Organisationen
  11. Zusammenhang CSR und Risikomanagement
    Globalisierung und Klimawandel stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen, die sich mit normalem Risikomanagement immer weniger bewältigen lassen. CSR als ein Konzept, welches die drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie und Soziales) in sich vereint, bietet sich dagegen besonders an, mit den neuen Risiken erfolgreich umzugehen.
  12. Starke und schwache Nachhaltigkeit
    • schwache Nachhaltigkeit:
    • Vorstellung, dass natürliche Ressourcen durch Human- und Sachkapital ersetzt werden können (System ist nachhaltig wenn Gesamtkapital gleichbleibt oder wächst). Im Vordergrund ist die Aufrechterhaltung und Steigerung des Gesamtwohlstandes und nicht die Bewahrung der Umwelt

    • starke Nachhaltigkeit:
    • Ökologie wird über die anderen Dimensionen (Ökonomie, Kultur, Soziales) gestellt. Ökologische Ressourcen sind Grundlage für den Aufbau anderer Ressourcen.
  13. Unterschied zwischen CSR Handeln und Philantrophie
    • Philantrophie:
    • Verantwortung gegenüber dem Mitmenschen
    • Uneigennützige Gesellschaftsfreundlichkeit, die auf einer ideologischen Vorstellung beruht, ohne in irgendeiner Form extrinsisch motiviert zu sein

    • CSR-Handeln:
    • oft Motivation für Window-Dressing

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  14. Vorgehen für Aufbau eines CSR Managements inkl. Reporting in einem Unternehmen
    • Identifikation relevanter Aspekte (Wesentlichkeitsaspekte): Zunächst müssen relevante Tätigkeitsfelder, d. h. Aspekte (Material Aspects) der Organisation identifiziert werden, die einen wesentlichen Einfluss auf soziale, ökologische und ökonomische Wirkungen haben. Relevant ist zudem, was Stakeholder als kritische Tätigkeitsfelder identifizierten. 
    • Auswahl von Indikatoren: Basierend auf dem Wesentlichkeitsprinzip werden die Indikatoren für eine umfassende Berichterstattung (comprehensive) oder als Kernindikatoren (core) ausgewählt. Für den Beginn einer Nachhaltigkeitsberichterstattung empfiehlt sich der weniger umfangreiche Ansatz mit Kernindikatoren
    • Erstellen des Management Ansatzes: Darlegen der Grenzen des Einflusses der Organisation und der Wesentlichkeit sowie der Einbeziehung der Stakeholder d.h. Indikatoren müssen spezifiziert werden und sollten nachprüfbar erhebbar sein
    • eigene Erstellung des Dokuments: Hier geht es schließlich darum, wie die Information veröffentlicht wird (z.B. als Papierform, als Internet-Dokument).
  15. Wesentlichkeitsanalyse
    = Bewertung globaler Herausforderungen, die nachhaltige Entwicklung und Unternehemensbedeutung beeinflussen können. Die Bewertung erfolgt sowohl aus Sicht der Stakeholder (gesellschaftliche Perspektive) als auch aus der Geschäftsperspektive.

    große Bedeutung, da Unternehmensperspektive wie auch Ansichten der Interessensgruppen in Analyse einfließen

    • Wesentlichkeitsmatrix:
    • Darlegen der wesentlichen Aspekte Energie, Menschenrechte, …) und wie diese unter Einbindung der Interessensgruppen bestimmt und validiert werden
    • Darlegen der Einfluss- bzw. Berichtsgrenzen für jeden Aspekt (Energie, Menschenrechte, …) innerhalb der Organisation
    • Darlegen der Einfluss- bzw. Berichtsgrenzen für jeden Aspekt (Energie, Menschenrechte, …) außerhalb der Organisation
  16. Struktur Nachhaltigkeitsbericht
    • Strategie und Analyse
    • Organisationsprofil
    • Identifizierte Wesentlichkeitsaspekte und -grenzen
    • Stakeholder-Einbindung &Stakeholder Engagement
    • Report Profil
    • Management-Ansatz
    • Integrität und Ethik
  17. Indikatorindex Nachhaltigkeitsbericht
    • Spezifischer Indikator: Offenlegung Management Ansatz
    • Ökonomie-Indikatoren: Ökonomische Performanz, Indirekte ökonom. Auswirkungen
    • Umwelt-Indikatoren: Energie, Wasser, Emissionen, Abwässer und Abfall
    • Soziale Indikatoren: Beschäftigung, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Chancengleichheit
    • Menschenrechte-Indikatoren: Investitionen, Gleichbehandlung, Vereinigungsfreiheit
    • Gesellschaftsindikatoren: Gemeinwesen, Politik, Wettbewerbswidriges Verhalten, Einhaltung der Gesetze
    • Produktverantwortung-Indikatoren: Kundengesundheit und –sicherheit,  Werbung, Schutz der Kundendaten
  18. Wie bestimmen sie die Indikatoren, über die sie berichten wollen?
    Basierend auf dem Wesentlichkeitsprinzip werden die Indikatoren für eine umfassende Berichterstattung (comprehensive) oder als Kernindikatoren (core) ausgewählt. Für den Beginn einer Nachhaltigkeitsberichterstattung empfiehlt sich der weniger umfangreiche Ansatz mit Kernindikatoren.
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debs94
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332563
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