V4. Neue Infektionskrankheiten

  1. HIV
    ca 1910 speziesdurchbruch SIV zu menschen. 1959 erster (retrospektiver) nachweis von HIV in zentralafrika. 1983 isolation eines neuen retrovirus in pat mit AIDS. 1996 wirksame antiretrovirale kombinationstherapie.
  2. woher kommt HIV?
    • wie verwandt sind einzelne viren? phylogenetischer baum: nicht ein übergang vom affen zum menschen. weit verwandt aber ähnliches krankheitsbild. genetische distanz + substitutionsrate -> schätzung speziesdurchbruch 1884-1924. innerhalb des menschen trennt es sich auch wieder auf. einige viren sind klar unterschiedlich.
    • buschwild: affenfleisch, über blutübertragung beim zerlegen. zentralafrikanische jäger hatten noch andere affenviren in sich, die jäger. blau: affenanteil. >20% retrovirale elemente. anfang 1900 bildeten sich städte, hiv gab es schon vorher in kleinen communitys, ist aber jeweils wieder ausgestorben. eisenbahn, flussweg ausbreitung der viren. in europa und usa typ b, kam nicht direkt von afrika, zuerst va in haiti, da haitianer in afrika gearbeitet haben. erst als 1970 die infektion in die usa kam, fiel es auf
  3. influenza: antigener shift und drift
    • bei natürlichen wasservögel sehr häufig. gehen dann über auf die hühner und die schweine, normalerweise übertragung von schweinen auf den mensch. nicht alle influenzaviren die vorkommen schafen es zum menschen. nur solche mit bestimmten oberflächenproteine -> anpassung, dass sie den menschen befallen können. die viren zirkulieren, übernehmen von einem schweinevirus einige komponente und so haben die menschen keine ab. sind aber nur kleine änderungen, also ist eine kleine immunabwehr vorhanden. zt genetisch total anders: reassortant virus: viele starben. hatte keine immunantwort gegen dieses virus.
    • herbst mit vögel aber auch dem flugverkehr migieren die vieren in den rest der welt von asien
    • HxNx
  4. 6 stadien einer pandemie
    • 1. keine neuen influenzavirus-subtypen beim menschen
    • 2. influenzavirus vom tier ist subst risiko
    • 3. fälle beim menschen mit neuem subtyp. p-p selten (mensch zu mensch übertragung)
    • 4. kleine cluster, p-p lokalisiert
    • 5. grössere cluster, p-p immer noch lokalisiert
    • 6. vermehrte und ständige p-p in population
    • 1&2 interpandemisch, 3-5 pandemie alert, 6: pandemie.
  5. virale diversität/anpassungsfähigkeit
    fehlen des dna-proofreading der reverse transkriptase: spontane mutationen 3/10^5 nukleotide + virale replikation 10^10 /d + HIV-1 genom: 10^4 nukleotide = 1 von 3 produzierten HIV-1 ist mutiert -> >10^9 mutierte viren/d -> viele sind nicht lebensfähig.
  6. evolution und mutation
    je höher in evolution, desto weniger können wir mutationsraten tolerieren. überschreitet sie die linie, stirbt sie aus.
  7. begünstigung neuer infektionserreger
    enges zusammenleben (megacities) und eindringen in eneue ökologische nischen. zudem durch klima-, umweltveränderungen ausbreitung von vektoren. vektor von denguefieber, gelbfieber, chikungunya, zika: kälter als 10°c keine chance, aber durch klimaerwärmung mehr ausbreiten
  8. zika
    • flavivirus (RNA virus)
    • entdeckt 1947 bei rhesus makaken uganda und in aedes mücken
    • humanpathogen: nein, selbstlimitierendes fieber/rash
    • übertragung: moskito und auch mensch zu mensch (vertikal, sexuell (viren >2 monate im sperma nachweisbber), transfusion?). affen haben zika in sich und erkranken nicht. wald-zyklus, ab und zu sticht sie dann einen menschen und es kommt zum städtischen zyklus. stecken menschen und übertragen es auf den nächsten menschen. braucht stehendes wasser und warme-feuchte umgebung zum überleben.
  9. zika und mikrocephalie
    parallel zu zika fällen, mikrocephale kinder wurden geboren. assoziation zika-infektionund mikrocephalie. auch vermehrt gbs.
  10. dynamik einer epidemie
    R0 = basale reproduktionsrate einer infektion in einer suszeptiblen population, wieviele neu-infizierte pro infizierter. >1 verbreitet sich, <1 stirbt aus. zika: irgendwann sind so viele angesteckt und haben antikörper, dass sie nicht mehr angesteckt werden können.
  11. kontrollstrategien
    • epidemiologische überwachung
    • rasche intervention: hygiene (persönlich, bevölkerungsbezogene massnahmen)
    • forschung: charakterisierung des infektionserreger (bio, epidemiologie)
    • längerfristige intervention: chemoprophylaxe, therapie, impfung
    • lehr
Author
catfood
ID
332088
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V4. Neue Infektionskrankheiten
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Infektionskrankheiten
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