V19. Neuropsychologie - Demenz

  1. verhaltensneurologie
    • symptomorientiert
    • beobachtend (aufgaben)
    • interpretierend
    • eher subjektiv (erfahungshintergrund)
  2. neuropsychologie
    • symptomorientiert
    • messend (tests) und beobachtend (stand. beobachtungs- und ratingverfahren)
    • theoriegeleitet (kognitive neurowissenschaften, testtheorie)
    • objektiv und reliabel
  3. Gedächtnis
    • konstrukt / kognitive funktion: langzeitgedächtnis
    • dimension: deklaratives / nicht-deklaratives gedächtnis
    • bereich: deklaratives gedächtnis wird unterteilt in episodisches und semantisches gedächtnis
    • klinisch-valide tests für episodische gedächtnisstörungen: wortlisten, musterlisten
    • bezug zur funktionellen neuroanatomie: medialer temporallappen, diencephalon
    • bezug zur ätiologie: hypoxie, posteriorinfarkt, etc
    • B1
  4. episodisches gedächtnis
    lebensgedächtnis, ereignisse. hippocampale formation
  5. semantisches gedächtnis
    wissensgedächtnis, nicht so einfach klinisch valide tests. entorhinaler cortex, perirhinaler cortex, parahippocampaler cortex
  6. kognitive bereiche
    • systemische testung der verschiedenen bereiche
    • orientierung
    • sprache (aphasie) und sprechen (dysarthrie)
    • zahlenverarbeitung und arithmetik (akalkulie)
    • praxie (apraxie – störung ausführung willkürlicher und zielgerichteter und geordneter bewegung bei intakter motorischer funktion)
    • gedächtnis (amnesie)
    • exekutive funktionen (planungs- und kontrollfunktionen)
    • sehen und visuelle wahrnehmung (agnosie)
    • raumwahrnehmung (neglect) und konstruktive fähigkeiten
    • aufmerksamkeit und verarbeitungsgeschwindigkeit
    • (persönlichketi, stimmung, affekt)
    • (intellektuelles niveau)
  7. orientierung
    person, ort, situation, zeit. kein neuroanatomisches korrelat, mehr eine globale funktion. methode: standardisierte befragung
  8. sprache
    • aphasie
    • phonologie, semantik, syntax.
    • neuroanatomie: inf. frontal, temproal und inf. parieatl. meist die linke hemisphäre sprachdominant.
    • methode: standardisiertes spontansprachrating, benennen, sprachverständnis (diktat), schriftsprache, nachsprechen (broca: mühe sprache zu produzieren, wernicke: mühe sprache zu verstehen, auch eigene sprache nicht verständlich, aber flüssig.
  9. sprache 2
    • aphasie
    • diskurs, pragmatik
    • dorsolateral präfrontal
    • standardisiertes rating (diskurs: fehlen in der mitteilung wichtige informationen, sind sie irrelevant?, pragmatik: wird das gespräch ständig unterbrochen?)
  10. arithmetik
    • akalkulie
    • inferior parietal
    • zahlenverarbeitung (lesen und schreiben von zahlen), grundrechnen, arithmetische satzaufgaben
  11. praxie
    • apraxie
    • gesten (pantomime, imitation), objekt / werkzeug-gebrauch
    • inf. frontal (pantomime), inf parietal (imitation), prämotorisch (gebrauch); klass. dikonnektionssyndrom
    • methode: prüfung pantomimisch, imitatorisch oder objekt / werkzeug gebrauch (zb hämmern)
    • hinweis: gliedmassenapraxie nach schädigung bilateral oder unilateral links (gegensatz bucofasziale apraxie)
    • motorische bewegungen, wie gesten aber auch werkzeuggebrauch. netzwerk nahe am sprachnetzwerk. schwierig bei patienten zu testen mit aphasie -> besser imitieren lassen
  12. gedächtnis
    • amnesie
    • kortikal (AG), limbisch, basalganglien, cerebellum
  13. arbeitsgedächtnis
    • verbal, visuell – kurzzeitig speichern
    • inferior frontal und parietal
    • methode: verbale merkspanne auf der linken hemisphäre, non-verbale auf der rechten
  14. episodisches gedächtnis
    • verbal, visuell
    • limbisches system (papez-kreis): verbal: sprachdominante hemisphäre, non-verbal: nicht-sprachdominante H.
    • methode: lernen und behalten von texten, wortlisten, komplexen figuren, non-verbale designs
  15. semantisches gedächtnis
    • temporaler neocortex
    • methode: kaum standardisierte testverfahren. wissenstest, berufstests, etc.
  16. prozedurales gedächtnis
    • zb velofahren
    • basalganglien, cerebellum
    • methode: keine standardisierte verfahren, experimentell zb spiegelbildzeichnen
  17. exekutive funktionen
    • präfrontaler cortex: dorsolateral: kognitiv, orbitofrontal: emotional/sozial, mediofrontal: motivational
    • sehr viele, in abhängigkeit der zu testenden funktion
  18. sehen und vis. wahrnehmung
    • agnosie
    • occipital und vis. assoziationsareale. dorsale pfad: raumrepräsentation, raumrelationen (rechten seite neglect); ventraler pfad: objekte & gesichter, IT Formen, farben.
    • methode: sehen: perimetrie, sehr viele in abh der funktion
  19. raumverarbeitungsstörungen/neglect
    parieatal, occipital
  20. aufmerksamkeit
    • intensität: alertness (etwas dass man normaler weise nicht erwartet (lautes geräusch)), vigilanz, daueraufmerksamkeit (über eine zeit aufrecht erhalten). selektivität: fokussiert, geteilt, wechsel
    • neuroanatomie: formation reticularis, thalamus, dorsolateal frontal u superior parietal
    • methode: testbatterie zur aufmerksamkeitsprüfung (TAP)
  21. normales kognitives altern
    • kristaline intelligenz – kulturell bestimmt (geschwindigkeitsunabhängig): wissen, lebenserfahrung, weisheit -> nimmt nicht ab
    • fluide intelligenz – genetisch vorgeprägt (geschwindigkeitsabhängig): verarbeitungsgeschwindigkeit, wahrnehmungsfunktionen (sehen, hören), arbeitsgedächtnis, lernen
  22. DD demenz vs depression
    • depressive symptome können zu kognitiver leistungsbeeinträchtigung führen
    • bei ca 1/3 der patienten mit alzheimer-demenz findet sich in der vorgeschichte eine depression
    • demenzen können zu einer reaktiven depression führen
    • demenzen können zufällig mit depressionen koexistieren
  23. warnzeichen: anamnese
    • zunehmende gedächtnisschwierigkeiten
    • verminderte zeitliche und räumliche orientierung
    • verlegen/suchen von sachen
    • sprachschwierigkeiten
    • schwierigkeiten bei komplexeren, kognitiven tätigkeiten
    • sozialer rückzug, interessenverlust, aufgeben von hobbys
    • stimmungsschwankungen, reizbarkeit, nächtliche unruhe, persönlichkeitsveränderungen
    • depression; problem: abgrenzung von primär depressiver symptomatik
  24. kritik mini-mental-status
    • wichtigste sympomatik der häufigsten demenzformen (gedächtnis, exekutive funktionen) wird/kann nicht erfasst werden
    • reliabilitätsproblem durch zu wenige/leichte aufgaben
  25. demenztest: CERAD
    • + an N=1100 gesunden (>49 j) probanden normiert
    • + es liegen alters-, geschlechts- u bildungskorrigierte (z-werte) vor
    • + dadurch gute quantifizierung/sensitivität
    • - konstruktion sehr unausgeglichen
    • - DD nur grob möglich (alzheimer vs nicht-alzheimer)
    • . cerad-plus -> problem nicht behoben
  26. verlauf der störungen in verschiedenen neuropsychologischen bereichen
    episodisches gedächtnis – sprache – praxie – orientierung zur person – artikulation. dieser reihe nach zunahme der prozentzahlen im verlauf
Author
catfood
ID
331428
Card Set
V19. Neuropsychologie - Demenz
Description
neuropsychologie
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