3. Semester: Nationalsozialismus: Basiswissen Daten "Machtergreifung"

  1. Was gehörte zur Lebensraumideologie und Plänen der NS für den Krieg?
    • "Generalsiedlungsplan Ost": Ausrottung der polnischen Bevölkerung (Juden), Umsiedlung von Volksdeutschen in die neuen Gebiete
    • "Operation Barbarossa": Krieg gegen die Sowjetunion, Eroberung bis zum Ural
    • Lebensraum im Osten: Einzige Möglichkeit zur Ausdehnung wird im Osten gesehen
  2. Was bedeutet das "Führerprinzip"?
    • Absoluter Führer: Strikte Hierarchie in Partei und Staat
    • Ausrichtung von Staat und Regierung nach dem Führer
    • "Ein Volk, ein Reich, ein Führer!": Vereinigung aller Volksdeutschen
    • Aufbau eines großdeutschen Staates
  3. Was bedeutet die "Volksgemeinschaft"?
    • Aufopferung für das Volk
    • "Du bist nichts, dein Volk ist alles!"
    • Abwertung des Individuums im Vergleich zur Volksgemeinschaft
    • NS-Organisationen (Bsp. KdF)
    • soziales Engagement für die Volksgemeinschaft 
    • ->Popularitätsanwuchs
    • ⇛Lässt Exklusion bestimmter Gruppen / Minderheiten noch stärker hervortreten
  4. Rassismus/ Rassenlehre der Nationalsozialisten
    • "Der Arier": Unterscheidung von Menschen aufgrund äußerlicher Merkmale und Herkunft
    • ->"Arier" als Herrenrasse
    • Sozialdarwinismus: Übertragung der darwinistischen Theorie auf Menschen und Völker
    • ->Grundlage der rassischen Hierarchie
    • Antisemitismus: Rassismus/Hass gegen Juden
  5. Was waren Einflussfaktoren in der Weimarer Republik? - gesellschaftlich
    • Massenmedien
    • neues Frauenbild
    • neuer Lebensstil/neue Freizeitgestaltung
    • Nachkriegsgesellschaft (nach der Niederlage)
    • verschiedene Generationen (Orientierungslosigkeit)
  6. Was waren Einflussfaktoren in der Weimarer Republik? - politisch
    • wenig stabile Regierung (Putschversuche)
    • Sozialreformen
    • ab 1919 parlamentarische Demokratie (erzwungen)
    • politischer Extremismus
    • ->gewalttätige Auseinandersetzung gegensätzlicher pol. Lager
    • Regieren durch Notverordnung
    • ->ohne echte Volksvertretung
    • Empörung über den Young-Plan
    • außenpolitische Öffnung
    • republikfeindliche bzw. indifferente Einstellung
    • Sehnsucht nach autoritären Strukturen
  7. Was waren Einflussfaktoren in der Weimarer Republik? - wirtschaftlich
    • Reparationszahlungen (Versailler Vertrag)
    • Hyperinflation
    • hohe Arbeitslosigkeit
    • Weltwirtschaftskrise
  8. Was ist der Young-Plan?
    • Der Young-Plan war der letzte der Reparationspläne, die die Zahlungsverpflichtungen des Deutschen Reichs auf Grundlage des Versailler Vertrags regelten.
    • 1929-1930 beschlossen
  9. Was brachte die Jahrhundertwende mit sich?
    • enormer Wirtschaftswachstum
    • große Fortschritte in Wissenschaften
    • Modernisierung explodiert förmlich (v.a. in Städten)
  10. Wozu führten die Veränderungen der Jahrhundertwende?
    • Sterberate sinkt, Bevölkerungszahlen steigen
    • neuer Lebensstil hinterfragt: Religion, Sexualmoral, familiäre Rollenverteilungen
    • -> Überforderung und Verunsicherung
  11. Wie reagierten die Menschen auf die Veränderungen / Modernisierung?
    • SUche nach Halt&Orientierung in neuen Ideologien (ersetzten Religion)
    • Nationalismus 
    • -> Zusammenziehen und Stärken des Volkes
    • ->Hass ggü. angebl. "Reichsfeinden" verstärkt
    • Juden als Sündenbock
  12. Wie begründete man die modernen Ideologien?
    • Rassentheorie durch pseudowissenschaftliche Erkenntnisse der Naturwissenschaft untermauert
    • ->untersützten Antisemitismus
    • -> rechtfertigten Ziel der Lebensraumgewinnung im Osten
    • ->Deutschland als Weltmacht
  13. Wie war die Situation in Österreich angesichts der Modernisierung?
    • Vielvölkerstaat
    • Streben der kleinen Staaten nach Unabhängigkeit 
    • ->droht zu zerfallen
    • ANgst vor den Slawen
    • ->Wunsch, sich Dtl. anzuschließen und sich vor den Slawen zu retten
    • ⇛Nationalismus noch stärker ausgeprägt als in Deutschland

    • Verunsicherung durch die Modernisierung
    • Angst vor Existensverlust
    • Fremdenhass /-angst
  14. Wie reagierte Hitler auf die Moderne?
    • Hass aufgrund von Nichterreichen seiner Ziele
    • ->Verlierer der Moderne
    • schob persönliches Versagen auf Sündenböcke
  15. Allgemein: Was sind Konsequenzen und Reaktionen auf die Moderne?
    • Suche nach klaren, eindeutigen Linien /Strukturen
    • Kritik an der "umständlichen" Demokratie
    • Reaktionismus (zurück zu alten Strukturen)
    • Überforderung, Verunsicherung (z.B. Medien)
    • Existenzängste
    • verbesserte Bedingungen für Frauen, Arbeiter
    • ->Chancen + Möglichkeiten
    • Zuversicht 
    • Misstrauen
    • Nationalismus
    • ⇛Orientierung an extremen Ideologien
  16. Allgemein: Was machte die Moderne zur Zeit der Weimarer Republik aus?
    • Aufstreben der Technologie
    • Massenmedien
    • (Emanzipation der Frau)
    • Kriegsniederlage
    • Experiment Demokratie
    • Weltwirtschaftskrise
    • Große Unterschiede in Generationen
    • Politischer Extremismus
    • Verlierer der Moderne: Arbeiterklasse (Wohlstandsdifferenzen)
    • alte Eliten (v.a. Adel und Großgrundbesitzer)
  17. Warum ist die Weimarer Republik gescheitert?
    • Aufgezwungene Demokratie
    • Nicht vorhandene Identifikation 
    • ->Bevölkerungsmehrheit - Skepsis, Ablehnung
    • Scheitern der Regierung
    • ->Parteien & Verbände den Anforderungen nicht gewachsen
    • Weltwirtschaftskrise
    • ->Inflation, Massenarbeitslosigkeit
    • Vertrauensverlust
    • Präsidialregierung
    • -> Abwendung von parl. Regierung
    • Armee, Bürokratie, Justiz antirepublikanisch
    • politische & soziale Spaltungen
    • Kriegsniederlage -> Schuld
    • Eigennutz in der nationalsoz. Massenbewegung für alte Eliten (Militär, Industrie, Großbürgertum)
    • ->Abkehr von Weimar
    • ->Vorbild für Bevölkerung
    • ⇛Menge und Wucht der aufeinandertreffenden Belastungen
  18. Wie funktionierte die Verfassung der Weimarer Republik?
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    Legislative Exekutive Judikative
  19. Wie war das Deutsche Selbstverständnis nach dem Ersten Weltkrieg?
    • "Dolchstoßlegende": Niederlage der Armee aufgrund innerer Unruhen, nicht militärischer Unterlegenheit
    • Kriegsniederlage
    • Versailler Vertrag: Reparationszahlungen
    • Demilitarisierung
    • Besetzung des Rheinlands
    • territoriale Verluste
    • Kriegsschuld
  20. Was besagt die "Dolchstoßlegende"?
    • von der deutschen Obersten Heeresleitung (OHL) in die Welt gesetzt
    • Verschwörungstheorie
    • Schuld an der militärischen Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg
    • ->auf die Sozialdemokratie und andere demokratische Politiker abwälzen
    • das deutsche Heer sei im Weltkrieg „im Felde unbesiegt“ geblieben
    • habe erst durch oppositionelle „vaterlandslose“ Zivilisten aus der Heimat einen „Dolchstoß von hinten“ erhalten
    • (Antisemiten verknüpften „innere“ und „äußere Reichsfeinde“ zusätzlich mit dem Trugbild vom „internationalen Judentum“.)
    • Aufstände der Matrosen, Arbeiter
    • ->Sozialdemokraten und Kommunisten

    • diente deutschnationalen, völkischen und anderen rechtsextremen Gruppen und Parteien zur Propaganda
    • gegen die Ziele der Novemberrevolution
    • gg. die Auflagen des Versailler Vertrags
    • gg. die Linksparteien
    • gg. ersten Regierungskoalitionen der Weimarer Republik
    • gg. die Weimarer Verfassung.
    • ->bewusst konstruierte Geschichtsfälschung und Rechtfertigungsideologie der militärischen und nationalkonservativen Eliten des Kaiserreichs
    • lieferte dem Nationalsozialismus wesentliche Argumente und begünstigte seinen Aufstieg entscheidend
  21. Welche Interessen verfolgten die Siegermächte im Versailler Vertrag?
    Entschädigung für Kriegsverluste / -­‐kosten

    Schwächung Deutschlands – Kontrolle über Deutschland

    Sicherung der eigenen Machtstellung im internationalen Rahmen
  22. Was waren Maßnahmen des Versailler Vertrags?
    Alleinige Kriegsschuld Deutschlands

    Reparationszahlungen – starke Belastung der neuen Republik

    Gebietsabtretungen [Nordschleswig an Dänemark – Westpreußen + Teile Schlesiens und Ostpreußens und Posen an Polen – Elsass-­Lothringen an Frankreich

    Militärische Einschränkungen: Marine mit 15.000 Mann – Berufsarmee mit maximal 100.000 Mann

    Abgabe der Kolonien

    Anerkennen der Souveränität der Staaten Polen, Österreich und Tschechoslowakei
  23. Wie stand die NSDAP bis zu Hitlers Ernennung?
    • 1932: Stimmenverluste (Jul-Nov)
    • teurer Wahlkampf
    • -> finanz. Probleme der Partei
    • Verweigerungshaltung
    • Parteispaltungsversuch durch Straßer gescheitert
    • schlechte Stimmung in der Partei
    • ⇗ 
    • Treffen zwischen Hitler und v. Papen
    • ->zunehmende Einigung
    • ->Hitler als Reichskanzlerkandidat
    • Vereinbarung von Neuwahlen
    • trad. Parteien scheitern
    • Hitler übernimmt Parteileitung & -organisation
    • Wahlbeginn in Lippe-Detmold
    • moralischer Aufschwung

    • ⇛ 30.01.1933 
    • Hitler wird Reichskanzler
    • zwei weitere Ministerien für NSDAP
  24. Wieso wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt? Hypothesen
    • Verwandtschaft von politischen Ideen 
    • keine Alternative
    • Hindenburg brauchte Reichskanzler, der im Reichstag arbeitete 
    • ->NSDAP stärkste Fraktion
    • Hitlers Versprechen: Hindenburg vom Regieren mit Notverordnungen befreien
  25. Wäre Hitler vermeidbar gewesen?
    • schlechte wirts. Lage brachte Hitler notwendige Popularität
    • nur mit Hitler (glaubte Hindenburg) könnte neue "Volksgemeinschaft" entstehen
    • Bevölkerung - Suche nach AUtorität & Stabilität
    • Ablehnung der Demokratie
    • Spaltung d. NSDAP gescheitert
    • NSDAP: Starke Fraktion im Reichstag 
    • ->Stimmungsaufschwung in der Partei
    • Hindenburgs Verhalten
    • Wenn der Reichstag nicht so gespalten gewesen wäre -> kein NSDAP-Kanzler nötig
    • Stimmungsverluste d. NSDAP ausgehalten -> H. als Kanzler nicht mehr vertretbar
    • Verhalten der anderen Parteien 
    • ->wenn stärkere Zusammenarbeit gg. NSDAP
    • wenn Ziele der NSDAP nicht unterschätzt
    • (aber sie waren bekannt)
  26. 30.01.1933?
    • Hitler wird Reichskanzler
    • NSDAP ca. 33%
  27. Wann war der Reichstagsbrand?
    27.02.1933
  28. Wie wurde auf den Reichstagsbrand reagiert?
    • ein holländische Täter festgenommen - van der Lubbe
    • "Beginn eines kommunistischen Umsturzes" (Hitler)
    • ->Verhaftung kommunistischer Abgeordnete
    • ->Verbot v. kom. & soz.dem. Presse
    • "Reichstagsbrandverordnung"
  29. Wann und von wem wurde die "Reichstagsbrandverordnung" erlassen, wie wurde sie genannt und was besagte sie?
    • 28.02.1933
    • Hindenburg 
    • "Verordnung zum Schutz von Volk und Staat"
    • Grundrechte außer Kraft gesetzt
  30. Wann kam es zu Neuwahlen und welches Ergebnis brachten sie?
    • 05.03.1933
    • NSDAP - 43,9% 
    • ->immer noch keine absolute Mehrheit
  31. Wieso mussten Neuwahlen stattfinden?
    Weil der Reichstag am 01.02. aufgelöst worden war
  32. 01.02.1933?
    Auflösung des Reichtages
  33. 27.2.1933=
    Reichstagsbrand
  34. 05.03.1933
    Neuwahlen Reichstag
  35. 21.03.1933
    "Tag von Potsdam"
  36. Was geschah am "Tag von Potsdam"?
    • Handschlag Hindenburg - Hitler (Foto)
    • Hitler - Zivil ⇼ Hindenburg - Uniform

    • Eröffnung des neuen Reichstags
    • -> Opposition unter Druck
    • ->Ermächtigungsgesetz
  37. 23.03.1933
    "Ermächtigungsgesetz"
  38. Wie war die Stellung der NSDAP am 21.03.1933?
    • grds. starke Machtbasis
    • noch gibt es eine Opposition (SPD i.d. praktischen Opposition)
    • noch hat die NSDAP keine absolute Mehrheit
    • RP+RT (Parlament) noch vorhanden
  39. Warum hat Hitler den Reichstag aufgelöst? Als erste Amtshandlung?
    • ermoglichte:
    • Regierung durch Notverordnungen
    • Neuwahlen
  40. Welche Vorteile brachte der Reichstagsbrand für die NSDAP?
    • Inkraftsetzung der Reichstagsbrandverordnung
    • ->Ausschalten der Grundrechte
    • Verbot von kom. & soz.dem. Presse
    • Entmachtung und Verhaftung v. pol. Gegnern ->Kommunisten
    • Einschüchterung der Koalition
    • Warnung f.d. Opposition
  41. Was besagt das Ermächtigungsgesetz?
    • Art.1 
    • Hitler überspringt jegliche Volksvertretung (Reichstag, Reichsrat)
    • H. kann selbstständig Gesetze verabschieden
    • (Legislative Gewalt für Hitler
  42. Wie viele Abgeordnete stimmten FÜR das Ermächtigungegesetz?
    444
  43. Wie viele Abgeordnete stimmten GEGEN das Ermächtigungegesetz?
    94
  44. Warum stimmten die 94 Mitglieder der SPD dagegen?
    • nicht einverstanden mit dem Inhalt
    • Parlament schafft sich selbst ab
    • Aufrechterhalten der demokr. Werte
    • Kampf gegen die Einschüchterung
    • symb. Einstehen für politische Werte
  45. Wieso stimmten die anderen Parteien dafür?
    • Einschüchterung (auch durch Situation vor Ort)
    • Hoffnung auf spätere Einflussnahme
    • Angst vor Konsequenzen (->Kommunisten)
    • Aufgabe des demokr. Gedankens
    • "Vernunftdemokraten"
  46. Wie wird die Situation vor Ort beschrieben? 23.03.1933
    • vor der Kroll-Oper:
    • Menschenhaufen: wilde Sprechchöre, Drohungen, Beschimpfungen
    • Lautstarke Forderung nach dem Ermächtigungsgesetz 
    • (Jungen mit Hakenkreuabzeichen)
    • -> Spießrutenlaufen
    • in der Kroll-Oper:
    • SA, SS
    • SPD - Plätze an der äußersten Linken (Kommunisten nicht anwesend)
    • SA, SS-Männer versperrten Eingänge, stellten sich an den Wänden hinter der SPD auf
    • ⇛Psychischer Druck auf die Abgeordneten
  47. Welche Folge hat das Ermächtigungsgesetz?
    Hitler erlangt diktatorische Macht
  48. War das ErmG. legal?
    • Weg dahin war legal
    • Druck
    • KPD ausgeschaltet
    • Inhalt gg. dem. Werte der Weimarer Republik
    • P Legitimität
  49. Was bedeutet "legal"?
    • gesetzlich [erlaubt]
    • dem Gesetz gemäß
    • rechtmäßig
    • mit behördlicher Genehmigung
  50. Was bedeutet "legitim"?
    • so, dass etwas rechtmäßig ist
    • "Die legitime Regierung des Landes wurde gestürzt."
    • so, dass etwas berechtigt ist
    • "legitime Forderungen"
  51. Was ist der Unterschied zw. legal und legitim?
    • schmaler Grat:
    • Während sich das eine an ein gültiges Gesetz bindet (-legal)
    • findet das andere eher auf der moralischen Seite Verwendung (-legitim)
    • etwas kann illegal sein, trotzdem legitim (vertretbar)
  52. Wie ist die Situation im Dt. Reich am 24.03.1933
    • Grundrechte außer Kraft (RT-Brand-VO)
    • ErmG -> Gewaltenteilung außer Kraft
    • Opposition im RT stark beeinträchtigt
    • (wird geringer, Propagandamögl. eingeschränkt)
    • Teile d. Opposition bereits verhaftet
    • Hitler ist RK
  53. Was fehlt noch zur absoluten Macht der NSDAP?
    Gleichschaltung
  54. Was wird aus Hindenburg? Was ermöglicht es Hitler?
    • Tod 02.August 1934 
    • ->Vereinigung der Ämter RP+RK
    • ->Militär auf Hitler vereidigt
  55. Gleichschaltung: Was passiert mit den Ländern /-parlamenten?
    • Auflösung der Länderregierungen
    • Auflösung d. Reichsrats
    • Umstrukturierung d. Länder
  56. Gleichschaltung: Was passiert mit Beamten / Justiz?
    NS-Berufsverbände
  57. Gleichschaltung: Was passiert mit Parlament / andere Parteien?
    • SPD-Verbot: 22.6.33
    • große Teile der SPD-Führung emigrieren
    • andere Parteien lösen sich auf
    • Gesetz gg. Neubildung d. Parteien
  58. 22.6.1933?
    SPD-Verbot
  59. Gleichschaltung: Was passiert mit Jugendbewegungen?
    • verpflichtend: HJ, BDM
    • RAD (Reichsarbeitsdienst)
  60. Was war der RAD?
    • Reichsarbeitsdienst 
    • verpflichtend für Jugendliche 18-25 Jahre
    • gemeinnützige Projekte unterstützen
    • Jungen: halfen besonders bei Entwässerungsarbeiten und beim Bau der Autobahnen
    • Mädchen: fast ausschließlich in der Landwirtschaft (Garten- und Feldarbeit, bei der Hausarbeit, der Versorgung des Kleinviehs, beim Melken und bei der Beaufsichtigung der Kinder)
  61. Gleichschaltung: Was passiert mit Kirchen?
    • "Deutsche Christen"
    • aber: Gleichschaltung nicht erfolgreich
  62. Gleichschaltung: Was passiert mit Gewerkschaften
    • Auflösung: 2.5.33
    • Gründung der DAF
    • Aufhebung des Streikrechts
  63. 2.5.33?
    Auflösung der Gewerkschaften
  64. Was ist die DAF?
    • Deutsche Arbeitsfront
    • Zweck: deutschen Arbeiter in das neue „Dritte Reich“ integrieren und damit ihren bisherigen Organisationen den Boden entziehen
  65. Gleichschaltung: Was passiert mit dem Militär?
    • Einführung der Wehrpflicht
    • Entscheidung FÜR Reichswehr GEGEN SA
  66. Was zieht die Gleichschaltung allgemein mit sich?
    • Auflösung von Parteien
    • Auflösung von Gewerkschaften
    • ->Neueröffnungen als NS-Organisationen
    • "Säuberung" des Verwaltungsapparats (z.B. Juden, Kommunisten)
    • NSDAP-Mitglieder in Stadt-, Gemeinderegierungen 
    • NS-Jugendorganisationen (HJ&BDM)
  67. Warum ist der von den Nationalsozialisten gebrauchte Begriff "Machtergreifung" zu problematisieren?
    • suggeriert: dass die NSDAP dem frei gewählten Parlament und dem Rechtsstaat die Macht gegen deren Willen und ausschließlich mit illegalen Mitteln entzogen habe
    • Tatsächlich: NSDAP hatte Unterstützung in der Bevölkerung
    • konservative Politiker und Parteien an der Übertragung der Macht an Hitler beteiligt
    • -> Ernennung Hitlers zum Reichskanzler durch Hindenburg
    • ->durch die Beteiligung an der von Hitler geführten Regierung
    • ->durch die Verordnungen des Reichspräsidenten
    • ->durch die Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz im Deutschen Reichstag 1933
  68. Was ist "suggerieren"?
    (etwas suggeriert etwas) einen bestimmten Eindruck entstehen lassen
  69. Was sind die Ziele von Massenveranstaltungen?
    • Gemeinschaft (ermutigend, kräftigend)
    • Richtigkeit d. Ideologie bestätigt: Einzelner sieht, dass Tausende zustimmen
    • ->Masse stimmt zu-> muss richtig sein
    • "Groß"-Gefühl in der Menge
    • Einbindung Einzelner in NS-Gemeinschaft
    • Wollen, Sehnsucht, Kraft der Gemeinschaft
    • -> überträgt sich auf jeden Einzelnen
  70. Inwiefern wurden die Schüler beeinflusst?
    • Schule komplett auf nationalsozialistische Ideologie ausgelegt 
    • Abiturklausuren zum Thema "Rassenlehre" usw.
    • Unterschiedliche Altergruppen unterschiedlich beeinflussbar
    • Jüngere: stark beeinflusst, glaubten daran, kannten nichts anderes
    • Ältere: kritischer, widersprachen den Lehrern aber nicht 
    • (eigene Schullaufbahn nicht gefährden)
  71. Wie wurde Propaganda eingesetzt? (Goebbels)
    • Menschen untersch. beeinflussbar 
    • (soz. Umfeld, pol. Einstellung, Erziehung, Schulbildung)
    • schichtspezifisch
    • pol. Anpassung -> Vorteile
    • dort erfolgreich, wo NS Erfolge vorweisen konnte
  72. Was macht für Hitler den "Arier" aus? (nach Hitlers "Mein Kampf")
    • "Produzent der gegenw. Kultur, Errungenschaften
    • alleiniger Begründer und Träger des höheren Menschentums
    • Selbsterhaltungstrieb 
    • Ordnet eigenes Ich der Gemeinschaft unter
    • höherer Wert
    • Staat: Sieg des Stärkeren
    • Reinhaltung
    • Recht als Mensch: Reinhaltung d. Rasse
    • Gottes Ebenbild
    • Selbstaufopferung
    • Idealbild"
  73. Was machte für Hitler den Juden aus? (nach "Mein Kampf"
    • "nicht im Besitz einer eigenen Kultur -> kopiert andere (geistiges Arbeiten)
    • Intellekt kopiert / entwickelt anhand anderer Kulturen
    • hoher individueller Selbsterhaltungstrieb
    • Egoismus, Geiz, Gier
    • eigenes Überleben -> Ratten, Tiere
    • kein Verlangen nach Gemeinschaft
    • ohne idealistische Gesinnung
    • scheint intellektuell
    • nicht fähig, alleine zu bestehen
    • von Natur verlangt Unterordnung
    • Affe
    • feige
    • schwach
    • Staat nur als Mittel zum Zweck
    • schlechte Kämpfer"
  74. Worauf legt Hitler wert?
    • Bereitwilligkeit, sich für das VOlk zu opfern
    • ->Aufopferung d. Einzelnen
    • ->Aufopferung d. Individualität
    • Kultur
    • Reinheit & Erhaltung der "Rasse"
    • Mut im Kampf
    • Ziel: Unterwerfung "minderwertiger Rassen"
  75. Was ist Nationalismus?
    • radikale
    • antisemitische
    • rassistische
    • antikommunistische
    • antidemokratische
    • Ideologie
    • eigene Nation höchstes - über anderen
    • 19.Jh. napoleonische Besatzung: Verbundenheit kleiner Fürstentumer gg. gemeinsamen Feind
    • Wunsch nach EINER Nation, geeintem Dtl.
    • Gefühl "Deutschsein"
  76. Kommunismus?
    • Privateigentum abgeschafft
    • Produktionsmittel ->Gemeineigentum
    • gleichberechtigte Befriedigung kult.&materieller Bedürfnisse aller
    • Gleichheit
    • Freiheit
    • herrschaftsfreie & klassenlose Gesellschaft
  77. Sozialismus?
    (Vorstufe von Kommunismus)

    • Gesellschaft: Gleichheit
    • Solidarität
    • Gerechtigkeit
    • Produktionsmittel -> Gemeineigentum
    • keine Ausbeutung d. Arbeiter
    • gerechte Güterverteilung
  78. Marxistischer Sozialismus?
    • Aufteilung des ges. Eigentums
    • Erhebung d. Arbeiterklasse
    • ->Aufhebung d. Klassengesellschaft
    • Renovation / Reformation d. Staatssystems
    • ->Diktatur des Proletariats
    • Kapitalismuskritik
  79. Was ist beim Nationalsozialismus in Bezug auf "National ☁ Sozialistisch" zu beachten?
    • NS hatte eine eigene Auffassung vom Sozialismus
    • nicht von Nation, sondern von "RASSE"
  80. Was ist der Deutsche Sozialismus?
    • Gleichheit durch Unterordnung d. Individuums
    • Gemeinschaft als "oberster Lebenswert"
    • Dienst an nationaler Gemeinschaft,
    • gemeinsame Werte
    • unbedingte Obferbereitschaft (insbes. auf milit. Ebene)
    • Gemeinschaft erfolgreicher als Individuum
    • ≠Marx will Unterordnung abschaffen
  81. Was war die Voraussetzung für das Gleichheitsversprechen?
    Deutsch sein
  82. Was macht das Gleichheitsversprechen so attraktiv? (nach Götz Aly)
    • national:
    • das Deutsche stehe über allem anderen
    • Schaffung eines "neuen Deutschlands"
    • territoriale Ausdehnung d. dt. Nation

    • sozialistisch:
    • Möglichkeit eines sozialen Aufstiegs
    • Gemeinschaft organisiert durch Institutionen / Verbände
    • Gleichheit (z.B. i.d. Versorgung)
    • Aufhebung soz. Unterschiede und Klassenschranken
  83. Wieso bezeichnet Götz Aly das NS-Regime als "Gefälligkeitsdiktatur"?
    • (finanzielle) Unterstützung: Familien, Schuldnerschutz, Kinder-, Weihnachts-, Urlaubsgeld
    • Einberufene haben Vorteile für Familien
    • Gesetze: Gleichheit, z.B. Pfarrer/Beamte keine Privilegien im Pfändungsschutz
    • ⇛VÖLKISCHES GLEICHHEITSVERSPRECHEN
    • Unterschiede nach außen
    • Gleichheit nach innen
    • -> Spürbar in Organisationen
  84. Wie sicherte sich das NS-Regime Nachkommenschaft und gleichzeitig Soldaten?
    • "Ehestandsdarlehen": für junge Ehepaare
    • Voraussetzung: gesundheitliches Gutachten, Frau arbeitet nicht
    • kann "abgekindert" werden -> Pro Kind wird die Rückzahlung um 1/4 gekürzt
    • Vorteile für die Familien von EInberufenen
  85. Was wird allgemein unter "Gefälligkeitsdiktatur" gefasst?
    • Sozialreformen
    • Wirtschaftsaufschwung
    • Kraft durch Freude
    • Emanzipation d. Frau (?)
    • Modernisierung d. Reichs (z.B. Infrastruktur)
    • NS-Volkswohlfahrt
  86. Kann man in Bezug auf die Zeit des NS von Emanzipation der Frau sprechen?
    • Vor der Machtübernahme 1933: laut Hitler
    • Entmündigung der Frau (->Bibel)
    • Politik allein den Männern vorbehalten
    • Begriff der „Emanzipation“ von den Juden erfunden
    • änderte sich 1932: 
    • aufgrund weiblichen Wählerinnen, die davor gewarnt wurden, dass NS sie zu "gehorsamen Dienerinnen" machen will
    • Rolle der Frau im Nationalsozialismus wurde auf die Mutterschaft reduziert
    • von ideologischem Idealbild verherrlicht
    • nationalsozialistischen Propaganda die „Quelle der Nation“
    • Charaktereigenschaften wie Selbstlosigkeit, Treue, Pflichtbewusstsein und auch Opferbereitschaft
  87. Wo wurden Maßnahmen für das Volk ergriffen?
    • Bildungspolitik
    • Arbeits-/Gewerkschaftspolitik
    • Steuer-/Finanzpolitik
    • Familienpolitik
    • Freizeitangebote/ Kultur
    • Sozialpolitik
  88. Wie gelangte das NS-Regime zu Zustimmung des Volkes?
    • Beeinflussung d. Wahlmodus
    • Druck / Drohungen
    • Versprechungen & Erfolge
    • Volksnähe -> Überzeugungsarbeit
    • Beachtung der Zielgruppe
    • Propaganda entsprechend
    • Begünstigungen
  89. Was sind die Mittel der KdF?
    • Urlaub, Arbeiterreisen
    • (verbilligt), organisiert
    • über die Reichsbahn
    • Veranstaltungen kultureller Art
    • Auflösung alter Verbände / Gewerkschaften?
  90. Was sind die Ziele der KdF?
    • "Nervenstarkes Volk" 
    • Zufriedenheit 
    • Unterstützung im Volk
    • erhöhte Produktivität
    • zusätzliche Einnahmen
    • ausgebaute Infrastruktur
    • ideologische Prägung
    • Gemeinschaftsgefühl d. "dt. Arbeiters"
    • Aufbau einer Kontrollinstanz
    • Kontrolle der Arbeiterschaft (in ihrer Freizeit)
  91. Was bedeutet Euthanasie?
    Sterbehilfe
  92. 14.7.1933
    Erlass des "Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses"
  93. Was besagt das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses"?
    • Zwangssterilisation
    • Zwang zur Abtreibung für "erbkranke" Frauen
  94. Wieso das Euthanasie-Programm?
    • nationalsozialistische Lehre von:
    • "Rassenhygiene"
    • "Erbgesundheit"
    • ->"sozial oder rassisch Unerwünschte" als "lebensunwert"
    • (auch erbkranke oder geistig- oder körperlich behinderte Menschen)
  95. ab AUgust 1939?
    • Behinderte Neugeborene und Kleinkinder melden
    • -> in "Kinderfachabteilungen" ermordert
  96. Was beinhaltet die Aktion T4?
    Vernichtung "unwerten" Lebens
  97. Als was lässt sich die Aktion T4 charakterisieren?
    als staatliches und arbeitsteiliges Großverbrechen
  98. Was sind Merkmale der AKtion T4?
    • zentrale Planung & Leitung (Berlin)
    • 6 Vernichtungszentren im Deutschen Reich
    • 70.273 Menschen vergast
  99. Wie wurde das Euthanasie-Programm durchgeführt?
    • ohne gesetzliche Regelung
    • geheim
    • (um Bevölkerung, Kirche, Ausland nicht zu schocken)
  100. Wieso wurde das Programm während des Krieges durchgeführt?
    • Erleichterte Geheimhaltung
    • Begründungs: "Beseitigung biologischer, sozialer und ökonomischer Last"
  101. Wie wurde das Programm begründet?
    • (schonn in der Schule beeinflusst)
    • Gesunde müssten Benachteiligte tragen
    • hohe Kosten
    • "Last"
    • "lebensunwert"
    • "nicht der arischen Rasse entsprechend"
  102. Wie wurde vorgegangen?
    • Menschen wurden in grauen Bussen aus den Anstalten abgeholt 
    • in Vernichtungslager gebracht
    • den Angehörigen wurde gesagt "in eine andere Anstalt verlegt"
    • kurz darauf - Todesnachricht "Krankheit"
    • -> Fälschung der Todesursache
    • Leiche verbrannt, Asche an Angehörige geschickt
    • gleichz. Propaganda "Last"
    • Ausflüchte und Lügen der Anstalten
  103. Wie wurde mit den Angehörigen umgegangen?
    • Brief: Lüge über Todesursache (Trost)
    • keine Entscheidungsmögl. (Schicksal, "Verlegung")
    • Leichen behalten o. als Asche zurückgeschickt
    • Häufigste Diagnose: Tuberkulose, Lungenentzündung
  104. Wie reagierten die Angehörigen?
    • 1. Gruppe: stimmt zu, (glaubt)
    • 2.Gruppe: starke Wertung, Schicksalsergebenheit
  105. Gab es Widerstand oder Protest gg. "Euthanasie"-Programm?
    • Ja
    • durch Kirchen (Predigten, Schriften usw.)
    • Schwerer Protest aus dem Reich
  106. Wie erhob die protestantische Kirche Protest? Und wer?
    • Theophil Wurm
    • vorsichtig bei Kritikäußerung (Konsequenzen)
    • rechtfertigend
    • beschwichtigend
  107. Wie erhob die katholische Kirche Protest? Und wer?
    • Graf von Garlen -> direkte Kritikäußerung
    • eigene Meinung 
    • "Ermordung, Tötung"
    • rhetorische Frage
    • Predigt, Appell
  108. Wann endete das Programm?
    • Zwangseinstellung 1941
    • Aber Weiterführung im Ausland in besetzten Gebieten
  109. "Euthanasie" als Vorstufe des Holocausts?
    • Praktiken der Vergasung
    • Massenermordung
    • Schritt für Schritt über Ausgrenzung zum Mord
    • Juden auch "unwertes Leben"
  110. 15.9.1935
    "Nürnberger Gesetze"
  111. Was besagen die "Nürnberger Gesetze"
    • Unterscheidung: "Staatsangehörige" und "Reichsbürger"
    • volle politische Rechte nur wer "deutschen oder artverwandten Blutes" ist 
    • Verboten: Eheschließungen, außerehelicher sexueller Verkehr zw. Juden u. "Ariern"
    • ->Strafe
    • "Arier-Nachweis" -> Vorbedingung öffentlicher Anstellung
  112. 9..11.1938
    • "Reichskristallnacht"
    • Reichspogromnacht
    • ->von NSDAP organisiert
    • Pogrome gg. jüdische Geschäfte, Synagogen, Wohnhäuser
    • Plünderungen
    • Verhaftungen
    • Morde
  113. Was ist Pogrom
    • gewaltsame Ausschreitung gegen Menschen, die entweder einer abgrenzbaren gesellschaftlichen Gruppe angehören
    • oder aber von den Tätern einer realen bzw. vermeintlichen gesellschaftlichen Gruppe zugeordnet werden
  114. 20.01.1942
    Wannseekonferenz in Berlin
  115. Wer nahm an der Wannseekonferenz teil und was war Thema?
    • hohe Verwaltungsbeamte, SS-Offiziere, Staatssekretäre, Innen-, Justiz, Außenministerien
    • Thema: "praktische Durchführung d. Endlösung"
    • Folge: Ausbau d. Vernichtungslagers Auschwitz usw.
  116. Was sind die Phasen der antisemitischen Politik?
    • 1933-1935: Gesetze zur Ausgrenzung (Legalisierung d. Diskriminierung)
    • 1935-9.11.38: Staat greift ins Privatleben ein (Separation / Isolation)
    • 9.11.38-31.7.41: Verstoß gg. elementare Menschenrechte / Gewalt (Unterdrückung / endgültiger Ausschluss, Vorbereitung der Vernichtung)
    • 31.07.41-1945: Organisierte Vernichtung d. Juden in Europa
  117. 1933-1935
    • Gesetze zur Ausgrenzung
    • (Legalisierung d. Diskriminierung)
  118. 1935-9.11.1938
    • Staat greift ins Privatleben ein
    • (Separation / Isolation)
  119. 9.11.38-31.07.41
    • Verstoß gg. elementare Menschenrechte
    • / Gewalt
    • (Unterdrückung /
    • endgültiger Ausschluss,
    • Vorbereitung der Vernichtung)
  120. 31.07.41-1945
    Organisierte Vernichtung d. Juden Europas
  121. Wohin wurden die Juden deportiert?
    • Umsiedlung in Ghettos
    • in Konzentrationslager
    • zum Arbeitsdienst
  122. Welches Fallbeispiel zur Deportation?
    • Salitter (Bericht eines Schutzpolizisten)
    • deportierte rheinländ. Juden per Bahn nach Riga
    • Dez. 1941
  123. Was erfährt man aus dem Bericht über die Umsetzung d. Deportation?
    • Planung schlecht
    • Stops wegen unvorhergesehenen Zwischenfällen
    • "Versuchte Rettung" -> Fehler an Bahnbearbeitern
    • Taten nicht mal hinterfragt
    • Juden wie Tiere / Parasiten
    • Sorge nur zum Zweck 
    • -> keine Unruhe
    • schiebt Schuld von sich
  124. Was hat Goldhagen gesagt?
    "Die antisemitische Auffassung der Deutschen war die zentrale Triebkraft für den Holocaust"
  125. Was ist "Kadavergehorsam"?
    die Haltung, dass jmd. gegenüber Vorgesetzten völlig unkritisch und auf übertriebene Weise gehorsam ist.
  126. Wieso sind Fotoquellen zu problematisieren?
    • Instrumentalisierung der Opfer
    • spekulatives Element 
    • -> fehlende Informationen über Umgebung, Umstand
    • Grenzen der historischen Auslegung
    • ⇛Masse an Fotos als Beleg / aus unterschiedlichen Perspektiven
  127. Wer hat gesagt "Erziehung nach Auschwitz"?
    Theodor Adorno, 1966
  128. Was sind die Ziele von "Erziehung nach Auschwitz"?
    • QUalifikation zur Selbstreflexion
    • kritisches Denken
    • Empathievermögen für Opfer und Täter
    • Sich einlassen auf Frage, was AUschwitz mit mir zu tun hat
    • Bewusstsein für Auschwitz
    • Prävention
  129. Wie wird Widerstand nach Peukert definiert?
    Image Upload 2
  130. Was sind Voraussetzungen für Widerstand?
    • kritisches Denken
    • (Bildung systemunabhängig)
    • moralischer "Kompass"
    • Selbstbewusstsein
    • Mut
    • Empathie
    • Organisation / Vernetzung 
    • Gefahrenbewusstsein
    • Durchhaltevermögen
    • ->Überzeugung
    • Umfeld 
    • ->Unterstützung
  131. Was ist Widerstand nach der Definition von Bentz?
    • Einstellung, Handlung, Haltung gg. NS
    • (Bewahren eigener Werte)
    • genauer aber Unterschied
    • Verweigerung der Ideologie
    • aktiver Kampf mit Ziel der Beendigung
  132. Was ist ein Beispiel für Konformität?
    • Akzeptanz
    • Identifikation
    • Einfinden i.d. "System"
    • Anpassung
    • (zunächst z.T. die Kirchen)
  133. Bsp. für Nonkonformität
    • Umgehung einzelner Gesetze
    • ausländische "Feindsender" (BBC)
  134. Bsp. für Verweigerung
    • Verweigerung d. Hitlergrußes
    • Arbeitsverweigerung i.d. Rüstungsbetrieben
    • *Juden verstecken*
  135. Protest
    • Papst?
    • Flugblätter / -schriften
    • Parolen an Hauswänden
  136. Widerstand
    • "Rote Kapelle"
    • "Weiße Rose"
    • Geistliche (Bonnhoefer, v. Galen, Delp)
    • Gewerkschaften
    • politische Opposition
    • Studentenwiderstand (Weiße Rose)
    • Attentäter (Elser)
    • militärischer Widerstand (Beck v. Tresckow, Stauffenberg)
    • Sabotage
  137. Was ist die Schwäche von Peukerts Modell?
    • Verstecken von Juden lässt sich nicht einordnen:
    • Verweigerung der Auslieferung
    • aber gezielt nicht im öffentlichen Raum, sondern geheim
  138. Was kritisierte der militärische Widerstand an der NS
    • NS-Morde an Generälen
    • "Selbstjustiz" Hitlers gegen Fritsche
    • Auflösung d. Kriegsministeriums
    • Einrichtung d. OKW
  139. Wieso wurden nicht frühere Staatsstreiche durchgeführt?
    • fehlende Unterstützung durchs Ausland
    • Beginn des Krieges
  140. Was ist der Zusammenhang zwischen Krieg und Umsturzplänen?
    • Erfolglosigkeit schürt Opposition
    • Krieg schien verloren
    • Vermeidung sinnloser Opfer
    • Verantwortungsgefühl d. militärischen Führung ggü. Soldaten
    • moralische Bedenken
    • Massenmorde ("Endlösung")
  141. Was waren die Probleme der Widerständler?
    • mangelnde Untersützung i.d. Bevölkerung
    • Gegner (SS, SA) in eigener Gruppe
    • Schutz Hitlers
    • Regimetreue Elite (Hohe Beamte etc.)/ Militärs
    • wenige Rekruten (soldatisches Pflichtgefühl, Krieg)
  142. Wieso Stauffenberg?
    • Zugang zu Hitler
    • Jugendlichkeit, wenig Familie, die bestraft werden könnte
    • Zugang zu "Walküre"
  143. Motive für den mil. Widerstand?
    • Behandlung d. Heeresführung
    • Extreme Außenpolitik (Kriegsverbrechen)
    • Fehlende strategische Qualifikation Hitlers
    • Absehbare Kriegsniederlage
  144. Wieso ist der mil. Widerstand gescheitert?
    • Kommunikationsprobleme
    • Fehlende Unterstützung
    • Pech
    • Mangelnde Überzeugung
    • Wenig Handlungsmöglichkeiten
  145. Was sind die Folgen des gescheiterten Widerstands?
    • Exekution d. Widerständler
    • Inhaftierung der Angehörigen
    • ->Prinzip d. Sippenhaft
    • ->Abschreckung d. Widerständler
  146. Phasen der AUfarbeitung: 1945-1949
    • Phase der politischen Säuberung
    • Entnazifizierung
    • Nürnberger Prozesse
  147. Phasen der AUfarbeitung: 50er
    Phase der Vergangenheitspolitik

    • zahlreiche weitere Prozesse ("zentrale Stelle")
    • Umerziehung
  148. Phasen der AUfarbeitung: 60er & 70er
    • Phase der Vergangenheitsbewältigung
    • Umerziehung
  149. Phasen der AUfarbeitung: 80er
    Phase der Vergangenheitsbewahrung

    • Historikerstreit: Holocaust einzigartig i.d. GEschichte?
    • Diskussion ü.d. Rolle d. Vergangenheitsbewältigung
    • mediale Auseinandersetzung
  150. Phasen der AUfarbeitung: Gegenwart seit 1990
    • Aussterben der Zeitzeugen
    • Betreibung internationaler Außenpolitik
Author
nelema
ID
331367
Card Set
3. Semester: Nationalsozialismus: Basiswissen Daten "Machtergreifung"
Description
Alle hier behandelten Fakten und Meinungen sind NICHT meine Meinung, es handelt sich lediglich um das vom Unterricht zusammengetragene WIssen, dass wir in Bezug auf den Nationalsozialismus im Rahmen des Kernkurrikulums bearbeitet haben. Ich bin vollkommen gegen Nazis
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