2. Semester: Vertreibung von Polen (1939-1945)

  1. 1. Jahr 1939/40
    1,5 Mio. von sowjetischen Behörden deportiert
  2. 2. Jahr 1939/40
    0,5 Mio. ins Generalgouvernement vertrieben
  3. 1939-1944
    2,0 Mio. Deportation zur Zwangsarbeit ins Dt. Reich
  4. 1945-1947
    1,7 Mio. Aus UdSSR "repatriiert"/vertrieben
  5. 1945-1948
    1,5 Mio. Heimkehrer aus Deutschland und Österreich
  6. Nach 1945
    3,5 Mio. Polnische Umsiedlungskampagnen
  7. Welches Fazit lässt sich aus den polnischen Umsiedlungs- und Vertreibungsbewegungen ziehen?
    • nicht nur die Deutschen, sondern auch die UdSSR deportierte Polen
    • Große Lebensraum-/Gebietsverschiebungen
    • Gebietsverluste im Osten
    • Gebietszuwachs im Westen
    • Anstrengendes Leben, kein fester Wohnsitz?
    • Zwangsmigration
    • Heimatverlust
  8. Wie wurde für den Generalsiedlungsplan geworben?
    • rechtmäßig, Deutschland zugehörig (eroberte Gebiete)
    • Wiederaufbau Posens
    • Entschädigung
    • Druckmittel (Ausschluss aus der Volksgemeinschaft-> unangenehme Konsequenzen)
    • Schmeicheln, Lockmittel
    • ->"großer Bedarf an tüchtigen Leuten"
    • Versprechen, Aufstiegschancen
    • moralischer Druck - Einzelner nicht wichtiger als Volk
    • kein Hinweis auf praktische Durchführung
  9. Wie sah die "Realität" tatsächlich aus? (nach Frau Je)
    • "Aufbau Posens" nicht notwendig
    • fühlt sich nicht wie Eigentümer, eher als Verwalter
    • auf Hilfe der Polen angewiesen
    • fremd; Belastung für die Familie
    • Polen in Gegenwart d. Neusiedler vertrieben -> Mitleid
    • Heterogenität d. Nachbarschaft gewöhnt, verhielt sich dementsprechend -> war nicht gewollt
  10. Welches Fazit kann man aus dem Vergleich zwischen Theorie und Praxis des Generals.plans ziehen?
    • Lock- und Druckmittel verwendet
    • "Dienst am Volk" - moralischer Druck
    • Verschweigung der Durchführung der Umsetzung
    • " der Konsequenzen für die Einwohner
    • Konfrontation durch Unterdrückung d. neuen Nachbarschaft
    • ⇛ kann nicht funktionieren, da es sich um Menschen handelt, nicht um Spielfiguren
  11. Wer gehörte zur Wertungsgruppe I und was waren die Pläne mit ihnen?
    Deutsche: ausgesondert von anderen
  12. Wer gehörte zur Wertungsgruppe II und was waren die Pläne mit ihnen?
    • Eindeutschungsfähige
    • ausgesondert von anderen
    • Eindeutschung und Feinmusterung in Litzmannstadt
  13. Wer gehörte zur Wertungsgruppe III und IV und was waren die Pläne mit ihnen?
    • III: nicht eindeutschungsfähig
    • IV: nutzlos, gefährlich
    • Kinder, Menschen über 60, Kranke, Gebrechliche 
    • gemeinsam in "Rentendörfer"
    • verhungern lassen (Schicksal)
  14. Was sind "Rentendörfer"?
    dienten der Isolierung von Kindern, Alten, Arbeitsunfähigen, die so ohne ausreichende Lebensgrundlage einem "natürlichen" Hungertod ausgeliefert waren
  15. Wer gehörte zur Wertungsgruppe III (14-60 Jahre) und was waren die Pläne mit ihnen?
    • arbeitsfähig
    • zu "Arbeitseinsatz" im Reich vermittelt
    • Ersatz für noch im "kriegswichtigen Arbeitseinsatz" stehende Juden
  16. Wer gehörte zur Wertungsgruppe IV (14-60J.) und was waren die Pläne mit ihnen?
    Konzentrationslager Auschwitz (Deportation)
  17. Welchen Anteil hatten W. I+II an der Gesamtbevölkerung der Polen?
    5%
  18. Welchen Anteil hatte W. III an der Gesamtbevölkerung der Polen?
    74%
  19. Welchen Anteil hatte W. IV an der Gesamtbevölkerung der Polen?
    21%
Author
nelema
ID
331310
Card Set
2. Semester: Vertreibung von Polen (1939-1945)
Description
Vertreibung von Polen 1939-1945, Generalsiedlungsplan, Theorie und Praxis Alle hier behandelten Fakten und Meinungen sind NICHT meine Meinung, es handelt sich lediglich um das vom Unterricht zusammengetragene WIssen, dass wir in Bezug auf den Nationalsozialismus im Rahmen des Kernkurrikulums bearbeitet haben. Ich bin vollkommen gegen Nazis
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