2. Semester: Flucht und Vertreibung Nationalsozialismus wichtige Namen und DAten - Basiswissen

  1. Umsiedlung = ?
    zielgerichtete Verlagerung von Siedlungsschwerpunkten größerer Gruppen (staatliche Zwangsmaßnahme)
  2. Flucht = ?
    Migration aufgrund von Kriegen o.ä. (-> Existenzängste)
  3. Vertreibung = ?
    • Durchsetzung u. Initiierung der Migration
    • (staatliche Zwangsmaßnahme)
    • -> NICHT gleichbedeutend mit Umsiedlung, da keine geplante Wiederansiedlung
  4. Evakuierung = ?
    • Öff. Aufforderung v. Regierungen, Bevölkerung soll Dörfer wegen (Kriegs-) Gefahr verlassen 
    • Theoretisch ist Rückkehr möglich 
  5. Deportation = ?
    • staatliche (räuml.) Verbringung von Menschen(-gruppen (Minderheiten)) in andere Gebiete
    • zu einem bestimmten praktischen Zweck (Zwangsarbeit, Vernichtung)
  6. Displaced Persons = ?
    • nicht an diesem Ort beheimatet
    • kriegsbedingt außerhalb des Heimatstaats
    • u.a. Zwangsarbeiter, Zwangsverschleppte
  7. Zwangsmigration = ?
    • Wanderungsbewegung durch Nötigung 
    • aus politischen, ethno-nationalen, rassistischen o. religiösen Gründen
  8. "Volksdeutsche" = ?
    • leben außerhalb des Dt. Reiches, haben keine dt. Staatsangehörigkeit, aber dt. "Volksangehörigkeit" 
    • ->zählen zur "arischen Rasse"
  9. Welcher Historiker fällt dir bei Migration ein?
    Oltmer
  10. Bedeutung für die Migrationsentscheidung (nach Oltmer) - Individuen / soz. Gruppen
    • Bessere Chancen/Bedingungen: Wohnen, Arbeiten, (Weiter-)Bildung
    • Wohlstand durch: Stabilisierung d. ökon. und soz. Lage
    • Arbeitswanderungen: Geldüberweisungen an zurückbleibende Familienmitglieder
    • Flucht vor Krisen, Kriegen
    • Zwangswanderungen
    • Flucht, Verfolgung
    • Vorraussetzung: Wissen/Information über das Zielgebiet
  11. Bedeutung für die Migrationsentscheidung (nach Oltmer) - Soziale Gruppen (gegenseitig)
    • Unterstützung & Sicherheit
    • Motivation zur Veränderung
    • Chancenwahrnehmung
    • Gegenseitiger Druck auf andere
    • Zwangswanderungen
    • Flucht, Verfolgung
  12. Bedeutung für die Migrationsentscheidung (nach Oltmer) - Staaten
    • kontrollierte Durchführung von Migration (positiv wie negativ)
    • ->auch gesetzlich durch Ab- und Zuzugsbeschränkungen
    • Begleiterscheinungen & Probleme können erkannt werden
    • Förderung von Gewerben
    • Zwangsmigration als Ergebnis von Kriegen
    • Maßnahmen gg. autoritäre Regime
  13. Welche Faktoren begünstigen die Zwangsmigration (20.Jh.)?
    • Verwaltung: zentral gelenkt, spezialisiert (Zugriff auf alle Landesteile & Bevölkerungsschichten)
    • Effizienter Polizei- und Militärapparat: Kontrolle
    • technische Voraussetzungen: Telekommunikation, Verkehrswesen
    • moderne Sozialwissenschaften: Experten (Statistik, Geographie etc.), Beobachtung, Beschreibung, Beeinflussung d. Bevölkerungsentwicklung -> Pläne für Umsiedlung
    • nationalstaatliches Denken: "jedem Volk ein Staat, jedem Staat ein Volk"
    • "ethnische" Kriterien (Sprache, Religion, "Abstammung")
  14. Was ist "nationalstaatliches Denken"?
    • "jedem Volk ein Staat, jedem Staat ein Volk"
    • "ethnische" Kriterien (Sprache, Religion, "Abstammung")
  15. Wonach strebt der "moderne Staat"?
    • nach ethnischer Homogenität (Einheitlichkeit)
    • -> "Entmischung" der Bevölkerung 
    • notfalls mit Gewalt
    • "ethnische Säuberung"
  16. Die nationalsozialistische Ideologie ist..
    ...pseudowissenschaftlich belegt
  17. Was belegte der Sozialdarwinismus?
    • Einteilung ethnischer Gruppen in Rassen
    • (Überlebens-)Kampf der Gruppen ("Rassen")
    • um Lebensraum & -entfaltung
    • Ideologische Grundvoraussetzung für Zwangsmigration im Umfeld des zweiten Weltkriegs
    • Druck durch stärkere "Rassen"
    • Keine friedliche Koexistenz
  18. Wer gehört nach den Nationalsozialisten zu der "Kuli- oder Fellachenrasse" und was zeichnet sie aus?
    • Überzahl der Bevölkerung
    • Farbige Menschen Asiens und Afrikas, Volkstum Russland
    • außerordentliche Fruchtbarkeit
    • Bedürfnislosigkeit, Unterwerfung, Zähigkeit
  19. Wer gehört nach den Nationalsozialisten zu den "Parasiten" und was zeichnet sie aus?
    • angeblich Einnisten durch Überlistung in bodenständigen Volkstümern
    • Beräubten ihnen die Selbstführung
    • geistige Zersetzung
    • brächten um Ertrag der Arbeit
    • Judentum
  20. Wer gehört nach den Nationalsozialisten zu der "Herren- oder Kriegerrasse" und was zeichnet sie aus?
    • offener Kampf
    • Wagemut
    • selbstbewusster Einsatz
    • stünden über den anderen Rassen
    • kulturschöpfend
    • staatenbildend
    • nordisch (Vorvolk deutsch)
    • Arbeits- und Wehrkraft
    • Technik und Wirtschaft
    • -> müsse reingehalten werden
  21. Was spricht der Nationalsozialismus der "arischen Rasse" zu?
    • müsse reingehalten werden
    • Geburtsrecht auf Macht und Boden 
    • -> Eroberung v. wirts. Zentren, Krieg im Osten
    • Vernichtung der "Parasiten"
    • Unterwerfung der slawischen "Rasse" (Zwangsarbeit)
  22. Wie rechtfertigen die Nationalsozialisten ihre Lebensraumideologie (Lebensraumgewinnung im Osten)?
    • "gebührender" dt. Boden (einstig dt. Land - Preußen)
    • ->rechtfertigt Gewalt
    • "germanische Mutter" habe die Welt kulturell geprägt
    • ->Deutschland als Weltmacht (stehe über anderen Völkern)
    • Bolschewismus - Russland stehe kurz vorm Zusammenbruch (russische Intelligenz)
    • ->bestätigte Richtigkeit der Rassentheorie
    • Lebensraumerweiterung, damit Dtl. Weltmacht, ansonsten Untergang eines "großen" Volks
  23. Widersprüche zw. Deutschland als Industriestaat und in den NS-Vorstellungen
    • Dtl. nach 1.WK hochentwickelt (technologisch, industriell)
    • -> primitive Vorstellung von Bauern als Ernährer des Landes veraltet
    • Landwirtschaft nicht mehr so verbreitet
    • Industrialisierte Gesellschaft kann sich nicht mehr ernähren
    • trotz multikulturellen Staaten Streben nach Homogenität
  24. Was für ein Denken könnte in der dt. Bevölkerung vorgehen? Welche Angst?
    • Grundangst: vor Überlegenheit d. slawischen Völker ("primitiv" -> überrennen)
    • ->gg. Slawen vorgehen, bevor diese Übermacht Dtl. überrennen könne
    • mehr Kinder gebären
    • biologisch in der Schule gelernt
  25. Wann wurde der "Deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt" geschlossen?
    23. August 1939
  26. Welche Vorteile brachte der Pakt für Stalin und Hitler?
    • Verbot von gegenseitigen kriegerischen Handlungen (gegenseitiger Frieden)
    • ->Neutralitätsversprechen, Sicherheit
    • Dtl. verhindert Zweifrontenkrieg 
    • Falls Angriff durch dritte Macht -> Unterstützung
    • Keine Verschwörung in Mächtegruppen
    • Landgewinn durch Aufteilung Polens 
    • ->politische Grundvoraussetzung für Zwangsmigrationen 2.WK
  27. Welche Folgen hatte der Pakt für den polnischen Staat?
    • zwischen 2 Mächten (vertraglich verbunden)
    • Zerstörung des neuenstandenen Nationalstaats (80.000km2
    • Vorbereitung des Polenfeldzugs (2.WK)
    • Zwangsmigration/-arbeit
    • Wirtschaftlicher Umschwung und evtl. Zusammenbruch
    • kein Streit mehr zw. Dtl. und UdSSR um Polen
    • ⇛Polen als Schachfigur
  28. Was sah der "Generalsiedlungsplan" vor?
    • Vertreibung oder Deportation von Polen
    • Umsiedlung von Deutschen ("Volksdeutschen") in die neuen Gebiete
  29. Welche Intention hatte der Generalsiedlungsplan?
    • Vorbereitung / Grundlage für die Besiedlung der Ostgebiete
    • ->Rechtfertigung
    • "Sammlung verlorenen dt. Volkstums"
  30. Was sind Eindeutschungsfähige?
    • Polnisch
    • "rassische", "arische" äußere Merkmale, Abstammung, Name
    • häuslich - Sauberkeit, Hausaufbau
    • dt. Besitzgegenstände, Aufzeichnungen
  31. Wann und von wem wurden die Benês-Dekrete erlassen?
    19.Mai 1945 durch den tschechischen Staatspräsidenten
  32. Was besagten die Benes-Dekrete?
    • Sudetendeutsche als "staatlich unzuverlässig"
    • ->Vertreibung aus der Tschechoslowakei
    • Aufteilung des Vermögens der Sudetendeutschen
    • Führte zu -> "wilde Vertreibungen
  33. Wann fand die Potsdamer Konferenz statt?
    17.Juli-2.August 1945
  34. Wer nahm an der Potsd. Konf. teil?
    "großen Drei" = USA (Truman), UdSSR (Stalin), UK (Churchill/Attlee)
  35. Was bestimmte die Pots. Konf.?
    • Verwaltung des besetzten Deutschlands
    • gleichmäßige Verteilung Deutscher auf die Besatzungszonen
    • "geordneter & humaner Transfer dt. Bevölkerungsteile" aus Polen, Ungarn etc. nach Deutschland (Umsiedlung, Ausweisung)
  36. Was für Probleme ergaben sich in der praktischen Umsetzung? (Potsd. Konf.)
    • Chaotische Planung 
    • Überfüllte Lager
    • mangelhafte Versorgung
    • Massentransporte
    • Brutalität
    • Teilweise Zwangsarbeit
  37. 26.1.1934
    Deutscher Nichtangriffs- und Freundschaftsvertrag mit Polen
  38. 18.6.1935
    Deutsch-britisches Flottenabkommen
  39. erster militärischer Eingriff
    7.3.1936: Deutscher Einmarsch in entmilitarisiertes Rheinland
  40. 16.4.1935
    Einführung der allgemeinen Wehrpflicht unter Bruch des Vertrages von Versaille
  41. Oktober/November 1936
    Deutsche Bündnisse mit Japan und Italien
  42. März 1938
    "Anschluss Österreichs
  43. 15.3.1939
    Einmarsch in Resttschechei
  44. 23.8.1939
    Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt
  45. ab 1.9.1939
    "Blitzfeldzug" gegen Polen (Ende September abgeschlossen)
  46. "Blitzfeldzug" gegen Polen
    1.9.- Ende September 1939
  47. Mai / Juni 1940
    Westfeldzug: Eroberung d. Benelux-Staaten und Frankreichs
  48. 22.6.1941
    Beginn des Angriffes auf die Sowjetunion
  49. Wie wird die USA in den Krieg hineingezogen?
    7.12.1941: Japanischer See- und Luftangriff auf den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor
  50. 11.12.1941
    Deutsche Kriegserklärung an die USA
  51. 1942
    Beginn massierter britischer und amerikanischer Luftangriffe auf deutsche Städte
  52. Januar 1943
    • Konferenz von Casablanca: Roosevelt und Churchill
    • alliiertes Kriegsziel: bedingungslose Kapitulation Deutschlands
  53. 31.-2.2.1942
    Kapitulation d. bei Stalingrad eingekesselten 6. Armee (Dt.Reich)
  54. 18.2.1943
    Goebbels Aufruf zum totalen Krieg
  55. 6.6.1944
    Alliierte Invasion in der Normandie
  56. September 1944
    Angloamerikanische Truppen erreichen deutsche Westgrenze
  57. Januar 1945
    Beginn d. sowjetischen Offensive auf deutsches Reichsgebiet
  58. 7.-9. Mai 1945
    Kapitulation der Deutschen Wehrmacht
  59. 30.4.1945
    Selbstmord Hitlers
  60. Befreiung Auschwitz
    27.Januar 1945
  61. Joseph Goebbels
    • (29.Okt.1897-1.Mai1945)
    • einflussreicher Politiker
    • einer der engsten Vertrauten Hitlers
    • Gauleiter von Berlin ab 1926
    • Reichspropagandaleiter ab 1930
    • Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda
    • Präsident der Reichskulturkammer
    • Lenkung von Presse, Rundfunk und Film sowie des sonstigen Kulturschaffens
  62. Heinrich Himmler
    • (7.Okt.1900-23.Mai1945
    • Schutzstaffel (SS)
    • Röhm-Putsch
    • Reichsführer SS
    • Chef der Deutschen Polizei
    • Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums (ab 1939)
    • Reichsinnenminister (ab 1943)
    • Befehlshaber des Ersatzheeres (ab 1944)
    • ->Kontrolle über die gesamte Polizei
    • die Kontrolle über die nationalsozialistischen Konzentrationslager
    • über den Inlandsgeheimdienst
    • den Aufbau militärischer
    • nicht direkt der Wehrmacht unterstehender Verbände (Waffen-SS)
    • ->nur von Hitler übertroffen (Position)
  63. Hermann Göring
    • Hermann Göring
    • Der Oberbefehlshaber
    • Niemand im Nazi-Staat hatte eine solche Machtfülle wie Reichsmarschall, Reichstagspräsident, Minister und Luftwaffen-Oberbefehlshaber Hermann Göring. Er ist mitverantwortlich für die Einrichtung erster Konzentrationslager und die Gründung der Gestapo.
  64. Himmler
    • Heinrich Himmler
    • Der Massenmörder
    • Als oberster Führer der SS und der Gestapo zählt Heinrich Himmler zu den Hauptverantwortlichen für den millionenfachen Mord an europäischen Juden, Sinti und Roma, für die systematische Repression von Oppositionellen sowie die Kriegsverbrechen der Waffen-SS.
  65. Goebbels
    • Joseph Goebbels
    • Der Lautsprecher
    • Reichspropagandaminister Joseph Goebbels war er die Stimme der Diktatur. Jeder kennt seine Frage: "Wollt Ihr den totalen Krieg?", die er einem fanatisierten Publikum in seiner berühmten Berliner-Sportpalast-Rede stellte. Außerdem war Goebbels verantwortlich für die "Gleichschaltung" der Medien.
  66. Eichmann
    • Adolf Eichmann
    • Der Bürokrat
    • Adolf Eichmann war für die Umsetzung der auf der Wannseekonferenz beschlossenen "Endlösung der Judenfrage" verantwortlich. Im Reichssicherheitshauptamt in Berlin organisierte er die Deportationen von Juden aus Deutschland und den besetzten Ländern in NS-Vernichtungslager.
  67. ab März 1942
    Arbeitseinsatz v. Ausländern zentral koordiniert
  68. Repatriierung?
    allgemein für Rückholung ins Mutterland
Author
nelema
ID
331297
Card Set
2. Semester: Flucht und Vertreibung Nationalsozialismus wichtige Namen und DAten - Basiswissen
Description
Basiswissen, Begriffe, Definitionen, Nationalsozialismus, Namen, Daten Alle hier behandelten Fakten und Meinungen sind NICHT meine Meinung, es handelt sich lediglich um das vom Unterricht zusammengetragene WIssen, dass wir in Bezug auf den Nationalsozialismus im Rahmen des Kernkurrikulums bearbeitet haben. Ich bin vollkommen gegen Nazis
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