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intrakranielle kompartimente
- Venensinus
- subarachnoidalraum
- gehirn
- ventrikelraum
- arterien
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intrakranielles volumen
- volumen ist vordefiniert durch die feste schädelkalotte. total ein volumen von 1900 ml.
- hirn: 1500ml (80%); intrazellulärraum (glia& neurone 65%), extrazellulärraum 15%
- liquor: 150-200 ml (10%)
- blut (intravenös, -arteriel, -kapillär) 200-250 ml (10%)
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liquor – funktionen
- trägt und schützt das hirn & RM mechanisch (auftrieb)
- entfernt produkte des hirnstoffwechsels (rasche diffusion & massenfluss) -> kontrollierte vorgänge, auch aktive
- intrazerebraler transport (neuropeptide)
- puffer (chemisches milieu), homoeostase
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zusammensetzung des liquor
- wassergehalt (99%) und osmolarität (295mOsm/l), Na gleich wie im serum
- protein (35mg/dl (7000)), glukose (60mg/dl(90)), K+, Ca++, Mg++ und pH tiefer als im serum
- Cl- höher als im serum. klar und farblos, druck: 5-20 cmH2O liegend, 15 cmH2O sitzend (schwerkraft auf gehirn, druck im kopf wird niedriger, im bereich des spinalraums höher). zellen: EC keine, leuc <4 M/L.
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protein im liquor
je nachdem wo es gemessen wird. proteingradient von oben nach unten (ventrikel nach unten in den duralsack. albumin 0.11-0.35 g/l. IgG-index (<7) im vergleich zum serum tief. oligoklonale IgG (IEF): neg (bei diagnose von ms gebraucht)
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liquor produktion
0.35 ml/min; ca 500 ml/tag, umsatz ca 3-4 x/tag. 80% plexus choroideus (seiten-, 3. & 4. ventrikel), 20% zerebraler interstitialraum. 50% (aktive) sekretion, 50% (passive) plasma-ultrafiltration
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zirkulation engpässe
seiten-ventrikel (plexus choroideus) -> formaina monroi (2) -> 3. ventrikel -> aquädurctus cerebri -> 4. ventrikel -> foramina magendii & luschkae (2) -> basale cysternen -> subarachnoidalraum (SAR): deszend. zu spinalem SAR und aszend zu SAR über hemisphären-konvexität
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liquor resorbtion
- granulationes arachnoidales -> venöse hirnsinus
- wurzeltaschen (perineuralscheiden) der spinalnervenwurzeln
- ependym?
- kapillaren der pia?
- handelt sich um ein vesikuläres phänomen, liquor, zellschicht, dann blut. liquor in vesikel durch die zelle dann ans blut abgegeben.
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blut-liquor-schranke
endothel, basalmembran, plexusepithel – enthält mehrere regulatorische mechanismen. frei durchlässig für H2O, O2, CO2. aktiver transport und erleichterte diffusion durch die epithelialzelle für: vit c. rna und dna, folate, vit B6. Na basal gegen H+, apikal gegen K+. K+ wieder durch kanal in die ventrikel. Cl basal HCO3- intrazellulär, apikal das gleiche und durch einen kanal wieder in den ventrikel.
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blut-hirn-schranke
- hält spezielles neuronales milieu aufrecht.
- verhindert eindringen von plasmasubstanzen
- selektive endotheliale transportmechanismen
- spezielle anatomie der endothelzellen: keine fenestration, kein vesiculärer transport, tight junctions -> diffusion blockiert, selbst für kleine moleküle.
- permeabilitätskoeffizienz direkt abhängig von der fettlöslichkeit für viele substanzen. medikamente wie diazepam sind gut fettlöslich und gelnagen so ins gehirn.
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BBB
selektive transporte durch die endothelzelle via energieabhängige rezeptorvermittelte mechanismen oder selektive ionenkanäle. zb für: glucose, leucine, Na, L-DOPA.
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hirndruck
- intrakranielles volumen = konstant
- intrakran. raum mit athmosphär. druck via venen (zerebral, spinal epidural) verbunden.
- ICP: pulsatil (herzzyklus, atemzyklus): hirndruck verhält sich ähnlich wie arterielle druck. die pulsatilen drücke werden weitergegeben. atmung je nach thorakalem druck, mehr oder weniger rückfluss zum herz. fliesst weniger ab, steigt der hirndruck.
- normal <20 cmH2O, physiologische erhöhungen: husten, pressen, kopfstand
- hyperventilation: massnahme zum druckabnahme im gehirn. queckenstedt manöver: verminderter jugulärer abluss vom gehirn.
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monro-kellie-doktrin
- die volumenzunahme einer komponente des intrakraniellen raums kann durch die kompensatorische abnahme einer anderen ausgeglichen werden (liquor, blut). nach aufbrauchen dieser reserveräume kommt es zum anstieg des intrakraniellen drucks.
- KICV = VCSF + VBlut + VHirn + VAnderes (wie tumor, abszess, blutung)
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hirndruck bei zunahme intrakraniellem volumen
- theoretisch: kalotte undehnbar, kompartimente nicht kompressibel. reell: kompensation von liquor, blut (venen), (hirn)
- delta vol bis zu einem gewissen punkt steigern, wo icp gleich bleibt. dann ein exponentieller anstieg des druckes. zuerst also eine gute gewebe compliance (deltaV/deltaP), dann schlechte. kann zu weiteren intrakraniellen schäden führen. den die perfussion wird eingeschränkt. der perfussionsdruck kann nur leicht gesteigert werden. kardiale druck zu klein -> senkung oder gar keine durchblutung mehr
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hydrocephalus
VCSF nimmt zu. -> erhöhtes liquorvolumen: vermehrte produktio (extrem rar), gestörte zirkulation (obstruktion) oder verminderte resorbtion (-> alle liquorräume werden grösser). DD: hirnatrophie (hydrocephalus e vacuo)
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kommunizierender hydrocephalus
- gestörte liquorresorbtion (offenes ventrikelsystem):
- meningitis
- SAB (subarachnoidalblutung)
- sehr hohes protein
- kongenital (defekt der gran arach.)
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verschluss (occlusiv) hydrocephalus
- gestörte liquor-zirkulation
- kongenital
- tumor
- entzündung
- blutung
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zerebrale hyperämie/vasokongestion
- VBlut nimmt zu:
- intracerebrales blutvolumen:
- 25% arteriell: autoregulation dh unabhängig vom MABP.
- ↑ : schwere hypertonie, entzündung (vaskulitis), chemisch (PCO2↑, PO2↓), toxisch
- 75% venös
- ↑: hirnvenen-, hirnsinusthrombose
- rechtsinsuffizienz, intrathorakaler druck↑
- VHirn zunahme:
- hypertonie -> BBB-brakthrough
- toxisch -> schädigung BHS
- entzündung -> schädigung BHS
- -> alle zu einem BHS-leck -> vasogenes hirnödem
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MABP, BHS, BBB
mean art. bloodpressure, blut-hirn-schranke, blood-brain-barrier
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sinusvenenthrombose
sinusvenenthrombose. blut kann nicht zu jugularis abfliessen. schwellung der beiden thalami. dritte ventrikel ist nicht mehr abgrenzbar. folge des odematösen gewebes.
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hirnödem
zunahme des hirnwassergehalts bei gleichzeitiger zunahme des gewebevolumens. hirnödemtypen: vasogen, zytotoxisch, interstitiell oder osmotisch
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vasogenes hirnödem
- blut-hirnschranken-zusammenbruck
- extrazellulärraum zunahme
- zb tumor, abszess
- Therapie: steroide
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zytotoxisches hirnödem
- tox. zellschaden, natrium-einstorm (wasser zieht nach)
- zellvolumen steigt
- zb ischämie
- th: keine spezifische, chirurgische eröffnung des schädels.
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interstitielles hirnödem
- erhöhter intraventrikulärer druck
- extrazellulärraum und ventrikelweite nimmt zu
- hydrocephalus
- shunt, EVD
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osmotisches hirnödem
- durch osmotischen gradienten kommt es zu einer wasserverschiebung und zur änderung des zellvolumens.
- zb natriumkonzentrationsstörungen
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hirndruck: klinische zeichen
- unabh. von der ursache
- kopfschmerzen
- nüchtern-erbrechen ohne nausea
- diplopie (III- oder VI HN-kompression)
- visuelle obskurationen
- stauungspapillen
- verlangsamung, somnolenz, koma
- bradykardie, hypertonie (B&H = cushing reflex) -> kurz vor gehirneinklemmeung
- braypnoe
- neurogenes lungeödem
- EKG: reizleitungs- und repolarisationstörungen
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zerebrale herniation
- fokal (oder diffus) erhöhtes hirnvolumen -> massenverlagerung (herniation). gibt 4 typen:
- subfalxial (falx celebri) (cingulate herniation): unter der falx hindurch
- transtentoriell (tentroium cerebelli) (uncal h): mittelhirn durch tentorium nach unten
- transforamenal (foramen occipitale magnum) (tonsillär)
- zentral
- -> kompression andere hirnstrukturen: kompression hirnnerven (N. III), hirnstamm, obstruktion liquorwege, kompression hirnarterien
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hypoliquorrhoe syndrom
- (spontane) intracranielle hypertone; liquorunterdruck syndrom
- spontan (essentiell)
- fkt störung des plexus choroideus (CSF unterproduktion)
- dura-leck
- banales trauma (sturz, sport, stretchen)
- anatomische anomalie (tarlov-zyste)
- sekundär
- postpunktionell: LP, myelographie, spinalanästhesie
- posttraumatisch: SHT (laterobasal-otoliquorrhoe, frontobasal-rhinoliquorrhoe)
- postoperativ: schädel, WS (fistel)
- tumoren, shunt-überdrainage
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hypoliquorrhoe syndrom – symptome
- kopfschmerzen: diffus, lageabh, abnehmend bei jugularvenendruck, tinnitus, hörminderung, schwindel, nausea, doppelbilder, obskurationen
- gehirn reisst an den meningen -> sind schmerzempfindlich und es kommt zu den kopfschmerzeb
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lumbalpunktion – indikationen
- diagnostisch
- va abnorme liquordruck: pseudotumor, hypoliquorrhoe, hydrocephalus
- va blut im liquor (hämorrhagisch (EC) oder xanthochrom (hb): SAB, wenn CT normal
- va entzündung
- va meningeale neoplase
- therapeutisch
- injektion von medikamenten
- druckentlastung
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lumbalpunktion KI
- erhöhter hirndruck – einklemmungsgefahr (vorher kopf-ct)
- erhöhter blutungsgefahr (gerinnungsstörung, antikoagulation)
- Tc <40'000, quick <50%
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lumbalpunktion risiken
- postpunktionelles hypoliquorrhoesyndrom (va kopfschmerzen)
- infektion (iatrogene meningitis)
- blutung (SAB, SDH (subduralhämatom)
- Hirnnervendysfunktion (va VI)
- akzidentelle PDA/IDA (peridrual- / intraduralanästhesie) bei lokalanästhesie
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