VWL

  1. Pareto Optimum
    produktive Effizienz: von keinem Gut kann mehr produziert werden, ohne, dass von einem anderen Gut weniger produziert wird

    allokative Effizienz: Zustand, bei dem kein Mitglied der Gesellschaft besser gestellt werden kann, ohne ein anderes schlechter zu stellen
  2. Arbeitsteilung
    • Konsum vieler Güter/ Dienstleistungen, die wir nicht selbst produziert haben
    • Produktion von Gütern/ Dienstleistungen, die wir nicht selbst konsumieren
    • Autarkie (Selbstversorgung) als Gegenbeispiel
    • erhebliche Produktionssteigerung wegen Spezialisierung
  3. komparative Kosten
    die von David Ricardo entwickelte Theorie der komparativen Kosten besagt, dass sich jedes Land auf Produktion und Export derjenigen Güter spezialisieren sollte, die es mit den geringsten Opportunitätskosten produzieren kann
  4. Knappheit
    Bedürfnis (subjektiv) wird als Empfinden eines Mangels verstanden, der mit dem Wunsch, diesen Mangel zu beseitigen, verbunden ist. Bedarf stellt die Summe aller objektivierbaren Vedürfnisse dar, die messbar sind. Nachfrage entsteht, wenn einem Bedürfnis Kaufkraft gewidmet wird.
  5. ökonomische Knappheit
    Missberhältnis zwischen Bedürfnissen und vorhandenen Gütern zum Decken des Bedürnisses
  6. Anforderungen an Geld
    • Seltenheit (jederzeit eintauschbar, aber knapp) ⇾ natürliche/ gesetzliche verordnete Knappheit
    • Haltbarkeit
    • Homogenität
    • Teilbarkeit
    • Erkennbarkeit/ Fälschungssicherheit
    • Transportierbarkeit
    • geringe Herstellungskosten
  7. Marktfunktionen
    • Steuerungsfunktion
    • Innovationsfunktion
    • Verteilungsfunktion
  8. Steuerungsfunktion
    optimale Allokation, da auf Faktormärkten die Produktionsfaktoren durch den Preismechanismus gelenkt werden und effektiver genutzt werden können.
  9. Innovationsfunktion
    marktwirtschaftlicher Wettbewerb reizt zu neuer Forschung und Entwicklung
  10. Verteilungsfunktion
    Marktmechanismus erzeugt eine leistungsgerechte Verteilung der roduzierten Güter
  11. Marktversagen
    = Sachverhalte, die die Funktionsfähigkeit eines marktwirtschaftlichen Systems einschränken, beschädigen oder vollständig zerstören

    • fehlende Märkte
    • instabile Märkte
    • Marktunvollkommenheiten
    • Wettbewerbsbeschränkungen
    • unerwünschte Marktergebnisse/ Funktionsmängel
  12. Staatsfunktionen
    Wirtschaftssystem nicht funktionsfähig, wenn es gänzlich der privatwirtschaftlichen Initiative überlassen wird (Rechtsordnung, Landesverteidigung, Währungsordnung)

    • Dreiteilung fundamentaler Staatsfunktionen nach Musgrave:
    • Distributionsfunktion (ALGII, Einkommen wird verteilt)
    • Allokationsfunktion (Wettbewerbspolitik)
    • Stabilierungsfunktion (Preisniveaustabilität)
  13. Steuern
    • Einnahmeerzielung (fiskalische Funktion) und Steuerungsfunktion (Verhaltenslenkung)
    • Steuererhebungsfunktionen geben Leitlinien, wie Lasten auf Staatsbürger verteilt werden

    • Äquivalenzprinzip (Höhe der Steuer steht im Verhältnis zum Nutzen einer damit finanzierten öffentlichen Leistung)
    • Leistungsfähigkeitsprinzip (je höher Einkommen desto höherer Beitrag für Allgemeinheit)
  14. öffentliche Güter
    sämtliche Güter und Dienstleistungen, die vom Staat angeboten werden

    • 2 Voraussetzungen:
    • nicht-Ausschließbarkeit (keiner kann von der Nutzung des jeweiligen Guts ausgeschlossen werden)
    • nicht-Rivalität (das Gut kann von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden)
    • Beispiele: Straßenbeleuchtung, Landesverteidigung
  15. Externe Effekte
    = Auswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten auf unbeteiligte Marktteilnehmer

    • grundsätzlich Marktversagen, da Preismechanismus versagt hat
    • positiver externer Effekt, wenn der Nutzen des Betroffenen steigt
    • negativer externer Effekt, wenn der Nutzen des Betroffenen mit dem Niveau des externen Effektes sinkt
  16. Unterscheidung externer Effekte
    • Konsumexternalität
    • Produktionsexternalität
  17. Staatseingriffe
    Staat greift ein, wenn Marktmechanismen versagen oder Funktionsprobleme auftreten. In solzialer Marktwirtschaft wird auch eingegriffen, wenn Marktergebnis als korrekturbedürftig angesehen wird
  18. Klassifizierung von Staatseingriffen
    • nach Zielsetzung: staatl. Maßnahmen, die auf Beeinflussung von Marktgleichgewichten gerichtet sind (Marktergebnis soll möglichst effektiv/ zielgenau und effizient/ ressourcensparend erreicht werden)
    • nach Instrumenten: marktkonforme Maßnahmen  und marktkonträre Maßnahmen
  19. Internalisierung/Beseitigung externer Effekte
    Ziel, dass externe Kosten von Verursachern übernommen werden müssen und damit in ihren Entscheidungprozessen berücksichtigt werden

    • mögliche Instrumente, damit Wirtschafstsubjekte gezwungen werden, sich gesamtwirtschaftlich effizient zu verhalten:
    • Verhandlungslösungen
    • Emissionsstandards und Grenzwerte
    • Umweltsteuern und Abgaben
    • handelbare Emissionsrechte (Zertifikate)
  20. Folgen externer Effekte
    Fehlallokation

    • externe Effekte stellen fundamentalen Organisationsdefekt des Marktes dar, der nur durch Eingriffe des Staates im Rahmen der Allokationspolitik korrigiert werden kann
    • im gesamtwirtschaftlichen Optimum: gesellschaftl. Grenzkosten = gesamter Grenznutzen
    • sie führen zu ineffizienter Ressourcenallokation
  21. Investitionen
    • Nachfrage-/ Einkommenseffekt (bewirken Produktion)
    • Angebots-/ Kapazitätseffekt (erhöhen Kapitalstock)

    • Einfluss auf Höhe der Investitionen:
    • technischer Fortschritt
    • Höhe Kapitalstocklücke
    • höhe gesamtwirtschaftl. Output
    • Opportunitätskosten
    • Absatz-/ Gewinnerwartungen der Investoren
    • realer Zinssatz (wichtigster Einflussfaktor)
  22. Ungleichgewichtige Situtaiton auf dem Gütermarkt
    • tatsächliches Einkommen < gleichgewichtiges Einkommen:
    • Nachfrage > Angebot (Übernachfrage, Zurück drängen durch höhere Preise "inflatorische Lücke")

    • tatsächliches Einkommen > gleichewichtiges Einkommen:
    • Nachfrage < Angebot (Überangebot, Nachfragelücke, Preissenkung soll Kauf anregen "deflatorische Lücke")
  23. Fiskalpolitik: Gleichungssystem mit Staat
    • Y = C + b*(Y + Tr - T) + I + G
    • Tr = Sozialtransfers, erhöhen verfügbares Einkommen
    • T = Subventionen, verringern verfügbares Einkommen
    • G = Staatsausgaben
  24. Inhalte Stabilitätsgesetz
    hier sind wichtigste, makroökonomische Zielgrößen zur Förderung der Wirtschaft definiert

    • Preisniveaustabilität
    • hoher Beschäftigungsstand
    • außenwirtschaftl. Gleichgewicht
    • angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum
  25. Haavelmo Theorem
    • Bezug auf Einkommenseffekte
    • Besagt, dass bei Erhöhung von G, finanziert über Steuern T, Einkommen Y ansteigt, was mindestens so groß ist wie Erhöhung G

    ΔY ≥ ΔG = ΔT
  26. Nachfragetheorie
    • Keynesianismus
    • nachfrageorientiert
    • Marktpessimismus (bezweifelt Selbstheilungskraft der Marktwirtschaft)
    • diskretionäre/ antizyklische Wirtschaftspolitik
    • kurzfristige Denkweise
    • Ziel: Beschäftigung
  27. Angebotstheorie
    • Monetarismus (Hayek, Friedmann, Milton)
    • angebotsorientiert
    • Marktoptimismus (betont die Selbstheilungskraft der Marktwirtschaft)
    • wirtschaftspolitische Zurückhaltung
    • langfristiger Zeitrahmen
    • Ziel: Preisniveaustabilität
  28. Beziehungen zwischen Zielen
    • Harmonie (A erleichtert B)
    • Neutralität (kein Einfluss)
    • Konflikt (A erschwert B)
    • Antinomie (A schließt B aus)
  29. Staatsfunktionen im klassischen Liberalismus
    • innere Sicherheit (Rechtsordnung)
    • äußere Sicherheit (Landesverteidigung)
    • Währungsordnung (Bereitstellung von Geld und Sicherung der Geldwertstabilität)
Author
debs94
ID
328818
Card Set
VWL
Description
Karteikarten zu VWL
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