KIM II Kapitel 17: Pumpe-Düse-System

  1. Skizzieren Sie eine Pumpe-Düse als Prinzipskizze. Zeigen Sie in der zeitlichen Abfolge der Signale den Spulenstrom, den Hub der Magnetventilnadel, den Einspritzdruckverlauf und den Verlauf des Düsendadelhubs. Erläutern Sie den Einspritzvorgang anhand der Diagramme und gehen Sie auf die einzelnen wirksamen Effekte ein.
    Aufbau:



    • Körper als Pumpenzylinder stellt über interne Bohrungen Verbindung zwischen Hochdruckraum und Magnetventil / Niederdruckraum bzw. Einspritzdüse
    • Ausleger mit Hochdruckmagnetventil Rückstellfeder drückt Pumpenkolben gegen den Antriebsnocken
    • Fixierung durch Spannpratzen an der Außenkontur im Kopf des Motors

    Funktionsweise

  2. Wo liegt der Vorteil einer Pumpe-Düse Einspritzung gegenüber einer Pumpe-Leitung-Düse? Wo werden Pumpe-Düse-Systeme eingesetzt und wo werden Pumpe-Leitung-Düse verwendet? Warum ist das so?
    • Vorteile Pumpe-Düse:
    • Sehr steif gegenüber Kraftstoff
    • Hoher Einspritzdruck
    • Sehr genaue Einspritzzeit
    • -> gut für Emission, Laufruhe, Leistung

    • Vorteile Pumpe-Leitung-Düse
    • Keine Zylinderkopf-Neukonstruktion erforderlich
    • Steifer Antrieb - da keine Kipphebel erforderlich ist.
    • Einfache Handhabung beim Kundendienst (Pumpen leicht austauschbar)
    • gut zum Nachrüsten für existierende Baureihen
  3. Wo liegen die Vor- und Nachteile der Pumpe-Düse gegenüber der Reiheneinspritzpumpe?
    • Vorteile 
    • großer Einsatzbereich
    • hoher Einspritzdruck
    • variabler Spritzbeginn
    • Möglichkeit der Voreinspritzung

    • Nachteil
    • Durch die feine Zerstäubung des Kraftstoffes entstehen bei der Verbrennung sehr feine Rußpartikel, die „Lungengängig“ sind. Dies entfachte die „Rußpartikelfilter“ Diskussion
  4. Wie erfolgt die mechanische Voreinspritzung beim Pumpe-Düse-System? Skizzieren Sie das System in unterschiedlichen Phasen der Einspritzung und erläutern sie den Vorgang. Skizzieren sie zusätzlich auf einer Zeitachse den Verlauf des Düsennadeldrucks, den Weg des Kolbens und den Nadelhubverlauf.


    • a) Ruhestellung: Speicherkolben ist oben, Magnetventil offnen -> kein Druck
    • b) Beginn der Voreinspritzung: Magnetventil schließt -> Druckaufbau -> Nadel hebt sich -> Voreinspritzung
    • c) Ende der Voreinspritzung: weiterer Druckanstieg -> drückt den Speicherkolben nach unten -> geringer Druckabfall im Drückraum und eine Erhöhung der Federkraft -> Düsennadel schließt
    • d) Beginn der Haupteinspritzung: Kolben baut weiter Druck auf -> Nadel öffnet bei entsprechende Öffnungsdrucke) Magnetventil öffnet -> Druckabfall -> Nadel schließt -> Ende der Einspritzung
  5. Was ist bei der Auslegung des Antriebs eines Pumpe-Düse-Systems zu beachten?
    • Spritzbeginn und Einspritzmenge sind neben der elektrischen Ansteuerung auch von der aktuellen Geschwindigkeit des Pumpenkolbens abhängig (diese wird von der Nockenform vorgegeben)
    • Betrieb regt Nockenwelle zu Schwingungen an -> Steife Auslegung des Antriebs der  Einzelpumpen zur Reduzierung der Schwingungen
Author
Iblignic
ID
327758
Card Set
KIM II Kapitel 17: Pumpe-Düse-System
Description
Fragenkatalog von KIM II Original Karten von Toebber Updated von Iblignic
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