Ertragsbesteuerung Übung 2

  1. Aufgabe 15:

    Stellen Sie die steuerliche Behandlung (Anwendungsvoraussetzung, Rechtsfolge) für die folgenden, einzelnen Sachverhalte dar:

    a)  Ein Arbeitnehmer besucht im Dezember die Weihnachtsfeier seines Arbeitgebers, die
    sich an alle Arbeitnehmer richtet. Er kommt in Begleitung mit seiner Frau. Die
    Aufwendungen des Arbeitgebers pro Person (ohne Selbstlaufen) belaufen sich auf 70€.
    • - Betriebsfeier gem. §19(1) Nr.1a S.1 EStG? Ja
    • - Höhe der Zuwendungen: 70€ pro Person
    • - AN + Begleitung : 70€ + 70€ = 140€
    • - 140€ > 110€ Freibetrag gem. §19(1) Nr.1a S.3 EStG
    • - Zurechnung zum AN: 140€ - 110€ = 30€ Einnahme aus nichtselbständige Arbeit 

    • Besteuerung :
    • - gewöhnlicher Steuertarif gem. §32a (1) EStG (Einzelveranlagung)
    • bzw. §32a (5) EstG (Ehegattensplitting) oder 
    • - pauschla Besteuerung mit 25% gem. §40(2) Nr. 2 EStG
  2. Aufgabe 15:Stellen Sie die steuerliche Behandlung (Anwendungsvoraussetzung, Rechtsfolge) für die folgenden, einzelnen Sachverhalte dar:

    b)  Ein Arbeitnehmer erledigt ein Teil seiner Tätigkeiten von zu Hause aus. In seinem Haushat er einen eigenständigen Raum, in welchem er ausschließlich seine Tätigkeitenverrichtet. Auf der Arbeit steht dem Arbeitnehmer zudem ein eigener Büroraum zurVerfügung. Die anteiligen Kosten (Abschreibung-, Finanzierung-, Nebenkosten) diesesRaumes belaufen sich auf 150€ pro Monat.
    • Überschusseinkunftarten
    •  Verpflegungsmehraufwendungen (§ 9 Abs. 4a EStG)
    •  Kosten für Verpflegung bei berufsbedingter Abwesenheit von erster Tätigkeitsstätte
    •  24€ für jeden Kalendertag, an dem der Arbeitnehmer 24 Stunden von seiner Wohnung abwesend ist
    •  12€ für den Kalendertag, an dem der Arbeitnehmer ohne Übernachtung außerhalb seiner Wohnung
    • mehr als 8 Stunden abwesend ist

    •   12€ für den An- und Abreisetag
    •   Begrenzung auf maximal drei Monate, ggf. Kürzung für Essensgestellung (z.B. Frühstück = 20% Kürzung)
    •  Doppelte Haushaltsführung (§ 9 Abs. 1 Nr. 5 EStG)
    •  Unterhalten eines eigenen Hausstandes am Ort der ersten Tätigkeitsstätte neben Familienhaushalt
    •  Außerhalb des Tätigkeitsorts belegene Wohnung ist Mittelpunkt der Lebensverhältnisse des Steuerpflichtigen
    •  Abzug der tatsächlichen Kosten für Wohnung (max. 1.000€ pro Monat),
    • Verpflegungsmehraufwendungen
    •  Kosten für Familienheimfahrt einmal in der Woche = 30 Cent pro km einfach Strecke
    •  Arbeitszimmer (§ 4 Abs. 5 Nr. 6b EStG i.V.m. § 9 Abs. 5 EStG: Verweis auf Betriebsausgaben)

    •  häusliches Arbeitszimmer = Zimmer für Erledigung von Arbeitsaufgaben (ausschließliche, fast
    • ausschließliche betriebliche Nutzung), welches in häusliche Sphäre eingebunden ist
    •  Abzug der tatsächlichen Kosten (anteilige Nebenkosten, AfA usw.)
    • Abzug bis 1.250€ pro Jahr, wenn kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht
    • unbeschränkter Abzug, wenn Arbeitszimmer Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit ist

    • -> Laut Aufgabenstellung: dem Steuerpflichtigen steht ein zweiter Arbeitsplatz zur Verfügung 
    • -> "Ausnahme" greift nicht; kein Abzug möglich
  3. Aufgabe 15:Stellen Sie die steuerliche Behandlung (Anwendungsvoraussetzung, Rechtsfolge) für die folgenden, einzelnen Sachverhalte dar:

    c)  Ein Arbeitnehmer unterhält eine zweite Wohnung, die sich in unmittelbarer Nähe zu derArbeitsstätte befindet. Am Wochenende kehrt der Arbeitnehmer zu seinemFamilienwohnsitz zurück, wo er mit seiner Frau und seinen Kindern wohnt. DieEntfernung beträgt 130 km. Die Aufwendungen für die Wohnung am Arbeitsortbetragen 700€ im Monat. Insgesamt hat er im Jahr 45 Fahrten von der Zweitwohnungzum Familiensitz durchgeführt.
    • Doppelte Haushaltführung (§9.Abs.1 Nr. 5 EStG)
    • - Außerhalb des Tätigkeitsorts belegene Wohnung ist Mittelpunkt der Lebensverhältnisse 
    • Folge: 
    • a) abzug der tatsächlichen Kosten für Wohnung, max. 1000€ pro Monat -> §9(1) Nr.5 S.4 EStG 
    • b) kosten für Familieneinfahrt einmal in der Woche = 30cent pro km einfache Strecke -> §9(1) Nr.5 S.6 EStG 

    • Lösung §9Abs.1 Nr.5 EStG 
    • a) 700€ Aufwendung < 1000€ Höchstbetrag    -> vollständig abziehbar 
    • b) 45 Tage * 130km*0,30€/km = 1.755 abzugsfähig (als WK)
  4. Aufgabe 16:

    Stellen Sie die steuerliche Behandlung der folgenden Sachverhalte dar und ermitteln Sie
    jeweils die entsprechenden Einkünfte:

    a)Marge vermietet ein Einfamilienhaus in Springfield. Hierbei sind die folgenden
    Sachverhalte zu berücksichtigen:

    1)Die Mieteinnahmen (Kaltmiete) in 2016 betragen 15.000€ für 12 Monate. Der
    marktübliche Mietpreis für vergleichbare Wohnungen beträgt 1.500€ pro Monat.
    • Mieteinnahmen aus der Vermietung von unbeweglichen Vermögen nach §21 Abs.1 Nr.1 EStG 
    • 15.000 : 12 >= 66%*1500
    • => nach §21 Abs.2 EStG gilt Mieteinnahme als voll entgeltlich

    + 15.000
  5. Aufgabe 16:

    Stellen Sie die steuerliche Behandlung der folgenden Sachverhalte dar und ermitteln Sie
    jeweils die entsprechenden Einkünfte:

    a)Marge vermietet ein Einfamilienhaus in Springfield. Hierbei sind die folgenden
    Sachverhalte zu berücksichtigen:

    2)  Die jährliche Abschreibungen auf das Gebäude belaufen sich auf 5.000€.
    Abschreibung : AfA sind Werbungskosten §9 Abs.1 Nr 7 EStG  

    -5.000
  6. Aufgabe 16:

    Stellen Sie die steuerliche Behandlung der folgenden Sachverhalte dar und ermitteln Sie
    jeweils die entsprechenden Einkünfte:

    a)Marge vermietet ein Einfamilienhaus in Springfield. Hierbei sind die folgenden
    Sachverhalte zu berücksichtigen:

    3)  Im gesamten Haus wurden die alten Holzfenster gegen moderne Aluminiumfenster
    ersetzt. Hierfür sind insgesamt Kosten von 12.500€ entstanden.
    • Problematik Herstellungsaufwand  vs. Erhaltungsaufwand 
    • -> Ermessung der Fenster: HK wenn Aufwendungen zu einer über den ursprünglichen Zustand hinausgehende Verbesserung führen (Wohnungsausstattung)

    • WK : Aufwendungen für den Erhalt der Substanz bzw. zeitgemäßer Wohnkomfort 
    • => hier wohl WK 

    - 12.500€
  7. Aufgabe 16:Stellen Sie die steuerliche Behandlung der folgenden Sachverhalte dar und ermitteln Siejeweils die entsprechenden Einkünfte:a)Marge vermietet ein Einfamilienhaus in Springfield. Hierbei sind die folgendenSachverhalte zu berücksichtigen: 4)  Die Mieteinnahmen führten auf dem Girokonto zu Zinseinkünften von 500€.
    • Zinsen sind Einnahmen aus Kap. nach §20 Abs.1 Nr.7 
    • EStG aber über Subsidaritätsprinzip nach §20 Abs.8 EStG zu den Ek aus V+V zu rechnen +500€
  8. Aufgabe 16:Stellen Sie die steuerliche Behandlung der folgenden Sachverhalte dar und ermitteln Sie jeweils die entsprechenden Einkünfte: b)  Homer hat im Jahr 2016 insgesamt 8.500€ an Einnahmen durch die Teilnahme an einer medizinischen Studie über Haarausfall erzielt. Leider brachten die eingenommenenMedikamente keinen sichtbaren Erfolg.
    Studie: Entgelt für einmalige TEilnahme an einer Studie, wohl keiner Wiederholungsabsischt; wohl Gewinnerzielungsabsicht und zu den keine anderer EK-Art betroffen
  9. Aufgabe 16:Stellen Sie die steuerliche Behandlung der folgenden Sachverhalte dar und ermitteln Sie jeweils die entsprechenden Einkünfte: c)  Homer und Marge haben auf der Online-Verkaufsplattform eBay ihre Ledercouch für
    • 3.500€ verkauft. Die Couch wurde vor 10 Jahren für 10.000€ angeschafft.
    • c) Verkauf Couch: wohl privates Veräußerungsgeschäft nach §22 Nr.2 iVm §23 Abs.1 Nr.2 EStG => aber Gegenstand des täglichen Gebrauchs => steuerfrei nach §23 Abs.1 Nr.2 S.2 EStG
  10. Aufgabe 17:

    Stellen Sie die Grundzüge der Abgeltungsteuer und der Besteuerung von
    Kapitaleinkünften dar! Gehen Sie hierbei auf die folgenden Themen ein: a) Welche Besonderheiten sind bei der Berücksichtigung von Werbungskosten zu
    beachten?
    • Werbungskosten: 
    • - WK- Abzug ist ausgeschlossen nach §20Abs.9 EStG (gilt nicht für Kosten im Zusammenhang mit Veräußerungen, §20 Abs.4 EStG)
    • - dafür Sparer-Pauschbetrag von 801€
    • - Verdopplung für Eheleute auf 1602€
  11. Aufgabe 17:Stellen Sie die Grundzüge der Abgeltungsteuer und der Besteuerung vonKapitaleinkünften dar! Gehen Sie hierbei auf die folgenden Themen ein: b)Welche besonderen Verlustverrechnungsbeschränkungen existieren im System der Abgeltungssteuer?
    • Verlustverrechnung (§20 Abs.6 EStG)
    • - keine Verlustverrechnung mit anderen Einkünften
    • - keine Verlustverrechnung für Aktienverluste mit anderen Kapitaleinkünften, sondern nur mit Aktiengewinn

    ⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩

    Vortrag nicht genutzter Verlust möglich
  12. Aufgabe 17:Stellen Sie die Grundzüge der Abgeltungsteuer und der Besteuerung vonKapitaleinkünften dar! Gehen Sie hierbei auf die folgenden Themen ein:c)Welche Wahlmöglichkeiten existieren bei der Besteuerung von Einkünften aus Kapitalvermögen?
    • Wahlmöglichkeit:
    • *Veranlagungsoption in der Schedule nach §32d Abs.4 EStG
    • => System der Abgeltungssteuer bleibt erhalten
    • => Überprüfung von Verlustverrechnung oder Sparer-Pauschbetrag möglich 
    • *Günstigerprüfung nach §32d Abs.6 EStG
    • => System der Abgeltungssteuer gilt weiterhin aber geringerer persönlicher Steuersatz unter 25% kommt zur Anwendung 
    • * Verzieht auf Anwendung der Abgeltungssteuer nach §32d Abs.2 Nr.3 EStG
    • => keine Abgeltungssteuer, sondern TEV
    • => Voraussetzung: Beteiligung von 1% + Tätigkeit in der KapG oder Beteiligung von 25%
    • => gilt nur für Gewinnbeteiligungen/ Dividenden
  13. Aufgabe 17:Stellen Sie die Grundzüge der Abgeltungsteuer und der Besteuerung von Kapitaleinkünften dar! Gehen Sie hierbei auf die folgenden Themen ein: d) Welche Technik der Steuererhebung wird im System der Abgeltungssteuer vorgenommeN?
    d) Welche Technik der Steuererhebung wird im System der Abgeltungsteuervorgenommen?

    • - Erhebungs der Kapitalertragssteuer an Quelle §43, 43a EStG
    • - Abgeltungswirkung nach §43 Abs.5 EStG
    • -> Kapitalerstragssteuer -> Abgeltungssteuer
    • Anrechnung der Kapitalertragssteuer bei Veranlagung der Kapitaleinkünfte
  14. Aufgabe 18:

    Barney Gumble hat in 2016 diverse Einkünfte aus der Investition seines Privatvermögens erzielt. Ermitteln Sie den Saldo der jeweiligen Einkunftsarten bzw. die Summe der Einkünfte anhand der folgenden Sachverhalte :

    a)  In 2016 wurden Dividenden in Höhe von 9.375€ (netto = nach KapErtSt) bezogen. Die hiermit im Zusammenhang stehenden Werbungskosten belaufen sich auf 1.200€. Ein Freistellungsauftrag liegt nicht vor.
    a) Nettozufluss von 9.375€ -> Bruttodividende 12.500€ (9375/0.75)

    • -> Abgeltungssteuer: 3.125
    • (Korrektur nötig)
  15. Aufgabe 18:
    Barney Gumble hat in 2016 diverse Einkünfte aus der Investition seines Privatvermögenserzielt. Ermitteln Sie den Saldo der jeweiligen Einkunftsarten bzw. die Summe derEinkünfte anhand der folgenden Sachverhalte:


    b) In 2016 (31.12.2016) hat Barney 120 Aktien für 100€ pro Aktie aus einer Beteiligung an der Duff B AG veräußert. DIe Aktien wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten angeschafft. In Zusammenhang mit der Veräußerung fielen anteilige Werbungskosten in Höhe von 150€ an (Depotgebühren). Kapitalertragsteuer wurde (fälschlicherweise) nicht einbehalten.
    • b) Veräußerungserlös: 120*100€ = 12.000€
    • Anschaffungskosten: FIFOprinzip nach §20 Abs.4 S.7 EStG

    • Veräußerungsgewinn: 12.000 - 12.200 - 150 = -350€
    • - Veräußerungssverlust von 350€
    • - Verlustverrechnungsbeschränkung nach $20 Abs.6 S.5 EStG -> Vortrag
  16. Aufgabe 18:Barney Gumble hat in 2016 diverse Einkünfte aus der Investition seines Privatvermögenserzielt. Ermitteln Sie den Saldo der jeweiligen Einkunftsarten bzw. die Summe der Einkünfte anhand der folgenden Sachverhalte:
    c) Durch den Verkauf von Gold konnte Ende des Jahres 2016 ein Gewinn von 2.500€erzielt werden. Das Gold wurde zu Beginn des Jahres erworben.

    c)  Durch den Verkauf von Gold konnte Ende des Jahres 2016 ein Gewinn von 2.500€erzielt werden. Das Gold wurde zu Beginn des Jahres erworben.
  17. Goldverkauf
    • privates Veräußerungsgeschäft nach §20 Abs.2 EStG iVm §23Abs.1 Nr.1 EStG
    • => innerhalb der Spekulationsfrist
    • => steuerpflichtig +2.500€
  18. c) Goldverkauf
    • privates Veräußerungsgeschäft nach §20 Abs.2 EStG iVm §23Abs.1 Nr.1 EStG
    • => innerhalb der Spekulationsfrist => steuerpflichtig   +2.500€
  19. Aufgabe 18:

    Barney Gumble hat in 2016 diverse Einkünfte aus der Investition seines Privatvermögens erzielt. Ermitteln Sie den Saldo der jeweiligen Einkunftsarten bzw. die Summe der Einkünfte anhand der folgenden Sachverhalte: Barney ist nicht verheiratet (Einzelveranlagung). Der Solidaritätszuschlag ist zu vernachlässigen.

    b) Stellen Sie an dem Beispiel die Veranlagungsoption für die Einkünfte aus Kapitalvermögen (Günstigerprüfung) dar?
    b) Veranlagungsoption: Korrektur der zu viel erhobene Kap Er.St nach §32d Abs.4 EStG möglich 

    • Bruttodividende: 12.500
    • Sparer - PB : 801 (Beachte: Abzugsverbot von Werbungskosten nach §20 Abs.9 EStG bleibt bestehen)
    • ------------------------------------
    • = 11.699
    • 25% Steuer 2.924,75

    • Anrechnung von bereits einbehaltener Kap ErSt  -3.125 
    • ------------------------------------
    • Erstattung 200,25

    • GÜnstigerprüfung
    • 11.699 + 2500 = 14.199
    • S(14.199) = 1.043  < S(2500) + 2.924,75

    • ⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩⇩
    • Besteuerung mit progr. Tarif günstiger => Option zur Veranlagung nach §32d Abs.6 EStG
  20. Aufgabe 18:
    Barney Gumble hat in 2016 diverse Einkünfte aus der Investition seines Privatvermögenserzielt.
    Ermitteln Sie den Saldo der jeweiligen Einkunftsarten bzw. die Summe derEinkünfte anhand der folgenden Sachverhalte: Der Solidaritätszuschlag ist zu vernachlässigen.

    c) Welche Änderungen ergeben sich, wenn durch den Goldverkauf ein Verlust erzielt würde?
    Veräußerungsverlust bei Goldverkauf

    - Verlustverrechnungsbeschränkung nur mit anderen privaten Veräußerungsgeschäften §23 Abs.3 Nr.7 EStG 

    - Verlustvor-/Rücktrag
  21. Sozialversicherungsbeiträge eines AN; Rentenversicherung
    • Arbeitsgeber 9,35%
    • AN 9,35%
  22. Sozialversicherungsbeiträge eines AN; Arbeitslosenversicherung
    • Arbeitsgeber 1,5%
    • AN 1,5%
  23. Sozialversicherungsbeiträge eines AN; Krankenversicherung
    • Arbeitsgeber 7,3%
    • AN 8,4%
  24. Sozialversicherungsbeiträge eines AN; Pflegeversicherung
    • Arbeitsgeber 1,275%
    • AN 1,275%
  25. Homer ist als technischer Überwacher im Kernkraftwerk Springfeld tätig. Homer hat monatlich einen Bruttolohn von 5.000€ bezogen. Die Vorsorgeaufwendungen ermitteln sich nach dem gesetzlichen Versicherungen für das Jahr 2017 (BBG West).
    • Ermitteln Sie das zu versteuernde Einkommen für Homer. Berechnen Sie hierzu zunächst die Beiträge zu den gesetzlichen Versicherungen und berücksichtigen Sie diese um Rahmen des Sonderausgabenabzugs. Im Rahmen der Krankenversicherung besteht Anspruch auf Krankengeld. Weitere Aufwendungen liegen nicht vor, sodass entsprechende Pauschalen zu berücksichtigen sind.
    • Steuerliche Behandlung der Sonderausgaben?

    • Steuerliche Behandlung der Sonderausgaben
    • *Rentenversicherungsbeiträge in der gesetzlichen RV sind nach §10 Abs.1 Nr.2 Buchst. a EStG als SA zu berücksichtigen
    • 1) Höchstbetrag von 20.000€ nach §10 ABs.3 EStG
    • 2) Nachgelagerte Besteuerung in 2017 können nur 84% berücksichtigt werden, §10 Abs.3 S.4,6 EStG
    • 3)AG-Anteil ist nach §3 Nr.62 EStG steuerfrei und wird wieder abgezogen
  26. *Kranken- und Pflegeversicherung
    • sind für Basisvorsorge nach §10 ABs.1 Nr.3 Buchst. a,b EStG als SA zu berücksichtigen
    • - Küzung um 4% für Krankentagegeld nach §10 ABs.1 Nr.3 Buchst.a Satz 4 EStG
    • - Höchstbetrag von 1900€, aber Basisvorsorge kann immer berücksichtigt werden.
    • *Pflegeversicherung 
    • *Arbeitslosenversicherung: Prinzipielle SA nach §10 Abs.1 Nr.3a EStG, sofern Höchstbetrag von 1.900€ nicht bereits ausgeschöpft ist
    • -------------------------
    • VOrsorgeaufwendung in Höhe von....
  27. zu berücksichtigen sind ferner der AN-Pauschbetrag von 1.000€ nach §9a Nr.1 EStG und der SA-PB nach §10c EStG.
  28. Moe Szyslak (ledig, keine Kinder) hat im Jahr 2016 mit seiner Bar Einkünfte aus Gewerbebetrieb i.H.v.60.000€ erzielt. Daneben sind noch folgende Sachverhalte in 2016 zu berücksichtigen:
    • 1) Die gezahlte Kirchensteuer an die Glaubensgemeinschaft (anerkannte Körperschaft des öffentlichen Rechts) beträgt im Jahr 2016 5.000€. Im Rahmen der Veranlagung für das Jahr 2015 hat Moe eine Rückzahlung der Kirchensteuer von 250€ im Jahr 2016 erhalten.
    • Einkünfte aus Gewerbebetrieb §15 EStG:
    • 1.Kirchensteuer: genannte Kirche ist anerkannte Körperschaft des öffentlichen Rechts, Kirchensteuer ist unbegrenzt abzugsfähig nach §10 Abs.1 Nr.4 EStG
    • Abzugsfähig ist (effektiv) gezahlte Kirchensteuer (5.000-250 Erstattung = 4750 €)
  29. Moe Szyslak (ledig, keine Kinder) hat im Jahr 2016 mit seiner Bar Einkünfte aus Gewerbebetrieb i.H.v.60.000€ erzielt. Daneben sind noch folgende Sachverhalte in 2016 zu berücksichtigen:2) Für den Besuch eines Volkshochschulkurses über Aktfotografie sind Kosten in Höhe von 1.000€ angefallen.
    • 2.Volkshochschule: zu unterscheiden zwischen Weiterbildung/Fortbildung (dies sind zumeist BA/WK) und Berufsausbildung (begrenzter Abzug als SA nach §10 Abs.1 Nr.7 EStG möglich bzw. WK)
    • hier: Berufsausbildung ist das Erlernen einer ersten Tätigkeit (Grundlagen) für späteren Beruf; Kurs an der VHS ist eher Vermittlung von Allgemenwissen und keine Berufsausbildung -> Abzugsverbot nach §12 Nr.5 EStG ( persönliche Lebensführung)
  30. Moe Szyslak (ledig, keine Kinder) hat im Jahr 2016 mit seiner Bar Einkünfte aus Gewerbebetrieb i.H.v.60.000€ erzielt. Daneben sind noch folgende Sachverhalte in 2016 zu berücksichtigen:3) Moe hat eine Spende an den gemeinnützigen Verein Springfielder Anonyme Alkoholiker e.V. in Höhe von 15.000€ geleistet
    • 3. Spende: Freiwilligkeit ohne Gegenleistung, anerkannter Verein
    • hier: Begrenzung auf 20% des GdE: 20%*60.000€ = 12.000€, Spendenvortrag von 3.000€ (§10b Abs.1 EStG)
  31. Moe Szyslak (ledig, keine Kinder) hat im Jahr 2016 mit seiner Bar Einkünfte aus Gewerbebetrieb i.H.v.60.000€ erzielt. Daneben sind noch folgende Sachverhalte in 2016 zu berücksichtigen: 4) Der Eigenanteil, den die Krankenkasse nicht getragen hat, für Medikamente gegen
    • Moes Leberzirrhose belief sich im Jahr 2016 auf 6.000€.
    • 4. Medikamente: gewöhnliche Lebensaufwendungen werden durch Grundfreibetrag abgedeckt, zwangsläufige Mehraufwendungen können ggf. als agB geltend gemacht werden
  32. Moe Szyslak (ledig, keine Kinder) hat im Jahr 2016 mit seiner Bar Einkünfte aus Gewerbebetrieb i.H.v.60.000€ erzielt. Daneben sind noch folgende Sachverhalte in 2016 zu berücksichtigen: 5) Moe pflegt seine hilflose Mutter in deren eigenem Haushalt. Hierfür erhält er keine
    Vergütung von der Mutter.

    5. Pflege der Mutter: Wahlrecht zum Ansatz der tatsächlichen Aufwendungen nach §33 EStG oder Ansatz des Pauschbetrags nach §33b Abs.6 EStG; hier Ansatz des Pauschbetrags von 924€; VOraussetzungen liegegn vor: Pflege im Haushalt, kein Kostenersatz an anderer Stelle
  33. Moe Szyslak (ledig, keine Kinder) hat im Jahr 2016 mit seiner Bar Einkünfte aus Gewerbebetrieb i.H.v.60.000€ erzielt. Daneben sind noch folgende Sachverhalte in 2016 zu berücksichtigen:  6) Nach einem Einbruch in Moes Wohnung sind zur Wiederbeschaffung von gestohlenen Gebrauchsgegenständen (Fernseher usw.) Aufwendungen von 8.000€ angefallen.
    • Wiederbeschafffungskosten EInbruch: fraglich ist ob das Ereignis bereits als außergewöhnlich anzusehen ist. 
    • Aufwendungen für die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung sind dem Grunde nach dann eine ag. Belastung, wenn der Hausrat durch ein unabwendbares Ereignis verloren gegangen ist. Zwangsläufig entstehen diese Kosten nur insoweit, als es sich um die Wiederbeschaffung von Gegenständen handelt, die zur angemessenen Auffüllung des Hausrats erforderlich sind. Zwar sind Aufwendungen für Hausrat grds. über den Grundfreibetrag abgegolten, wird indes der notwendige Hausrat durch ein unabwendbares Ereignis vernichtet, entstehen dem StPfl in einem existentznotwendigen Bereich höherer Aufwendungen als anderen Steuerpflichtige.
    • Die Kosten für die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung etc. können nicht als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden, wenn der Geschädigte keine Versicherung abgeschlossen hatte, die "allgemein üblich und zumutbar" ist, zum Beispiel eine Hausratversicherung (BFH;III R 36/01)
  34. A20:4) Der Eigenanteil, den die Krankenkasse nicht getragen hat, für Medikamente gegen Moes Leberzirrhose belief sich im Jahr 2016 auf 6.000€


    zwangläufig?
    • Medikamente: gewöhnliche Lebensaufwendungen werden durch Grundfreibetrag abgedeckt, zwangsläufige Mehraufwendungen können ggf. als agB geltend gemacht werden
    • zwangläufig? ist gegeben aufgrund der ärzlichen Verordnung (Vgl. R33.4 Abs.1 EStR, "Nachweis").
    • Als Krankeitskosten anerkannt werden Aufwenungen, die durch eine Krankheit im medizinischen Sinne verursacht worden sind. Der Steuerpflichtige muss darlegen, dass Ersatzansprüche nicht bestehen oder nicht realisierbar sind. Werden Ersatzansprüche nicht - ggf. durch Einlegung von Rechtsmitteln - geltend gemacht oder verzichter der Steuerpflichtige auf ihm zustehende Ersatzansprüche, sind die Aufwendungen insoweit nicht als zwangläufig anzusehen
  35. Medikamente
    • Belastung?
    • Belastung?
    • Belastung liegt vor, da hier ein Geldabfluss vorliegt und keine Erstattung der Krankenkasse erfolgt.
  36. Medikamente: außergewöhnlich?
    außergewönlich ist die Belastung, da die ihrer Art nach nur einer Minderheit entsteht (Vgl. H33.1 EStR, "außergewöhnlich")
  37. Medikamente 

    keine BA/WK/SA?
    BA/WK liegen nich vor, da nach §12 Nr.1 EStG ein Abzugsverbot vorliegt; SA liegen auch nicht vor, da die abschließende Aufzählung nach §10 EStG diesen Tatbestand nicht aufführt

    • Deckelung: Eigenanteil = 7% *60.000€ = 4.200€
    • abzugsfähig = 6.000 - 4.200= 1.800€ (§33 ABs.1,2 EStG)
  38. Wie verändert sich die Lösung zu a), wenn Moe zur Beseitigung der Einbruchsschäden
    • (6) einen Handwerker beauftragt hat, der Moe eine Rechnung in Höhe von 2.500€
    • gestellt hat. Der Betrag teilt sich auf Materialkosten von 500€ und Lohnkosten von
    • 2.000€ jeweils inkl. Umsatzsteuer auf. Der Betrag wurde in 2016 überwiesen.
    • Handwerkerleistungen: die Handwerkerleistungen sind nach §35a Abs.3 EStG (Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen) begünstigt. Die Begünstigung erstreckt sich einzig auf die Lohnkosten von 2.000€. 20% der Lohnkosten= 400€ können von der Steuerschuld abgezogen werden. Der Abzugshöchstbetrag von 1.200€ wurde nicht überschritten. Die Leistungen wurden zudem im Haushalt des Steuerpflichtigen getätigt und die Zahlung erfolgte unbar im laufenden Jahr 2016.
Author
huatieulans
ID
327113
Card Set
Ertragsbesteuerung Übung 2
Description
Vorbereitung
Updated