Prothetik

  1. Sekundärer Krankheitsgewinn
    • - Krankheitsgewinn = gesellschaftliche Vorteile, die mit einer Erkrankung einhergehen
    • - sekundärer Krankheitsgewinn = der Betroffene erlangt Mitgefühl und Aufmerksamheit seiner
    • Mitmenschen → kann dazu führen, dass Patient die Genesung verzögert, um weiterhin davon zu
    • profitieren (v.a. einsame, alte Menschen)
  2. Welche Allgemeinerkrankungen können Ursache einer CMD sein?
    • - Osteoarthritis, Osteoarthrose, Rheuma, Sjörgen-Syndrom, Lupus erythematodus, (traumatisch
    • bedingt)
  3. Mögliche Spätfolgen eines Brückenankers?
    • - Retentionsverlust
    • - Sekundärkaries
    • - Vitalitätsverlust
    • - Parodontale Probleme
    • - Frakturen
  4. Unilaterale Freiendsituation – welche Optionen gibt es?
    • - Belassen (Konzept der Prämolarenokklusion/verkürzten Zahnreihe)
    • - Extensionsbrücke
    • - Einzelzahnimplantate
    • - Implantatbrücke
    • - Verbundbrücke
  5. Welche Kriterien müssen erfüllt sein, um einen wurzelkanalbehandelten Zahn mit weitgehend zerstörter Krone prothetisch zu behandeln?
    • - biologische Breite einhaltbar
    • - durch Aufbaufüllung noch aufbaubar
    • - ggf. Stiftsetzung indiziert
    • - Krone muss min 2 mm der gesunden ZHS fassen können („Ferrule-Effekt“)
  6. Wozu dient das Protrusionsregistrat?
    • - Registrat in Kopfbissstellung vor Schienenherstellung
    • - Mit einem Zentrikregistrat ermittelt der Zahnarzt die Lage des Unterkiefers bei Neutrallage der
    • Kiefergelenke. Diese neutrale oder zentrische Position der Kiefergelenke soll im Idealfall mit der
    • natürlichen Bisslage und Verzahnung der Zähne übereinstimmen. Häufig gibt es aber
    • Abweichungen, d.h. der optimale Biss wird erst durch Verschieben des Unterkiefers nach vorne
    • und/ oder zur Seite erreicht. Bei jedem Zubeissen kommt es dabei zu einer exzentrischen
    • Belastung im Gelenk, was auf die Dauer zu Schäden im Gelenkknorpel und zu Knacken und
    • Schmerzen führen kann.
    • Mit Protrusionsregistraten werden Bewegungen des Unterkiefers ermittelt, um Informationen über
    • die Funktion des Unterkiefers bei Bewegungen zu ermitteln. Für die Gnathologie die sich mit der
    • exakten Funktion des Kauvorgangs auch im hundertstel Millimeterbereich beschäftigt, sind
    • Gesichtsbögen, Registrate und adjustiertbare Artikulatoren ein unverzichtbares Muss.
  7. Satz vervollständigen: Das intraorale Stützstiftregistrat dient der...
    … horizontalen KRB
  8. Definition: Arcon-Artikulator
    • - wie Kiefergelenk aufgebaut → oben Gelenkpfanne, unten Gelenkköpfchen
    • - schwierigere Technik, bessere Darstellung der physiologischen Verhältnisse
  9. EM-Legierung, keramisch verblendet; Softprobe okklusal zu hohe Schichtstärke auf,Präparationsgrenze nicht erreicht, Welche mögliche Ursache? Wie erfolgt Prüfung? Wie Korrektur?
    • - noch zu fester Approximalkontakt? → Blaupapier/Okkluspray um genaue Stelle zu identifizieren
    • → Einschleifen
    • - Gussperlen? → in der Krone suchen → entfernen
    • - noch Zementreste auf Stumpf? → genau anschauen → reinigen
  10. Definition Reevaluierung
    • „Neueinschätzen“ → Wiederbestellung des Patienten nach kurzer Eingewöhnungsphase an den
    • neuen Zahnersatz (oder nach anderer Therapie, z.B. PZR, Deep Scaling) → neuer Befund, wie
    • kommt Patient zurecht, wie hat sich Gesundheitszustand/Mundhygiene etc. entwickelt → ggf.
    • Korrekturen vornehmen, erneute Instruktionen
  11. 6 Aspekte zur Beurteilung der Wertigkeit von Pfeilerzähnen
    • - Vitalität
    • - Attachmentlevel
    • - noch vorhandene ZHS
    • - Zahnstellung (Kippungen, Elongationen, Wanderungen)
    • - Lockerungsgrad
    • - parodontale Gesundheit (Furkationsbefall, PA-Spalt)
    • - Zahngröße/natürliche Wertigkeit (Eckzähne OK > Eckzähne UK > UK-Molaren > OK-Molaren >
    • Prämolaren > Inzisivi)
    • - außerdem beachten: Wurzellänge, Wurzelanzahl, Wurzelkonfiguration, Attachment, Vitalität,
    • Stellung, Propriozeption
    • - dagegen, dass 16 die beste Wertigkeit hat spricht: Bifurkation, Endo schwierig, Stellung weiter
    • posterior
  12. SDA - 4 unerwünschte Wirkungen
    • - „shortened dental arch“
    • - Zahnstellungsänderungen der nun posteriorsten Zähne: Kippung, Rotation, Wanderung
    • - Zahnstellungsänderungen der Antagonisten: Elongation, Rotation, Kippung
    • - Okklusion, CMD (okklusale Interferenzen → muskuläre Störungen)
    • - Atrophie des zahnlosen Kieferabschnittes
  13. Zentripedale Schrumpfung OK
    • - Probleme bei Implantaten, Ästhetik, Funktion
    • - 0,2 mm pro Jahr??
  14. Zentrifugale Schrumpfung UK
    • - Probleme bei Implantaten, Ästhetik, Funktion
    • - 0,4 mm pro Jahr??
  15. Auf welche Weise können Probleme beim Gummysmile bei der Gestaltung der OK-Front im Herausnehmbaren ZE abgemildert werden?
    - Zähne weiter nach hinten Stellen, nicht stark protrudieren lassen????
  16. Was sind Waterloo-Zähne?
    • - Zähne, die den Gefallen der Schlacht bei Waterloo (1815) entnommen und als Zahnersatz
    • verkauft worden
  17. Arten der Präparationsgrenzen, Vor- und Nachteile
    • - Stufe (mit Abschrägung, mit innerer Abschrägung):
    • + beste Randpassung
    • + gute Sichtbarkeit der Präpgrenze
    • + platzschaffend (für Keramik)
    • + gewährleistet gute Retentionsform
    • + gute Materialabtragskontrolle
    • - invasiv
    • - Gefahr von Imperfektionen an Präparationsgrenze und Krone
    • → für Vollkeramikkronen, MK-Kronen, MK-Kronen mit Keramikschulter
    • - Hohlkehle (flach, tief):
    • + gut erkennbare Präpgrenze
    • + relativ einfach
    • + in gewissen Umfang verzeihend
    • + ziemlich gute Randpassung
    • +/- je nach Ausdehnung mehr oder weniger invasiv
    • - ggf. zu wenig platzschaffend
    • - Gefahr der „Dachrinnenpräparation“
    • - Gefahr der Verletzung der Gingiva
    • → in den meisten Situationen und bei den meisten Kronen möglich
    • - Tangentialpräparation:
    • + einfach
    • + verzeihend
    • + minimalinvasiv
    • - schwer erkennbare Präparationsgrenze
    • - Gefahr der Überkontur (v.a. im Randbereich)
    • - schlechteste Randpassung
    • - nicht CAD-CAM-geeignet
    • → nicht für Verblendungen geeignet
    • → Vollgusskrone
    • → Präparation im Wurzelbereich, lange Wandflächen
  18. Patient akute Mundöffnung eingeschränkt nach vorhergegangenem Knacken, Deflexionnach rechts. VD? Sofortige Therapieoptionen?
    • VD Diskusabriss
    • Th: Medikament. Physiotherapie, Schiene bisssperrend
  19. Zu welchem Zweck wird ein Stützstiftregistrat durchgeführt, wie wird es verschlüsselt?
    • - horizontale KRB
    • - Verschlüsselungsplättchen extraoral aufgewachst
    • - intraoral: Gips, Wachs, Zinkoxideugenolpaste, Silikon, (Klammeraffen → nicht bei uns im UKD)
  20. Welche Fragen sollten an den Patienten gestellt werden vor einer prothetischen (Neu-)Versorgung?
    • - Zahnersatz gewünscht
    • - Finanzen
    • - wie mit vorhandenem ZE zurechtgekommen?
    • - warum neuer ZE gewünscht
    • - was erwartet Patient vom ZE (Erwartungshaltung)
  21. Welche Risiken ergeben sich im Zusammenhang mit dem Befund der Zähne?
    • > Ampelschema
    • … extraaxiale Kräfte, Schliffacetten, Vitalität…
  22. Modellvorstellung nach Gerber zeichnen.
    • - wie dreibeiniger Tisch: 2 Beine sind die Kondylen, 1 Bein ist die Pfeilspitze auf der
    • Schreibplatte
    • = 3 Punkt Abstützung
    • - Kondylen sind selbstzentrierend
  23. Kriterien zur Beurteilung der Pfeilerzähne
    • - Anzahl PZ
    • - Topographie PZ
    • - Wertigkeit PZ
    • - Parallelität/Parallelisierbarkeit der PZ
    • - axiale Belastung der PZ
    • - möglichst geradlinige Verbindung zw. den Pfeilerzähnen
    • - Stellung > Kippung, Rotation
    • - Vitalität
    • - Wurzelkanalbehandlung
    • - ausreichend Zahnhartsubstanz
    • - Furkation
    • - Lockerung
    • - Unterschnitte
    • - Attachment
  24. Wie kann die horizontale Kieferrelation bestimmt werden?
    • - Adduktionsfeld (schnelle Aduktionsbewegungen)
    • - Handführung
    • - Walkhoffsche Kugel
    • - Sütz-Stift-Registrat (1,5mm hinter Pfeilspitze)
  25. Indikation von konventioneller und adhäsiver Eingliederung von ZE und Anwendungsbeispiele.
    • Konventionell: Zemente (GIZ, ZiOP)
    • - Metall, EM
    • - Oxidkeramiken
    • - …
    • Adhäsiv: Kompostite ( Panavia, Variolink)
    • - Glaskeramik
    • - …
    • - Inlaybrücken ungünstig konventionell einzugliedern a.G. Dezementierung
    • - Metalle mit Komposit (adhäsiv) eingliedern?
    • → ja, mit Silikatisierung und Silanisierung
  26. Wodurch wird die parodontale Gesundheit der Haltezähne negativ beeinflusst?
    • - kleiner Verbinder falsch
    • - Trauma durch Prothetik
    • - unphysiologische Pfeilerbelastung
    • - Änderung der Mikroflora
    • - Plaqueakkumulation
  27. Folgen einer positiven Stufe am Kronenrand?
    • - Plaqueakkumulation → Karies
    • - Neuanfertigung indiziert!
  28. Kunststoffprovisorium aus Bis- GMA wird aus der Optosilabformung herausgenommen und weist an der inzisalen Kante einen Defekt auf. Wie reparieren? Bearbeiten Sie die Oberfläche? Begründen!
    • - sofortiges Antragen/Ausbessern Fehlstelle, keine Entfernung der
    • Schmierschicht/Sauerstoffinhibitionsschicht (unpolymerisierte Anteile) (→ C=C- Doppelbindungen
    • sind noch nicht vollständig umgesetzt → chemische Ankoppelung durch kovalente Atombindung
    • möglich!)
    • - danach erst Bearbeitung mit Instrumenten
  29. Versorgungsformen nach Einzelzahnverlust 46?
    • - Belassen der Lücke
    • - Implantat
    • - Extensionsbrücke
    • - Endpfeilerbrücke
    • (- Adhäsivbrücke
    • - KFO → 47 ranholen
    • - Kompositverbreiterung der Nachbarzähne bei „Minilücke“)
  30. Was ist das Thekodont?
    • - Thekodontie = Bezeichnung aus der allgemeinen Anatomie für die federnde Verankerung der
    • Zahnwurzeln im Alveolarknochen
    • - Art der Befestigung von Zähnen im Kiefer von Säugetieren und säugetierähnlichen Reptilien
    • (Therapsida) mittels 1 bis (seltener) 2 in Höhlen (Alveolen) steckenden Wurzeln
    • Tegument?
    • - wenig gebräuchliche Bezeichnung für die die Alveolarfortsätze bedeckende Schleimhaut in
    • zahnlosen Kieferabschnitten
  31. Was bedeutet bedingt abnehmbarer Zahnersatz?
    • - vom Zahnarzt abnehmbar, nicht vom Patienten
    • - Verschraubung oder provisorische Zementierung
    • - z.B. bei parodontal stark anfälligen Patienten oder „Testen“ einer Konstruktion, oder wenn zahn
    • nach Präp. noch pulpitische Beschwerden macht
  32. Solitäres Knacken im Kiefergelenk deutet worauf hin?
    - totale anteriore Diskusverlagerung ohne Reposition
  33. Was bedeutet Ferrule-Design/Fassreifeneffekt?
    • - der Kronenrand muss in der gesunden ZHS liegen und diese um mindestens 1-2mm übergreifen
    • (→ Fassreifeneffekt) → für optimalen protektiven Effekt/verminderte Scherkräfte in der Wurzel
    • → sicherung der Zahnwurzeln gegen Längsfraktur
    • → Sicherung gegen Rotation
    • → Sicherung gegen Nagelzieheffekt
    • Ist keine Dentinfassung von mind. 1-2mm möglich, muss eine Extraktion erwogen werden!
    • Längsfraktur 15, was für Versorgungsmöglichkeiten jetzt?
  34. Mesostruktur eines Implantates?
    • - auch Abutment
    • - Verbindungselement zwischen Implantat und prothetischer Versorgung/Krone
  35. Patient hat Totale erhalten. kommt zwei Wochen nach Eingliederung „Ich kann nicht mehr richtig zerkauen“ Blickdiagnose unauffällig. Was mach ich als Zahnarzt? Mögliche Ursache?
    • - Möglichkeit der sekundären Remontage beachten!
    • - Vorkontakte, Störkontakte → beseitigen/einschleifen
    • - keine bilateral balancierte Okklusion? → Einschleifmaßnahmen
    • - höckerlose Seitenzähne → Neuanfertigung
    • - Prothesensättel nicht kongruent zu Prothesenlager? → Unterfütterung
    • - Extension Sättel falsch → Antragen/Abschleifen
  36. Arbeitsschritte MOGU mit Kronen mit oraler Fräsung.
    • 1. Anamnese, klinische Diagnostik, Planung mit dem Patienten, Situationsabformung
    • 2. Herstellung Situationsmodelle, Probepräp, Herstellung individueller Löffel
    • 3. Präparation der Ankerzähne (Teleskope, evtl. Klammerauflagen), Präparationsabformung mit
    • Indivlöffel, Gesichtsbogenanlage zur Übertragung des abgeformten OK in Artikulator, UK dazu
    • entweder über Bissregistrat oder evtl. Relationsbestimmung
    • 4. Herstellung Präparationsmodell, Anfertigung Primärteile/Doppelkronen für
    • Teleskope/Geschiebe/Stege
    • 5. Einsetzen am Patienten, Sammelabformung/Funktionsabformung mittels Individueller Löffel mit
    • lose eingesetzten festen Anteilen (verbleiben bei Abformung im Abdruck – Primärteile von
    • Teleskopen)
    • 6. Anfertigung von Bissschablonen
    • 7. Anpassen am Patienten (vertikale + evtl. horizontale Kieferrelationsbestimmung)
    • 8. Wachsaufstellung herausnehmbaren Prothese im Labor inkl. Primärer Remontage
    • 9. Wachseinprobe
    • 10. Definitive Herstellung
    • 11. Einsetzen am Patienten
    • 12. Nach 2-3 Wochen sekundäre Remontage
  37. Eichner- und Kennedy-Klassifikation:
    • Eichner:
    • - geht von 4 Stützzonen (PM li, PM re, M li, M re) aus
    • A: alle 4 Stützzonen mit antagonistischem Kontakt
    • A1 beide Kiefer voll bezahnt
    • A2 ein Kiefer voll, ein lückig
    • A3 beide Kiefer lückig
    • B: weniger als 4 Stützzonen mit antagonistischem Kontakt
    • B1 Kontakt in 3 Stützzonen
    • B2 Kontakt in 2 Stützzonen
    • B3 Kontakt in 1 Stützzone
    • B4 Kontakt außerhalb der Stützzonen
    • C kein antagonistischer Kontakt in Stützzonen
    • C1 Restzähne in beiden Kiefern
    • C2 ein Kiefer unbezahnt
    • C3 zahnlos
    • Kennedy:
    • - Beurteilung von Einzelkiefern
    • I bilaterale Freiendsituation
    • I/1 + eine Schaltlücke
    • I/2 + zwei oder mehr Schaltlücken
    • I/3 geringer Restzahnbestand
    • II unilaterale FreiendSituation
    • II/1 + eine Schaltlücke
    • II/2 + zwei oder mehr Schaltlücken
    • II/3 geringer Restzahnbestand
    • III einfache Schaltlücke
    • III/1 + eine Schaltlücke
    • III/2 + zwei oder mehr Schaltlücken
    • III/3 geringer Restzahnbestand
    • IV große bogenförmige Frontzahnlücke
  38. Aufbau vitaler Pfeilerzähne (Konzeption Dresden)?
    • 1. bei sehr pulpennahen Kavitäten: CaOH Liner + GIZ UF + Komposit
    • 2. bei tiefen Kavitäten: GIZ UF + Komposit
    • 3. bei flachen Kavitäten: Komposit in total-bond Technik
    • → da Restmonomergehalt die Pulpa schädigt
  39. Defektabhängige Wahl des Aufbaumaterials?
    • - minimale Defekte: bewusster Verzicht auf Aufbaufüllungen
    • - kleiner Defekte: Ergänzung mit GIZ
    • - größere Defekte: adhäsive Aufbaufüllungen aus Kompositen zur Schaffung weiterer
    • Retentionsflächen
  40. Grenzen der Erhaltungswürdigkeit?
    • - Wurzelfrakturen im mittleren Drittel der Wurzel
    • - Zerstörung unterhalb des Limbus Alveolaris
    • - Kronen-Wurzel-Fraktur
    • - Längsfraktur des Zahnes / der Wurzel
    • - Kammerbodenperforation
  41. Aufbau endodontisch behandelter Zähne (Konzeption Dresden)?
    • - bei Vorhandensein von mehr als 50% des koronalen Dentins ist ein adhäsiver Kompositaufbau
    • ausreichend und kein Stift zu setzten
    • - minimale Retentionsmanschette 3 mm Höhe
  42. Aufgaben des Wurzelstiftes / SSA?
    • - mechanische Retention im Wurzelkanal (für die Krone)
    • - Ergänzung der zerstörten ZHS
    • - Stabilisierung der Wurzel → nicht nachgewiesen! (eher im Gegenteil...)
  43. Vorteil, Nachteil Stift aus Metall?
    • - Vorteil: umfangreiches Systemangebot, klinische Langzeiterfahrung
    • - Nachteil: Korrosionsproblematik, hohes E-Modul, ungünstige optische Eigenschaften
  44. Vorteil, Nachteil Stift aus Faserverstärktem Komposit?
    • - Vorteil: günstige Biomechanik, u.U. wieder entfernbar, günstige optische Eigenschaften, adhäsive
    • Befestigung
    • - Nachteil: geringere Belastbarkeit bzw. deutliche Wärme-Ausdehnungs-Koeffizient-Differenzen
    • zur ZHS, begrenzte klinische Langzeiterfahrung
  45. Indikation, Kontraindikation (Glasfaser-)stift?
    • - Indikation: Vorrangig im Frontzahnbereich (und PM-Bereich) bei moderater Defektgröße
    • - Frontzähne und Prämolaren: nur noch eine Fläche vorhanden (keine Fläche mehr vorhanden:
    • Metallstift & adhäsiver Aufbau)
    • - Molaren: nur noch eine Fläche vorhanden, keine Fläche mehr vorhanden (beide Metallstift)
    • "Wurzelstifte sind indiziert, wenn nach umfangreichen Substanzverlust eine Verankerung im
    • Wurzelkanal notwendig ist, um die Zahnkrone wiederherzustellen."
    • - relative Kontraindikation: Bruxismus, tiefer Biss, Deckbiss
    • - Kontraindikation: keine koronale ZHS verblieben,Seitenzähne mit starker Horizontalbelastung,
    • Allergie gg. Bestandteile, insuffiziente WF (dann erst Revision), geringer ZHS-Verlust
  46. Kritik gegossener SSA?
    • - invasivere Präp erforderlich
    • - umständlicher Weg über die Laborherstellung
    • - sehr hohe Kosten (Edelmetall)
    • - aufgrund des Gussgefüges grundsätzlich weniger belastbar als kaltgezogene Stifte aus gleichem
    • Werkstoff
    • - kleine Irregularitäten können hohe Stressmomente in der Wurzel auslösen ("Lunkerbildung") →
    • ungünstiges Frakturverhalten (irreperable Wurzelfraktur)
  47. Gegossener Metallstift mit Aufbau?
    • - preisgünstiger, es können nicht angussfähige Legierungen verwendet werden
    • - aufgrund des Gussgefüges weniger belastbar als kaltgezogene Stifte aus gleichem Werkstoff
    • - kleine Irregularitäten können hohe Stressmomente auslösen
    • - Schwachstellen durch Lunker nicht kontrollierbar
  48. Eignung verschiedener Zemente für die Stiftverankerung?
    • - Zinkoxidphosphatzement: langzeitbewährt, gute Verträglichkeit
    • - Polycarboxylatzement: weniger Retention als ZnO-Zement und GIZ
    • - GIZ: benötigt bis zu mehreren Wochen, um maximale Härte zu erreichen. Vibrationen können zu
    • Misserfolg führen, außerdem entzieht es beim Aushärten Wasser
    • - adhäsiver Kompositkunststoff: gute Retention, komplizierte Verarbeitung
    • - Kompomer: nimmt Wasser auf, Risiko der Wurzelfraktur → kontraindiziert!
  49. Faustregel SSA?
    • Die Belastbarkeit einer endodontisch vorbehandelten und mit einem Stiftaufbau versehenen
    • Zahnes liegt bei ca. 30% der Belastbarkeit einer vollständig intakten Zahnes.
    • Befunde die für ein Belassen von Lücken sprechen?
    • - fehlender subjective Bedarf bzgl. Lückenschluss
    • - mittleres bis hohes Alter
    • - Passfähigkeit zur Langzeittherapie
    • - parodontale Gesundheit
    • - stabile Okklusion, Neutralbiss
    • - erhöhtes Risiko von Maßnahmen zum Lückenschluss
    • - verblockte Konstruktionen im Gegenkiefer (→ dann kann dort nix elongieren)
    • - keine CMD-Anamnese
  50. Was spricht für ein Implantat zum Lückenschluss?
    • - Strukturerhalt
    • - Wunsch nach optimaler Ästhetik
    • - Lücke im sichtbaren Bereich
    • - günstige Knochenverhältnisse
    • - gesunde Nachbarzähne
  51. Adhäsivbrücke?
    • - Indikation: Ersatz einzelner Zähne im Frontzahn- und Prämolarenbereich
    • - ausschließlich!!! für 3-gliedrige Brücken
    • - kariesfreie Ankerzähne, keine Füllungen im Bereich der Klebungen, Lockerungsgrade 0-1
    • - Wichtig:
    • - ausreichende vorausgegangene Retention
    • - Retention während der Anfertigung
    • - kurzer Zeitraum zwischen Abformung und Befestigung
    • - Vorteil: minimalinvasiv und bei Verlust sind immer noch andere Optionen durchführbar (z.B
    • Endpfeilerbrücke, Implantat), jedoch ggf. Atrophie → Augmentation vor Implantat notwendig
    • - Überlebensrate: nach 10 Jahren noch 65% in situ
  52. Befunde, die gegen eine verkürzte Zahnreihe als Therapie- / Erhaltungsziel sprechen?
    • - (starke parodontale Vorschädigung mit Tendenz zu Rezidiven)
    • - CMD-Anamnese
    • - Abweichungen vom Neutralbiss/Dysgnathien
    • - hohe ästhetische Anforderungen
    • - starke Abrasionen/Bruxismus
  53. Vgl. DMS 3 vs DMS 4?
    • - weniger fehlende Zähne bei Senioren
    • - Verschiebung des Zahnverlustes ins hohe Alter
    • - Zunahme der Wurzelkaries durch Zunahme "alter Zähne"
    • - deutliche Verschlechterung des Parodontalzustandes, u.U. durch erhöhte Zahnzahl
    • - Verschiebung des Versorgungsprofils → mehr festsitzender ZE
  54. Folgen des Zahnverlustes?
    • - hat Auswirkungen auf körperliche gesundheit, Psyche und soziale Faktoren
    • - Zahnstellungsänderungen: Elongation, Wanderung, Kippung, Rotation
    • - Okklusion/CMD: okklusale Interferenzen → könne zu muskulären Störungen führen
    • - Atrophie/alveolärer Kollaps
    • - Vertikales Wachstum (kann lebenslang als adaptiver Prozess zum Erhalt der vertikalen
    • Kieferrelation nach Abrasion und nach Verlust des Antagonisten auftreten)
    • - kompensierter (stabiler) Zustand vs. dekompensierter (labiler) Zustand
  55. Nennen Sie Folgen von Zahnverlust in Form von Stichpunkten oder eines Diagramms.
    • - psychisch, sozial, anatomisch
    • - Circulus vitiosus
    • > Kompensation…
    • > Dekompensation…
    • - funktioneller Umbau der Parodontiums und der Zahnreihe
    • - Verlust vertikale KR
    • - Zahnstellungsänderungen
    • - Okklusion/CMD
    • - Atrophie
    • - Nahrungsmangelerscheinungen
  56. Elongation – Studie?
    • - mind. 10 Jahre antagonistenlose Molaren, 84 Molaren getestet
    • - 18% nicht elongiert
    • - 58% weniger als 2 mm elongiert
    • - 24% mindestens 2 mm elongiert
    • - mittleres Ausmaß 1,68mm
    • - größere Ausmaß im OK
    • - teilweise antagonistischer Kontakt scheint einer E. nicht vorzubeugen
    • - OK: eher Rotationen, UK: eher Kippungen, geringeres Risiko bei Zahnverlust im
    • Erwachsenenalter
  57. Hinweise auf einen kompensierten Zustand im Lückengebiss?
    • - lange zurück liegender Zahnverlust ohne erkennbare Folgeschäden
    • - keine / geringe Elongation und Zahnwanderung
    • - röntgenologisch verstärkte Alveoleninnenkortikalis zur Lücke hin
    • - parodontale Stabilität
    • - stabile Okklusion
    • - fehlende Hinweise auf Funktionsstörungen
  58. Risikofaktoren für Dekompensation im Lückengebiss?
    • - Allgemeinerkrankungen
    • - schlechte Mundhygiene
    • - Parodontale Vorschädigung
    • - Zahnverlust größeren Umfanges
    • - Verlust mehrerer posteriorer Stützzonen
    • - Parafunktionen
  59. Maximale Interkuspidation?
    • - Lagebeziehung der Zähne bei maximaler Verzahnung
    • - MI definiert die habituelle Interkuspidation
    • - in einer idealen MI haben alle Zähne optimalen Kontakt
    • - ist beim fkt-gesunden Pat die Position, die durch schnellen Kieferschluss gefunden wird
    • - MI ist die physiologische Position des Kondylus
  60. Retrale Kondylenposition?
    • - die RP ist als die kraniale und retrale Grenzposition des Diskus-Kondylus-Komplexes in der
    • Fossa mandibularis definiert
    • - RP ist keine physiologische Position des Kondylus
    • - die RP ist gut reproduzierbar!!
    • - Methoden zur Determinierung: Manuelle Führung der Mandibula, Gothischer Bogen,
    • Walkhoff`sche Kugel
    • - physiologischer Weise „Gleitweg“ von RP in IKP von 0,5-1mm (am besten sagittales Gleiten,
    • nicht laterales)
  61. Zentrische Relation?
    • - CR definiert dich Position des Caput mandibulae in der Fossa mandibularis
    • - unter der CR versteht man die kranio-ventrale, nicht seitenverschobene Position beider Kondylen
    • bei physiologischer Kondylen-Diskus-Relation
  62. Folgen des Verlustes der Prämolen-/ Molarenstütze?
    • - Verlust der VD
    • - Kollaps des Untergesichtes
    • - Pseudoprogenie
    • - Auffächerung der Front
    • - Elongation, Kippungen, Rotationen
    • - erhöhte Zahnbeweglichkeit
    • - KG-Beschwerden
    • - verringerte Kaueffektivität
  63. Hyperbalance?
    • - verursacht durch okklusale Interferenzen, genauer „Gleithindernisse“ auf der Balance-Seite
    • (Mediotrusionsseite) → Seitenzähne der Mediotrusionsseite diskludieren nicht ausreichend,
    • sondern verhaken → harmonische Bewegung ist gestört (die Arbeitsseite diskludiert vorzeitig und
    • kann nicht richtig arbeiten) → Fehlbelastungen von Zähnen und Muskeln
    • - Laterotrusion ist durch posteriore Kontakte der Mediotrusionsseite geführt
  64. Ziele der Kronen- und Brückenversorgung?
    • (- Ersatz-, Schutz-, Stabilisierungs- und Korrekturfunktion)
    • - sekundäre Prävention!
    • - Strukturerhalt
    • - Prävention Zahnverlust
    • - Prävention Vitalitätsverlust
    • - Prävention Sekundärkaries
    • - Prävention Gingivitis/Parodontitis
  65. Indikation von Kronenzahnersatz?
    • - zerstörte, durch Füllungstherapie mit plastischen Füllungsmaterialien oder
    • Onlays/Overlays/Teilkronen nicht aufbaufähige Zähne
    • - schwere, anderweitig nicht korrigierbare ästhetische Beeinträchtigungen
    • - als Anker für festsitzenden Zahnersatz
    • - WKB-Zähne (Front und PM: Trepanationskavität + zwei approximale Defekte; Molaren:
    • Trepanationskavität + ein approximaler Defekt)
  66. Funktionen von Kronenzahnersatz?
    • - Ersatzfunktion (Hartsubstanzverlust)
    • - Schutzfunktion (Karies, Abrasion)
    • - Stabilisierungsfunktion
    • - Korrekturfunktion (Stellungsanomalien, Farbe)
  67. Indikationen zur Blockbildung bei festsitzendem ZE?
    • - Zähne mit großem Zahnhartsubstanzverlust
    • - Zahnlockerung
    • - Verhinderung von Zahnwanderungen
    • - proth. Notwendigkeit
    • → Indikation kritisch stellen!!!
  68. Indikation subgingivaler Kronenrandlage?
    • - Retentionsform anders nicht zu gewährleisten
    • - Subgingivale Substanzdefekte
    • - Ästhetische Gründe
  69. Probleme subgingivale Kronenrandlage:
    • - erhöhtes Gingivitisrisiko
    • - schwierige Abformung
    • - schwierige Kontrolle der Passung
    • - schwierige Befestigung (Trockenlegung)
    • - schwierige Reinigung
  70. Supragingivale Präp.-Grenze:
    • + Kontrollierbarkeit
    • + Abformgenauigkeit
    • + Passung
    • + Schonung marginales Parodont
    • - Retentionsmanschette ausreichend?
    • - Ästhetik
    • - nicht, wenn Zahnhalskaries/keilförmige Defekte
  71. Problemzonen des Kronenzahnersatzes nach Marxkors?
    • - zervikaler Bereich
    • - interdentaler Bereich
    • - okklusaler Bereich
  72. Komplikationen bei festsitzendem ZE?
    • - Vollkeramikkronen: Kronenfraktur, Retentionsverlust, Wurzelbehandlung
    • - SSA: Stiftlösung, Wurzelfraktur, Karies
    • - Einzelkrone: Wurzelfüllung, Verblendkeramikfraktur, Retentionsverlust
    • - Brücken: Karies, Wurzelbehandlung, Retentionsverlust
    • - Adhäsivbrücken: Ablösung, Zahnverfärbung, Karies
  73. Vollgusskrone?
    • - Vorteile: geringer Platzbedarf, einfache Labortechnik, keine werkstoffbedingten Misserfolge zu
    • erwarten
    • - Nachteile: Ästhetik, (hohe Wärmeleitfähigkeit)
    • - Indikation:
    • - im weniger sichtbaren Bereich
    • - bei noch großer Masse von gesunder Zahnhartsubstanz
    • - bei Platzmangel
    • - bei okklusionsaktiven Patienten
    • - bei keramischen Restaurationen im Gegenkiefer
  74. Metallkeramische Krone?
    • - Vorteile:Platzbedarf kann über Gestaltung gesteuert werden, Substanzschonung (unverblendete
    • Anteile), bewährte Labortechnik, werkstoffbedingte Misserfolge selten
    • - Nachteile: Beeinträchtigung der Ästhetik durch Metallgerüst, Beeinträchtigung der Ästhetik durch
    • Metall am Kronenrand, Übergang zur Keramik im UK im tragenden Höckerbereich: Abplatzungen
    • - Indikation: Standardversorgung im sichtbaren Bereich
    • Teilverblendungen?
    • - ermöglichen gewisse Selbstadjustierung der Okklusion
    • - Ästhetik
    • - scheinen ein erhöhtes Risiko von Keramikdefekten aufzuweisen
    • - bieten sich besonders im OK an
    • - invasive Präp
    • - Nachteil im UK-Seitenzahnbereich: Materialübergang im Bereich der tragenden Höcker,
    • Sichtbarkeit
  75. Vor- und Nachteile einer Teilverblendung?
    • - Ästhetischer Vorteil gegenüber Vollmetall
    • - ästhetischer Nachteil gegebenüber Vollkeramik
    • - Gute Passung durch Metallrand
    • - Abplatzungen (besonders gefährlich im UK wegen Verblendung von tragendem Höcker)
    • - Platzsparend
  76. Grundprinzipien der Farbbestimmung?
    • - Saubere Zahnoberfläche
    • - Nicht an ausgetrockneten Zähnen
    • - Befeuchten von Zähnen und Farbmusterzahn
    • - Primär bei natürlichem Licht
    • - bei entspannten und zurückgezogenen Lippen
    • - kräftige Umgebungsfarben vermeiden (Lippenstift)
    • - kurze Betrachtungsdauer
  77. Risikofaktoren für die Schädigung der Pulpa?
    • - ausgedehnter Zahnhartsubstanzabtrag, geringe Restdentinstärke (Cave: <1mm)
    • - thermische Schädigung (Kühlwassermenge 50ml/min, <30°C)
    • - Austrocknung
  78. Risikofaktoren für die Schädigung des Parodonts:
    • - subgingivale Präp
    • - (langfristig) Verletzung der biologischen Breite
    • - Überkontur
  79. biologische Breite?
    • - Abstand der Kronenrandes vom Knochenrand
    • - sollte mindestens 2-3 mm betragen (sonst chronische Gingivitis provoziert)
  80. Tangentialpräparation?
    • - Vorteile: einfach, verzeihend, wenig invasiv
    • - Nachteile: schwer erkennbare Präp-Grenze, Gefahr der Überkontur, besonders im Randbereich
    • - Indikation: Vollgusskorne, Präp. im Wurzelbereich, lange Wandflächen, erschwerte Übersicht
  81. Hohlkehlpräparation?
    • - Vorteile: erkennbare Präp-Grenze, relativ einfach, in gewissem Umfang verzeihend, relativ wenig
    • invasiv
    • - Nachteile: ggf. zu wenig Platz schaffend, Gefahr der "Dachrinnenpräp", Gefahr der Verletzung
    • der Gingiva
    • - Indikation: in den meisten Situationen und bei den meisten Kronen möglich
  82. Stufenpräparation?
    • - Vorteile: sehr gute Sichtbarkeit der Präp-Grenze, Platz schaffend, gewährleistet gute
    • Retentionsform, gute Kontrolle des Materialabtrages
    • - Nachteile: invasiv, Gefahr von Imperfektionen an Präp-Grenze und Krone
    • - Indikation: Vollkeramikkronen, MK-Kronen mit Keramikstufe, Erzielung max. Retention bei kurzen
    • Mantelflächen
  83. Präparationsrichtwerte?
    • - Zirkulärer Abtrat: Vollgusskrone 0,8mm, MK-Krone (im Verblendbereich) und Vollkeramikkrone
    • (1,0)-1,2mm
    • - Okklusaler Abtrag: Vollgusskrone 1mm, MK-Krone (im Verblendbereich) und Vollkeramikkrone
    • 1,5mm
    • - Inzisaler Abtrag: 2mm
    • - Mindesthöhe Retentionsmanschette: 3mm
    • - Tiefe der subgingivalen Präparaten: 0,5-1mm
    • - Abstand Präp-Grenze zum Knochen (biolog. Breite): 2-3mm
  84. Prognosebewertung generell?
    • - Patientenbezogen: Alter, Compliance, Gesundheitszustand, Rauchen
    • - Organbezogen: Kompensation/Dekompensation, Parafunktionen/CMD- Problematik,
    • Dysgnathien, Topographie
    • - Zahnbezogen: ZHS, Parodont, Endodont
    • - Zahnhartsubstanz:
    • - solange zervikal der Defekte und Aufbaufüllungen eine Fassung von etwa 2mm in gesunder
    • Zahnhartsubstanz erfolgen kann, ist die Prognose günstig (Ferrule-Effekt)
    • - Zähne mit großen Defekten tragen als einzelne Brückenpfeiler oder Teleskopkronen ein erhöhtes
    • Risiko
    • - der adhäsiv aufgebaute vitale Pfeiler erreicht nicht die Stabilität des gesunden Zahnes
    • - Endodont:
    • - Wertigkeit vitaler Zähne ist höher als die von avitalen
    • - gute Prognose: fehlende periapikale Läsion, homogene Wurzelfüllung, Wurzelfüllung <2mm vor
    • röntgenologischen Apex, suffiziente koronale Restauration
    • - Parodont:
    • - Prognose „sicher“: Knochenverlust <50%, Furkationsgrad I
    • - Prognose „zweifelhaft“: Knochenverlust >50%, Furkationsgrad II/III
    • - Prognose „hoffnungslos“: Knochenverlust > 75%, Mobilität Grad III
    • - gute Prognose: Knochenabbau < 25%, TT <3mm, keine Furkationsbeteiligung, keine Lockerung
    • Prognosebewertung im parodontal geschädigten (aber sanierten) Gebiss?
    • - sicher: Knochenverlust <50%, Furkationsgrad 1 → als sicherer prophetischer Pfeiler möglich
    • - zweifelhaft: Knochenverlust >50%, Furkationsgrad 2 und 3 → Präprothetische Behandlung.
    • Danach Entscheidung, ob sicher oder hoffnungslos
    • - hoffnungslos: Knochenverlust >75%, Mobilität Grad 3
  85. Prothetische Maßnahmen in der präprothetischen Sanierung?
    • - Rekonturieren von festsitzenden Restaurationen
    • - Abnehmen von festsitzenden Restaurationen, Ersetzen durch (Langzeit-) Provisorien
    • - Provisorische Versorgung nach Ex
    • - Maßnahmen zur Harmonisierung der Okklusion (z.B. Vertikalisierungsschiene)
    • - Wiederherstellung der Funktion von abnehmbarem Zahnersatz
    • - Veränderung der Kieferrelation
  86. Vorteil, Nachteil Doppelmischabformung?
    • - Vorteil: sehr hohe Dimensionstreue, geringer Zeitaufwand
    • - Nachteil: Abbildung infragingivaler Präp-Grenzen nicht immer zuverlässig
  87. Vorteil, Nachteil Korrekturabformung?
    • - Vorteil: zuverlässige Abbildung infragingivaler Präp-Grenzen (Stempeldruck!!)
    • - Nachteil: reproduziert die Stümpfe tendenziell etwas zu eng (etwas geringere Dimensionstreue
    • als Doppelmischabformung → Spacer auf Modellstümpfe!), höherer Zeitaufwand
  88. Repositionstechnik?
    • - Abdruckpfosten bleibt zunächst im Mund + zusätzliche Retentionshilfe aufgesteckt
    • - Abformung
    • - Entfernung der Abformung aus dem Mund
    • - Entfernung des Abdruckpfostens
    • - Desinfektion
    • - Verbindung Abdruckposten - Laborimplantat
    • - Reponieren in die Abformung
    • +Indikation: unverblockte Konstruktionen (Einzelkronen), ausgeprägte Achsendivergenzen
  89. Nenne Indikation, Material, Träger und Fehlermöglichkeiten bei der Repositionstechnik!
    • Indikation:
    • - unverblockte Konstruktionen: Einzelkronen, -attachments
    • - ausgeprägte Achsendivergenzen
    • - Abformung mit Festwandlöffel oder individ. Löffel
    • - Doppelmischtechnik (A-Silikone) oder einphasig (Polyäther)
    • Fehler:
    • - fehlerhafter Sitz der Abdruckpfosten
    • - irreversible Verformung beim Entnehmen des Abdruckes (CAVE: antiparallele Implantate)
    • - Fehler beim Reponieren (CAVE:Umbiegen dünner Fähnchen)
    • - unsicherer Sitz der Abdruckpfosten in Abdruckmasse (z.B. Blasen)
  90. Pick-Up-Technik?
    • - Verschraubung des Abdruckpostens "durch" den individuellen Löffel
    • - Abformung
    • - Abdruckpfosten wird mit Abformung entfernt
    • - Desinfektion
    • - Verbindung Abdruckpfosten - Laborimplantat in Abformung
    • +Indikation: Multiimplantatversorgungen (verblockt)
    • - i.d.R. einphasig mit Polyäther
  91. Nenne Indikation, Material, Träger und Fehlermöglichkeiten bei der Pick-Up-Technik!
    • Indikation:
    • - Multiimplantatversorgungen (verblockt)
    • - Abformung mit individ.Löffel
    • - i.d.R. einphasig mit Polyäther
    • Fehler:
    • - fehlerhafter Sitz des Abdruckpfostens
    • - Schwierigkeiten bei Entfernung (CAVE: antiparallele Implantate)
    • - irreversible Verformung beim Entnehmen des Abdruckes
    • - Lösen von Pfosten aus der Abdruckmasse
    • - unsicherer Sitz der Abdruckpfosten in der Abdruckmasse (z.B. Blasen)
  92. 4 SSA Konstruktionsprinzipien?
    • - 2/3 Wurzellänge
    • - 1/3 des Wurzelquerschnitt
    • - Formschlüssigkeit Stift und Kanal
    • - möglichst flächiger Kontakt zwischen präpariertem Zahn und Aufbau
    • - Ferrule-Effekt
  93. Vertikalisierungsschiene?
    • bei abgesunkener vertikaler Dimension
    • → Ziel: Wiederherstellung der korrekten VD vor proth. Therapie
    • → Erhöhung der Bisslage bei Verlust der vertikalen Relation (Bruximus, Kieferatrophie, schlecht
    • angepasste Prothesen/Zahnersatz) (damit einhergehnd: Schutzfunktion für über/fehlbelastete
    • Zähne und Entspannung des Kiefergelenks durch neue vertikale Relation)
  94. Behandlungsabfolge bei Neuvorstellung?
    • - Schmerz-/Notbehandlung
    • - Anamnese, Gespräch
    • - Befundung/Basisdiagnostik (OPG, ggf. ZF, Situ-Modelle)
    • - Diagnosen, Prognose der einzelnen Zähne
    • - vorläufige proth. Planung
    • - Vorbehandlung
    • - Reevaluation + def. Therapieentscheidung
    • - Umsetzung proth. Therapieentscheidung
    • - Recall
  95. diagnostische Maßnahmen vor proth. Therapie?
    • Basisdiagnostik: extraoral, Schleimhäute und zahnlose Kieferabschnitte, Zahnstatus, Zustand ZE,
    • Mundhygiene, PSI, CMD-Kurzbefund nach Ahlers und Jackstat, ggf. OPG
    • - klin. Diagnostik: Mundhygienestatus, Parodontalstatus, klein. Fkt-Status
    • - bildg. Diagnostik: OPG, ZF, BF
    • - sonst. Diagnostik: Modellbefund, allgemeinmed. Diag., psychosomatische Diag.
  96. Grenzraumgestaltung und Pontic-Technik?
    • Grenzraumgestaltung:
    • - Grenzraum = Zone zwischen den sattelnahen Approximalflächen der natürlichen Zähne und den
    • Prothesensätteln
    • - prinzipiell wie Approximalkontakt zwischen natürlichen Zähnen gestalten, jedoch Raum unter
    • Kontaktpunkt frei durchspülbar
    • - endständige Papille nicht traumatisieren
    • - Gingivalränder der Ankerzähne unbedeckt von Konstruktionselementen
    • Nach Marxkors:
    • - frei durchspülbare Öffnung der Interdentalräume in einer Breite von ca. 4mm
    • - Sublingualbügel inseriert hinter dem Grenzraum in den Sattel
    • „Die Formgebung des Grenzraumes sollte unter der Maßgabe vollzogen werden, eine Reinigung
    • mit IDR-Bürsten auch bei eingesetzter Prothese durchführen zu können (Führungsfunktion)
    • Pontic-Technik:
    • erster Prothesenzahn als verblendbares Brückenzwischenglied ganz ohne Kunststoffsattel
    • ausführen, Basis möglichst konvex (eierförmig, sieht aus, als ob Zahn direkt aus Schleimhaut
    • kommt)
  97. Transformationsverfestigung?
    • „Rissverzehrung aufgrund von Raumforderung bei Modifikationsumwandlung der
    • Zirkonoxidteilchen.“
    • VL Vorklinik, Zitat:
    • „Reines Zirkondioxid ist technologisch unbrauchbar. Bei Temperaturerhöhung wandelt sich bei ca.
    • 1170°C das monokline Zirkonoxid reversibel in eine tetragonale Phase um, verbunden mit einer
    • Volumenabnahme von mehr als 5%. Beim Abkühlen erhöht sich das Volumen bei ca. 1000°C
    • wieder entsprechend durch die Rückwandlung von der tetragonalen in die monokline Phase.
    • Durch den Zusatz von 3-5% Yttriumoxid bleibt die tetragonale Phase bei Raumtemperatur erhalten
    • (metastabil) und setzt das Material unter eine Vorspannung.
    • Ein eventuell auftretender Riss kann die Spannung freisetzen und die Umwandlung in die
    • monokline Phase vollzieht sich. Durch die Volumenzunahme entsteht an der Spitze des Risses
    • eine Druckspannung. Die Rissfortschreitung wird gestoppt bzw. gehemmt.“
    • kurz → Umwandlung der Zirkonoxidteilchen, ausgelöst durch Spannungsspitzen oder Risse →
    • Risszehrung aufgrund von Raumforderung bei Modifikationsumwandlung der Zirkonoxidteilchen
  98. Vorteil, Nachteil Zirkonoxid?
    • Vorteile:
    • - keine Korrosion
    • - keine Allergien
    • - bioinert
    • - Hygienefähigkeit
    • - glatt
    • - Ästhetik
    • - hohe Biegefestigkeit
    • - hohe Bruchzähigkeit
    • - geringe Wärmeleitung
    • Nachteile:
    • - hohes E-Modul, sehr hohe Härte (Antagonistenkontakt → Abrasionen an Antagonisten)
    • - Verarbeitungssensitivität
    • - invasive Präparation
    • - es kommt häufig zum sog. "chipping" (Der Begriff Chipping steht für Abplatzungen und lamellförmige
    • Frakturen innerhalb der Zirkonkronen.)
  99. Merkmale einer Michiganschiene?
    • - zentrische Kondylenposition
    • - vorzugsweise im OK (zum Schutz der Front + geringere Bruchgefahr)
    • - okklusal flaches Relief oder nach Ash völlig plan
    • - reine Eckzahnführung
    • - Freedom-in-Centrik Okklusionskonzept
    • - Lippenschluss muss problemlos möglich sein
  100. Def. vertikale Dimension?
    • Untergesichtshöhe bei Einnehmen der stat. Okklusion oder in Ruhelage (-2 bis -4mm),
    • unbewusste Abstandhaltung des UK zum OK bei aufrechter und entspannter Kopf- und
    • Körperhaltung → wichtiger Anhaltspunkt zur Bestimmung der natürlichen Okklusion im zahnlosen
    • Gebiss
  101. Def. Schneidekantendistanz?
    vertikaler Abstand der SK von OK zu UK, ca 40mm
  102. Def. Balkwill Winkel?
    • Winkel zwischen Okklusionsebene und Bonnwill`schem Dreieck, ca. 20- 25° (22°) → Bedeutung
    • bei der Gesichtsbogenübertragung und schädelbezüglichen Einstellung der Modelle im Artikulator
  103. Def. Bonwill`sches Dreieck?
    • virtuelles, annährend gleichseitiges Dreieck mit ~ 10,5-11,5 cm Kantenlänge. Eckpunkte sind die
    • Mittelpunkte der beiden Kiefergelenkköpfchen (Kondylenmittelpunkte) und der Mittelpunkt der
    • unteren Schneidezähne (Inzisalpukt) → Verwendung als Hilfsmittel bei der Einstellung von
    • Gipsmodellen in einen Artikulator ("mittelwertige Artikulatormontage")
  104. Def. immediate side shift?
    • - zu Anfang der Bennettbewegeung → unmittelbare, sofortige Seitenverschiebung des
    • Mediotrusionskondylus, bevor er nach vorn wandert
    • - der initiale Seitenversatz des Mediotrusionskondylus vor der Vorwärtsbewegung (innerhalb der
    • ersten 4 mm der Bewegung)
    • >< progressive side shift, early side shift, distributed side shift
  105. Def. Bennet-Bewegung?
    • seitliches, räumliches Versetzen des Unterkiefers während der Laterotrusion → dabei seitliches
    • Versetzen des Laterotursionskondylus bei einer Laterotrusionsbewegung
  106. Funktionsabformung UK, 5 abgebildete Strukturen?
    • - Umschlagfalte in ausreichender Breite (2mm)
    • - Bandansätze
    • - Retromolarpolster
    • - Linea mylohyoidea
    • - Sublingualregion
  107. Funktionsabformung OK?
    • - Umschlagfalte in ausreichender Breite (insbesondere paratubulär) (auf Symmetrie achten)
    • - retrotubärer Bereich
    • - Bandansätze
    • - Übergangszone harter/weicher Gaumen
  108. Arten der prov. Versorgung?
    • - direktes Verfahren: Anfertigung direkt im Mund (alte Brücken, Kronen oder Herstellung mittels
    • Abformung)
    • - indirekt-direkt (semidirekt): Schalenprovisorien, mittels Tiefziehschiene
    • - indirekt: Langzeitprovi laborgefertigt mit/ ohne Gerüst
  109. Was versteht man unter einer Verbundbrücke?
    • - ein Pfeiler = Implantat, der andere Pfeiler = natürlicher Zahn
    • - Überlebensrate: 77,8 %
  110. 3 Formen von Doppelkronen?
    • - Zylinderteleskop (parallelwandiges Teleskop) → Haltewirkung durch Reibung/Friktion (über
    • gesamte Teleskoplänge, nimmt kontinuierlich beim Abziehen des Sekundärteilchens ab)
    • - Konuskrone → Haltewirkung durch Verkeilung, Unterscheidung Haltekoni und Stützkoni
    • (Konuswinkel 6° = 7N Haftwirkung → mit zunehmender Konizität sinkt die Haltewirkung)
    • - Galvanoteleskop (parallelwandig oder leicht konisch 0-2°) → Haltewirkung über hydraulisches
    • System
    • - Resilienzteleskop → eine Art der Resilienzverankerung, Teleskopkronenverbund ('Doppelkrone')
    • mit eingearbeitetem 'Spiel' (Resilienzspielraum, 'Spielpassung'), welches in etwa der natürlichen
    • Resilienz der bedeckten Kieferschleimhaut entspricht → führen zu keinem Halt und sind nicht mit
    • okklusalem Stopp versehen
  111. Def. Okklusionsebene?
    • horizontale Ebene, die durch den vorderen mittleren Inzisalpunkt (zwischen UK 1ern) und die
    • distobukkalen Höckerspitzen der zweiten Molaren begrenzt wird
  112. Def. statische Okklusion?
    Zahnkontakte ohne Bewegung des UK in Interkuspidationsstellung
  113. Def. dynamische Okklusion?
    • Zahnkontakte, die infolge einer Bewegung des UK entstehen (Retrusion, Protrusion und
    • Latertrusion) → jede Bewegung der Mandibula unter Zahnkontakt
  114. Wechselseitig geschützte Okklusion?
    • In statischer Okklusion schützen die PM und Molaren die Frontzähne vor destruktiven
    • Muskelkräften
    • In dynamischer Okklusion schützen Front- und Eckzähne die PM und Molaren vor destruktiven
    • Muskelkräften
  115. Antes Gesetz, Verbindlichkeit?
    • „Die perizementale Fläche der Pfeilerzähne sollte mindestens so groß sein wie die der ersetzten
    • Zähne“
    • - die Gesamtfläche des Desmodonts der Pfeilerzähne muss der Fläche des Desmodonts der zu
    • ersetzenden Zähne mindestens entsprechen
    • - unter der Vorraussetzung erfolgreicher parodontaler Therapie und insbesondere engmaschiger
    • Nachsorge ist es möglich auch auf parodontal schwer vorgeschädigten Pfeilerzähnen mit guter
    • Langzeitprognose festsitzenden ZE unter Missachtung des Ante`schen Gesetzes zu realisieren!!
  116. CMD-Kurzbefund nach Ahlers und Jakstat?
    • - ein Teil der Basisdiagnostik
    • - Mundöffnung asymmetrisch
    • - Mundöffnung eingeschränkt
    • - Gelenkgeräusche
    • - Okklusale Geräusche
    • - Muskelpalpation schmerzhaft
    • - Exzentrik traumatisch
    • → treffen zwei oder mehr Punkte zu → klinische Funktionsanalyse
  117. Ziel der sekundären Remontage, Durchführung?
    • - 1-2 Wochen nach der Eingliederung
    • - Ziel: Korrektur eventuell auftretender Fehler (stabile stat + dynamische Okklusion, bessere
    • Lagestabilität, gleichmäßige Belastung der Teguments, pos. Beurteilung durch Pat)
    • - Einlagerung der Prothese ist erfolgt
    • - jetzt Relationsbestimmung vertikal und horizontal
    • Durchführung:
    • - Arbeit mit Bissperrung beim intraoralen Stützstift-Registrat
    • - Montage im Artikulator
    • - Lösen des Inzisalstiftes
    • - Einschleifen von statischer und dynamischer Okklusion
  118. Klammern für die bilat. Freiend-Situation?
    • → sattelferne Abstützung, sattelnahe Retention (vergleiche unilaterale Freiendsituation: sattelnahe
    • Abstützung, sattelferne Retention)
    • - Bonwill-Klammer
    • - Back-Action-Klammer
    • - RPI-Klammer
  119. Hauptfunktionen des Immediatersatz?
    • - Wundverband
    • - verminderter Knochenabbau durch sofortige Reizvermittlung
    • - Erhalt der Kieferrelation
    • - schnelle Adaptation mit Beibehält der Kaugewohnheiten
    • - Erhalt Fkt-Muster im KG-Bereich
  120. Futtergeschiebe?
    • z.B. Mini-SG
    • - Geschiebe mit Kunststoffinsert
    • - konfektioniertes Stabgeschiebe (Patritze/Primärteil) extrakoronal
    • - Matritze/Sekundärteil enthält austauschbaren Kunststoffgleiteinsatz (Haltekraft einstellbar)
    • - integrierte Führungsrillen → gute Stabilität
  121. 5 klinische Behandlungsparameter (Basisparameter)?
    • - extraoraler Befund
    • - Zahnstatus, Zustand ZE
    • - PSI
    • - Mundhygiene
    • - CMD-Kurzbefund
  122. Modellgerüstgestaltung bei Frontzahnlücke?
    • 1. Rückenschutzplatte mit Verblendung
    • 2. konfektionierter Kunststoffzahn auf individueller Mogu-Retention
  123. Wann und wofür Gesichtsbogenübertragung?
    • „Gesichtbögen dienen zur Übertragung der schädel- und gelenkbezogenen Lage der Kiefer
    • (insbesondere des OK) auf den Artikulator“ (Reitemeier 226)
    • - wenn die Kiefer oder die Größe der Zahnbögen deutlich vom "durchschnittlichen" Pat abweicht
    • - wenn die Registrate dicker als 2mm sind
    • - Funktionsanalyse
    • - wenn die vertikale Dimension im Artikulator verändert werden soll
    • - Ziel: dient der Lagebestimmung des OK im Verhältnis zur Schädelbasis bzw. zum Kiefergelenk
  124. biodynamische Vorraussetzungen für festsitzenden ZE?
    • - ausreichende Anzahl der Pfeilerzähne
    • - ausreichende prothetische Wertigkeit der Pfeilerzähne (Vitalität, Attachment/Parodont, ZHS,...)
    • - ausreichende Parallelität/Parallelisierbarkeit der Pfeilerzähne
    • - möglichst axiale Belastung der Pfeilerzähne
    • - möglichst geradlinige Verbindung zwischen den Pfeilerzähnen
    • - günstige Topographie der Pfeilerzähne
  125. Resilienztest nach Gerber?
    • - Untersuchungsverfahren in der Zahnmedizin und Kieferorthopädie, mit dem Funktionsstörungen
    • der Kiefergelenke (kraniomandibuläre Dysfunktionen) erfasst werden sollen
    • - 0,3 mm ist noch normale (Resilienz des KG)!!
    • - 0,3 mm dicker Zinnfolienstreifen auf der Gegenseite des zu untersuchenden KG, Bereich der PM
    • - auf zu untersuchender Seite im Bereich des distalen Molaren eine Shimstockfolie
    • → kann Pat Shimstockfolie NICHT festhalten → zu geringe Resilienz → Verdacht auf
    • Gelenkkompression
    • → wenn trotz 1,5mm Zinnfolie (auf der Gegenseite) Shimstockfolie gehalten wird → hohe
    • Resilienz → Verdacht auf Gelenkdistraktion
  126. Merkmale für somatoforme Störung nach Müller-Fahlbusch?
    • - auffällige Diskrepanz zwischen Befund und Befinden
    • - Fluktuation der Beschwerden
    • - Diagnose ex non juvantibus (bewährte Methoden sind wirkungslos)
    • - Mitbeteiligung der Persönlichkeit des Pat
    • - Zusammenhang mit persönlichen Ereignissen
  127. Einprobe Krone?
    • 1. Anprobe am Modell
    • 2. intraorale Anprobe:
    • - Approximalkontakte prüfen (zu straff: vorsichtiges Beschleifen, zu lose: Neuanfertigung)
    • - Randschluss (Über- und Unterkonturierung, positive Stufe: Neuanfertigung, negative
    • Stufe: vorsichtiges Beschleifen)
    • - Passgenauigkeit (mit Sonde, mit Softprobe)
    • - Ästhetik (Farbe und Form)
    • - stat und dynamische Okklusion
  128. Kauflächengestaltung bei Totalprothesen?
    • - höckerlos
    • - reduziertes Höckerrelief
    • - anatomisch
  129. Kontraindikationen gingival inserierender Klammern?
    • - starke buccale oder linguale Kippung
    • - tiefe unterschnitte des Alveolarfortsatzes
    • - hohe Bandansätze
    • - flaches Vestibulum (<5mm)
    • - gingivale Rezessionen
  130. Besondere Präp-Regeln bei Extensionsbrücken?
    • → Ersatz Frontzähne, PM, Molaren in PM-Größe
    • - mind. 2 stabile, vitale, feste Pfeiler (mit geringen ZHS- Verlusten)
    • - ausgeprägte Retentionsmanschette (lange Manschette)
    • - steile, retentive Präparation
    • - möglichst substanzschonend
    • - potenzieller Ablösung bei Belastung entgegengeneigt
  131. Wie sind Freiendsättel partieller Prothesen zu gestalten?
    • - Freiendsättel sind maximal zu extendieren, um die Druckbelastung Kiefer so niedrig wie möglich
    • zu halten
    • - im distalen Drittel keine Zähne aufstellen
    • OK:
    • - Fassung der Tubera
    • - Extension in die Tuberwangentasche
    • - Abstützung auf harten Gaumen
    • UK:
    • - Fassung Retromolarpolster
    • - Übergeifen Linea mylohyoidea
  132. Wie werden Sättel partieller Prothesen verbunden?
    • Zur Verteilung horizontaler Schübe sind sind Sättel partieller Prothesen immer mit einem stabilen
    • großen Verbinder möglichst starr zu koppeln
    • OK: Transversalband, Lochplatte (oder skelettierte Platte), selten: hufeisenförmiger Verbinder
    • UK: Sublingualbügel
  133. Welche Aufgaben hat das Verbindungselemt zw. Prothesensattel und Ankerzahn?
    • 1. Abstützung: Aufnahme vertikaler (introdierender) Kräfte
    • 2. Schubverteilung: Aufnahme horizontaler Kräfte
    • 3. Retention: Aufnahme abziehender Kräfte
  134. Klammerstützlinien sind... ?
    ...potentielle Rotationsachsen bei intrudierenden Kräften
  135. Klammerhaltelinien sind... ?
    ...potentielle Rotationsachsen bei abziehenden Kräften
  136. Parodontale Prolemzonen bei Teilprothesen?
    • 1. Verbindungselemente (kleine Verbinder)
    • 2. Grenzraum (Ankopplungbereich)
    • 3. großer Verbinder
  137. Nenne Kriterien für eine parodontalhygienisch günstige Konstruktion von Teilprothesen!
    • - einfache Gestaltung (CAVE: multiple Schaltlücken)
    • - Vermeidung von umfangreichen Verblockungen
    • - hygienefreundliche Verbindungselemente
    • - parodontalfreundliche Grenzraumgestaltung (nach Marxkors, Pontic)
    • - KISS (Keep It Safe and Simple)
  138. Wie ist der kleine Verbinder zu gestalten?
    • - interdentale (parodontalkreuzende) kleine Verbinder vermeiden
    • - kleine Verbinder aus Prothesensätteln herausführen
    • - Verbindung Klammerauflage zum großen Verbinder auf kürzestem Weg
    • - Mindestabstand: 5mm
  139. Was ist der Grenzraum und wie ist er zu gestalten?
    • - Grenzraum = Zone zwischen den sattelnahen Approximalflächen der natürlichen Zähne und den
    • Prothesensätteln
    • 1. prinzipiell wie Approximalkontakt zwischen natürlichen Zähnen gestalten
    • 2. Raum unter Kontaktpunkt frei durchspülbar
    • 3. endständige Papille nicht traumatisieren
    • 4. Gingivalränder der Ankerzähne unbedeckt von Konstruktionselementen
    • → Nach Marxkors:
    • - frei durchspülbare Öffnung der Interdentalräume in einer Breite von ca. 4mm
    • - Sublingualbügel inseriert hinter dem Grenzraum in den Sattel
    • „Die Formgebung des Grenzraumes sollte unter der Maßgabe vollzogen werden, eine Reinigung
    • mit IDR-Bürsten auch bei eingesetzter Prothese durchführen zu können (Führungsfunktion).“
  140. Wie können keine Schaltsättel gestaltet werden?
    • 1.brückenzwischengliedartig
    • 2.als verblendbare Rückenschutzplatte in der Front
    • 3.vestibulo-orale Ausdehnung proportional zur Lückenbreite
  141. Nenne Indikation, Vor- und Nachteile gussklammerverankerter Teilprothesen!
    • Indikation:
    • - bilaterale Freiendsituationen bzw. komb. Schalt- und Freiendsituationen
    • Vorteile:
    • + minimale Invasivität
    • + rel. einfach (auch in der Handhabung und Hygiene)
    • + kostengünstig
    • Nachteile:
    • - unzureichende ästhetische Wirkung
    • - Karies-, Gingivitis- und Parodontitisrisiko für Halte- und Stützzähne
    • - bei unvorteilhafter Topographie: ggf. unzureichende Lagestabilität & Retention sowie ungüntige
    • Belastung der Pfeilerzähne
  142. Nenne die chronologische Abfolge der diagnostischen Vermessung bei einer
    • gussklammerverankerten Teilprothese!
    • 1. Festlegen der Einschubrichtung
    • 2. Auffinden von Unterschnitten
    • 3. Erkennen konstruktiv ungünstiger Prothesenverhältnisse
    • 4. Erkennen erforderlicher morphologischer Korrekturen (z.B.: Verlegung proth. Äquator im
    • Abrasionsgebiss)
    • 5. Erkennen ästhetisch ungünstiger Zahnstellung
    • → die Einschubrichtung sollte möglichst senkrecht zur Okklusionsebene angelegt werden
    • Nenne Merkmale der Klammerauflage!
    • 1. Breite der Auflagekavität ca. 1/3 der vestibulo-oralen Zahnbreite
    • 2. mesio-distale Ausdehnung = 2-3mm
    • 3. löffelförmig
    • 4. möglichst im Schmelz
    • 5. Mindeststärke 0,8mm
    • 6. approximale Kante gebrochen
    • 7. PM/Molaren: okklusal, Front-&Eckzähne: oral oder inzisal
  143. Nenne Indikationen und Vor-und Nachteile der Ney-Klammer Nr.1 !
    • → E-Klammer
    • Hauptindikation = Schaltlücken
    • + parodontalhygienisch günstig
    • - ästhetisch ungünstig
  144. Nenne Indikationen und Vor-und Nachteile der Ringklammer! Ney-Klammer 4 (VL) bzw. 5
    • Hauptindikation = einzeln stehende Molaren, Kombination mit anderen Verbindungselementen
    • + körperliche Fassung des Zahnes (Stabilisierung)
    • - großflächige Zahnbedeckung
    • - teilweise parodontalhygienisch ungünstig
  145. Nenne Indikationen und Vor-und Nachteile der Bonwill-Klammer!
    • Hauptindikation = Freiendsituation
    • + Erweiterungsmöglichkeit
    • + gute Erfüllung aller Klammerfunktionen
    • - parodontalhygienisch ungünstig
    • - großflächige Zahnbedeckung
    • - umfangreiche Einschlafmaßnahmen
    • - ästhetisch ungünstig
  146. Nenne Indikationen und Vor-und Nachteile der Back-Action-Klammer!
    • Indikation = Freiendsituation
    • + ästhetisch günstig
    • + sattelnahe Retention
    • + sattelferne Abstützung
    • + gute Haltefunktion
    • - parodontalhygienisch ungünstig
    • - geringe Stabilisierung gegen horizontale Schübe
  147. Welche Klammern eignen sich im Frontzahnbereich?
    • - mod. Klammer mit breitem oralen Auflageelement
    • - Ney-Klammer Nr.1
    • - Roach-Klammer
    • (- Back-Action-Klammer
    • - Inlayklammer
    • - Roachklammer
    • - Kombinationsklammer
    • - RPI-Klammer
    • - Krallen-/Kappenverankerungen)
  148. Nenne Vorteile von Doppelkronen!
    • + gute Zugänglichkeit der Kronenränder (Hygiene)
    • + axiale Pfeilerbelastung
    • + Erweiterbarkeit (bei Einbeziehung aller Restzähne → totale Pfeilerintegration)
    • + hohe Prothesenstabilität → hoher Tragekomfort
    • + sekundäre Verblockung der Pfeilerzähne
    • + rel. leichte Handhabung der Konstruktion
  149. Nenne Nachteile von Doppelkronen!
    • - hoher Aufwand → hohes Kompetenzniveau von ZA & ZT erforderlich
    • - rel. hoher Platzbedarf → Überkontur → kompromissbehaftete Ästhetik
    • - Demaskierungseffekt
    • - mögliche Überbelastung der Ankerzähne (Zahnhartsubstanz → Fraktur, parodontal)
    • - bei disparallelen Pfeilern → zervikale Überhänge
    • - keine Führung für Interdentalbürste bei herausgenommener Prothese
    • - Kunststoffverblendung
    • - Plaqueakkumulation
  150. Wie sollten Pfeilerzähne für Teleskopversorgungen beschaffen sein!
    • 1. vital
    • 2. über ausreichend Zahnhartsubstanz verfügen
    • 3. Attachmentverlust von max. 50%!!
    • 4. günstige Topografie
    • 5. möglichst paralleliserbar
  151. Nenne den wesentlichen Vorteil von Zylinderteleskopen!
    • - die Haltewirkung wird durch Reibung/Friktion zwischen Innen- und Außenteleskopen erreicht
    • - Reibung ist über gesamte Länge des Teleskop wirksam → nimmt kontinuierlich mit
    • zunehmendem Abziehen des Teleskopes ab
  152. Nenne Vor-und Nachteile von Konuskronen!
    • + steuerbare Friktion (Haft-, Stützkonus)
    • + bedingte Aktivierbarkeit (indem man aller Primärteilchen okklusal gleich viel reduziert)
    • + sind zu einem gewissen Grade selbstzentrierend
    • - bei geringster Disklokation des Sekundärteils → Haltewirkung sofort vollständig verloren
    • - noch problematischer bei Disparallelität der Pfeiler
  153. Nenne Merkmale der Galvano-Teleskope!
    • - parallelwandig oder leicht konisch (0-2°)
    • - Primär-und Sekundärteil bilden mit Speichel hyraulisches System
    • - wichtigster Faktor: Unterdruck in sehr kleinen Spalt zw. Primär-und Sekundärkrone (Spalt nur
    • wenige μm groß)
    • - Tertiärstruktur(NEM) erforderlich (Klebung, evtl im Mund)
    • + hervorragende Passgenauigkeit
    • + Ind. bes. in Verbindung mit Implantaten
    • 10-Jahreüberlebensraten von a)Zahngetragenen b)Freiend c)Implantatgetragenen und
    • d)Adhäsivbrücken ?
    • a) Zahngetragene Brücke: 89,2%
    • b) Freiendbrücken: 80,3%
    • c) Implantatgetragene Brücken: 86,7 %
    • d) Adhäsivbrücke: 65%
    • (Verbundbrücke: 77,8%)
  154. Nenne den chronologischen prothetischen Behandlungsablauf!
    • 1. Schmerz-/Notfallbehandlung
    • 2. Gespräch, Anamnese
    • 3. Befundaufnahme
    • 4. Diagnosen
    • 5. Gesamtkonzept und vorläufige (proth.) Planung
    • 6. (Präproth.) Sanierung
    • 7. Reevaluation
    • 8. Entschlussfassung, definitive proth. Planung
    • 9. Proth. Therapie
    • 10. Erhaltungsphase
  155. Nenne Möglichkeiten der prov. Versorgung im Lückengebiss!
    • - keine
    • - Kunststoffteilprothese (Interimsersatz, Immediatersatz)
    • - Tiefziehschiene mit Ersatzzahn
    • - prov. implantatgetragene Krone (Sofortbelastung)
    • - prov. Adhäsivbrücke (mit Glasfaserstrang)
    • - Langzeitprovisorische Brücke
    • - alter Zahnersatz
    • - prov. Implantate
    • prov. Versorgung von Implantaten:
    • - Klammerprothese mit Kunststoffbasis/mit Stahlbasis
    • - prov Brücke (wenn Nachbarzähne überkronungsbedürftig sind)
    • - Klebebrücke
    • - Sofortversorgung
    • - prov. Implantate
    • - Tiefziehschiene mit Einzelzahn
  156. Nenne Methoden zur Prüfung der bleitoten (ganz exakte) Passung von Implantaten!
    • 1. wechselseitige Belastung der unverschraubten Konstruktion (bei Gerüsteinprobe)
    • 2. Sheffield-Test: einseitige Verschraubung & Beobachtung Spaltbildungen an den anderen
    • Pfosten
    • 3. Frage nach Auftreten von Spannungen bei Verschrauben
  157. Nenne Vor-und Nachteile des Zementierens von Implantaten!
    • + Reduzierung von Spalträumen
    • + geringere Abhängigkeit von der Implantatstellung
    • + keine Überdimensionierung
    • - fehlende/schwierige Abnehmbarkeit
  158. Nenne Vor-und Nachteile des Verschraubens von Implantaten!
    • + problemlose Abnehmbarkeit
    • - Spalträume (Geruchsbildung, schlechter Geschmack, biologische Reaktion?)
    • - Abhängigkeit von Implantatstellung (bes.bei okkl. Verschraubung)
    • - Ästhetische Einschränkung durch Verschluss von Schraubenkaminen
    • - Tendenz zur Überdimensionierung (bes.bei horizontale Verschraubung)
  159. Wann würden Sie Implantate verblocken?
    • → bei zu erwartender erhöhter Belastung
    • - ungünstige Kronen-Implantatlängenverhältnisse
    • - große Diskrepanz Plattform/Kaufläche
    • - exzentrische Belastung
  160. Nenne Vor-und Nachteile von Steg-Gelenk-Prothese!
    • + minimal-invasiv
    • + günstige Kosten-Nutzen-Relation
    • - erhöhte Beweglichkeit
    • - häufige Unterfütterungsnotwendigkeit
    • - seitliche Nonokklusionen
    • - ungünstige Situation bei Verlust eines Implantates
  161. Nenne Versorgungsmöglichkeiten bei zahnlosem UK!
    • 1. Totalprothese
    • 2. 2 Implantate + Steg
    • 3. 2 Implantate + Locators (nur wenn OK-Versorgung nicht festsitzend oder natürlich bezahnt)
    • 4. 4 Implantate + konfektionierte Steg (& Extensionen)
    • 5. 4 Implantate + individueller Steg (& Extensionen)
    • 6. >/= 4 Implantate + Teleskope
    • 7. >/= 4 Implantate + Kugelanker
    • 8. 5 (4-6) Implantate + Extensionsbrücke
    • 9. >/= 6 Implantate + Einzelbrücken
    • 10. Einzelzahnversorgung
  162. Nenne Versorgungsmöglichkeiten bei zahnlosem OK!
    • 1. Totalprothese
    • 2. 4 Implantate + Steg
    • 3. 4-6 Implantate + individueller Steg
    • 4. Teleskope
    • 5. >/= 6 Implantate + (Extensions-)Brücke(n)
  163. Wie muss eine UK-Prothese extendiert werden?
    • - Erfassung des Sublingualraumes
    • - Übergreifen Linea mylohyoidea um 1-2mm
    • - Bedeckung der Retromolarpolster
  164. Wie muss eine OK-Prothese extendiert werden?
    • - Umfassung der Tubera von vestibulär und dorsal
    • - dorsale Randabdämmung → liegt am Beginn des weichen Gaumens → erstreckt sich zw. beide
    • Plicae pterygomandibulares
  165. Nenne Qualitätskriterien für den UK-Abdruck!
    • - exakter Darstellung von:
    • 1. Umschlagfalte (um 2mm)
    • 2. Bandansätze
    • 3. Retromolarpolster
    • 4. Linea mylohyoidea
    • 5. Sublingualregion
  166. Nenne Qualitätskriterien für den OK-Abdruck!
    • - exakte Darstellung von:
    • - Umschlagfalte → insbes.paratubär (CAVE:Symmetrie!)
    • - retrotubärer Bereich
    • - Bandansätze
    • - Übergangszone harter/weicher Gaumen
  167. Wozu konturiert man den oberen Wachswall?
    • 1. Individuelle Ausformung des anterioren Wachswalles
    • 2. Festlegung der späteren Frontzahnlänge
    • 3. Ausrichtung des anterioren Wachswalles nach der Bipupillarlinie
    • 4. Aufbau der Lippenstütze
    • 5. Ausrichten des Wachswalles nach der Camper‘schen Ebene
    • 6. Anpassung an muskuläres Gleichgewicht im Seitenzahnbereich
    • 7. bukkaler Korridor beim Lachen
    • 8. sprechfunktionelle Ausformung
    • nicht vergessen, die Eckzahnlinien einzuzeichnen!
  168. Wozu konturiert man den unteren Wachswall?
    • 1. Parallelisierung unteren Wachswalls zum oberen (Bestimmung der vertikalen Kieferrelation)
    • 2. Angleichen Wachswalls auf Zahnbreite & muskuläre Gleichgewicht Wange/Zunge
    • 3. Einstellen der Wachswall-Zungen-Relation:
    • - Zunge muss Wall ohne Einengung anliegen
    • - Zungenspitze soll in Ruhelage die linguale Fläche des Wachswalls berühren
    • - Wachswall soll leicht unter oder maximal auf Höhe des Zungenäquators enden
  169. Nenne Möglichkeiten zur Bestimmung der vertikalen Dimension!
    • 1. Streckenmessung (Norminterokklusalabstandvon etwa 2 mm in Ruhelage des Unterkiefers!)
    • 2. Sprechprobe
    • 3. Gesichtsproportionen
    • 4. direkte Beobachtung des Interokklusalabstandes
    • „Interokklusalabstand = Abstand in Ruhelage – Abstand in Okklusion
  170. Was bedeutet bilateral balancierte Okklusion?
    • - gleichmäßiger Kontakt der Seitenzähne in beiden Kieferhälften in dynamischer Okklusion, KEIN
    • Kontakt der Front- und Eckzähne
    • - Okklusionskonzept, das bei der Prothesenkonstruktion beachtet werden sollte, da hier die
    • Prothesenlage sehr stabil ist
  171. Nenne Vor-und Nachteile anatomischer Seitenzähne!
    • + Gesicherte maximale Interkuspidation
    • + okklusale Verhältnisse wie im jugendlichen natürlichen Gebiss
    • + Gute Kaueffektivität
    • + Geringere Resorption durch bessere Schneidleistung und geringere Drücke
    • + Natürliches Aussehen
    • - Schubkräfte durch Höcker-führungen
    • - erhöhte Beweglichkeit der Prothesen bei ungünstigen Lagerverhältnissen
    • - Entstehung von Vorkontakten auf den Protrusionsfacetten bei Resorption
  172. Nenne Vor-und Nachteile höckerloser Seitenzähne!
    • + Herabsetzung von Schubkräften und gleichmäßige Lagerbelastung
    • + Interferenzfreiheit bei Leermastikation
    • + Vermeidung von Fehlbelastungen nach atrophiebedingten Verschiebungen der Okklusion
    • + freie Gestaltung okklusaler Beziehungen (keine Interkuspidation)
    • - Fehlen einer gesicherten habituellen Okklusion
    • - Verschiebung der habituellen Okklusion nach anterior
    • - Stärkere Resorption durch Erhöhung der erforderlichen Drücke
    • - herabgesetzte Kaueffektivität
    • - unzureichende ästhetische Wirkung
  173. Nenne Vor-und Nachteile reduziertem Höckerrelief Seitenzähne!
    • + Kauflächenkomplex kann ähnlich wie mit anatomischen Zähnen gestaltet werden
    • + Ausreichende Kaueffektivität
    • + Befriedigende Ästhetik
    • + für die meisten Patienten altersadäquat
    • - wie anatomisch (abgeschwächt)
  174. RPI-Klammer → was ist das? Von okklusal an Zahn 44 zeichnen
    • - okklusal Rest (okklusale Abstützung)
    • - proximal plate (flächenanliegende Platte im approximalen Bereich)
    • - I-Bar (I-Klammer im vestibulären Retentionsbereich)
  175. Reparatur einer abgebrochenen Klammer an einer gussklammerverankerten Teilprothese, wie mache ich das in Praxis?
    • - Überabformung (Doppelmisch) mit eingesetzter Prothese → ab ins Labor
    • - falls Bruchstück noch vorhanden: unbedingt mitgeben! ggf. kann das Labor dieses anlöten
  176. Präparationsregeln Vollkeramik
    • - zirkulär: 1-1,2mm
    • - okklusal: 1,5mm
    • - inzisal: 2mm
    • - mind. 3 mm Retentionsmaschette
    • - steile Retention
    • - keine Spitzen/scharfe Kanten
Author
HerrTh
ID
322379
Card Set
Prothetik
Description
Prothetik
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