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Sedierung nicht erwünscht
- SSRI (z.B. Citalopram)
- SSNRI (z.B. Venlafaxin)
- SNRI (z.B. Reboxetin)
2.Wahl: MAO-Hemmer
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Sedierung erwünscht
- Mirtazapin
- Trizyklische Antidepressiva (z.B. Amitriptylin o. Trimipramin)
Trizyklische Antidepressiva sollten aufgrund ihrer anticholinergen Wirkung bei Demenzen vermieden werden
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keine Kombination dieser Antidepressiva
MAO-Hemmern mit SSRI/SSNRI oder dem trizyklischen Antidepressivum Clomipramin
Serotonin-Syndrom
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Amitriptylin
- TZA
- eher bei Depressionen mit Unruhezuständen gut wirksam
- Zu vermeiden bei Demenzen und älteren Patienten aufgrund starker anticholinerger Wirkung
- Weitere Indikation: Ko-Analgetikum (Schmerztherapie)
- Stark sedierend
- Stark anticholinerg
- Gewichtszunahme
- Sexualstörungen ÜberdosierungsgefahrWirkung
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Imipramin
TZA
- Zu vermeiden bei Demenzen und älteren Patienten aufgrund starker anticholinerger Wirkung
- Erste Substanz der Klasse der Antidepressiva (Markteinführung: 1958)
- Weitere Indikation: Ko-Analgetikum (Schmerztherapie)
- Kaum Einfluss auf Antrieb
- Ansonsten ähnliche Nebenwirkungen wie Amitriptylin-Typ nur in schwächerem Ausmaß
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Nortriptylin
TZA
- Nicht sedierend, sondern antriebssteigernd → Unruhe
- ähnliche Nebenwirkungen wie Amitriptylin-Typ nur in schwächerem Ausmaß
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Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
- Bei antriebsgeminderten, depressiven Episoden: Mittel der 1. Wahl
- Weitere Indikationen: Angst- und Zwangsstörungen, somatoforme Störungen und weitere psychiatrische Erkrankungen
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Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSNRI)
- Bei antriebsgeminderten, depressiven
- Episoden: Mittel der 1. Wahl
- Weitere Indikationen: Angst- und Zwangsstörungen, somatoforme Störungen und weitere psychiatrische Erkrankungen
- Duloxetin: Einsatz auch bei Stressinkontinenz
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Reboxetin
- Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI)
- Reboxetin: Eine staatliche Meta-Analyse konnte keinen Nutzen für Reboxetin nachweisen → Aktuell keine Empfehlung
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Bupropion
Selektive Noradrenalin-Dopamin-Wiederaufnahme-Hemmer
Vor allem als Zweitlinientherapie bei antriebsgeminderten, depressiven Episoden Weitere Indikation: Raucherentwöhnung
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Mirtazapin Mianserin
Präsynaptische α-Blocker (Tetrazyklische Antidepressiva)
- Bei nicht antriebsgeminderten, depressiven Episoden: Mirtazapin Mittel der 1. Wahl
- Gabe zur Nacht wegen sedierender Wirkung
- Ausgeprägte Gewichtszunahme durch Appetitsteigerung (insb. Mirtazapin)
- Deutliche Sedierung
- Mianserin: Agranulozytose
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Moclobemid
Reversible MAO-Hemmung (vor allem MAO-A)
- Antriebssteigernd → Unruhe
- Kopfschmerzen, Schwindel
- Übelkeit, Erbrechen sowie weitere gastrointestinale Nebenwirkungen
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Tranylcypromin
- irreversible MAO-Hemmung (gleichermaßen MAO-A und MAO-B)
- Aufgrund seiner zahlreichen Wechselwirkungen ist Tranylcypromin nur bei therapierefraktären, stark antriebsgeminderten Depressionen indiziert!
- RR-Anstiege bis zur hypertensiven Krise bei Aufnahme von Tyramin
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Agomelatin
Melatonin-Analoga
- Eher Mittel der 2. Wahl bei schweren Depression (ggf. in Kombination)
- Besonderes Wirkprinzip
- Agonismus an melatoninergen MT1- und MT2-Rezeptoren → Beeinflussung der zirkadianen Rhythmik → Verringerung von Schlafstörungen Antagonismus an serotoninergen 5-HT2C-Rezeptoren → Indirekte Erhöhung der Noradrenalin- und Dopaminspiegel
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Clomipramin
- TZA
- Zu vermeiden bei Demenzen und älteren Patienten aufgrund starker anticholinerger Wirkung
- Erste Substanz der Klasse der Antidepressiva (Markteinführung 1958)
- Weitere Indikation: Ko-Analgetikum (Schmerztherapie)
- Kaum Einfluss auf Antrieb
- Ansonsten ähnliche Nebenwirkungen wie Amitriptylin-Typ nur in schwächerem Ausmaß
- Clomipramin: Gefahr eines Serotonin-Syndroms
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Desipramin
- TZA
- Nicht sedierend, sondern antriebssteigernd → Unruhe Ansonsten ähnliche Nebenwirkungen wie Amitriptylin-Typ nur in schwächerem Ausmaß
- Desipramin wurde in Deutschland aufgrund plötzlicher ungeklärter Todesfälle vom Markt genommen.
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Atomoxetin
- Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI)
- Bisher keine Bedeutung als Antidepressivum.
- Einsatz vor allem als Alternative zu Methylphenidat bei ADHS
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TZA NW
- Kardiotoxizität (Herzrhythmusstörungen)
- Reduktion der Krampfschwelle
- Orthostatische Hypotonie
- Sexualstörungen
- Gewichtszunahme
- Anticholinerge Wirkung Überdosierungsgefahr
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SSRI NW
- Sexualstörungen
- Durchfälle, Übelkeit, Erbrechen
- Schlafstörungen Kopfschmerzen
- Störungen der Hämostase mit erhöhtem Blutungsrisiko
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SSNRI NW
- Gastrointestinale Beschwerden (Übelkeit)
- Hypertonie
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