Prothetik

  1. Aufbau vitaler Pfeilerzähne (Konzept Dresden)?
    • 1. bei sehr pulpanahen Defekten: Ca(OH) Liner + GIZ+Komposit
    • 2.bei tiefen Defekt: GIZ UF + Komposit
    • 3. bei flachen Kavitäten: Kompsit in total-bond Technik da Restmonomergehalt die Pulpa schädigt
  2. Defektabhängigkeit Wahl des Aufbaumaterials?
    • 1. minimaler Defekt: bewusster Verzicht auf Aufbaufüllungen
    • 2. kleiner Defekt: Ergänzung mit GIZ
    • 3. größerer Defekt: adhäsive Aubaufüllungen aus Kompositen zur Schaffung weiterer Retentionsflächen
  3. Grenzen der Erhaltunswürdigkeit?
    • Wurzelfraktur im mittleren Drittel der Wurzel
    • Zerstörung unterhalb des Limbus Alveolaris
    • Wurzel-Kronen-Fraktur
    • Längsfraktur des Zahnes/ der Wurzel
    • Kammerbodenperforation
  4. Aufbau endodontisch behandelter Zähne?
    • bei Vorhandensein von mehr als 50% des koronalen Dentins ist ein adhäsiver Kompositaufbau ausreichend und kein Stift erforderlich
    • minimale Retentionsmanchette 3 mm Höhe
  5. Aufgabe des Wurzelstiftes/SSA?
    • mechanische Retention für die künstliche Krone durch Verankerung im Wurzelkanal (für die Krone)
    • Ergänzung der zerstörten ZHS
    • Stabilisierung der Wurzel --> nicht nachgewiesen (eher das Gegenteil)
  6. Vorteile/Nachteile Stifte aus Metall?
    • Vorteile: umfangreiches Systemangebot, klinische Langzeiterfahrung
    • Nachteile: Korrosionproblematik, hohes E-Modul, ungünstige optische Eigenschaften
  7. Vorteile/Nachteile Stifte aus faserverstärkten Kompositen?
    • Vorteile: günstige Biomechanik; u.U. wieder entfernbar, günstige optische Eigenschaften
    • Nachteile: geringere Belastbarkeit bzw. deutliche Wärme-Ausdehnungs-Koeffizient-Differenzen zu ZHS, begrenzte klinische Langzeiterfahrung
  8. Indikation/ Kontraindikation SSA?
    • Indikation: vorrangig im FZ-Bereich (und PM) bei moderater Defektgröße
    • relative Kontraindikation: Bruxismus, Tiefbiss, Deckbiss
    • Kontraindikation: keine koronale ZHS verblieben, SZ mit starker Horizontalerbelastung, Allergien gg. Bestandteile, insuff. Wuzelfüllungen (erst Revision), geringer ZHS-Verlust
  9. Kritik gegossen SSA/ gegossener Metallstift mit Aufbau?
    • invasivere Präp
    • umständliche Herstellung über die Laborherstellung
    • sehr hohe Kosten (Edelmetall)

    • preisgünstige, nicht angussfähige Legierungen verwendbar
    • aufgrund von Gussgefüge, weniger belastbar als kaltgezogene Stifte aus gleichem Werkstoff
    • kleine Irregularitäten können hohe Stressmomenten auslösen
    • Schwachstellen durch Lunker nicht kontrollierbar
  10. Eignung verschiedener Zemente für die Stiftverankerung?
    • Zinkoxidphosphatzement: langzeitbewährt, gute Verträglichkeit
    • Polycarboxylatzement: weniger Retention als ZnO-Zement und GIZ
    • GIZ: benötigt bis zu mehrer Wochen, um maximale Härte zu erreichen, Vibrationen können zu Misserfolgen führen
    • Kompomer: nimmt Wasser auf, Risiko Wurzelfraktur
    • adhäsiver Kompositkunststoff: gute Retention, komplizierte Verarbeitung
  11. Faustregel SSA?
    Die Belastbarkeit eines endodontisch vorbehandelten und mit einem Stiftaufbau versehenen Zahnes liegt bei ca. 30% der Belastbarkeit eines vollständig intakten Zahnes.
  12. Befunde die für ein Belassen von Lücken sprechen?
    • fehlender subjektiver Bedarf bzgl. eines Lückenschlusses
    • mittleres bis hohes Alter
    • Passfähigkeit zur Langzeittherapie
    • parodontale Gesundheit
    • stabile Okklusion, Neutralbiss
    • erhöhtes Risiko von Maßnahmen zum Lückenschluss
    • Verblockte Konstruktionen im Gegenkiefer
    • keine CMD-Anamnese
  13. Was spricht für ein Implantat zum Lückenschluss?
    • Strukturerhalt
    • Einzelzahnlücke
    • nichtbehandlungsbedürftige Nachbarzähne
    • Lücke im sichtbaren Bereich
    • günstige Knochenverhältnisse
    • hohe ästhetische Ansprüche
  14. Adhäsivbrücke?
    • Indikation: Ersatz einzelner FZ bzw. Prämolaren
    • ausschließlich für 3 gliedrige Brücken
    • kariesfreie Ankerzähne, keine Füllungen im Bereich der Klebungen, max Lockerungsgrad 0-1
    • Wichtig: ausreichend vorausgegangen Retention, Retention während der Anfertigung, kurzer Zeitraum zwischen Abformung und Befestigung
    • Vorteil: minimalinvasiv und bei Verlust sind immer noch andre Optionen durchführbar, ggf. Atrophie --> Augmentation vor Implantat notwendig
    • nach 10 Jahren 65% noch in-situ
  15. Befunde, die gegen eine verkürtze Zahnreihe sprechen?
    • CMD Anamnese
    • Abweichung vom Neutralgebiss/Dysgnathien
    • hohe ästhetische Ansprüche
    • (starke parodontale Vorschädigung mit Tendenzen zu Rezidiven)
    • Wunsch des Patienten
  16. Vgl. DMS 3 vs. DMS 4?
    • 17,6 vs 14,1 fehlende Zähne (3,5 mehr)
    • Verschiebung des Zahnverlustes ins hohe Alter
    • Zunahme der Wurzelkaries, durch Zunahme "alter Zähne" (15,1% vs. 45%)
    • deutliche Verschlechterung des Parodontalzustandes u.a. durch erhöhte Zahnzahl
    • Verschiebung des Versorgungsprofil --> mehr festsitzender Zahnersatz
  17. Folgen des Zahnverlustes?
    • Auswirkung auf körperliche Gesundheit, Psyche und soziale Faktoren
    • Zahnstellungsänderungen: Wanderung, Kippung, Elongation, Rotation
    • vertikales Wachstum (lebenslang als adaptativer Prozess zum Erhalt der vertikalen Kieferrelation nach Abrasion und nach Verlust des Antagonisten auftreten)
    • Atrophie/ alveolärer Kollaps
    • kompensierter Zustand vs. dekompensierter Zustand
    • Okklusion/CMD: okklusale Interverenzen können zu muskulären Störungen führen
  18. Elongation-Studien?
    • Elongationen in 92%
    • mittleres Ausmaße 1,68 mm
    • größere Ausmaße im OK
    • antagonistische Abstüzung scheint einer E. nicht vorzubeugen --> teilabgestüzte Zähne stärkere Kippung
    • Ok eher Rotation, UK eher Kippung, geringeres Risiko im Erwachsenenalter
  19. Hinweise auf einen kompensierten Zustand im Lückengebiss?
    • lang zurückliegender Zahnverlust ohne erkennbare Folgeschäden
    • keine bzw. geringe Elongationen/ Kippung
    • fehlende Hinweise auf Funtionsstörungen
    • stabile Okklusion
    • parodontale Stabilität
    • röntgenologisch verstärkte Alveoleninnenkortikalis zur Lücke hin
  20. Folgen von Zahnverlust in Stichpunkten?
    • psychisch, sozial, körperliche Gesunheit kann leiden
    • Circulus vitiosus
    • Kompensation
    • Dekompensation
    • Zahnstellungsänderungen
    • Okklusion/CMD
    • Atrophie
    • Mangelernährung
    • Verlust vertikaler KR
    • Umbau Parodontiums und der Zahnreihe
  21. Risikofaktoren für Dekompensation im Lückengebiss?
    • Allgemeinerkrankungen
    • schlechte Mundhygiene
    • parodontale Vorschädigung
    • Zahnverlust größeren Umfanges
    • Verlust mehrer posteriorer Stützzonen
    • Parafunktionen
  22. Maximale Interkuspitation?
    • Lagebeziehung der Zähne bei maximaler Verzahnung
    • MI definiert die habituelle Interkuspitation
    • in einer idealen MI haben alle Zähne optimalen Kontakt
    • bei einem fkt. gesunden Pat, die Situation die bei schnellem Kieferschluss gefunden wird
    • MI ist die physiologische Position des Kondylus
  23. Retrale Kondylenpostion?
    • RP ist die retrale und kraniale Grenzposition des Diskus-Kondylus-Komplexes in der Fossa mandibularis definiert
    • RP ist keine physiologische Postion des Kondylus
    • Methoden zur Determinierung: manuelle Führung der Mandubula, Gothischer Bogen, Walkhoff´sche Kugel
    • von RP in IKP 0,5-1 mm
  24. Biologische Breite?
    • Abstand vom Kronenrand zum Knochenrand
    • mind. 2-3 mm
  25. Risikofaktoren für die Schädignung des Parodonts?
    • subgingivale Präp
    • (langfristige) Verletzung der biologischen Breite
    • (Überkontur) von Füllungen, ZE .... schlechte Reinigungsfähigkeit
  26. Risikofaktoren für die Schädigung der Pulpa?
    • ausgedehnte ZHS-Verlust, geringere Restdentinstärke (< 1mm)
    • thermische Schädigung (Kühlungsmenge 50ml/min, < 30^C)
    • Austrocknung (Verwendung von hygroskopischen Sustanzen)
  27. Grundprinzip der Farbbestimmung?
    • saubere Zahnoberfläche
    • nicht ausgetrockneter Zahn
    • befeuchten von Zahn und Farbmusterzahn
    • primär natürliches Licht
    • bei entspannter und zurückgezogener Lippe
    • kräftige Umgebungsfarben vermeider (Lippenstift)
    • kurze Betrachtungdauer
  28. Teilverblendungen?
    • ermöglichen gewisse Selbstadjustierungen der Okklusion
    • Ästhetik
    • scheinen ein höheres Risiko für Keramikdefekte zu haben
    • bieten sich im OK an
    • geringerer Substanzabtrag als Vollkeramik --> ähnliche Ästhetik
    • Nachteil im UK-SZ: Materialübergang im okklusionstragenden (sichbaren) Bereich der tragenden Höcker, Sichbarkeit --> sonst Abplatzungen
  29. Metallkeramische Krone (Teilverblendungen)?
    • Vorteil: Platzbedarf kann über Gestaltung gesteuert werden, Substanzschonung (unverblendeter Anteil), bewährte Labortechnik, werkstofflicher Misserfolg selten
    • Nachteile: geringfügige Beeinträchtigung der Ästhetik durch Metallgerüst, aber Metall am Kronenrand sichtbar, Abplatzungen möglich, Biokompatibilität durch Legierungsbestandteile
    • Indikation: Standardversorgung im sichtbaren Bereich
  30. Vollgusskrone/Metallkrone?
    • Vorteile: geringer Platzbedarf, einfach Labortechnik, werkstoffliche Misserfolge gering
    • Nachteile: Ästhetik, (Wärmeleitfähigkeit) --> EMF,Ti
    • Indikation:
    • im weniger sichtbaren Bereich
    • gr. Masse gesunder ZHS
    • bei Platzmangel
    • okklusionaktiven Patienten
    • keramischen Restaurationen im Gegenkiefer
  31. Problemzonen nach Marxkors?
    • zervikaler Bereich
    • interdentaler Bereich
    • okklusaler Bereich
  32. Komplikationen bei festsitzendem ZE?
    • Vollkeramikkronen: Kronenfraktur, Retentionsverlust, Wurzelbehandlung
    • SSA: Stiftlösung, Wurzelfraktur, Karies
    • Einzelkronen: Wurzelfüllung, Verblendkeramikfraktur, Retentionsverlust
    • Brücke: Karies, Retentionsverlust, Wurzelbehandlung
    • Adhäsivbrücken: Ablösung, Zahnverfärbung, Karies
  33. Indikation subgingivaler tangentiallage?
    • Retentionsform nicht anders zu erreichen
    • Subgingivaler Substanzdefekt
    • Ästhetische Gründe
  34. Indikation zur Blockbildung bei festsitzdendem ZE?
    • Zahnlockerung
    • Verhinderung von Zahnwanderung
    • Zähne mit gr. ZHS-Verlust
    • Proth. Notwendigkeit
  35. Funktion von Kronenzahnersatz?
    • Ersatzfunktion (ZHS-Verlust)
    • Schutzfunktion (Abrasion, Karies)
    • Stabilisierungsfunktion
    • Korrekturfunktion (Farbe, Stellungsanomalien)
  36. Zentrische Relation?
    • ZR definiert die Position des Caput mandibulae in der fossa glenoidalis
    • unter der ZR versteht man die knanio-ventrale, nicht seitenverschobene Position beider Kondylen bei pysiologischer Kondylen-Diskus-Relation
  37. Hyperbalance?
    Laterotrusion ist durch posteriore Kontakte der Mediotrusionsseite geführt
  38. Ziele der Kronen und Brückenversorgung?
    • sekundäre Prävention
    • Strukturerhalt
    • Prävention Zahnverlust
    • Prävention Vitalitätsverlust
    • Prävention Sekundärkaries
    • Prävention Gingivitis/Parodontitis
  39. Indikation von Kronenerzatz?
    • zerstört durch Füllungtherapie mit plastischen Füllungsmaterial oder Onlays/Overlays/Teilkronen nicht aufbaufähiger Zähne
    • schwer, andersweitig nicht korrigiertbar ästhetische Beeinträchtigung
  40. Vor- und Nachteile Tangentialpräparation?
    • Vorteile: einfach, verzeihend, wenig invasiv
    • Nachteil: schwer erkennbare Präpationsgrenze, Gefahr der "Dachrinnenpräparation",Gefahr der Überkontur, besonders im Randbereich
    • Indikation: Vollgusskrone, Präparation im Wurzelbereich, lange Wandflächen, erschwerte Übersicht
  41. Vor- und Nachteile der Hohlkehlpräparation?
    • Nachteil: ggf. zu wenig Platz schaffend, Gefahr der "Dachrinnenpräparation", Gefahr der Verletzung der Gingiva
    • Vorteil: erkennbare Präp.gerenze, relativ einfach, in gewissen Umfang verzeihend, relativ wenig invasiv
    • Indikation: in den meisten Situationen und bei den meisten Kronen möglich
  42. Vor- und Nachteile, Indikation der Stufenpräparation?
    • Vorteile: sehr gute Sichtbarkeit der Präparationsgrenze, Platz schaffend, gewährleistet gut Retentionsform, gute Kontrolle des Materialabtrages
    • Nachteile: invasiv, Gefahr der Imperfektation an präp.grenze und Krone
    • Indikation: Vollkeramikkrone, MK-Krone mit Keramikstufe, Einbeziehung max. retention bei kurzen Mantelflächen
  43. Folgen des Verlustes der Prämolaren-/Molarenstütze?
    • Verlust VD
    • Kollaps des Untergesichtes
    • Pseudoprogenie
    • Auffächerung der Frontzähne
    • Elongationen, Rotaionen, Zahnkippungen
    • erhöhte Zahnbeweglichkeit
    • KG Beschwerden
    • verringerter Kaueffekt
  44. Probleme der subgingivalen Kronenrandlage?
    • erhöhtes Gingivitisrisiko
    • schwierige Abformung
    • schwierige Kontrolle der Passung
    • schwierige Befestigung (Trockenlegung)
    • schwierige Reinigung
  45. Supragingivale Präp.grenze?
    • + Kontrollierbarkeit
    • + Abformung
    • + Passung
    • + Schonung des maginalen Parodonts
    • - Retentionsmanschette ausreichend
    • - Ästhetik
    • - nicht wenn Zahnhalskaries/ keilförmige Defekte
  46. Präparationsrichtwerte?
    • zirkulärer Abtrag:
    • Vollgusskrone 0,8 mm
    • MK-Krone (Verblendbereich) und Vollkeramik 1 -1,2 mm
    • okklusaler Abtrag:
    • Vollgusskrone 1 mm
    • MK-Krone und Vollkeramikkrone 1,5 mm
    • Inzisaler Abtrag: 2 mm
    • Retentionsmanchette: 3 mm
    • biolog. Breite: 2-3 mm
    • Tiefe der subgingivalen Präp.: 0,5 - 1 mm
  47. Prothetische Maßnahmen in der präprothetischen Sanierung?
    • Rekonturieren von feststitzenden Restaurationen?
    • Abnehmen von festsitzenden Restaurationen und ersetzen durch (Langzeit-)Provisorien
    • provisorische Versorgungen nach Ex
    • Maßnahmen zur Harmonisierung der Okklusion ( z.B. Vertikalisierungsschiene)
    • Wiederherstellung der Fkt. von abnehmbaren ZE
    • Veränderung der Kieferrelation
  48. Vorteil, Nachteil Doppelmischbarformung?
    • Vorteil: sehr hohe Dimensionstreue, geringer Zeitaufwand
    • Nachteil: infragingivale Grenzen nicht immer zuverlässig
  49. Repositionstechnik?
    • Abdruckpfosten bleiben zunächst im Mund, zusätzlich werden Retentionshilfen aufgesteckt
    • Abformung (Festwandlöffel, indiv.Löffel)/ Doppelmischabformung (A-Silikon), einphasig Polyäther
    • Entfernung der Abformung aus dem Mund
    • Entfernung der Abdruckpfosten
    • Desinfektion
    • Verbindung der Abdruckpfosten - Laborminplantat
    • Reponieren in der Abformung
    • Indikation: unverblockte Konstruktionen (Einzelkronen. -attachments), ausgeprägte Achsendivergenzen
    • Fehler: fehlerhafter Sitz der Abdruckpfosten, irreversible Verformungen beim entnehmen des Abdruckes, fehlerhaftes Reponieren der Abdruckpfosten, unsicher Sitz der Abdruckpfosten (z.B. durch Blasen in Abdruckmasse)
  50. Pick-up-Technik?
    • Verschraubung der Abdruckpfosten durch den indiv.Löffel
    • Abformung
    • Abdruckpfosten wird mit der Abformung entnommen
    • Desinfektion
    • Verbindung Abdruckpfosten mit Laborimplantat
    • Material: einphasig Polyäther
    • Indikation: Multiimplantatversorgung
    • Fehler: fehlerhafter Sitz der Abdruckpfosten, Schwierigkeiten bei Entfernung des Abdruckes --< irreversible Verformungen, Lösen der Pfosten aus der Abformmasse, unsicher Sitz in der Abformmasse
  51. SSA Konstruktionsprizipien?
    • 2/3 Wurzellänge
    • 1/3 Wurzelquerschnitte
    • Formschlüssigkeit Sift im Kanal
    • möglichst flächiger Kontakt zwischen Zahn und Aufbau
    • Ferrule-Effekt
  52. Vertikalisierungsschiene?
    • abgesunkene vertikal Dimension
    • Ziel: Wiederherstellung der korrekten VD vorproth. Therapie
    • --> erhöhung der Bisslage (Verlust z.B. durch Bruxismus, Kieferatrophie, schlecht angepasster ZE)
  53. Behandlungsabfolge bei Neuaufnahme?
    • Schmerz-/ Notfallbehandlung
    • Anamnese, Gespräch (Hauptanliegen)
    • Befund/ Basisdiagnostik (OPG, ggf. ZF, Situ-Modell)
    • Diagnose, Prognose einzelner Zähne
    • vorläufige prothe. Planung
    • Vorbehandlung (Sanierung)
    • Reevaluation + def. Therapieentscheidung
    • Umsetzung proth. Therapieentscheidung
    • Recall (Erhaltungsphase)
  54. diagnostische Maßnahmen vor proth. Therapie?
    • Basisdiagnostik: extraoral, Schleimhäute und zahnlose Kieferabschnitte, Zahnstatus, ZE, PSI, Mundhygiene, CMD-Kurzbefund nach Ahlers und Jackstat, ggf. OPG
    • klin. Diagn.: Mundhygienestatus, Parodontalstatus, Fkt.Status
    • Bildg. Diag.: OPG, ZF, BF
    • sonst.: Modellanalyse, allgemeinmed. Diagnose, psychosomat. Diagno.
  55. Grenzraumgestaltung und Pontic-Technik?
    • Grenzraum= Zone zwischen den sattelnahen Approximalflächen der natürlichen Zähne und den Prothesensätteln
    • prinzipiell wie Approxiamlkontakt zw. natürliche Zähnen gestaltet, jedoch Raum unter Kontaktpunkt frei durchspülbar
    • endständige Papille nicht traumatisieren
    • Gingivalränder der Ankerzähne unbedeckt von Konstruktionselemeten
    • nach Marxkors: frei durchspülbare Öffnung der Interdentalräumein einer Breite von ca. 4 mm, Sublingualbügel inseriert hinter dem Grenzraum in den Sattel (für Interdentalbüsrte eingesetzter ZE --> Führungsfunktion)
    • Pontic-Technik: erster Prothesenzah als verblendbares Brückenzwischenglied ohne kuststoffsattel ausführen, Basis konvex
  56. Vorteil, Nachteil Zirkoniumoxid?
    • Vorteil:
    • keine Korrosion
    • gute Vertäglichkeit, keine Allergien
    • gute Hygienefähigkeit, glatte Oberfläche
    • gute Ästhetik
    • hohe Biegefestigkeit
    • hohe Bruchzähigkeit
    • geringe Wärmeleitung
    • Nachteil:
    • hohes E-Modul, hohe Härte (Abrasion)
    • Verarbeitungsensitivität
    • sehr invasiv präparieren
    • chipping
  57. Merkmale einer Michiganschiene?
    • zentrische Kondylenposition
    • vorzugsweise im OK ( zum Schutz der Front + geringere Bruchgefahr)
    • okklusal flaches Relief oder nach Ash völlig plan
    • reine Eckzahnführung
    • Freedom-in-Zentrik Okklusionskonzept
    • Lippenschluss muss problemlos möglich sein
  58. Def. vertikale Dimension?
    • Untergesichthöhe beim Einehmen der stat. Okklusion oder in Ruhelage (-2 bis -4 mm)
    • unbewusste Abstandshaltung zw. UK und OK bei aufrechter und enspannter Kopf- und Körperhaltung --> wichtiger Anhaltspunkt zur Bestimmung der natürlichen okklusion im zahnlosen Kiefer
  59. Def. Schneidekantendistanze?
    vertikaler Abstand zu Schneidekante der Incizivi UK/OK, ca. 40 mm
  60. def. Balkwill Winkel?
    • Winkel zw. Okklusionsebene und Bonwill´schem Dreieck, ca 20°-25° ~22°
    • --> Bedeutung bei der Gesichtbogenübertragung und schädelbezogenen Einstellung der Modell in den Artikulatur
  61. Def. Bonwill´sches Dreieck?
    virtuelles, annähernd gleichseitiges Dreieck mit ~ 10,5-11,5 cm Kantenlänge, Mittelpunkt sind bd. Kiefergelenksköpfchen (Kondylenmittelpunkt) und der Mittelpunkt der unteren Schneidezähne (Inzisalpunkt) --> Verwendung als Hilfsmittel bei der Einstellung der Gibsmodelle in einen Artikulator (mittelwertige "Montage")
  62. Def. immediate side shift?
    der initiale Seitenversatz der Mediotrusionskondylus vor der Vorwärtsbewegung (innerhalb der ersten 4 mm Bewegung)
  63. Def. Bennetbewegung?
    seitlich, räumliches Versetzen des UK während der Laterotrusion
  64. Funktionsabformung UK, 5 abgebildete Strukturen?
    • Erfassen des Sublingualraumes
    • Übergreifen des M. mylohyoideus um 1-2 mm
    • bedecken des Retromolarposters
    • Umschlagfalte in ausreichender Breite (2mm)
    • aussparen der Bandansätze
  65. Funktionaabformung des OK?
    • Umfassen der Tubera von vestibulär und dorsal (auf Symmetrie achten)
    • dorsale Abdämmung: Plicae pterygomandibulares und Beginn des weichen Gaumens
    • retrotubäre Bereiche
    • Bandansätze
    • Übergangszone harter/weicher Gaumen
  66. Arten der prov. Versorgung?
    • direktes Verfahren: Anfertigung direkt im Mund (alte Brücke, Kronen oder Herstellung mittels Abformung)
    • indirekt-direkt: Schalenprovisorien mittels Tiefziehschiene
    • indirekt: Langzeitprov. laborgefertig mit/ohne Gerüst
  67. Was versteht man unter einer Verbundbrücke?
    • ein Pfeiler= Implantat
    • ein Pfeiler= natürlicher Zahn
    • Überlebensrate 77,8%
  68. Doppelkronen?
    Teleskope: Doppelkronen

    • Zylinderteleskope: Haltewirkung durch Haft- und Gleitwirkung, Reibung über gesamte Länge des Teleskop wirksam (nimmt kontinuierlich mit zunehmenden Abziehen des Teleskopes ab)
    • Vorteil: robuste Verbindungelemente, gr. Flächen, axiale flächen, parodontalhygienisch günstig, sek. Verblockung, einfach erweiterbarkeit, hohe Prothesenstabilität=hoher Tragekomfort, leichte Handhabung
    • Nachteil: mögliche Überbelastung der Ankerzähne, hoher Platzbedarf, keine Führung der Interdentalbürste --> ZE herrausgenommen,hohe Kopetenz des ZA/Labor, in der regel Kunststoffverblendet, keine perfekte Ästhetik, Demaskierungseffekt

    • Konuskrone: Haltewirkung durch Verkeilung zw. Innen- und Außenkonus, Haft- und Stützkonus
    • Vorteil: steuerbare Haltewirkung, bedingte Aktivierbarkeit, sind zu gewissen Grade selbstzentrierend
    • Nachteil: bei geringer Dislokalisation des Sek.teils geht Haltewirkung verloren, noch problematischer bei disparalellen Pfeilern

    • Galvano-Teleskope: parallel oder leicht konisch 2°, Primär-/Sekundärkrone + Speichel --> hydrauliches System, Unterdruck
    • Vorteil: hervorragende Genauigkeit
    • Indikation: Implantat
    • (Innenteleskop hochgoldhaltig, Außentel. Galvano, Tertiärstruktur (EMF-Legierung)
  69. Okklusionsebene?
    horizontale Ebene, durch Inzisalpunkt und distobukkale Höcker der 7er gebildet
  70. stat. Okklusion?
    Zahnkontakt ohne Bewegung des UK in Interkuspitationsstellung
  71. dyn. Okklusion?
    Zahnkontakt der durch Bewegung des UK entsteht --> Bewegung der Mandibula unter Zahnkontakt
  72. Wechselseitig geschütze Okklusion?
    • in stat. Okklusion schützen Prämolaren/ Molaren die Frontzähne vor destruktiven Muskelkräften
    • in dyn. Okklusion schützen FZ- und eckzähne die PM/Molaren vor dest. Muskelkräften
  73. Antes Gesetz?
    die perizementale Fläche der Pfeiler Zähne sollte so groß sein wie die der ersetzten Zähne
  74. CMD-Kurzbefund?
    • Basisdiagnostik
    • Mundöffnung asymmetrisch
    • Mundöffnungeingeschränkt
    • Gelenkgeräusche
    • okklusale Geräusche
    • Muskelpalpation schmerzhaft
    • Exzentrik traumatisch
  75. Ziel sek. remontage, Durchführung?
    • 1-2 wochen nach Eingliederung
    • Ziel: Korrektur aufgetretender Fehler (stat./dyn. Okklusion)Einlagerung der Prothese ist erfolgt, Relationsbestimmung vertikal und horizontal
    • Durchführung:
    • Bisssperrung, Stütz-Stift-Registrat
    • Montage im Artikulator
    • Lösen des Inzisalstiftes
    • Einschleifen dyn./stat. Okklusion
  76. Klammer bilat. Freiendsituation?
    sattelferne Abstützung, sattelnahe Retention

    • RPI Klammern
    • Back-Action-Klammern
    • Bonwill Klammern
  77. Hauptfunktion des Immediatersatzes?
    • Wundverband
    • vermindert Knochenabbau --> sofortige Reizvermittlung
    • schnelle Adaptation mit Bebehalten der Kaugewohnheiten
    • Erhalt Fkt.Muster im KG-Bereich
    • Erhalt Kieferrelation
  78. Futtergeschiebe?
    • z.B. Geschiebe mit Kunststoffinsert
    • konfektioniertes stabgeschiebe (Patritze) ertrakoronal
    • Matritze mit austauschbarem Kunststoffgleiteinsatz
    • intergrierte Führungsrillen --> gute Stabilität
  79. 5 klin. Behandlungparameter?
    • Zahnstatus
    • Vitalität
    • PSI
    • Mundhygiene
    • CMD-Kurzbefund
  80. Modellgerüstgestaltung bei FZ-Lücke?
    • 1. Rückenschutzplatte mit Verblendung
    • 2. konfektionierter Kunststoffzahn auf individueller Mogu-Retention
  81. Wann und wofür Gesichtsbogenübertragung?
    • Gesichtsbögen dienen der schädel- und gelenksbezogenen Übertragung der Kiefer (Modelle) auf den Artikulator (OK)
    • wenn die Kiefergr. und die Größe des Zahnbogens deutlich vom "durchschnittlichen Pat" abweicht
    • wenn die Registrate dicker als 2 mm sind
    • Funktionsanalyse
    • wenn die vertikale Dimension im Artikulator verändert werden soll
  82. Vorraussetzungen für Pfeilerzähne?
    • Zähne vital sein (sonst nur 30% Belastbarkeit)
    • ausreichend viel ZHS
    • parallelisierbar sein
    • Attachmentverlust <50%
    • günstige Topographie
    • (axiale Belastung)
  83. Resilienztest nach Gerber?
    • Untersuchungsmethode kraniomandibuläre Dysfunktion erkannt werden sollen
    • 0,3 mm ist noch normal (Resilienz der KG)
    • 0,3 mm dicke Zinnfoliestreifen auf der gegenseite des zu untersuchenden KG, PM-Bereich
    • auf zu untersuchenden seite im distalen Molaren-Bereich Shimstockfolie --> kann Pat diese nicht festhalten --> zu gerine Resilienz --> VD auf Gelenkkompression
    • wenn trotz 1,5 mm Zinnfolie im Gegenkiefer Shimstockfolie gehalten werden kann --> Gelenkdistraktion
  84. Merkmale nach Müller-Fahlbusch?
    • starke Diskrepanz zwischen Befund und Befinden
    • Fluktuation der Beschwerden
    • bewährte Methoden sind wirkungslos (Diagnose ex non juvantibus)
    • Mitbeteiligung der Persönlichkeit des Pat.
    • Zusammenhang mit Biographie des Pat.
  85. Einprobe der Krone?
    • 1. Anprobe am Modell
    • 2. intraorale Anprobe
    • - Approximalkontakte prüfen (zu straff vorsichtiges Beschleifen, zu lose Neuanfertigung)
    • -Randschluss (Über-/Unterkonturen, positive Stufe Neuanfertigung, neg. Stufe vorsichtiges Beschleifen)
    • Passgenauigkeit (Softprobe, mit Sonde)
    • Ästhetik (Farbe/Form)
    • stat./dyn. Okklusion
  86. Kauflächengestaltung bei Totalprothesen?
    • anatomisch
    • reduziertes Höckerrelief
    • höckerlos
  87. Kontraindikation gingival inserierender Klammern?
    • stark buccale od. linguale Kippungen
    • tiefe Unterschnitte des Alveolarfortsatzes
    • hohe Bandansätze
    • flaches Vestibulum (<5 mm)
    • gingivale Rezessionen
  88. Besondere Präp-regeln bei Extensionsbrücken?
    • --> ersatz FZ, PM, Molaren in PM-größe
    • mind. 2 stabile, vitale Pfeiler ( mit ausreichend viel ZHS)
    • ausgeprägte Retentionsmanschetten
    • steile, retentive Präparation
    • möglichts geringe Schwächung der Kronen durch Präparation
  89. Wie müssen Freiendsättel partieller Prothesen gestaltet werden?
    • funktionelle extendieren, besser Druckverteilung
    • im distalen drittel keine Zähne aufstellen
    • OK: Fassung der Tubera, Extension in die Tuberwangentaschen, Abstützung auf dem harten Gaumen
    • UK: Fassung der Retromolarpolster, Übergreifen der Linea mylohyoidea
  90. Wie werden Sättel partieller Prothesen verbunden?
    • OK: Transversalband
    • UK: Sublingualbügel
  91. Welche Aufgaben haben das Verbindungselement zw. Prothesensattel und Ankerzähnen?
    • 1. Abstützung: Aufnahme von vertikalen Kräften
    • 2. Schubverteilung: Aufnahme von horizontalen Kräften
    • Retention: Aufnahme von abziehenden Kräften
  92. a) Klammerstützlinien sind ...?

    b) Klammerhaltelinien sind ....?
    a) ... potentielle Rotationsachsen bei intrudierenden Kräften.

    b) ... potentielle Rotationsachsen für abziehende Kräfte.
  93. Parodontale Problemzonen bei Teilprothesen?
    • Verbindungselemente (kl. Verbinder)
    • gr. Verbinder
    • Grenzraum (Ankopplungsbereiche)
  94. Nenne Kriterien für parodontalhygisch gesunde Konstruktionen von Teilprothesen?
    • 1. einfache Gestaltung (multiple Schaltlücken vermeiden)
    • 2. Vermeidung von umfangreichen Verblockungen
    • 3. hygienefreundliche Gestaltung
    • 4. parodontalfreundliche Grenzraumgestaltung (Marxkors, Pontic)
    •  
    • KISS keep ist safe and simple
  95. Wie ist der kl. Verbinder zu gestalten?
    • interdentale (parodontalkreuzende) kleine Verbinder vermeiden
    • kleine Verbinder aus Prothesesätteln herausführen
    • Verbindung Klammerauflage zum großen Verbinder auf kürzestem Weg
    • Mindestabstand 5 mm
  96. Wie können Schaltsättel gestaltet werden?
    • zwischbrückengliedartig
    • als verblendbare Rückenschutzplatte in der Front
    • vestibulo-orale Ausdehnung zur Lückenbreite
  97. nenne Indikation, Vor- und Nachteile gussklammerverankerter Teilprothesen?
    Indikation: bilater. Freiendsituation bzw. komb. Schalt- und Freiendsituation

    • Vorteil: minimal invasiv, rel. einfach, kostengünstig
    • Nachteil: unzureichend ästhetische Wirkung, Karies-, Gingivitis- und Parodontitis für Halte- und Stützzähne, bei unvorteilhafter Topogr. ggf. unzureichende Lagestäbilität und Retention sowie ungünstige Belastung der Pfeilerzähne
  98. chronologische Abfolge für diagnostische Vermessung einer MOGU !
    • 1. Festlegen der Einschubrichtung
    • 2. Auffinden von Unterschnitten
    • 3. Erkennen erforderlicher morphologischer Korrekturen (verlegen des proth. Äquators...)
    • 4. Erkennen von konstruktiv ungünstigen Prothesenverhältnissen
    • 5. Erkennen von ästhetisch ungünstigen Zahnstellungen
  99. Nenne Merkmale der Klammerauflagen?
    • 1. Beite der Auflagekavität ca 1/3 der vestibulo-oralen zahnbreite
    • 2. mesio-distale Ausdehnung 2-3 mm
    • 3. löffelförmig
    • 4. Mindeststärke 0,8 mm
    • 5. möglichst im Schmelz
    • 6. approximale Kanten brechen
  100. Indikation, Vor-/Nachteile Ney-1-Klammern?
    • Indikation: Schaltlücke
    • Vorteil: parodontalhygienisch günstig
    • Nachteil: ästhetisch ungünstig
  101. Nenne Indikation, Vor- und Nachteile für Ringklammer?
    • Indikation: einzeln stehende Molaren, komb. mit anderen Verbindungselemente
    • Vorteil: körperliche Fassung des Zahnes
    • Nachteil: großflächige Bedeckung des Zahnes, teilweise parodontal unhygienisch
  102. Nenne Indikationen, Vor- und Nachteile für Bonwill-Klammern?
    • Indikation: Freiendsituation
    • Vorteil: Erweiterungmöglichkeit, dute Erfüllung aller Klammerfunktionen
    • Nachteil: parodontal unhygienisch, großflächige Zahnbedeckung, umfangreiche Einschleifmaßnahmen, ästhetisch ungünstig
  103. Nenne Indikation, Vor- und Nachteile für Back-Action-Klammern?
    • Indikation: (bilaterale) Freiendsituation
    • Vorteil: ästhetisch günstig, sattelnahe Retention, sattelferne Abstützung, gute Haltefunktion
    • Nachteil: parodontalhygienisch ungünstig, geringe Stabilisierung gegen horizontale Schübe
  104. Welche Klammern eignen sich im Frontzahnbereich?
    • mod. Klammern mit breitem, oralen Auflageelement
    • Back-Action-Klammern
    • RPI-Klammer
    • Ney-Klammer Nr. 1
    • Inlayklammer
    • Roachklammer
    • Kombinationsklammer
    • Krallen-/Kappenverankerungen
  105. Nenne Vor- und Nachteile Doppelkronen?
    • Vorteile:
    • gute Zugänglichkeit der Kronenränder (Hygiene)
    • axiale Pfeilerbelastung
    • Erweiterbarkeit (bei Einbeziehung alles Restzähne --> totale Pfeilerintegration)
    • hohe Prothesenstäbilität --> hoher Tragekomfort
    • sek. Verblockung der Pfeilerzähne
    • rel. leichte Handhabung der Konstruktion
    • Nachteile:
    • hoher Aufwand --> hohes Kompetenzniveau von ZA und Labor erforderlich
    • relativ hoher Platzbedarf
    • Demskierungseffekt
    • mögliche Überbelastung von Pfeilerzähnen
    • disparallele Pfeiler --> zervikale Überhänge
    • keine Führung der Interdentalbürste wenn ZE heraus
    • Kunststoffverblendung
    • keine perfekte Ästhetik möglich
  106. 10 Jahre Überlebensrate?
    • zahngetragene Brücken 89,2%
    • Freiendbrücken 80,3%
    • implantatgetragene Brücken 86,7%
    • Adhäsivbrücken 65%
  107. Nenne Möglichkeit der prov. Versorgung im Lückengebiss?
    • Belassen
    • Kunststoffteilprothese
    • Tiefziehschiene mit Ersatzzahn
    • prov. imlantatgetragene Krone (Sofortbelastung)
    • Prov. Implantate
    • alter Zahnersatz
    • Langzeitprovisorische Brücke
    • prov. Adhäsivbrücke (mit Glasfaserstrag)
  108. Nenne Versorgungsmöglichkeiten bei zahnlosem UK?
    • Totalprothese
    • 2 Imlantate + Steg
    • 4 Implantate + konfektionierte Steg (und Extensionen)
    • 4 implantate + indiv. Steg (und Extensionen)
    • Teleskope
    • Kugelanker
    • (4-6) Implantate + Extensionsbrücke
    • Einzelbrücke
  109. Nenne Versorgungsmöglichkeiten bei zahnlosen OK?
    • Totalprothese
    • 4 Implantate + Steg
    • 4-6 Implantate
    • Teleskope
    • 6+ Implantate + (Extensions-)brücken
  110. Nenne Vor- und Nachteile vom Steg-Gelenk Prothese?
    • Vorteile: minimal invasiv, günstige Kosten-Nutzen-Relation
    • Nachteile: erhöhte Beweglichkeit, häufige Unterfütterungnotwendigkeit, seitlich Nonokklusion, ungünstige Situation bei Verlust eines Implantates
  111. Wann würden Sie Implantate verblocken?
    • bei zu erwartender erhöhter Belastung
    • ungünstige Kronen-Implantatverhältnisse
    • große Diskrepanz Plattform/Kaufläche
    • exzentrische Belastung
  112. Nenne Vor- und Nachteile des Verschraubens von Implantaten?
    + problemlose Abnehmbarkeit

    • - Spalträume (Geruchsbildung, schlechter Geschmack, biolog. Reaktion)
    • - Abhängigkeit von Implantatstellungen (bes. okk. Verschraubungen)
    • - ästhetische Einschränkungen durch Verschluss von Schraubenkabinen
    • - Tendenz zur Überdimensionierung (bes. bei horizontaler Verschraubung)
  113. Nenne Vor- und Nachteile des Zementierens von Implantaten?
    • + keine Spalträume
    • + geringe Abhängigkeit von Implantatstellung
    • + keine Überdimensionierung

    - fehlende/schwierige Abnehmbarkeit
  114. Nenne Methoden zur Prüfung der bleitoten Passung?
    • 1. wechselseitige Belastung der unverschraubten Konstruktion (bei Gerüstprobe)
    • 2. Sheffield-Test: einseitige Verschraubung und Beobachtung Spaltbildung an den anderen Pfosten
    • 3. Frage nach Auftreten von Spannungen bei Verschraubung
  115. Wozu konturiert man den oberen Wachswall?
    • individuelle Ausformung des anterioren Wachswalls
    • Festlegung der späteren Frontzahnlänge
    • Ausrichtung des anterioren Wachswalls nach der Bipupillarlinie
    • Aufbau der Lippenstütze
    • Ausrichtung des Wachswalles nach der Camper´schen Ebene
    • Anpassung an muskuläres Gleichgewicht im Seitenzahnbereich
    • bukkaler Korridor beim Lachen
  116. Wozu konturiert man den unteren Wachswall?
    • Paralllelisierung des unteren Wachswalles zum oberen (Bestimmung der vertikalen Kieferrelation)
    • angleichen des Wachswalls auf Zahnbreite und muskuläres Gleichgewicht Wange/Zunge
    • Einstellen der Wachswall-Zunge-Relation:
    • - Zunge muss Wall ohne Einengung anliegen
    • - Zungenspitze soll in Ruhelage die linguale Fläche des Wachswalls berühren
    • - Wachswall soll leicht unter oder maximal auf des Zungenäquators enden
  117. Nenne Möglichkeiten zur Bestimmung der vertikalen Dimensionen?
    • Streckenmessung (Norminterokklusalabstand etwas 2 mm in Ruhelage des Unterkiefers)
    • Sprechprobe
    • Gesichtsproportionen
    • direkte Beobachtung des Interokklusalabstandes
  118. Was bedeutet bilaterale balancierte Okklusion und Vorteile?
    gleichmäßiger Kontakt alles Seitenzähne in beiden Kieferhälften bei dyn. Okklusion

    • Stabilität des ZE in dyn. Okklusion
    • gleichmäßiger Zahnkontakt und Stabilität bei Leermastikation
    • Steigerung des Saugeffektes
    • Verbesserung der Kaumusters
    • Gewebe wird geschont/ Überlastungen werden vermieden (Kieferkamm)
  119. Nenne Vor- und Nachteile anatomischer Seitenzähne!
    • gesicherte max. Interkuspitation
    • okklusale Verhältnisse wie im jugendlichen Gebiss
    • gute Kaueffekte
    • geringer Resorptionen durch bessere Schneideleistung und geringere Drücke
    • natürliches Aussehen

    • - Schubkräfte durch Höckerführung
    • - erhöhte Beweglichkeit der Prothesen bei ungünstigen Lageverhältnissen
    • - Entstehung von Vorkontakten auf den Protrusionsfacetten bei Resorption
  120. Nenne Vor- und Nachteile höckerloser Seitenzähne!
    • Herabsetzung von Schubkräften und gleichmäßige Lagerbelastung
    • Interferenzfreiheit bei Leermastikation
    • Vermeidung von Fehlbelastungen nach atrophiebedingten Verschiebungen der Okklusion
    • freie Gestaltung okkluseler Beziehungen

    • - Fehlen einer gesicherten habituellen Okklusion
    • - stärkere Resorptionen durch Erhöhung der erforderlichen Drücke
    • - herabgesetze Kaueffektivität
    • - unzureichende ästhetische Wirkung
  121. Nenne Vor- und Nachteile reduziertem Höckerrelief Seitenzähne?
    • Kaukomplex kann ähnlich wie bei anatomischen Zähnen gestaltet werden
    • ausreichende Kaueffektivität
    • befriedigende Ästhetik
    • für die meisten Pat. altersadäquat

    • - Schubkräfte durch Höckerführung
    • - erhöhte Beweglichkeit der Prothese bei ungünstigen Lagerverhältnissen
    • - entstehen von Vorkontakte auf der Protrusionsfacetten bei Resorptionen
Author
Anonymous
ID
318586
Card Set
Prothetik
Description
Fragen der Prothetik
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