Makro VL 2

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  1. Solow - Modell
    Ein Wachstumsmodell, das zeigt, wie Ersparnis, Bevölkerungswachstum und technologischer Fortschritt das Niveau und das Wachstum des Lebensstandards bestimmen
  2. Güternachfrage und Konsumfunktion
    • Im Solo Modell setzt sich die Güternachfrage aus Konsum und Investitionen zusammen. Andes ausgedrückt wird die pro-Kopf Produktion (y) zwischen Pro-Kopf-Konsum (c) und Pro-Kopf-Investitionen (i) aufgeteilt: 
    • y= c + i
  3. Im Solow-Modell geht man davon aus, dass die Menschen jedes Jahr einen Teil s ihres Einkommens sparen und einen Teil (1-s) konsumieren. Das lässt sich mithilfe der folgenden einfachen Konsumfunktion ....
    • c= (1-s) y ausdrücken. 
    • Hierin bezeichnet s die Sparquote, die zwischen 0 und 1 liegt.
  4. Um die Implikation dieser Konsumfunktion zu erkennen, muss man nur den Ausdruck (1-s)y für c in der Kreisausgleichung ersetzen:
    y = (1-s)y + i

    • Durch Umformung ergibt sich: i = sy
    • Diese Beziehung besagt, dass die Investitionen mit der Ersparnis übereinstimmen. Daher charakterisiert die Sparquote s gleichzeitig denjenigen Teil der Produktion, der für Inventionen verwendet wird.
  5. Weiter oben haben wir gesehen, dass die Pro-Kopf Inventionen i mit dem Pro-Kopf- Sparen sy übereinstimmen. Durch einsetzen der Produktionsfunktion für das Einkommen y können wir die Pro-Kopf Investitionen als Funktion der Kapitalintensität ausdrücken:
    i= s f(k)
  6. Die Auswirkungen der Investitionen und der Abschreibungen auf das Niveau des kapitalbestanden können durch folgende Anpassungsgleichung beschrieben werden:
    Änderung des Kapitalstocks = Investitionen - Abschreibungen 

    Δk = sf(k) - δk
  7. Die Veränderung des Pro-Kopf-Kapitalstocks ergibt sich aus
    • Δk = i - ( δ +n )k
    • <=> 
    • Δk = sf(k) - ( δ +n )k

    Man kann den Ausdruck ( δ +n )k als Break-Even-Investitionsvolmen ansehen: es handelt sich dabei um dasjenige Investitionsvolumen, das erforderlich ist, um den Pro-Kopf-Kapitalstock konstant zu halten.
  8. Technologischer Fortschritt im Solow-Modell

    Die Arbeitseffizienz
    • aus Y = F(K,L)
    • => Y= F(K, LxE)

    Hierin stellt E eine neue Variable dar, die als Arbeitseffizienz bezeichnet wird. Die Arbeitseffizienz spiegelt das Wissen einer Gesellschaft über Produktionsmethoden wider. 

    Das Produkt L x E gibt den in Effizienzeinheiten gemessenen Arbeitseinsatz wieder. Das in Effizienzeinheiten gemessene Arbeitsvolumen berücksichtigt sowohl die Anzahl der Beschäftigen als auch die Effizienz jedes einzelne Erwerbstätigen.
  9. Arbeitsvermehrender technologischer Fortschritt
    Ein technologischer Fortschritt, der die Produktion so erhöht, als ob das Arbeitsvolumen angestiegen wäre. 

    Die einfachste Annahme bezüglich des technologischen Fortschritts ist die, dass er zu einem Zuwachs der Arbeitseffizienz E mit einer konstanten Rate g führt. Gild beispielsweise g= 0,02, dann steigt die Effizienz jeder Arbeitseinheit um 2% pro Jahr: die Produktion erhöht sich so, als ob das Arbeitsvolumen um 2% angestiegen wäre. Diese Art des technologischen Fortschritts wird als arbeitsvermehrend, das Symbol g als Rate des arbeitsvermehrenden technologischen Fortschritts bezeichnet. Da das Arbeitsvolumen L mit einer Rate n und die Effizienz E jeder Arbeitseinheit mit einer Rate g steigt, erhöht sich das in Effizienzeinheiten gemessene Arbeitsvolumen L x E mit einer Rate von n+g
  10. Das steady -State -Konsum wird maximal, wenn
    • MPK = δ +n + g
    • bzw
    • MPK - δ = n + g
  11. Gleichgewichtiges Wachstum
    Betrachten wir beispielsweise die Entwicklung in den Vereinigte Staaten und schauen wir uns zunächst die Produktion je Erwerbstätigen Y/L und den Kapitalstock je Erwerbstätigen K/L an. Nach dem Solow-Modell müssen beide Variablen im Stead State mit der Rate des technologischen Fortschritts wachsen. Daten für die Vereinigten Staaten, die sich über ein halbes Jahrhundert erstrecken, zeigen, dass die Produktion je Erwerbstätigen und der Kapitalstock je Erwerbstätigen tatsächlich mit ungefähr der gleichen Rate gewachsen sind - mit etwas 2% jährlich. Anders verwendet: das Kapital- Output- Verhältnis ist im Zeitverlauf ungefähr konstant geblieben .
  12. Analyse der Sparquote
    • Um zu klären, ob die amerikanische Volkswirtschaft über, unter oder genau auf dem Niveau des stationären Zustandes der Goldenen Regel liegt, müssen wir das Netto-Grenzprodukt des Kapitals (MPK - δ) mit der Wachstumsrate des gesamten Outputs (n+g) vergleichen. Wie wir weiter oben festgestellt haben, gilt für den stationären Zustand der goldenen Regel MPK - δ = n +g . 
    • Verfügt die Wirtschaft über weniger Kapital, als es der goldenen Regel entspricht, dann folgt aus der Annahme abnehmender Grenzprodukte, dass MPK - δ > n + g gilt. 
    • In diesem Fall wird eine Erhöhung der Sparquote schließlich zu einem stationären Zustand mit höherem Konsum führen. Verfügt die Volkswirtschaft dagegen über einen zu hohen Kapitalstock, dann gilt MPK - δ < n + g, und die Sparquote sollte vermindert werden .
  13. 1.Der Kapitalstock ist ungefähr 2,5 mal so groß wie das BIP eines Jahres. 
    2.Die Abschreibungen auf den Kapitalstock haben ungefähr eine Höhe von 10% des BIP 
    3.Der Anteil des Kapitals am Gesamteinkommen beträgt ca. 30%

    MPK=?
    • 1. k = 2,5y
    • 2. δk = 0,1y
    • 3. MPK x k = 0,3y

    • Wir können nun die Abschreibungsrate δ ermitteln, indem wir Gleichung 2 durch Gleichung 1 dividieren : 
    • δk/k = (0,1y)/ (2,5y)
    • δ= 0,04


    • Das Grenzprodukt des Kapitals MPK lässt sich ermitteln, indem wir Gleichung 2 durch Gleichung 1 dividieren: 
    • (MPK x k)/k = (0,3y)/(2,5y)
    • MPK= 0,12.
    • Die Rate, mit der der Kapitalstock verschleißt, beträgt also ungefähr 4% pro Jahr und das  Grenzprodukt 12% pro Jahr. Das Netto-Grenzprodukt des Kapitals (MPK - δ) beträgt daher ca. 8% pro Jahr.
  14. endogenes Wachstum
    • Y= AK
    • hierin steht Y für Output. K für Kapitalstock und A ist eine Konstante, die den Output misst, der mit jeder Einheit Kapital produziert werden.
  15. Die Unterschiede zwischen kurz und langfristiger Betrachtung
    Langfristig sind die Preise flexibel und passen sich den Veränderungen von Angebot und Nachfrage an. Kurzfristig sind viele Preise jedoch auf einem vorgegebenen Niveau starr.
  16. Nachfrageschock, Angebotsschock
    Nachfrageschock: ein Schock, der die Gesamtnachfragekurve verschiebt


    Angebotscheck : ein Schock, der die Gesamtangebotskurve verschiebt.
  17. Stabilisierungspolitik
    Der Versuch der Wirtschaftspolitik, das Ausmaß der kurzfristigen Schwankungen in Grenzen zu halten.
  18. Angebotschock
    ist eine Störung, die die Kostensituation der Unternehmen plötzlich verändert und damit auch zu einer Änderung der Preise führt, die die Unternehmen verlangen. Weil angeotschock direkt das Preisniveau beeinfluss, werden sie manchmal als Preisschock bezeichnet. Beispiel sind eine Trockenheit zerstört die Ernte. Der Rückgang des Lebensmittelangebots treibt die Lebensmittelpreise in die Höhe. Es kommt zu einer Verschärfung der Umweltgesetzgebung, die Unternehmen überwälzen die zusätzlichen Kosten auf die Konsumenten. Ein harter kurz der Gewerkschaften führt zu Lohnerhöhungen und einem Anstieg der Preise in der betroffenen Branche.
  19. IS/LM- Modell
    die zwei Bestandteile des IS/LM-Modells sind die IS-Kurve und die LM-Kurve. IS symbolisiert Investitionen und Sprang. Die IS-Kurve repräsentiert den markt für Waren und Dienstleistungen. LM ist die Abkürzung für Liquidität und Geld. Die LM-Kurve verkörpert den Zusammenhang von Geldangebot und Geldnachfrage. Weil er sowohl die Investitionen als auch die Geldnachfrage beeinflusst, ist der Zinssatz die Variable, die die beiden Teile des IS/LM-Modells miteinander verbindet- Das Modell zeigt, wie die Wechselwirkungen zwischen Geld- und Gütermarkt Lage und Steigung der Gesamtnachfragekurve und damit das kurzfristige Niveau des Inlandsprodukts bestimmen.
  20. keysianische Kreuz
    geplante AUsgaben
    • Unter der Annahme, dass die betrachtete Volkswirtschaft geschlossen ist, die Nettoexporte also null sind, lassen sich die geplanten Gesamtausgaben E als Summe des geplanten Konsums C, der geplanten Investitionen I und der geplanten staatlichen Güterkäufe G schreiben: 
    • E= C + I + G 

    • die geplanten Konsumausgaben modellieren wir: C= C(Y-T)
    • Diese Konsumfunktion besagt, dass der Konsum vom verfügbaren Einkommen Y-T abhängt. Das verfügbare Einkommen ergibt sich aus dem Gesamteinkommen Y durch Abzug der Steuern T.

    <=> E = C(Y-T) + I + G
  21. keysianische kreuz 
    Die Wirtschaft im Gleichgewicht
    • tatsächliche Gesamtausgaben = geplante Gesamtausgaben 
    • Y= E
  22. Staatsausgabenmultiplikator
    ΔY/ ΔG = 1/ (1-MPC)
  23. Liquiditätspräferenztheorie
    Sie geht davon aus, dass der Zinssatz zu einem Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage für Geld führt.

    • Bezeichnet man mit M das nominale Geldangebot und mit P das Preisniveau, dann ist M/P das Angebot an Realkasse. Die Liquiditätspräferenztheorie geht von einem konstanten Angebot an Realkasse aus: 
    • (M/P)s = M-/P-

    • Nachfrage nach Realkasse: 
    • (M/P)d = L(r)
  24. das kurzfristige Gleichgewicht
    • Y = C(Y-T) + I(r) + G    IS
    • M/P = L(r,Y)         LM
  25. Schocks im IS/LM- Modell
    Bei Störungen, die die IS-Kurve betreffen, handelt es sich um exogene Änderungen der Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen. Im Zusammenhang mit dieser Art von Störungen hob Keynes die Bedeutung der Animal Spirits der Investoren hervor - exogene und sich möglicherweise selbst erfüllende Wellen von Optimismus und Pessimismus. 

    Störungen die die LM-Kurve betreffen, ergeben sich aus exogenen Änderungen der Geldnachfrage. Als Beispiel wollen wir annehmen, dass neue gesetzliche Vorschriften bezüglich der Verwendung von Kreditkarten zu einem Anstieg der gewünschten Geldhaltung führen. Eine exogene Zunahme der Geldnachfrage bedeutet der Liquiditätspräferenztheorie zufolge, dass für jedes gegebene Einkommensniveau der mit einem Gleichgewicht auf dem Geldmarkt vereinbare Zinssatz höher ist als zuvor.
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318232
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Makro VL 2
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Vorbereitung
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