E&L

  1. Welche Methoden (mind. vier) zur relativen und absoluten Altersbestimmung gibt es?
    • Biostratigraphie mittels Leitfossilien
    • Orbitalparameter und Zyklenstratigraphie
    • Magnetostratigraphie
    • Geochronologie mit radiogenen Isotopen
    • Geochronologie mit stabilen Isotopen
  2. Was bedeutet Halbwertszeit? Wie wird sie für die Stratigraphie genutzt?
    • Gibt an, in welcher Zeit genau die Hälfte der radioaktiven Atomkerne einer Stoffportion zerfällt
    • Durch Kenntnis der Halbwertszeit mit radioaktiven Isotopensystemen Datierung von Materialien möglich, in denen sowohl Mutter- als auch Tochterisotop enthalten sind und die Initialkonzentration beider nicht verändert wurde
  3. Nennen Sie zwei radioaktive Elemente und ihre Halbwertszeit?
    • 14C/14N mit 5370 a
    • 238U/206Pb mit 4,5 Ga
    • 40K/40Ar mit 1,3 Ga
    • 87Rb/87Sr mit 48,6 Ga
  4. Welche Voraussetzungen muss ein gutes Leitfossil mitbringen?
    • weite Verbreitung
    • große Häufigkeit
    • große Merkmalsvielfalt
    • rasche evolutive Merkmalsveränderung
    • möglichst klare chronologische Grenzen
  5. In welchem Zeitraum sind die Ammonoidea wichtige Leitfossilien?
    Devon bis Kreide
  6. Was ist eine Paläogeographische Karte?
    geographische Karte, die die Verteilung der Landmassen bzw. die Topographie zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Erdgeschichte anzeigt
  7. Welche Bedingungen sind für die Entstehung von Kohle notwendig?
    • humides Klima
    • Wälder
    • Moore
    • Überdeckung der toten Biomasse mit Sediment -> Torf
  8. Welche Bedingungen sind für die Entstehung von Evaporiten notwendig?
    • hypersaline Wässer
    • arides Klima
  9. Welche Bedingungen sind für die Entstehung von Schwarzschiefer notwendig?
    • Sperrschicht im Wasser durch niedrigen Salzgehalt an Oberfläche
    • kaum Bewegung/keine Zirkulation von Oberflächen- und Tiefenwasser
    • anoxische Bedingungen
  10. Was versteht man unter dem Big Bang?
    • Entstehung des Universum
    • auch als Singularität bezeichnet
  11. Wie alt ist unser Weltall?
    13,7 Ga
  12. Welche Bedeutung hat die Kernfusion in Sternen für die Entwicklung unseres Planetensystems?
    Entstehung der schwereren Elemente ab He bis Eisen
  13. Was ist eine Supernova? Welche Bedeutung hat sie für die Entwicklung unseres Planetensystems?
    • Kollaps und explosives Abstoßen der Hülle eines ausgebrannten Sterns
    • Entstehung aller Elemente schwerer als Eisen
  14. Wie hängt die Masse eines Sterns mit seiner Leuchtkraft und Lebenserwartung zusammen?
    je massereicher, desto heller und desto geringere Lebenserwartung
  15. Welche Masse hat unsere Sonne verglichen mit anderen Sternen unserer Milchstraße?
    • eher klein
    • da Sternenmassen in Sonnenmassen ausgedrückt werden exakt 1
  16. Wann ist unser Sonnen- und Planetensystem entstanden?
    4,566 Ga
  17. Welches sind die ältesten Objekte unseres Sonnensystems?
    kohlige Chondrite
  18. Was war an der Stelle unseres Sonnensystems vor seiner Entstehung?
    Gas- und Staubwolke
  19. Was versteht man unter Agglomeration, was unter Akkretion?
    • Agglomeration = Zusammenbacken von Materie durch weiche Zusammenstöße, Objekte haben kein eigenes Gravitationsfeld und bewegen sich mit ähnlichen Geschwindigkeiten auf ähnlichen Bahnen
    • Akkretion = Kollision von Objekten, Objekte haben eigenes Gravitationsfeld, Bewegung aller Objekte nicht mehr gleichförmig
  20. In welche drei Typen, bezüglich ihrer Zusammensetzung, lassen sich die Planeten und Zwergplaneten unterteilen?
    • Silikatplaneten
    • Gasplaneten
    • Eiskörper
  21. Wann und wie entstand der Erdmond? Welche Argumente stützen diese Entstehung?
    • Entstehung kurz nach der Erdentstehung (~4,5 Ga) durch Streifkollision mit marsgroßen Planeten als Erde bereits differenziert war
    • sehr kleiner metallischer Kern -> In Erde bereits Mantel- und Kern ausgebildet, Kern bei Kollision nicht getroffen
    • chemische Zusammensetzung und Mineralogie des Mondes sehr ähnlich zur Erde
  22. Wann trennten sich Erdkern und Erdmantel?
    ~4,53 Ga
  23. Welches sind die ältesten Gesteine auf der Erde?
    Acasta-Gneis (Kanada)
  24. Was sind Greenstone-Belts? Wo treten sie auf (zwei Beispiele)?
    • Ablagerung von metamorphen ultrabasischen, mafischen, sauren Vulkaniten und darüber Sedimentgesteine, eingebettet in Granit-Intrusion
    • aus dem Archaikum/Proterozoikum
    • Barberton (Südafrika), Pilbara Shield (Australien)
  25. Welcher Großkontinent bildete sich während der Panafrikanischen Orogenese?
    Gondwana
  26. Welche ungefähre Zusammensetzung hatte die frühe Atmosphäre (Haupt- und Spurengase), wie dicht war diese Atmosphäre?
    • Hauptgase: CO2, H2O als Dampf
    • Nebengase: Ar, N2, CH4
    • Dichte/Partialdruck > 100 bar
  27. Welche Faktoren beeinflussten das Klima auf der frühen Erde?
    • Treibhauseffekt
    • verminderte Sonneneinstrahlung
  28. Durch welche Prozesse wurde der CO2-Gehalt der Atmosphäre im Verlauf des Präkambriums deutlich herabgesetzt?
    • Verwitterung von Gesteinen
    • Photosynthese
  29. Welche Modelle zur Entstehung von organischen Substanzen auf der Erde gibt es?
    • Miller-Versuch
    • Panspermie
    • Ur-Pizza
  30. Welche Voraussetzungen sind für die Entstehung des Lebens notwendig?
    • flüssiges Wasser
    • biophile Elemente (C, H, O, N, S, P)
    • Kohlehydrate, Aminosäuren, Lipide (= org. Substanz)
    • Energiespeicher-/-abrufsystem: ATP – ADP – AMP
  31. Welche Stoffwechselwege sind bei den frühesten Organismen denkbar?
    • Methanogenese
    • Fermentation
    • Schwefelreduktion
  32. Seit wann gibt es nachgewiesenes Leben auf der Erde?
    3,46 Ga
  33. Was sind Stromatolithen? Wann haben sie ihre Blütezeit?
    • Ablagerungen von CaCO3 und Sediment auf Algenmatten, die von Cyanobakterien gebildet werden
    • ~2,7 bis ~1 Ga
  34. Zu welcher noch heute vorkommenden Gruppe von Lebewesen gehörten die ersten Organismen?
    Archaea
  35. Welche drei großen Organismengruppen zeigt der molekulare Stammbaum?
    Archaea, Eubacteria, Eukaryota
  36. Was bedeutet Hyperthermophylie?
    Fähigkeit, bei sehr hohen (extremen) Temperaturen zu leben bzw. Notwendigkeit von extremen Temperaturen als Lebengrundlage
  37. Erläutern Sie den Kohlenstoffkreislauf. Durch welche Teilprozesse ist er gekennzeichnet?
    • Silikatverwitterung: 𝐶𝑎𝑆𝑖𝑂3+2𝐶𝑂2+𝐻2𝑂→𝐶𝑎2++ 2𝐻𝐶𝑂3−+𝑆𝑖𝑂2
    • Karbonatbildung (Ausfällung des Karbonats) im Ozean:𝐶𝑎2+ +2𝐻𝐶𝑂3−→𝐶𝑎𝐶𝑂3+𝐶𝑂2+𝐻2𝑂
    • Subduktion: 𝐶𝑎𝐶𝑂3+𝑆𝑖𝑂2→𝐶𝑎𝑆𝑖𝑂3+𝐶𝑂2
  38. Wann und durch welche Prozesse gab es die erste große Eiszeit auf der Erde?
    • 2,5 bis 2,3 Ga (Huronische Vereisung)
    • Ursachen: starkes Absinken des CO2-Gehalts durch Photosynthese/Aufbau von Biomasse und Gesteinsverwitterung
  39. Was sind BIFs? Wie entstehen sie?
    • gebänderte Eisenablagerungen
    • Oxidation und Ausfällung von Eisen als Hämatit
  40. Seit wann gab es freien Sauerstoff auf der Erde, wodurch ist er belegt?
    • ~2,4 bis 2,2 Ga
    • BIFs, red beds, Uranoxide, Sulfate
  41. Wie entstanden die Eucariota? Welche Nachweise gibt es für diese Entstehung? Wie sehen die ersten Eucariota aus?
    • Endosymbiose („Einbau“ von Mitchondrien, Chloroplasten) ~2,1 Ga
    • eigenes Genom, doppelte Membran um Organellen/bakterienähnliche innere Zellmembran
    • fadenartig
  42. Was versteht man unter der Endosymbiontentheorie?
    „Einbau“ von Bakterien in anderes Bakterium durch Umfließen und Einschluss der Bakterien
  43. Was sind Acritarchen?
    • älteste und häufigste Vertreter der echten Einzeller
    • Zellhüllen der Zysten noch heute erhalten
  44. Wie entstanden die Metazoa? Welche Nachweise gibt es für ihre Entstehung? Wie sehen die ersten Metazoa aus?
    • Symbiose/Agglomeration mehrerer echter Einzeller ± Bakterien und Aufteilung der Funktionen zwischen den Zellen -> Differenzierung in Gewebe
    • ~1,3 bis 1,8 Ga
    • Nachweis: Schwämme, Algen, Spurenfossilien
    • Zellhaufen, kugelig
  45. Was versteht man unter Rodinia?
    • erster Superkontinent,
    • vor ~1,1 Ga im Proterozoikum gebildet
  46. Welche Formen von Leben gibt es im Jungproterozoikum?
    • Ediacara-Fauna/Vendobionta
    • Cloudinia
    • Schwämme, Algen, Acritarchen
  47. Was versteht man unter „snowball earth“ („Schneeball Erde“)?
    • sehr umfassende Vereisung der Erde von beiden Polen aus, ~850 bis 550 Ma
    • mehrfacher Wechsel zwischen Kalt- und Warmzeiten, maximale Vereisung bis nah an die Äquatorregion
  48. Welches sind die wesentlichen Unterschiede zwischen der Archaischen und der Proterozoischen Welt?
    • Archaikum: kein freier Sauerstoff, nur Bakterien, durchgehend warm
    • Proterozoikum: freier Sauerstoff, echte Einzeller/Vielzeller, Eiszeiten
  49. Von wann bis wann dauert das Paläozoikum?
    ~ 542 bis 251 Ma
  50. Wie sind die Unter- und Obergrenze des Kambriums definiert?
    • Untergrenze: Diskordanz und Auftreten von Hartteilen
    • Obergrenze: dreiphasiges Massenaussterben von Trilobiten
  51. Nennen Sie zwei typische kambrische Ablagerungsbereiche.
    Nordwales, Nordschottland
  52. Nennen Sie ein typisches kambrisches Gestein.
    Burgess Shale (Tonschiefer)
  53. Was versteht man unter der kambrischen Explosion?
    sehr schnelle Radiation von tierischen Organismen mit der Herausbildung aller heute bekannten Tierstämme
  54. Nennen Sie 2 kambrische Fossillagerstätten?
    Burgess Shale, Chenjiang
  55. Seit wann gibt es Hartteile? Wie ist ihre Entstehung erklärbar? Welche Auswirkungen auf die weitere Evolution haben sie?
    • seit dem Tommotium
    • Entgiftungsreaktion für Ca2+ und/oder Formgebung
    • Stütz- und Schutzfunktion, erhöhte Beweglichkeit
  56. Welche Organismen bildeten im Kambrium Riffe?
    Archaeocyathiden
  57. Welche Organismengruppe dominiert im Kambrium? Nennen sie eine Gattung.
    Trilobiten (Paradoxides)
  58. Nennen Sie eine typische Brachiopodengattung für das Kambrium.
    Lingulella
  59. Was kennzeichnet kambrische Echinodermen?
    noch nicht ausgebildete Pentamerie, charakteristisches Dolomitgehäuse
  60. Nennen Sie ein kambrisches Wirbeltier.
    Pikaia
  61. Nennen Sie den größten Räuber der kambrischen Meere.
    Anomalocharis
  62. Welche Organismengruppe wurde vom Massenaussterben am Ende des Kambrium besonders betroffen?
    Trilobiten
  63. Wie sind die Unter- und Obergrenze des Ordoviziums definiert?
    • Untergrenze: Trilobiten-Massenaussterben
    • Obergrenze: kurze Vereisung mit Massenaussterben
  64. Nennen Sie zwei typische ordovizische Ablagerungsbereiche.
    Lake District, Walisisches Becken
  65. Nennen Sie ein typisches ordovizisches Gestein.
    Kukkersit, Grès Amoricain
  66. Wie entwickelte sich die Diversität im Ordovizium?
    starke Zunahme bis zum paläozoischen Plateau
  67. Welche Tiergruppen radiierten im Ordovizium?
    alle außer Trilobiten
  68. Welche „Fische” gab es im Ordovizium?
    Acrania, Agnatha
  69. Was sind Eurypteriden? Zu welchem Tierstamm gehören sie?
    Seeskorpione, zu den Arthropoda
  70. Welche Organismengruppe stellte wichtige Leitfosilien im Ordoviz?
    Graptolithen, Trilobiten, Konodonten
  71. Gibt es Hinweise auf Landleben im Ordovizium?
    Moose und Sporen und Gefäßpflanzen, Spuren im Gezeitenbereich
  72. Wie war das Klima an der Grenze Ordoviz/Silur?
    Höhepunkt einer Eiszeit
  73. Welche Ursache hatte das Massenaussterben am Ende des Ordovizium, welche Organismengruppe ist besonders betroffen?
    • Eiszeit
    • Trilobiten, Bryozoa, Korallen
  74. Wie sind die Unter- und Obergrenze des Silurs definiert?
    • Untergrenze: endordovizische Vereisung und Massenaussterben
    • Obergrenze: Kollision von Baltika mit Laurentia und beiden mit Avalonia = Bildung des Old Red-Kontinent
  75. Nennen Sie zwei typische silurische Ablagerungsbereiche.
    • Wales (Graptolithenschiefer)
    • Gotland (Riffkalke)
  76. Nennen Sie ein typisches silurisches Gestein.
    Graptolithenschiefer
  77. Welche Ozeane werden im Silur geschlossen?
    Tornquist- und Iapetus-Ozean
  78. Welche Gebirgsbildung fand im Silur ihren Abschluss?
    kaledonische Orogenese
  79. Welche Kontinente bzw. Terrane waren an der Gebirgsbildung beteiligt?
    Baltika, Laurentia, Avalonia
  80. Wo gibt es im Silur berühmte Riffe?
    Gotland, Wales, äquatoriale Bereiche von Gondwana
  81. Welche Organismengruppen bauten die Silur-Riffe auf?
    Tabulata, Rugosa, Stromatoporen
  82. Welche Anpassungen durchlaufen die Nautiloiden zur Stabilisierung der Gehäuse und zur Verbesserung der Schwimmfähigkeit.
    • Einlagerung von Kalk in Phragmocon zur Ermöglichung einer horizontalen Lage
    • Gehäusereduzierung
    • Einrollen des Gehäuses
  83. Was sind Graptolithen? Wie lebten sie und worin besteht ihre Bedeutung für Geologie und Paläontologie?
    • Leitfossilien
    • koloniebildende planktonische Hemichordata, Deuterostomia
  84. Welche evolutive Neuerung gab es bei den „Fischen” im Silur?
    Kieferentstehung aus 3. Kiemenbogen, erste Süßwasserformen, Knochen
  85. Welche Lebewesen eroberten im Silur sicher das Festland?
    Gefäßpflanzen, Arthropoden (echte Skorpione, Chelicerates, Myriapoda)
  86. Welche Anpassungen benötigen Pflanzen beim Übergang zum Landleben?
    • Wurzelsysteme (Ernährung, Verankerung)
    • Stängel/Gefäßsystem (Versorgung, Stütze)
    • Verdunstungsschutz
  87. Welche Anpassungen benötigen Tiere beim Übergang zum Landleben?
    Atmungssystem (Tracheen), Osmosregulation
  88. Wie sind die Unter- und Obergrenze des Devons definiert?
    • Untergrenze: kaledonische Gebirgsbildung
    • Obergrenze: mehrphasiges Massenaussterben
  89. Nennen Sie zwei typische devonische Ablagerungsbereiche.
    • Eifel (Riffkalke)
    • Hunsrück (Schwarzschiefer)
  90. Nennen Sie ein typisches devonisches Gestein.
    Schwarzschiefer
  91. Welche Ozeane werden im Devon geschlossen?
    Rheischer Ozean
  92. Wo gibt es im Devon berühmte Riffe?
    Harz, Eifel, Äquatorlagen
  93. Welche Organismengruppen bauen die Devonriffe auf?
    Stromatoporen, Tabulata, Rugosa
  94. Welche Benthosbewohner mit zweiklappiger Kalkschale haben im Devon ihre maximale Verbreitung?
    Brachiopoden
  95. Welche wichtige Gruppe der Cephalopoda tritt ab dem Devon auf?
    Ammoniten
  96. Welche Organismengruppen sind im Devon wichtig für die Stratigraphie?
    Konodonten, Tentakoliten, Ammoniten, Brachiopoden, Acritarchen, Trilobiten
  97. Was sind Crinoiden? Wie lebten sie?
    • Echinodermen
    • sessile Filtrierer mit Wurzel, Stiel und Theka mit Ärmchen
    • im ruhigen Flachwasser lebend
    • rheophob: erträgt keine Strömung, Kelch in Strömung gehalten
    • rheophil: erträgt (leichte) Strömung, Kelch nach oben geöffnet
  98. Welche neuen „Fischgruppen” entwickelten sich im Devon?
    • Knorpelfische
    • Knochenfische -> Strahlen- und Fleischflosser (Lungenfische, Quastenflosser, Rhipidistia)
  99. Welche Größe erreichen die Placodermen im Oberdevon?
    Dunkleosteus bis zu 10 m
  100. Welche Wirbeltiergruppe eroberte im Oberdevon das Festland? Aus welcher Vorläufergruppe sind sie entstanden?
    Amphibien, aus Rhipidistia entwickelt
  101. Wie heist das „missing link” zwischen Amphibien und Reptilien?
    Tiktaalik
  102. Welche Pflanzen dominieren im Unterdevon?
    einfache Gefäßpflanzen (Rhynia, blattlos, niedriges Wachstum, keine echten Wurzeln, keine Blätter, in Tümpeln stehend)
  103. Welche Pflanzen dominieren im Oberdevon?
    baumartige Schachtelhalme, Bärlappe und Farne
  104. Nennen Sie eine berühmte Pflanzen- und Arthropodenfundstelle im Unterdevon.
    Rhynie Chert (Schottland)
  105. Welche Arthropoden am Festland gab es im Devon?
    Spinnen, Milben, Urinsekten, Skorpione, Myriapoda, Springschwänze
  106. Wann ereignete sich das Massenaussterben im Devon? Welche Gruppen waren besonders betroffen? Welche Ursachen des Massenaussterbens werden diskutiert?
    • Beginn an Frasne-Famenne-Grenze (~375 Ma), intervallartige Abfolge
    • aquatische Gruppen: Cephalopoda, Brachiopoda, Trilobiten, Fische, Ammoniten, Gastropoden, Panzerfische, kieferlose Fische
    • Ursachen: Zirkulationsveränderungen im Meer durch beginnende Vereisung von Gondwana und dadurch Sauerstoffminima, Siljan-Impact
  107. Wie sind die Unter- und Obergrenze des Karbon definiert?
    • Untergrenze: enddevonisches Massenaussterben
    • Obergrenze: Maximum der karbonischen Vereisung
  108. Nennen Sie zwei typische karbonische Ablagerungsbereiche.
    • England (Kohle)
    • Harz (Grauwacken)
  109. Nennen Sie ein typisches karbonisches Gestein.
    Kohle
  110. Welche Kontinente kollidieren im Karbon?
    • Gondwana und Larussia
    • Sibiria und Kasachstan
    • Bildung von Pangäa
  111. Welcher dazwischen liegende Ozean wird im Karbon geschlossen?
    Paläothetys, Ural-Ozean
  112. Welche Gebirgsbildung fand im Karbon ihren Abschluss?
    varistische Orogenese
  113. Durch welche Ablagerungen ist das Karbon weltweit besonders bekannt?
    Steinkohle
  114. Welches ist das wichtigste tektonische Ereignis des Karbons?
    varistische Gebirgsbildung
  115. Wie entwickelte sich das Klima im Karbon?
    starke Abkühlung
  116. Was waren die Ursachen für die Klimaentwicklung im Karbon?
    hohe Verwitterungsrate, hohe CO2-Aufnahme durch Pflanzen, Fixierung des CO2 in der Steinkohle
  117. Welche benthischen Einzeller spielen in Schelfökosystemen des Karbon und Perm eine große Rolle?
    benthische Großforaminiferen (Schwagerina, Fusselina)
  118. Welchen Rifftyp gab es im Karbon?
    mud-mounds (Bryozoen als Sedimentfänger und Einzeller als Zementierer)
  119. Welche Pflanzen dominierten im Karbon? An welche Lebensbedingungen sind sie angepasst?
    • Lycopsiden, Schachtelhalme, echte Farne
    • feuchte Lebensbedingungen (mindestens semi-humid)
  120. Welche Pflanzengruppe ist an trockene Bedingungen angepasst?
    Conifera
  121. Wie entstanden im Karbon die Kohleablagerungen?
    • Kohlensumpf -> Transgression -> Pflanzen sterben ab und fallen in Sumpf
    • Überdeckung mit Sedimenten
    • Regression
    • insgesamt Zyklen von ca. 100 ka Länge
  122. Welche Wirbeltiergruppe entstand im Oberkarbon? Was unterscheidet sie von der Vorgängergruppe?
    • Amniota
    • Schädelbasis, Schuppenhaut, stärkeres Skelett, besseres Innenohr, Amnioten-Ei
  123. Welche Landarthropoden gab es im Karbon? Welche Größe erreichten sie und was lässt sich daraus ableiten?
    • Libellen (bis 72 cm), Myriopoden (bis zu 2,5 m), Eintagsfliegen (bis zu 50 cm), Schaben, Spinnen
    • sehr hoher Sauerstoffgehalt
  124. Wie sind die Unter- und Obergrenze des Perm definiert?
    • Untergrenze: Ende der Kohlebildung, Permo-karbone Vereisung
    • Obergrenze: Perm-Trias-Massenaussterben, Regression
  125. Nennen Sie zwei typische permische Ablagerungsbereiche.
    • Texas (Riffkalke)
    • Niedersachsen (Zechstein-Evaporite)
  126. Nennen Sie ein typisches permisches Gestein.
    Rotliegendes
  127. Welche Kontinente kollidieren im Perm?
    • Südchina und Pangäa,
    • Bildung des Ural
  128. Welche plattentektonische Entwicklung findet im Perm ihren Abschluss?
    Pangäabildung
  129. Wie entwickelte sich das Klima im Perm?
    von feucht-kühl nach warm-arid
  130. Welche Pflanzen dominierten im Unterperm, welche im Oberperm?
    • Unterperm: Kohlesümpfe, echte Farne, Schachtelhalme, Bärlappe
    • Oberperm: Gymnospermen, Cordaiten
  131. Wie wird das Perm im Mitteleuropa gegliedert?
    Rotliegendes und Zechstein
  132. Welche Reptil-/Amniotagruppen sind im Perm wichtig?
    • Paläosaurier (Synapsidia)
    • Mesosaurier
    • Eureptilia
    • Therapsida
  133. Welche Anzeichen zur Regelung der Körpertemperatur gibt es bei permischen Reptilien/Amniota?
    • Haar/Pelz/Grannenhaare (Tasthaare)
    • Fundplätze in damaligen Kälteregionen
    • Knochenbau im Übergangsbereich von Kalt- zu Warmblut (zonale, jahresringähnliche Struktur der Kaltblüter vs. permanenten Knochenumbau der Warmblütler)
  134. Welche Gruppen waren von dem Massenaussterben am Ende des Perm besonders betroffen?
    • ausgestorben: Trilobiten, Rugosa und Tabulata, Goniatiten, Großforaminiferen, Euypterideno
    • stark dezimiert: Therapsiden, Amphibien, Brachiopoden, Crinoiden, Bryozoen, Insekten
    • kaum betroffen: Pflanzen
  135. Welche Ursachen des Massenaussterbens werden diskutiert?
    • Flutbasalte des Sibirischen Trapp
    • Freisetzung von Methanhydrat auf Grund Erwärmung durch Ende der Gondwana-Vereisung
    • Pyrolyse der Kohleflöze (Lavagänge in Kohle verschwelen diese unter Freisetzung von Schwefelgasen und Methan)
    • mögliches Impactereignis
  136. Von wann bis wann dauert das Mesozoikum?
    250 bis 65 Ma
  137. Wie sind die Unter- und Obergrenze der Trias definiert?
    • Untergrenze: Regression und Massenaussterben
    • Obergrenze: endtriassisches Massenaussterben, Jura-Transgression
  138. Nennen Sie zwei typische triassische Ablagerungsbereiche.
    • Franken (Muschelkalk)
    • nördliche Kalkalpen (Hauptdolomit)
  139. Nennen Sie ein typisches triassisches Gestein.
    Bundsandstein
  140. Welche Hauptfaziesbereiche können in der Trias von Mittel- und Südeuropa unterschieden werden?
    Thetys und Backarc-Basin
  141. Durch welches Klima ist die Trias geprägt?
    arid/trocken/heiß und Mega-Monsun
  142. Wie wird die Trias in Mitteleuropa gegeliedert?
    Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper
  143. Welche Grabenbruchsysteme (rifts) sind in der Trias aktiv?
    Zentralatlantisches Grabensystem, Nord- und Südatlantisches Grabensystem
  144. Welche Entwicklung nehmen die Korallen in der Trias?
    Korallenlücke und ab Mitte Aufkommen der Scleractinia (Hexacorallen)
  145. Wie heißt die typische Ammonitengruppe der Germanischen Trias?
    Ceratiten
  146. Nennen Sie eine berühmte marine Fossillagerstätte in der Untertrias?
    Monte San Giorgio
  147. Nennen Sie eine berühmte Pflanzenfundstätte in der Trias?
    petrified forests, Arizona
  148. Welche neuen Wirbeltiergruppen entstehen in der Trias (mindestens 3)?
    Dinosaurier, Ichthyosaurier, Mammalia
  149. Nennen Sie typische Merkmale, die sich bei der Entwicklung der Säuger ausbildeten (mindestens 5)?
    • Säugen
    • Reduktion der Unterkiefer- und Schädelknochen
    • primäres Kiefergelenk wird zu Hammer und Amboss
    • Entwicklung des sekundären Kiefergelenks
    • Gaumendach und paarige Nasenlöcher
  150. Welche Gruppen waren von dem Massenaussterben am Ende der Trias besonders betroffen?
    • ausgestorben: Conodonten, Pflasterzahnsaurier, Therapsiden
    • stark dezimiert: Ammoniten, Bivalvia, Plesio- und Ichthyosaurier
  151. Welche Ursachen des Massenaussterbens werden diskutiert.
    Vulkanismus im zentralatlantischen Riftsystem durch Kohleschichten hindurch und dadurch Freisetzung von CH4, CO2, SO2 u. a.
  152. Wie sind die Unter- und Obergrenze des Jura definiert?
    • Untergrenze: bunte, überwiegend terrestrische Gesteine überlagert von marinen jurassischen Sedimenten
    • Obergrenze: Regression, Sedimente des Jura/Kreide-Übergangs
  153. Nennen Sie zwei typische jurassische Ablagerungsbereiche.
    • Norddeutschland (Posidonienschiefer)
    • Süddeutschland (Solnhofener Plattenkalk)
  154. Nennen Sie ein typisches jurassisches Gestein.
    Posidonienschiefer
  155. Welche Ozeane öffneten sich im Jura?
    Zentral-Atlantik
  156. Welcher Ozean wird im Jura geschlossen?
    Paläothetys
  157. Welche modernen Planktongruppen sind ab dem Jura wichtig?
    Coccolithen, Dinoflagellaten
  158. Wo und wann beginnt das Zerbrechen von Pangaea?
    ~ 160 Ma im zentralatlantischen Bereich
  159. Welche Rifftypen gibt es im Jura?
    • moderne Korallenriffe aus Scleractinia
    • Schwammriffe
  160. Welche Molluskengruppe verdrängt die Brachiopoden im Meso- und Känozoikum?
    Bivalvia
  161. Welche Bedeutung haben die Ammoniten im Jura?
    • stärkste Radiation der Gruppe überhaupt nach Bottleneck Ende der Trias
    • wichtigste Leitfossilien
  162. Welche Cephalopoden gibt es neben den Ammoniten?
    Belemniten, Tintenfische
  163. Welche Veränderungen durchlaufen die Strahlenflosser-Fische?
    • von kräftigen rautenförmigen Schuppen mit geringer Überlappung zu dünnen, flexiblen überlappenden Schuppen
    • ausgeprägtes Innenskelett
  164. Welche marinen Reptilien dominieren im Jura?
    Ichthyo- und Plesiosaurier, marine Krokodile, Schildkröten
  165. Nennen sie die beiden Hauptgruppen der Dinosaurier?
    Ornithischia, Saurischia
  166. Welche neue Wirbeltiergruppe entsteht im Jura?
    Vögel
  167. Welche Reptil- und Vogelmerkmale zeigt Archaeopteryx?
    • Reptilmerkmale: bezahnte Kiefer, bekrallte Flügel, verknöcherter Schwanz
    • Vogelmerkmale: Flügel, Hohl-/Röhrenknochen, Septum des Manubriums
  168. Nennen Sie zwei berühmte Fossillagerstätten des Jura in Deutschland? Wie sind sie entstanden?
    • Holzmaden bzw. schwäbischer Lias 𝜀 -> Schwarzschiefer, Ablagerung im euxinischen Milieu (freier H2S), Organismen sanken nach Tod in Tiefenwasser und konnten nicht verwesen auf Grund des euxinischen Milieus, Entstehung durch Salinitätsbarriere (kein Austausch zwischen Oberflächen- und Tiefenwasser, da Tiefenwasser deutlich schwerer
    • Solnhofener Plattenkalk bzw. fränkischer Malm ζ -> tiefere Lagunen umgeben von Korallen- und Schwammriffen am Nordrand der Thetys, arides Klima begünstigt Evaporation und dadurch Entstehung von hypersalinen Becken mit Mikrobenmatten, in denen keine Verwesungsprozesse stattfinden
  169. Wie sind die Unter- und Obergrenze der Kreide definiert?
    • Untergrenze: Regression, Brackwassersedimente
    • Obergrenze: Massenaussterben 65 Ma
  170. Nennen Sie zwei typische Ablagerungsbereiche der Kreide.
    • Südengland (Coccolithenkalk/Schreibkreide)
    • Westthetys (Grünsandstein)
  171. Nennen Sie ein typisches Gestein der Kreide.
    Coccolithenkalk (Schreibkreide)
  172. Welche Ozeane öffneten sich in der Kreide?
    Südatlantik, Indischer Ozean
  173. Wie hoch war der Meeresspiegel in der Kreide, im Vergleich zu anderen mesozoischen Systemen (bzw. zu heute)?
    150 bis 200 m über heutigem Niveau
  174. Wie war das Klima in der Kreide?
    sehr ausgeglichen (geringer Pol-Äquator-Kontrast), warm und humid
  175. Welche Temperaturen herrschten in Polnähe?
    0 bis 10°C im jährlichen Mittel
  176. Wie warm waren das Oberflächenwasser und das Bodenwasser in niederen Breiten?
    • Oberflächenwasser: 34°C
    • Bodenwasser: 15 bis 18°C
  177. Welche Planktongruppen sind seit der Kreide sehr häufig?
    Diatomeen, Cocclithophoriden, Foraminiferen
  178. Welches sind die typischen Kreidesedimente der europäischen Schelfmeere? Woraus bestehen sie?
    Schreibkriede -> aus Coccolithen
  179. Welche Muschelgruppe bildet in der Kreide Riffe?
    Rudisten
  180. Was sind heteromorphe Ammoniten?
    anormal gewachsene Ammoniten, Gehäuse bildet keine planare Spirale
  181. Welche marinen Reptilien dominieren in der Kreide?
    Mosasaurier, ± Plesio- und Ichthyosaurier
  182. Welche fliegenden Wirbeltiergruppen gab es in der Kreide?
    Pterosaurier, Vögel
  183. Welche Säugetiergruppen entstanden in der Oberkreide?
    Theria -> Plazentatiere und Marsupialia
  184. Welche Pflanzengruppe dominiert ab der Oberkreide?
    Angiospermen
  185. Welche Gruppen waren von dem Massenaussterben am Ende der Kreide besonders betroffen?
    • ausgestorben: Ammoniten, Rudisten, Plesiosaurier, Ichthyosaurier, Mosasaurier, Dinosaurier, Flugsaurier
    • stark betroffen: Coccolithen, Foraminiferen, Radiolarien, Bryozoen, Muscheln, Gastropoden, Belemniten, andere Reptilgruppen, Marsupialia
  186. Welche Ursachen des Massenaussterbens werden diskutiert?
    Impactereignis und extremer Vulkanismus (Flutbasalte)
  187. Von wann bis wann dauert das Känozoikum?
    65 Ma bis heute
  188. Wie sind die Unter- und Obergrenze des Tertiär definiert?
    • K/T-Grenze, Massenaussterben
    • deutliche Regression im Oberoligozän
  189. Nennen Sie zwei typische Ablagerungsbereiche des Tertiär.
    • alpiner Faltengürtel (Molassesedimente)
    • Mitteleuropa (Messelschichten)
  190. Nennen Sie ein typisches Gestein des Tertiär.
    Schwarzschiefer der Messelschichten
  191. Welche Ozeane öffneten sich im der Tertiär?
    Nordatlantik
  192. Welcher Ozean wird im Tertiär geschlossen?
    Thetys
  193. Welche Gebirgsbildung fand im Tertiär ihren Abschluss?
    alpine Gebirgsbildung
  194. Welcher Teil des Atlantiks öffnete sich im Tertär?
    Nord-Atlantik
  195. Wie entwickelte sich das Klima im Tertiär (genereller Überblick)?
    • zunächst starke Aufwärmung (sogar kurzzeitig über Wärmemaximum der Kreide hinaus)
    • gegen Ende des Eozän starke Abkühlung, Ausprägung des Eispanzers an Südpol
    • zum Oligozän trocken und kühl aber konstant
    • im Miozän weitere Abkühlung, Entstehung des Grönlandeises
    • Beginn der Eiszeiten nach weiterer Abkühlung
  196. Seit wann gibt es einen Eispanzer am Südpol? Seit wann gibt es einen Eispanzer am Nordpol?
    Obereozän und Obermiozän
  197. Wie änderte sich die globale Zirkulation der Ozeane vom Mesozoikum zum Känozoikum?
    Schließung der Thetys und der Panama-Landbrücke verhindert äquatorparallele Zirkulation und prägt N-S-Zikulation aus
  198. Wann etwa bildete sich die Panama-Landbrücke? Welche Folgen hatte die Bildung für das Klima?
    • 2,5 Ma, Umformung der äquatorparallelen Zirkulation in eine N-S-Zirkulation
    • warme feuchteWässer werden in den Norden transportiert, Niederschlag als Schnee -> Ausbildung des Grönlandeises
  199. Welche benthischen Einzeller spielen in den Schelf-Ökosystemen des Alttertiärs eine große Rolle?
    Großforaminiferen
  200. Welche Molluskengruppe erfährt seit dem Alttertiär eine sehr starke Radiation?
    Gastropoden
  201. Welche Wirbeltiere sind als Räuber in den Tertiärmeeren häufig?
    Haie, Wale
  202. Welche Landwirbeltiergruppe blüht im Tertiar auf?
    Säugetiere/Vögel
  203. Welcher Landschaftstyp entwickelt sich durch das Auftreten der Gräser?
    Steppen (Savannen und Grassteppen)
  204. Wie passen sich Pferde bei der Umstellung von Wald- auf Steppenökosysteme an?
    hochkronige Zähne, Reduzierung der Zehen, Streckung der Gliedmaßen
  205. Welche zwei Einschlagskrater werden mit dem Säugetieraussterben im Obereozän in Verbindung gebracht?
    Popigai- und Cheasapeake Bay-Krater
  206. Nennen Sie die berühmteste deutsche Fossillagerstätte im Alttertiär?
    Grube Messel
  207. Zu welchen Zeiten im Tertiär gab es Kohle in Deutschland? Um welchen Kohlentyp handelt es sich?
    Miozän und Eozän, Braunkohle
  208. Seit wann etwa gibt es Primaten? Seit wann etwa gibt es Hominiden?
    • Primaten seit Oberkreide
    • Hominiden seit 8 bis 10 Ma (seit 7 Ma nachgewiesen)
  209. Wie und in welchem Zeitrhythmus schwankte das Klima im Quartär?
    zwischen warm und kalt, im Alt- und Mittelpleistozän im Zyklus von 40 ka, im Jungpleistozän im 100 ka-Zyklus
  210. Welche Ursachen werden für die Klimaschwankungen diskutiert?
    Milankovich-Zyklen (Exzentrität mit 100 ka, Obliquität mit 41 ka, Präzession mit 21 ka)
  211. Wo gab es auf der Nordhalbkugel Eispanzer? Wie dick wurden sie?
    Hudson Bay (4 km), Grönland (3 km), Skandinavien (2,5 km)
  212. Wie stark schwankte der Meeresspiegel im Quartär?
    um 140 m unter und 6 m über heutigem Meeresspiegel
  213. Wie groß war der Temperaturunterschied (Jahresmittel) auf etwa 60° nördlicher Breite zwischen den Warm- und Eiszeiten?
    ~11°C
  214. Wie weit reichten die Gletscher aus Skandinavien nach Süden?
    bis auf Höhe von Köln und Dresden
  215. Wie stark schwankte der CO2-Wert zwischen Kalt- und Warmzeiten?
    zwischen 180 bis 200 ppm (kalt) und 280 ppm (warm)
  216. Wie änderte sich die Säugetierfauna in Mitteleuropa zwischen Kalt- und Warmzeiten (ohne menschlichen Einfluss)?
    • warm: Rinder, Waldelefant, Flusspferde, Glatthaarnashorn, Büffel
    • kalt: Wollhaarmammut, Wollhaarnashorn, Rentiere, Bison, Moschusochsen, Höhlenbär, Höhlenlöwe
  217. Wie änderte sich die Flora in Mitteleuropa zwischen Kalt- und Warmzeiten (ohne menschlichen Einfluss)?
    • warm: Birke, Eibe, Kiefer, Esche, Eiche, Ulme, Hasel, Buche, Linde
    • kalt: Krautgewächse und Zwergflora (Zwergbirke, Silberwurz)
  218. Wie werden die Vegetationsänderungen im Quartär festgestellt?
    Palynologie/Pollen
  219. Wie weit verschoben sich in Warm- bzw. Kaltzeiten die Florenprovinzen in Nord- bzw. Südrichtung?
    ~2220 km (11 Breitengrade)
  220. Wo liegt die „Wiege“ der Menschheit?
    Afrika
  221. Welche Menschenarten lebten vor 35.000 Jahren in Mitteleuropa?
    H. sapiens, H. neanderthalensis
  222. Wie groß ist die Gehirnmasse bei Homo neanderthalensis und bei Homo sapiens?
    zwischen 1300 und 1400 cm³
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Anonymous
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316038
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