Arbeitsrecht Schema

  1. Urlaubsanspruch Schema
    • 1. Voraussetzung
    • - § 2 BurlG Arbeitnehmer Def
    • - Wartezeit, §4 BurlG
    • - Urlaub alleinige Ursache des Arbeitsausfalls 

    • 2. Dauer 
    • - Mindesturlaub, §3 BurlG 
    • - ggf. Erweiterung § 19 JArbSchG
    • - AV, Tarifsverträge , Betriebsvereinbarung 

    • 3. Erfüllung durch Arbeitgeber 
    • - §7 Abs.1 BurlG durch Arbeitgeber 
    • - Fahrkosten aus §7 Abs. 1,2
    • - § 87 Abs.1 Nr.5 BetrVG

    • 4. (kein) Erlöschen 
    • - laufend. Kalenderjahr = Grds §7 Abs 3
    • - Übertragung auf Folgejahr  (1. Quartal)
    • - §7 Abs.3
    • - ausnahmeweise Abgeltung, §7 Abs.4
  2. Entgeltfortzahlungsgesetz SChema
    • 1. Anwendbarkeit, §1 (§10) EFZG (Arbeitnehmer)
    • 2. Erfüllung der Wartezeit §3 Abs.3
    • 3. Krankheit 
    • Definition 
    • 4.Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit 
    • 5. Kein Verschulden des AN (sog. Verschulden gegen sich selbst -> keine Schulden gegen des BGB) (selbst begonnene Schlagerei; besondere gefährliche Sportarten treiben)
    • 6. Dauer
    • 6Wochen max. 
    • 7. Höhe der Entgeldfortzahlung, §4
    • -> Lohnausfallprinzip 
    • "regelmäßige Arbeitszeit"
    • 8. Leistungsverweigerungsrecht des Arbeitgeber §7 Abs.1 EFZG
    • -> anzeigepflicht 
    • -> Nachweis (ab dem 4.Tag)
    • 9. §242 BGB 
    • - angekündigte Erkrankung
  3. KSchG anwendbar (+)
              ↓
    sozial gerechtfertigt? 

    a)     b)    c)
    • a) personenbedingt 
    • - Eigenschaften (Schnelligkeit, Krankheit)
    • - Schwangerschaft nicht verwertbar 
    • .Krankheit
    • . Lizenz
    • . Haftstrafe 
    • . Religion / Gewissen
    • . Zuverlässigkeit 

    • b) verhaltensbedingt (steuerbar)
    • - Verweigerung, lästern ...

    • c) dringende betriebl. Erfordernisse 
    • - innerbetriebl. Umstände
    • - außerbetriebl. Umstände (Workshop Knappheit, Auftragsmangel) 

    • 1. Prognose Prinzip (= was ist die Perspektive für die Zukunft? 
    • 2. Ultima-ratio- Prinzip (Maßnahme begreifen)
    • 3. Interessenabwegung 

    •                        ↓
    • soziale Auswahl §1 Abs.3 S.1 KSchG
    • 1) AN desselben Betriebs /gleiche Ebene
    • 2) Kritierien : Betriebszugehörigkeit, Lebensalter, Unterhaltungspflicht
    • 3) Ausnahme aus der Sozialwahl §1 Abs3 S.2
  4. §626 BGB- außerordentliche Kündigung
    • 1."wichtiger Grund"
    • d.h personenbedingt, verhaltensbedingt (idR)
    • Pflichtverletzung erheblich verwertbar? 

    • 2. Interessenabwägung 
    • (Zumutbarkeit Ablauf der Kündigungsfrist §622)
    • .Prognose
    • . ultima-ratio-Prinzip -> mildere Mittel 
    • . Interessenabwägung im engeren Sinne ((erheblicher Schaden, Vertrauverlust ...)

    3. §622 ABs.2 BGB  Kündigungserklärungsfrist
  5. Verdachtskündigung 
    (am Maßstab des §626 BGB)
    • 1) Kündigung mit diesen Verdacht (einer Straftat oder schweren Pflichtverletzung) begründen 
    • 2) objektive Umstand die dem Verdacht begründen 
    • 3) Wahrscheinlichkeit der Tat 
    • -> überwiegend 
    • 4) Maßstab §626
    • 5) Verdacht geeignet, Vertrauen für die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses zu zerstören 
    • 6) Arbeitgeber alles tun, um den Sachverhalt aufzuklären (idR Erlaubten)
    • 7) vor Ausspruch d. Kündigung muss der AN angehört werden.
  6. Unter Verschulden i.S.d EFZG ist...
    ein gröblicher Verstoß gegen das von einem verständigen Menschen im eigenen Interesse zu erwartende Verhalten  zu verstehen
  7. Arbeitsvertrag 
    Def
    Arbeitsvertrag durch zwei übereinstimmende und mit Bezug aufeinander abgegebene Willenserklärungen nach den allgemeinen Regeln des BGB
  8. Fall Urlaubsanspruch 
    Obersatz
    S könnte einen Anspruch auf Gewährung des Urlaubes für die Dauer von zwei Wochen im Februar 2016 gegen P aus §§ 7, 1 BUrlG haben.
  9. Definition AN
    • Definition AN: wer aufgrund privatrechtlichen
    • Dienstvertrags oder gleichgestellten Rechtsverhältnisses im Dienst eines anderen zur Arbeit verpflichtet ist!Indizien: persönlich abhängige, fremdbestimmte Arbeit; Weisungsgebundenheit,
    • Eingliederung, Arbeitsgerät (hier eigenes Auto), Entlohnung, Sozialversicherung ! Arbeitnehmer
    • (+)
  10. Anspruch des B gegen A auf Entgeltfortzahlung nach
    • -  B müsste AN sein (auch fehlerhaftes Arbeitsverhältnis genügt hier)
    • -  B muss dem Anwendungsbereich des EFZG unterliegen (allg. § 1 II EFZG, u.a.: B = AN etc.)

    -  Wartezeit nach § 3 III EFZG – vierwöchige ununterbrochene Dauer des Arbeitverhältnisses
  11. Dauer der Entgeltfortzahlung bis max. sechs Wochen bei derselben Krankheit
    • Dauer der Entgeltfortzahlung bis max. sechs Wochen bei derselben Krankheit; endet jedoch mit dem
    • Tag, den der behandelnde Arzt als letzten Tag der AU bestimmt, spätestens jedoch mit Ablauf der
    • sechs Wochen. Fristberechnung nach §§ 186 ff. BGB, § 193 BGB findet im Rahmen der
    • Entgeltfortzahlung keine Anwendung.
  12. Beginn:
    • mit Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, vorausgesetzt Wartezeit nach § 3 III EFZG ist erfüllt, ohne Bedeutung grds. wann der Arzt die AU feststellt (zum Problemfall s.u.), Bescheinigung begründet ja nur
    • Leistungsverweigerungsrecht § 7 EFZG. Eintritt während des Tages!Tag nicht mitzählen, § 187 I BGB
    • Beginn erst am nächsten Tag; für den angebrochenen Tag erhält AN vollen Lohn. Anders, wenn AN vor
    • Beginn der täglichen Arbeitszeit erkrankt, dazu zählt auch der Fall, dass AN auf dem Weg zur Arbeit
    • einen Unfall erleidet!dann Tag mitzählen. § 187 I BGB wird dann so verstanden, dass Pflicht zur Arbeit nur an bestimmten Teilen des Kalendertages besteht und dann stellt man auf den Beginn der Arbeitszeit ab.
  13. Fraglich ist jedoch, ob S weiterhin seinen Lohn erhält für die Arbeitszeit, die nicht geleistet wird.
    Grundsatz: §§ 611, 275 III, 326 I ohne Arbeit keinen Lohn
  14. Fahrlässigkeit
    • Leichteste: keine Haftung;
    • mittlere Fahrlässigkeit: einzelfallabhängige quotale Schadensaufteilung
    • orientiert an Schadensumfang, Verschuldensgrad, Vergütungshöhe, Gefahrgeneigtheit der Tätigkeit: grobe
    • Fahrlässigkeit: in der Regel uneingeschränkte Haftung des AN, aber auch Quote möglich – entscheidend
    • hier der Verdienst des AN und ein etwaiges Missverhältnis zum Schadensrisiko; Vorsatz: AN haftet
    • uneingeschränkt.
  15. Anspruch des B gegen A auf Entgeltfortzahlung nach
    § 3 I EFZG
  16. Krankheit 
    Definition
    • Krankheit
    • Definition: jeder regelwidrige körperliche/geistige Zustand, der der Heilbehandlung bedarf
    • (unerheblich sind Art und Umfang der Beeinträchtigung sowie das Vorhandensein von
    • Behandlungsmöglichkeiten)

    • Beispiele für Krankheiten: Alkoholabhängigkeit (+), Selbstmordversuch (+), normal verlaufende
    • Schwangerschaft(-), altersbedingte Schwäche geistiger & körperlicher Fähigkeiten (-)
  17. Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit
    • Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit/ alleinige Kausalität: dann, wenn AN aufgrund der KH nicht
    • mehr in der Lage ist, seinen Verpflichtungen aus AV nachzukommen und/oder sich Arbeit nur unter
    • Gefahr der Verschlimmerung seines Zustandes ausüben kann. Für Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit
    • ist objektiver Maßstab anzulegen, d.h. i.d.R. hat ein Arzt zu beurteilen, ob die Krankheit zur
    • Arbeitsunfähigkeit führt.
  18. Kausalität
    • Kausalität: krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit alleinige Ursache für Arbeitsausfall; besteht noch
    • ein möglicher weiterer Grund, Prüfung über hypothetischen Kausalverlauf: hätte AN die
    • Arbeitsleistung erbracht, wenn er nicht krank gewesen wäre? Hier alles okay, kein weiterer Grund
    • ersichtlich
  19. Verschulden i.S.d. § 3 EFZG:
    • keine Anwendung findet § 276 BGB; hier bedarf es eines „Verschuldens
    • gegen sich selbst“. Definition: gröblich gegen das von einem verständigen Menschen im eigenen
    • Interesse zu erwartende Verhalten verstößt = subj. Komponente (+ objektive Kontrolle: dessen Folgen
    • auf den Arbeitgeber abzuwälzen unbillig wäre!Einzelfallprüfung). Drei Fallgruppen vom BAG
    • herausgearbeitet für verschuldete AU: 1.) AN sich in einer Weise sportlich betätigt, die seine Kräfte und
    • Fähigkeiten deutlich übersteigt; 2.) in besonders grober und leichtsinniger Weise gegen anerkannte
    • Regeln der jeweiligen Sportart verstößt und 3.) eine besonders gefährliche Sportart betreibt.
  20. Beispiele für „Verschulden gegen sich selbst“:
    • Beispiele für „Verschulden gegen sich selbst“: Sicherheitsgurt im Auto nicht angelegt; Unfall, der durch
    • Trunkenheit am Steuer verursacht wurde(nicht, wenn Alkoholabhängigkeit als Krankheit feststeht);
    • provozierte oder selbst begonnene Schlägerei, Radfahren ohne Licht, etc.
  21. Zu prüfen sind vom Bearbeiter sodann folgende Punkte:
    • Prognoseprinzip: wird das Arbeitsverhältnis auch noch in der Zukunft durch die eingetretene
    • Störung erheblich beeinträchtigt sein?

    ultima-ratio-Prinzip: Gibt es nicht weniger beeinträchtigende, d.h. mildere Mittel, um die Störung zu beseitigen?

    Übermaßverbot: Stellt die Kündigung eine übermäßige Reaktion des Arbeitgebers dar?
  22. Kündigungsschutzgesetz
    • anwendbar: 
    • - sachlich: ordentliche Kündigung durch AG
    • - persönlich: alle AN, die länger als 6 Monate beschäftigt werden 
    • - betrieblich: §23 KSchG -> soziale Rechtfertigung nach den KSchG (in der Regel mehr als 10AN nach dem 31.12.03)

    • sozial gerechtfertigt?
    • - personenbedingt 
    • - Verhaltensbedingt (Pflichtverletzung, Schlechtleistung des AN)
    • - Betriebsbedingt 



    • Interessenabwägung: 
    • - Prognoseprinzip
    • - ultima-ratio
    • - interessenabwägung (erhebl. Schaden, Vertrauensverlust)
    •     wenn Vertrauensverhältnis massiv zerstört -> Abmahnung entbehrlich 

    -> Kündigungs ist wirksam
  23. Ende:
    • Ablauf von sechs Wochen oder AN wieder gesund oder AV endet (auch bei Umwandlung in ein Ruheverhältnis). NICHT: wenn ArbGb kündigt oder AN aus Grund kündigt, den ArbGb zu vertreten hat,
    • § 8 EFZG.
  24. N erkrankt am 01.April während der Arbeitszeit, die Sechs-Wochen-Frist beginnt daher am
    02.April nach § 187 I BGB und endet nach § 188 II BGB am 13.Mai. Exkurs: Besteht dasselbe Grundleiden oder dieselbe Krankheit weiter, dann sog. Fortsetzungskrankheit. Beispiel: nichtauskurierte Lungenentzündung mit Rückfall oder Schwangerschaft mit diversen Komplikationen.
    - kein Ausschluss auch nach § 8 II EFZG; Ausnahme § 8 I EFZG

    • - Höhe des zu zahlenden Entgelts, § 4 I EFZG grundsätzlich nach modifiziertem Entgeltausfallprinzip
    • nach „regelmäßiger Arbeitszeit“, d.h. ohne Überstunden und leistungsabhängigen Aufwendungen
  25. Exkurs: Nach §§ 4 IV, 12 EFZG kann tariflich davon abgewichen werden, insbesondere kann das
    Referenzprinzip vereinbart werden, dann ist der Durchschnittsverdienst vor der Krankheit maßgebend.
    - Leistungsverweigerungsrechte des Arbeitgebers nach § 7 EFZG hier nicht gegeben.
  26. Exkurs: § 7 I Nr. 1 z.B. Anzeige- und Nachweispflicht (unselbständige Nebenpflicht) verletzt – hier gilt
    übrigens wieder § 276 – und § 7 I Nr. 1 EFZG ist auch nur ein vorübergehendes, bei Nachholung
    erlischt es rückwirkend! § 7 I Nr. 2 EFZG : ausreichend, wenn AN die Angaben, die zur Realisierung
    des Anspruchs erforderlich sind, nicht übermittelt, § 6 II EFZG. Eigentlich vorläufiges LH, aber kann



    dauerhaft werden, wenn AN endgültig über Ersatzforderung verfügt hat und damit den
    Forderungsübergang auf Arbeitgeber dauerhaft verhindert hat.
    • § 273 BGB neben § 7 EFZG dann von Bedeutung, wenn ArbGb SEA gegen AN geltend machen kann
    • (z.B. Mitteilungspflichtverletzung & Nachweispflichtverletzung!ArbGb entsteht Schaden)!dann
    • Zurückbehaltungsrecht des ArbGb aus § 273 BGB und Leistungsverweigerungsrecht § 7 EFZG.
  27. § 7 I Nr. 1 EFZG: AN kommt Nachweispflicht des § 5 EFZG nicht nach, ARbGb kann Leistung vom 5.
    Tag der Erkrankung an verweigern; wurde frühere Vorlage verlangt, dann auch eher, § 5 I 3 EFZG.
    Verzicht auf Vorlage durch TarifV, Einzel-AV, Einzelfall möglich, dann gar keine Verletzung möglich.
    • Nicht zum Leistungsverweigerungsrecht führt reine Verletzung der Anzeigepflicht, § 5 I 1 EFZG. Erfüllt
    • AN seine Pflicht, hat die Zahlung umgehend zu erfolgen, nicht erst mit nächster Lohnzahlung! Problem:
    • Kann AN dann eigentlich noch erfüllen? Pflicht ist ja „rechtzeitiges“ Zuleiten der Bescheinigung. Am
    • 1.Tag unproblematisch, aber wenn AN erst am 10.Tag zum Arzt geht? Der bescheinigt ja in der Regel
    • nur für die Zukunft ! dauerhaftes Leistungsverweigerungsrecht, wenn AN die AU nicht noch
    • anderweitig nachweisen kann.
  28. Arbeitsverhältnis zwischen B und A
    § 611 i.V.m. Arbeitsvertrag (+), liegt vor
  29. Eigenschaden des Arbeitnehmers in Form eines Sachschadens in Höhe von 1500 Euro

    Schadensbegriff/Berechnung
    • Betrieblich veranlasste Tätigkeit/Einsatz im Betätigungsbereich des Arbeitgebers
    • Definition (betrieblich veranlasste Tätigkeit): alle Tätigkeiten, die dem AN für den Betrieb
    • übertragen wurden oder die AN im Interesse des Betriebs ausführt
    • Kontrollüberlegung: ohne Einsatz des Arbeitnehmer-PKW müsste Arbeitgeber einen eigenen PKW
    • einsetzen und dessen Unfallgefahr tragen



    -  Keine gesonderte Vergütung für das Schadensrisiko, da nur Kilometerpauschale
  30. Mitverschulden des B (Grundsätze des innerbetrieblichen Schadensausgleichs,
    • hier leichteste
    • Fahrlässigkeit, daher keine entsprechende Anwendung des § 254 BGB) bezogen auf
    • Pflichtverletzung und Schadenseintritt - leichte Fahrlässigkeit ist zu definieren, subsumieren und

    ggf. gegenüber anderen abzugrenzen, wenn problematisch
  31. Innerbetrieblicher Schadensausgleich:
    • Grundidee ist die unbillige Belastung des AN bei bereits leichter
    • Fahrlässigkeit, im Arbeitsverhältnis unvermeidbar, dass selbst dem sorgfältigsten AN gelegentlich Fehler
    • unterlaufen, wenn einzelner Fehler auch konkret vermeidbar gewesen wäre und AN somit eigentlich
    • fahrlässig gehandelt hat. Würde ArbG Tätigkeit selbst ausführen, müsste er den Schaden ja auch selbst zur
    • Gänze tragen. Betriebliche Arbeitsteilung darf also nicht zur Abwälzung der Risiken auf den AN führen.
    • Zudem könnte leichte Fahrlässigkeit ggf. schon zu existenzbedrohenden Summen führen, die AN zu leisten
    • hätte – außer Verhältnis zum Lohn!soziales Schutzprinzip, Risikoverteilung nach Verantwortungsbereich
    • !entsprechende Anwendung von § 254 BGB!AN hat daher abweichend von § 276 BGB nur nach dem
    • Grad seines Verschuldens einzustehen, wenn er betrieblich veranlasste Tätigkeit ausübt und dabei Schaden
    • verursacht.
  32. Leichteste:
    • keine Haftung; mittlere Fahrlässigkeit: einzelfallabhängige quotale Schadensaufteilung
    • orientiert an Schadensumfang, Verschuldensgrad, Vergütungshöhe, Gefahrgeneigtheit der Tätigkeit: grobe
    • Fahrlässigkeit: in der Regel uneingeschränkte Haftung des AN, aber auch Quote möglich – entscheidend hier der Verdienst des AN und ein etwaiges Missverhältnis zum Schadensrisiko; Vorsatz: AN haftet uneingeschränkt.

    Verschulden muss sich auf Pflichtverletzung und Schadenseintritt beziehen, d.h. AN haftet dann nicht, wenn er zwar die Pflichtverletzung vorsätzlich begangen hat, aber den konkret entstehenden Schaden nicht vorhersehen konnte.
  33. A könnte Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach
    §§ 3, 4 EntFG haben. Voraussetzung nach § 1 EntFG: A müsste Arbeitnehmer sein.
  34. Wartezeit Buch
    erste Voraussetzung für den Entgeldfortzahlungsanspruch ist, dass der Arbeitnehmer die Wartezeit gem. §3Abs.3 EFZG erfüllt hat: Das Arbeitsverhältnis muss vier Wochen ununterbrochen bestanden haben. Erkrankt der Arbeitnehmer vor Erfüllung der Wartezeit, besteht kein Anspruch auf Entgeldfortzahlung ggü dem ArbG. Die Wartezeit beginnt mit dem der vereinbarten Arbeitsaufnahme. Die Frist berechnet sich nach § 187 Abs.2 und 188 Abs.2 BGB.
  35. Krankheit Buch
    Die zweite Voraussetzung ist das Vorliegen einer Krankheit. Darunter versteht man einen regelwidrigen körperlichen geistigen zustand, der eine Heilbehandlung bedarf. Auf die Ursache der Krankheit kommt es nicht an. Unter den Krankheitsbegriff fallen körperliche Gebrachen genauso wie geistige Störungen oder Suchterkrankungen. Auch Erkrankungen aufgrund einer Sportverletzung im Fraizeitbereich gehören dazu.
  36. Krankheit alleinige Ursache für Arbeitsunfähigkeit Buch
    Die Krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit muss alleinige Ursache für die Arbeitsverhinderung sein.
  37. Verschulden Buch
    • Ein Entgeldfortzahlungsanspruch besteht nur dann, wenn den Arbeitnehmer kein Verschulden am Eintritt der Arbeitsunfähigkeit trifft. 
    • Def.
  38. Leichte Fahrlässigkeit genügt somit nicht.
    §276 BGB lässt einen milderen Verschuldungsmaßstab aufgrund der Eigenart des Schuldverhältnisses ausdrücklich zu.
  39. Höhe des Entgeldfortzahlungsanspruchs Buch
    Die Höhe des entgeldfortzahlungsanspruch beträgt gem. §4Abs. 1 EFZG 100% des Arbeitsentgelts, das der Arbeitnehmer erhalten hätte, wenn er gearbeitet hätte (Entgeldausfallprinzip). Unter Arbeitsentgeld i.d.D versteht man den Bruttoverdienst des Arbeitnehmers, soweit er als Gegenleistung für die Arbeit gezahlt wird
  40. Anzeige- und Nachweispflicht Buch
    • In formeller Hinsicht treffen den ArbA Anzeige- und Nachweispflichten gem. §5 EFZG. Anzeige- und Nachweispflichten sind voneinander zu trennen.
    • Der ArbN ist zunächst verpflichtet, dem ArbG seiner Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich anzuzeigen.
  41. Leistungsverweigerungsrechte Buch
    • Der ArbG kann die Entgeldfortzahlung unter den Voraussetzungen des §7 EFZG verweigern: 
    • - wenn der Arbeitnehmer bei einer Auslandserkrankung seinen Anzeigepflichten aus §5 Abs.2 EFZG nicht nachkommt
    • - Wenn der ArbA keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegt.
  42. Dreiteilung des Verschuldensmaßstab (Fahrlässigkeit) Buch
    • Schädigt ein ArbeitN seinem ArbG, hängt der Umfang seiner Haftung zunächst vom Grad des Verschuldens ab. 
    • Die Rechtsprechung geht dabei von einer Dreiverteilung de Verschuldenmaßstabs aus. 
    • Man unterscheidet zwischen:
    • - leichtester Fahrlässigkeit
    • - mittlerer Fahrlässigkeit
    • - grober Fahrlässigkeit und Vorsatz
  43. bei leichtester Fahrlässigkeit...
    • des Arbeitnehmer entfällt seine Haftung gegenüber dem ArbG.
    • Von leichtester Fahrlässigkeit geht man aus, wenn ein geringfüger Sorgfaltsverstoß vorliegt bzw. beim typischen Abirren (Vergreifen, Abrutschen, Versprechen)
  44. bei mittlerer Fahrlässigkeit...
    • wird der Schaden zwischen ArbG und ArbN geteilt.
    • Mittlere Fahrlässigkeit liegt vor, wenn der AN die erforderliche Sorgfalt nicht beachtet hat, man ihm aber keinen besonders schweren Vorwurf machen kann, gleichwohl wäre bei der gebotenen Sorgfalt der Schadeneintritt vorhersehbar und beherrschbar gewesen.
  45. bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz....
    • haftet der AN grundsätzlich voll. 
    • Das Verschulden muss sich dabei nicht nur auf die Pflichtverletzung, sondern auch auf den Schadeneintritt beziehen.  Ein vorsätzlicher Pflichtverstoß führt nur dann zur vollen Haftung, wenn auch der Schaden vom Vorsatz erfasst ist.
  46. Eine Abmahnung besteht aus drei Elementen:
    • - Der AG weist den AN auf seiner vertraglichen Pflichten hin und macht ihn auf deren Verletzung aufmerksam,
    • - der AN wird aufgefordert, sich in Zukunft vertragsgetreu zu verhalten, und
    • - für den Fall einer erneuten Pflichtverletzung wird die Kündigung angedroht
Author
huatieulans
ID
315681
Card Set
Arbeitsrecht Schema
Description
Vorbereitung
Updated