-
Schmelzätzzeiten FV, eFV?
-
- FV: 1. Dentition= 120s, 2. Dentition= 60s \\
-
-eFV: MZ= S 15s, D 7s / BZ= S 30s, D 15s
-
Schiebung Funktion?
- - Sicherung des Repositionsergebnisses \\
- - Sicherung der funktionellen Belastung bei Schmerzfreiheit \\
- - Sicherung einer schmerzfreien Mundhygiene
-
Schiebung Anforderung?
- -einfache Herstellung / Applikation (chair side) / Entfernungeinfache Herstellung / Applikation (chair side) / Entfernung \\
- • adäquate Fixation in anatomischer Position \\
- • Schonung Gingiva + Parodont \\
- • Einleiten von Funktionsreizen in das heilende Desmodont ermöglichen \\
- • Nichtbeeinflussung der Okklusion, Vermeidung von Zwangspositionen \\
- • Tragekomfort, mundhygienefreundlich \\
- • Möglichkeit endodontischer Maßnahmen
-
Schienungsarten?
- 1. Draht-Komposit-Schiene (D-K-S) (Vierkantdraht oder 6fach verseilter Draht) \\
- 2. Titanium Trauma Splint (TTS) – 0,2 mm dick \\
- 3. Titanium-Ring-Splint (TRS) \\
- 4. Kunststoff-Schiene (Protemp®) \\
- 5. Bracket-Schiene (BS)(zusätzliches Anbringen von Kunststoff, z.B. Protemp – starre Fixation) \\
- 6. (Miniplastschiene)
-
Entfernung der TTS-Schiene?
- • diamantierter Bohrer entfernt den die Schiene bedeckenden Kunststoff \\
- • Metallschiene abziehen \\
- • Hartmetallfräser entfernen Kunststoffreste vom Schmelz (von Vorteil ist die Verwendung farblich auffälliger \\
- Kunststoffe) Politur \\
- • Fluoridapplikation
-
Strukturanomalien Unterteilung?
- • erworbene Dysplasien \\
- - exogene lokale Ursachen: \\
- Trauma, Entzündung, ionisierende Strahlen \\
- - systemische Ursachen: \\
- Mangelzustände, Infektionen, Pharmaka, Spurenelemente \\
- • genetisch bedingte Dysplasien \\
- - Amelogenesis imperfecta \\
- - Dentinogenesis imperfecta
-
DDE-Index?
- - Index für Schmelzbildungsstörung \\
- - Development Defects of Enamel \\
- - deskriptiver Index, der ALLE entwicklungsbedingten Veränderungen aufnimmt \\
- - DDE1 abgegrenzte Opazität \\
- - DDE2 diffuse Opazität \\
- - DDE3 Hypoplasien \\
- - DDE4 sonstige Veränderungen
-
TF-Index?
- spezifischer Index für die Dentalfluorosen (9 Grade)
-
Recall nach MZ Trauma?
- - 1 Woche \\
- - 2-3 Wochen \\
- - 6-8 Wochen \\
- - 6 Monate \\
- - 1 Jahr \\
- weiter jährlich bis zum Zahnwechsel
-
Möglichkeiten der Fluoridierung?
- - systemisch: Trinkwasser, Tabletten, Salz \\
- - lokal: Zahnpasta, Gele, Lacke, Mundspüllösungen
-
Wann beginnt wo Milchzahnresorption?
- - Wenn Milchzahnresorption einsetzt, dann lässt Rep-prozess der MZ-pulpa nach! \\
- - I 3-4,5 LJ \\
- - II 4,5-6,5 LJ \\
- - III 7-9,5 LJ \\
- - IV 7-8,5 LJ \\
- - V 7,5-8,5 LJ
-
Wirkung von Fluoriden?
- - Kariesprophylaxe \\
- - Stimulation der Remineralisation \\
- - Inhibition des bak. Metabolismus \\
- - Desensibilisierung überempfindlicher Zahnhälse
-
Kariesrisiko einschätzen?
- - Kenntnisstand der Eltern \\
- - Anzahl kariöser Läsionen \\
- - Ernährungsgewohnheiten \\
- - Mundhygiene \\
- - sozioökonomische Situation/ Herkunft \\
- - Fluoridanwendung \\
- - Zahnstellung, KFO Behandlung \\
- - Speichelbefunde/ Mibi
-
Adstringens Eisen 3 Sulfat?
- - Wirkung von Eisen 3 Sulfat beruht auf Ausfällungsreaktion (Proteinagglutination) \\
- - Blut + E3S -> Blutgerinnung setzt ein \\
- - Blut-Eisensulfatkomplex verschliesst Gefäße
-
prompt L-Pop?
- - pH-Wert: 1,3 \\
- - hohe Schmelz und Dentinhaftwerte \\
- - selbstätzend \\
- - auf Wasserbasis (nicht acetonbasiert)
-
Erfolgsquote bei MZ-Pulpotomie und Therapie mit CaoH2?
- 80-90% nach 2 Jahren
-
Typen ECC?
- - Early childhood caries \\
- - Typ I: (mild bis moderat), einzelne MZ, Alter d. Kindes bei Erstauftreten 2-5 LJ \\
- - Typ II: (moderat bis schwer), obere SZ, Eckzähne und Milchmolaren, Erstauftreten bald n. Zahndurchbruch, untere Schneidezähne sind nicht betroffen \\
- - Typ III: (schwer), alle Milchzähne betroffen
-
nursing bottle syndrome - klinik?
- - noch im 1. LJ beginnende kariöse Zerstörung der MZ \\
- - Kariesbefall in Reihenfolge des Zahndurchbruchs \\
- - 1. Mittlere Inzisivi \\
- - 2. seitliche Inzisivi \\
- - 3. 1. Milchmolaren \\
- - 4. Eckzähne \\
- - 5. 2. Milchmolaren
-
Kompomere?
- - polyalkensäuremodifizierte Komposite \\
- - 1. Polymerisation über Photoinitiatoren \\
- - 2. Säure-Base-Reaktion \\
- + hohe Biegefestigkeit \\
- + hohe Abrasionsresistenz \\
- + gute Ästhetik \\
- + hohe Dentinhaftung \\
- - niedrige Schmelzadhäsion \\
- - Fluoridabgabe (materialabhängig) \\
- - techniksensitiv \\
- - Grenze Kariesaktivität
-
Komplikation nach Replantation?
- - Pulpa: Nekrose \\
- - Desmodont: 1. Oberflächenresorption (funktionelle Heilung, regional begrenzt, Resorptionslakunen mit neugebildetem Zement, im RÖ nicht immer sichtbar) \\
- 2. entzündliche Resorption (Wurzelresorption erregt Dentin endodontisch infizierter Zähne / via Dentintubuli Toxine ins Desmodont / Entzündung + Resorption von Knochen und ZH-Substanz) \\
- 3. Ersatzresorption (ZH-Substanz wird durch Knochen ersetzt, Ankylose, i.d.R. nach 4-10 Jahren Verlust des Zahnes)
-
Gründe für Schiebung?
- - Sicherung des Repositionsergebnisses \\
- - Sicherung der fkt. Belastung bei Schmerzfreiheit \\
- - Sicherung einer schmerzfreien Mundhygiene
-
Besondere Eigenschaften der MZ-Pulpa?
- - in pulpennahen Bereichen des MZ-Dentins befinden sich Riesentubuli (bis 10 µm) -> führen schneller zu irreversiblen Entzündungen \\
- - akzessorisch-pulpa-parodontale Kanälchen am Boden der Pulpakammer -> Pulpaerkrankung breitet sich schnell in Furkationsbereich aus
-
Indikation Milchzahnex?
- - Lockerungsgrad 3 \\
- - tief zerstörte MZ \\
- - Trauma \\
- - ankylosierte MZ \\
- - unterminierende Resorption \\
- - KFO-Gründe
-
Kontraindikation Milchzahnex?
- - Allgemeinerkrankung \\
- - Fehlende Kooperation \\
- - akute odontogene Entzündung
-
Unterscheidungskritieren MIH, Amelogenisis imperfecta, Turner Zahn / Welche Anomalieform?
- -Strukturanomalien \\
- - Unterscheidung nach Ursache: \\
- - MIH: Systemisch \\
- - A I: genetisch \\
- - Turner Z: lokal, traumatisch
-
Wann Lückenhalter + Aufgabe?
- - bei Verlust des 1. Milchmolaren -> Lückeneinengung 6 Monate nach Ex größer gleich 1mm \\
- - Aufgabe: \\
- - Platzhalter \\
- - Verbindung Mesialdrift der bleibenden Moralen \\
- - Verhinderung Kappung in Lücke \\
- - Elongation der Antagonisten
-
Gestaltung vom LH?
- - Dentition und Wachstum nicht behindern \\
- - einfache Klemmwirkung \\
- - wenige Halteelemente \\
- - OK harter Gaumen bedeckt \\
- - UK eine Zahnbreite länger als Lücke \\
- - Hygienefähig
-
Ursachen kariesgefährdung der ersten permanenten Moralen?
- - Unkenntnis der Eltern hinsichtlich des Durchbruchstermins \\
- - Morphologie des Fissurensystems \\
- - Mineralisationszeit, dauer \\
- - Mundhygiene bei jüngeren Schulkindern \\
- - Persistent von "Zahnfleischbrücken" \\
- - Nachbarschaft kariöser Zähne
-
Diagnodent?
- - Fluoreszenzintensität gesunde ZHS ist geringer als die kariöse \\
- - Lichtquelle: Wellenlänge: 655 nm, Energie: 1 mW \\
- - gesund: 0-14 \\
- - Schmelzkaries: 15-25 \\
- - Dentinkaries: größer 30
-
ECC Folgen und Komplikationen?
- - Exazerbation (ap. Pa) \\
- - offener Biss \\
- - ästh. + fkt. Beeinträchtigung \\
- - Gedeihstörungen \\
- - Spätfolgen im permanenten Gebiss (Turner-Zahn, Platzmangel)
-
Lichthärtende GIZ?
- - kunststoffmodifizierte GIZ \\
- - 1. Säure-Base-Reaktion mit Komplexbildung \\
- - 2. lichtaktivierte Freie-Radikale-Polymerisation \\
- + gesteuerte Verarbeitung \\
- + unempfindlich nach Applikation \\
- + FLUORIDabgabe \\
- + erhöhte Biegefestigkeit \\
- - Oberflächenrauigkeit \\
- - Adhäsion \\
- - hohe Abrasion \\
- - hoher HEMA-Anteil
-
Grenze für endodont. Behandlungsverfahren im MZ?
- Resorption von mehr als 1/3 der Wurzellänge
-
mikromorphologische Besonderheiten der MZ?
- - prismenloser Schmelzoberfläche (30 – 100 μm) \\
- - Schmelzprismen im gingivalen Drittel okklusalwärts gerichtet \\
- - Volumenanteil an Mineralien im MZ-Schmelz < als im Schmelz permanenter Zähne \\
- - Dentin: Dentintubuli größer (bis 10μm), Mineralgehalt des intertubulären Dentins - Abrasionsneigung höher \\
- - Neonatallinie
-
makromorphologische Besonderheiten der MZ?
- - Schmelzmantel dünner (max. 1 mm) \\
- - Pulpakavum relativ größer, Pulpahörner \\
- - Kauflächen schmaler \\
- - zervikaler Schmelzwulst \\
- - breiter, flächiger Approximalkontakt
-
Fluoridanwendung, Dosierempfehlung?
- - Gesamtaufnahme: 0,05mg F pro kg KG bei Kindern unter 6 \\
- - PTD: 5 mg \\
- - CTD: 30-50 mg \\
- - Basisprophylaxe: 0-2 LJ: Kinder F Zahnpasta (500ppm) 1x tägl. \\
- - 2-6 LF: Kinder F Zahnpasta (550ppm) 2x tägl. \\
- - älter 6: Erwachsenen Zahnpasta (1400ppm) 2-3x tägl.
-
Veränderung im Kariesmuster + Bedeutung?
- - Fissurenkaries am häufigsten (75-92% der Gesamtkaries) \\
- - Kariesprogression langsamer \\
- - häufiger Initialkaries \\
- - Zunahme von "hidden caries" \\
- -->> Kariesdiagnostik wird immer wichtiger!
-
Komplikation nach Endo?
- - Zahnlockerung \\
- - Auftreten einer Fistel \\
- - Interne / externe Resorptionen \\
- -->> Ex des MZ + Lückenkontrolle
-
Arten von Zahnanomalien?
- - Zahl \\
- - Form \\
- - Stellung \\
- - Struktur \\
- - Farbe
-
Anomalien der Zahnzahl?
- - Andontie: selten \\
- - Hypotonie: Abwesenheit einzelner Zähne, Häufigkeit 2-10% \\
- - Oligodontie: komplette Zahngruppen fehlen, häufig Symptom eines Syndroms (ektodermale Dyspepsie, Down Syndrom), kann als alleiniges Symptom alt.dom. vererbt werden
-
Therapie Hypodontie?
- - ausgleichx-ex \\
- - kfo lückenschluss \\
- - Zahntransplantation \\
- - proth. Lückenschluss
-
Folgen bei Hyperodontie?
- - verspäteter oder fehlender Zahndurchbruch \\
- - medianes Diastema \\
- - Verdrängung, Rotation, Wurzelresorption benachbarter Zähne \\
- - Zystenbildung
-
Formen der Hyperodontie?
- - Mesiodens (fam. Häufung) \\
- - Disto- und Paramolaren
-
Anomalien der Zahnform?
- - Einflussfaktoren: genetisch (ektodermale Dypl., systematisch (Infektionen), lokal (träumen) \\
- - Zapfenzahn \\
- - Prämolarisation, Molarisation \\
- - Tuberculum carabelli \\
- - Dens invaginatus (Einstülpung der Oberfläche / ausgehend vom Formen caecum) \\
- - Fusion
-
Taurodontismus?
- - Häufigkeit 0,3% bei Europäern \\
- - Zahnkrone unauffällig \\
- - Kronenkavum der Pulpa auf Kosten der Wurzelkanäle sehr weit nach apikal verlängert \\
- - Histolog. normale Schmelz- Dentin-, Zementstruktur \\
- - pathogenet. Defekt Hertwigsche Epithelscheide
-
Zahnkeimpaarung (Gemination)?
- - unvollständige Teilung eines Zahnkeims \\
- - Zähne breiter, Schneidekante mit Kerbe, eine Pulpakammer \\
- - 1. Dentition > 2. Dentition
-
Zwillingsbildung (Schizodontie)?
- - vollständige Zahnkeimteilung \\
- - resultiert in einem überzähligen Zahn
-
Fusion (Syndontie)?
- - Verschmelzung von 2 nebeneinanderliegenden Zahnkeimen (Folge: Zahnunterzahl) je nach Fusionszeit auch getrennte Wurzelkanäle \\
- - Therapie: kosmetisch \\
- - Prävalenz: unter 1 % (Schulz-Weidner 2008)
-
Zahnverwachsung?
- Vereinigung des benachbarten Wurzelzementes
-
ektodermale Dysplasie?
- 1. Multiple Nichtanlagen, Zähne im Frontbereich zapfenförmig / Seitenzähne Größenreduktion \\
- 2. Feines,schütteres Haar \\
- 3. Trockene Haut \\
- 4. Oberkiefer-Hypoplasie \\
- 5. Umkehrung der Lippen \\
- 6. Pigmentation um den Mund und die Augen
-
Symptome MIH?
- - heiß, kalt Empfindlichkeit \\
- - inselförmige Opazitäten \\
- - Schmelzdefekte \\
- - unterschiedliche Ausdehnung
-
MIH?
- - Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation \\
- - "cheese molars" \\
- - Prävalenz: 3,6-25% (Dresden 1990 12%)
-
Ätiologie MIH?
- prä-, peri- postnatale Störungen der Amelogenese: \\
- - Frühgeburt, Sauerstoffmangel bei der Geburt, Kaiserschnitt, Zwillingsgeburten \\
- - chronisch obstruktive Lungenerkrankungen \\
- - hoch fieberhafte, schwere Infektionen \\
- - Störungen im Mineralhaushalt (Malabsorption, Malnutrition, Vitamin-D-Hypovitaminose) \\
- Medikamenteneinname im 1. LJ: \\
- - Amoxicillin, Erythromycin, Makrolide \\
- Umweltgifte (Dioxin) \\
- Stillen \\
- Fluoride
-
Einteilung MIH?
- - GRAD A (milde MIH) \\
- einzelne weiße, cremefarbene oder braune Areale auf Kauflächen oder an Höckerspitzen der Molaren bzw. an vestibulären Flächen von Schneidezähnen \\
- -GRAD B (moderate MIH) \\
- überwiegend gelb-brauner Schmelz an einzelnen oder allen Höckern von Molaren bzw. auf der gesamten vestibulären Fläche von Schneidezähnen, Gefahr für Schmelzfrakturen \\
- - GRAD C (schwere MIH) \\
- großflächige gelb-braune Verfärbungen und Schmelzeinbrüche (posteruptiv, oft bereits vor komplettem Zahndurchbruch) hohe Sensibilität der Zähne, Karies
-
Therapie MIH?
- - Grad A: \\
- Fluorid, FV, GIZ, Kunststoff \\
- - GRAD B; C: \\
- GIZ, Kunststoff, Amalgam, Krone, Ex
-
6 Stufen Therapiemanagement?
- - Risikoabschätzung (Ätiologie) \\
- - Frühzeitige Diagnosestellung \\
- - Remineralisation (Mineralisation) und Desensibilisierung \\
- - Kariesprävention und Prävention posteruptiver Schmelzeinbrüche \\
- - Restauration, ggf. Extraktion \\
- - Recall, Intensivprophylaxe
-
Amelogenisis imperfecta?
- - genetische bedingt \\
- - dysplasie des schmelzes \\
- - Schmelz kann hellbraun sein \\
- - Schmelz weisst zahlreiche Grübchen auf \\
- - Schmelz splittert ab
-
Typen der Amelogenises imperfecta?
- - Typ I: Hypoplasie \\
- - Typ II: Hypomaturation (Unreife)\\
- - Typ III: Hypokalifikation (Unterverkalkung)
-
Amelogenesis imperfecta TYP I?
- - Schmelzdicke punktuell oder flächig reduziert \\
- - glatte oder rauhe OF, Schmelz hart \\
- - 7 Formen: grübchenartig – hypoplastisch –aplastisch) \\
- - sekundäre Pigmenteinlagerung - Verfärbung
-
Amelogenesis imperfecta TYP II?
- - normale Menge Schmelzmatrix \\
- - Mineralisation (präeruptive Reifung, d.h. Rückresorption von Matrix und Wasser) fehlt oder ist unvollständig \\
- - Schmelzdicke normal, weicher als sonst \\
- - Opak weiss
-
Amelogenesis imperfecta TYP III?
- - Defekte der Schmelzmatrix, verhindern normale initiale Mineralisation \\
- - mangelnde initiale Kristallitenstehung \\
-
- gelblich-bräunliche Farbe \\
- - sehr weicher Schmelz, matte, rauhe SOF \\
- - starke Attrition aufgrund geringer Härte \\
- - Zahnstein, offener Biss
-
Dentinogenises imperfecta?
- - aut.-dom. Erbgang \\
- - MZ erscheinen bernsteinfarben \\
- - bleibende Zähne bläulich-graue Verfärbung \\
- - absplitternder Schmelz \\
- - Obliteration der Pulpakammer nach ZD, daher oft Abzesse \\
- - Rö-Kontrast des Dentins reduziert
-
shell teeth?
dentindysplasie - radikuläre form
-
ghost teeth?
odontodysplasie
-
Komplikationen bei Milchzahnex?
- - Wurzelfraktur \\
- - Zahnkeimschäden
-
Zahnkeimschäden nach Milchzahntrauma?
- • Schmelzopazitäten \\
- • Schmelzhypoplasien \\
- • Kronen-, Wurzeldilazerationen (=abnorme Biegung)\\
- • Wurzelduplikationen \\
- • Odontom-ähnliche Bildungen \\
- • Stillstand des Wurzelwachstums \\
- • Durchbruchsstörungen
-
Entfernung ankylosierter MZ?
- - Termin: i.d.R. zum Zeitpunkt des physiologischen Zahnwechsels / frühzeitig bei Verlagerung des Nachfolgers, Kappung des NACHBARZAHNES \\
- - Vorgehen: i.d.R. EX \\
- - vertikale Zahntrennung, wenn nach Luxation keine deutliche Lockerung eintritt
-
Komplikationen bei Nichtentfernung retirierter Zähne?
- - Infektion des Follikularsäckchens \\
- - Zystenbildung \\
- - Wurzelresorptionen an Nachbarzähnen \\
- - neuralgische Beschwerden \\
- - Ankylose
-
Frenektomie im OK?
- - Indikation: Diastema mediale und tief ansetzendes Frenulum labii (Mesiodens und Nichtanlage 12,22 aussschliessen) \\
- - Zeitpunkt: Durchbruch der lat. Schneidezähne \\
- - Lückenschluss kontrollieren!
-
Einschätzung der Gebissentwicklung?
- - Stand des Zahndurchbruchs / Relation zum chron. Alter \\
- - Okklusionsbefund (sagittale, vertikale, Transversale Abweichungen) \\
- - Funktionsproben
-
Zahndurchbruchsphasen?
- - präeruptive Bewegungsphase (Bildung Hartsubstanzen, Verschiebung Krone Richtung Mundhöhle) \\
- - präfunktionell-eruptive Phase (Wurzelbildung, Durchbruch durch Schleimhaut) \\
- - funktionell-posteruptive Phase (Abschluss Wurzelbildung)
-
Indikation konfektionierter Kronen?
- - Restauration tief zerstörter Milchmolaren ( größer 2-flächige Kavität) \\
- - Kronenrestauration nach Pulpabehandlung
-
Zustand 1 Jahr nach Trauma, Sense neg, Ursachen?
- - Pulpanekrose \\
- - Pulpaobliteration \\
- - interne Resorption \\
- - apikale Parodontits
-
black stain?
- - melanodontie \\
- - durch chromogene Bakterien verursacht \\
- - verursachen keine Karies, harmlos, aber ästh. Eindruck!
-
sichere klin. Zeichen für Dentinbeteiligung bei Fissurenkaries?
- - lokale Schmelzeinbrüche im opaken oder verfärbten Schmelz und / oder gräuliche Verfärbung von darunterliegendem Dentin \\
- - gräuliche Transluzenz unter intakter ZOF
-
Abzessbehandlungs im Milchgebiss?
- Abhängig \\
- • Ausmaß des Befundes \\
- • Compliance des Kindes \\
- Vorgehen: \\
- • sofortige Extraktion des ursächlichen Milchzahnes \\
- • i.d.R. Trepanation des ursächlichen Milchzahnes, ggf. Antibiose (reduzierter AZ, Fieber), Extraktion nach ca. 1 Woche \\
- • Inzision (Allgemeinanästhesie), (Extraktion), Antibiose
-
Chirurgisch-orthodontische Behandlung retinierter Zähne?
- • Ursachen vom Keim ausgehend (z. B. fehlende Achsaufrichtung) \\
- • Platzprobleme (Zahnüberzahl, Odontom, Zysten, Engstand) \\
- • Trauma (Milchzahntrauma, Ankylose) \\
- • Zahnzahlanomalien \\
- Betroffene Zahngruppen: \\
- 3. Molaren, obere Eckzähne, Prämolaren, Schneidezähne
-
Komplikation bei nichtentfernung von retirierten Zähnen?
- • Infektion des Follikularsäckchens \\
- • Zystenbildung \\
- • Wurzelresorptionen an Nachbarzähnen • neuralgische Beschwerden \\
- • Ankylose (Trauma)
-
Schmerzmittel?
- - Lidocain (Eignung als OFA/Xylocain) / Grenzdosis 2%: 4mg/kg KG \\
- - Articain / Grenzdosis 4%: 7 mg/kg KG \\
- - postmedikamention: Ibuprofen (Einzeldosis: 5mg/kg KG // Tageshöchstdosis: 15mg/kg KG), Paracetamol
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Mittel Sedierung?
- - Lachgas N2O \\
- - Benzodiazepine (keine Anästhesie), z.B. Midazolam, Diazepam, Dosierung ca 0,6mg/kg KG \\
-
Gruppenprophylaxe?
- - soziales Gesetzbuch Artikel 21 \\
- - bis zum 12. LJ \\
- 1. Untersuchung mit Erhebung des Zahnstatus \\
- 2. Kariesrisiko – Diagnostik \\
- 3. Gruppenprophylaxe \\
- • Mundhygiene \\
- • Ernährungsberatung \\
- • Zahnschmelzhärtung \\
- • Motivation zum Zahnarztbesuch
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Individualprophylaxe?
- - SGB Artikel 22 \\
- - ab dem 6. LJ \\
- - IP-Positionen: \\
- IP 1: Mundhygienestatus \\
- IP 2: Mundgesundheitsaufklärung \\
- IP 4: lokale Fluoridierung \\
- IP 5: Versiegelung der bleibenden Zähne
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ECM?
elektrische widerstandsmessung des Zahnes zur Erkennung von Fissurenkaries
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Fissurenversiegelung?
- - Indikation: Pat mit gesunden, plaqueretentiven, kariesgefährdeten Fissuren, hohes Kariesrisiko \\
- - Zeitpunkt: nach komplettem Zahndurchbruch, i.d.R. nicht später als 2 Jahre nach Durchbruch der 1. Molaren / 3 Jahre n.D. der 2. Molaren \\
- -Durchführung: Zahn reinigen mit Bürste, ätzen, Cleanpro deal aufbringen, okklusionskontrolle, Politur, fluoridierung
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Dentes (neo)-natales:
- - Dentes natales: zur Geburt vorhanden \\
- - Gentes neonatales: Durchbruch während der ersten Lebenswochen \\
- - Ursachen: fam. gehäuft, oberflächliche Keimlage \\
- - meist völlig gesunde Kinder!
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Gingivostomatitis herpetica?
- - als "Mundfäule" bezeichnet -> Foetor ex ore \\
- - schwere Rezidivform nach Erstinfektion mit Herpes-simplex Virus Typ I \\
- - Lokalisation: vordere Mundhöhle (Lippen, Gingiva), später Zunge und Gaumen, äußere Gesichtshaut \\
- - Bläschenbildung \\
- - geschwollene Hals LK \\
- - Nahrungsaufnahme kaum mehr möglich \\
- - Therapie: durch Spezialisten Virustatika, ggf. AB
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Mundschleimhauterkrankungen?
- - Herpes labialis \\
- - Gingivostomatitis herpetica \\
- - Stomatitis simplex \\
- - Candidasis (candida albicans) \\
- - Hämatom (bissverletzung) \\
- - Lingua nigra (schwarze Haarzunge, durch Tetrazyklin)
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Fluoridintoxikation?
- - Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, evtl. Spasmen (sinkender Ca-Spielgel), Herzarrhytmien \\
- - PTD: 5mg/kg KG \\
- - CTD: ca 30 mg \\
- - Therapie: Erbrechen (EMETIKUM), Kalzium haltige Lösung, Milch trinken (Ca bindet F)
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